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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Dienstag, 23. August 2005

Foucault als Legomännchen

lego-foucault Ist zwar schon ein paar Jahre alt, mir aber erst vor kurzem aufgefallen: Theory.org.uk von David Gauntlett zeigt nicht nur Michel Foucault, sondern auch Judith Butler, Anthony Giddens und Angela McRobbie als Legofiguren. Auch eine Foucault-Actionfigur ist im Angebot:

Keenly aware of the fluidity of social identities, this 6.5" Michel Foucault waves his baton in poststructuralist style at all challenges. Shrouded in a special removeable French cloak and with a built-in thoughtful head movement, this superb action figure is essential for both professional philosophers and junior postmodernists.

Schade nur, dass das Ganze ein Fake ist, wenn auch manche Zeitungen es für bare Münze nahmen; die FAQs sagen jedenfalls:

Please can you send me an action figure?
I'm sorry, the action figures exist only as binary bits and bobs in cyberspace.


Kein Fake ist demgegenüber die allseits beliebte Librarian Action Figure, die es auch in einer Deluxe-Variante gibt und die hier ausführlicher beschrieben wird; ihr Reallife-Vorbild Nancy Pearl hat übrigens auch eine eigene Homepage.

Montag, 22. August 2005

Die Sorge um das Volck, 1772/73

Dass die Sorge um das Wohlergehen des Volcks bis in die Details des Alltagslebens gehen kann, zeigt folgende Stellungnahme des Wiener Magistrats: Darin wird vorgeschlagen, daß zur Abwendung der sich ergebenen unglücklichen Stürzungen, und Fällen in die Keller, und andere Tiefen, die dahin gehende Treppen mit Holz beleget, und zur Nachts-Zeit beleuchtet werden könnten; nicht länger sollen die Untertanen düstere Treppen hinunterfallen. Auch auf schlüpfrigen Lacken soll niemand mehr ausgleiten, denn es wäre zu wünschen, daß die Dienstmägde bey dem Wassertragen mit gedeckten Schäfern versehen würden, um auf den Stiegen das Ausschütten, und sohin die Schlüpfrigkeit, und das Eis zu vermeiden. Und unter Androhung drakonischer Strafen sind offene Gruben abzusichern: [B]ey Arrest- und allenfälliger Ausstellung auf der Bühne [käme] zu verbieten (...), die Keller- Dung und Kalckgruben und andere derley Oefnungen unbedeckt, und offen zu lassen. - Das Volck stürzt, rutscht, stolpert und fällt in offene Löcher; staatliche Maßnahmen sind zu ergreifen, es zu einem sicheren Gang anzuhalten.

Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Wien, Bestand Hofkanzlei, IV M 1 Niederösterreich, Kt. 1326, 344 ex Jänner 1773: Vortrag der Hofkanzlei, 9.1.1773.

Freitag, 19. August 2005

Der Hausnummernstreit zu Beuren, 1768

Genauso wie in Tirol, wird auch in Vorderösterreich die Hausnummerierung 1767 angeordnet. Bis die Häuser aber tatsächlich nummeriert sind, verstreicht einige Zeit; im Dorf Beuren in der Nähe von Ulm, zum Kartäuserkloster Buxheim gehörig, dauert es bis in den Oktober 1768, als der dortige Bader Johann Georg Wauthier damit beginnt, die Häuser durchzunummerieren. Beim Haus des Schreiners Johann Mayrhoffer stößt er allerdings auf Widerstand: Die Frau des Schreiners, Franziska Jehlin, ruft ihm zu, dass ihr Mann (...) befohlen [habe], wann der Bader komme, so solle sie ihm nur sagen, er lasse an sein haus keinen Numerum machen; Wauthier bringt aber trotzdem die Nummer an. Als der Hausnummerierer am Abend das Wirtshaus betritt, wird er vom dort ebenfalls befindlichen Schreiner als Spitzbub beschimpft, woraufhin Wauthier letzterem eine Ohrfeige gibt. Umgehend führt dies zu einer gröberen Rauferei, in deren Verlaufe Wauthier in den Finger gebissen und am Fuß verletzt wird. Mayrhoffer zerstört im Anschluss noch die Nummer an seinem Haus, scheint sich dann aber doch bald eines besseren zu besinnen: Er verantwortet sich damit, betrunken gewesen zu sein und bittet den Bader, die Nummer wieder am Haus anzubringen; letzterer gibt zumindest gegenüber dem Amtsmann an, dass er Mayrhoffer alles verzeihe. Ob die Episode noch weitere Folgen für den unbotmäßigen Schreiber hat, ist unbekannt; sicher ist nur, dass der Schreiner mehr als 200 Jahre später zu Theaterehren kommen wird, da die geschilderte Begebenheit als Theaterstück aufgeführt wird.

Österreichisches Staatsarchiv/Haus-, Hof- und Staatsarchiv, Wien, Bestand Kabinettsarchiv, Staatsratsprotokolle, Bd. 32 (1769/III), Nr. 2477: Ah. Resolution zu Vortrag der Hofkanzlei vom 30.6.1769, 20.7.1769; diese Resolution auch in Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv, Wien, Bestand Hofkriegsrat 1769/89/398; 1770/74/161 N°4 sowie Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Wien, Bestand Hofkanzlei, VII A 4 Böhmen, Kt. 1964, 211 ex Oktober 1769, f. 70r-72r; MATZKE, JOSEF/HILLER, JOSEFA: Beuren an der Biber. Geschichte eines schwäbischen Dorfes. Weißenhorn: Anton H. Konrad, 1985, S. 22f., Zitate 22. Dank an Manfred Eichhorn für diesen Hinweis. EICHHORN, MANFRED: Johann Meyerhofer oder Die Einführung der Hausnummern. Eine Bauernkomödie. Weinheim: Deutscher Theaterverlag, 1994.

Raul Zelik, die Linkspartei und Berliner Verhältnisse

Raul Zelik schätze ich sehr; nicht nur, dass er ein guter politischer Analytiker ist - heute z.B. schreibt er im Freitag über die deutsche Linkspartei, und auch sein Buch über Venezuela ist sehr empfehlenswert -, ist er ein hervorragender Literat; besonders gut haben mir seine Erzählungen Grenzgängerbeatz gefallen. Nun hat er einen neuen Roman mit dem Titel Berliner Verhältnisse veröffentlicht, der in der FAS wohlwollend rezensiert wird.

Zelik, Raul: Berliner Verhältnisse. Unterschichtenroman. München: Blumenbar, 2005.

Walter Benjamin Archiv

An der Akademie der Künste in Berlin wurde ein Walter Benjamin Archiv errichtet, das - finanziert durch Jan Philipp Reemtsma - erstmals die verschiedenen Teilnachlässe zusammenführt; einen Überblick über die verworrene Geschichte der Benjamin-Edition sowie des Nachlasses liefert der Freitag in seiner heutigen Ausgabe. Eine eigene Homepage des Archivs gibt es (noch) nicht, nur eine Pressemitteilung mitsamt einem Foto von Benjamins Reisepaß.

Donnerstag, 18. August 2005

Plagiate - ein ewiges Thema

Im Google-Zeitalter werden Plagiate immer mehr zu einem Thema, dass die Wissenschaftsberichtserstattung der Medien beschäftigt. Wobei, der an der Uni Salzburg aufgedeckte Fall - der Standard berichtet heute darüber - scheint mit konventionellen Methoden des Abschreibens zu Stande gekommen zu sein.
An der Uni Wien werden jedenfalls Maßnahmen gesetzt, bzw. es wird, wie es in einem weiteren Artikel im Standard martialisch heisst, auf[ge]rüste[t]: Ab kommenden Semester müssen Diplomarbeiten und Dissertationen auch in digitaler Form abgegeben werden, mittelfristig soll dies auch für Seminararbeiten gelten. Mittels manchmal recht teuren Plagiats-Checkern kann dann überprüft werden, ob der/die zu Beurteilende nicht einfach aus dem Netz abgeschrieben hat. Ob wenigstens daran gedacht wird, die Digitalisate zu archivieren und für die Forschung zur Verfügung zu stellen? Auf dass dann weiter fröhlich ausgeschrieben werden kann, wie das um 1800 hieß...

Heiratsvermittlung per Adressbüro

Lustig: Da ruft mich doch glatt ein Mitarbeiter der WDR-Sendung Zeitzeichen an und will wissen, ob es belegbar ist, dass Henry Robinsons Office of Addresses and Encounters 1650 auch der Heiratsvermittlung diente. Ist es: Miles Ogborn gibt in Spaces of Modernity an, dass Robinsons kurzlebiges Büro ein eigenes Register dafür anlegte. Im übrigen scheint auch bereits Théophraste Renaudots Bureau d'Adresse (circa 1628-1643) diesem Zweck gedient zu haben, zumindest gibt es eine Liste mit angebotenen Dienstleistungen, auf der neben Wegadressen, Reisebegleitung sowie Nachrichten, die man erfahren möchte: & Kommunikation die man mit Personen haben möchte, deren Aufenthalt man nicht kennt auch Heiraten als eine davon angeführt wird.

Ogborn, Miles: Spaces of Modernity. London's Geographies 1680-1780. New York/London: Guilford Press, 1998, S. 217.
Solomon, Howard M.: Public Welfare, Science and Propaganda in seventeenth Century France: The Innovations of Théophraste Renaudot. Princeton: Princeton UP, 1972, S. 231.

CfP zum Chaos Communication Congress

Alljährlich zwischen Weihnachten und Neujahr veranstaltet der Chaos Computer Club in Berlin einen Kongress, mittlerweile zum 22. Mal: The 22nd Chaos Communication Congress (22C3) is a four-day conference on technology, society and utopia. The Congress offers lectures and workshops on a multitude of topics including (but not limited to) information technology, IT-security, internet, cryptography and generally a critical-creative attitude towards technology and the discussion about the effects of technological advances on society.
Der Call for Papers ist nun online, Einsendungen werden bis 1. Oktober entgegengenommen. [via Kulturwissenschaftliche Technikforschung]

Mittwoch, 17. August 2005

Fourth Workshop on Early Modern German History

Am 21. Oktober 2005 findet im Deutschen Historischen Institut in London der vierte Workshop on Early Modern German History statt, das Programm wurde gestern über H-SOZ-U-KULT ausgeschickt. Ich werde auch daran teilnehmen und versuchen, innerhalb von 10 Minuten alles wesentliche über mein altes Thema - die Hausnummern - sowie über meine jetzigen Forschungsinteressen - die Adressbüros - zu erzählen.

Glossar der Gegenwart

glossar der gegenwart Wirklich begeistert bin ich über das letztes Jahr in der Edition Suhrkamp erschienene Glossar der Gegenwart. Darin werden Begriffe der neoliberalen Managementssprache wie zum Beispiel Beratung, Branding, Evaluation, Flexibilität, Mediation, Projekt, Netzwerk oder Wellness nach einem einheitlichen Schema analysiert, und zwar nicht in ideologiekritischer Absicht, sondern auf eine Art und Weise, die den Analysegegenstand ernst nimmt. Das hat zur Folge, dass sich das Glossar auch als Selbstmanagementratgeber lesen lässt, auch wenn es selbstredend in kritischer Absicht geschrieben ist. Wer mehr zum Buch wissen will, findet in der Frankfurter Rundschau eine Rezension sowie ein paar Informationen auf der Homepage des Mitherausgebers Thomas Lemke, nämlich die Einleitung sowie eine Liste der analysierten Stichwörter. Kurz: Die deutsche Gouvernementalitätsforschung zeigt, was sie kann!

Bröckling, Ulrich/Krasmann, Susanne/Lemke, Thomas (Hg.): Glossar der Gegenwart. Frankfurt am Main: Suhrkamp es 2381, 2004.

Dienstag, 16. August 2005

Vermeer oder van Meegeren?

Ein kunsthistorischer Krimi über den Vermeer-Fälscher Han van Meegeren wird in der NZZ rezensiert:

Guarnieri, Luigi: Das Doppelleben des Vermeer. München: Kunstmann-Verlag, 2005.

Montag, 15. August 2005

Neues Weblog von Raimund Bahr

Raimund Bahr (vormals Kremlicka) hat eine Biographie über die Psychoanalytikerin Marie Langer veröffentlicht und ein Buch über Günther Anders mitherausgegeben; vor wenigen Tagen hat er ein eigenes Weblog begonnen - nirgendirgendwo.twoday.net -, in dem bisher vor allem literarische Beiträge gepostet wurden.

Sonntag, 14. August 2005

Unterhaltungen über den Sozialismus

Anlässlich der deutschen Bundestagswahl 2002 veröffentlichte das Berliner Institut für kritische Theorie einen Band mit Unterhaltungen über den Sozialismus. Es diskutieren Wolfgang Fritz Haug, Frigga Haug, Erhard Crome, Frank Deppe, Jutta Held, Wolfgang Küttler, Susanne Lettow, Peter von Oertzen, Lothar Peter, Jan Rehmann, Thomas Sablowski, Christoph Spehr, Jochen Steinhilber, Christoph Türcke und Frieder Otto Wolf.
Das Taschenbuch kann um 8 Euro beim Argument-Verlag erworben werden, eine freie PDF-Version wurde kürzlich ins Netz gestellt. [via kg]

Haug, Wolfgang Fritz/Haug, Frigga (Hg.): Unterhaltungen über den Sozialismus nach seinem Verschwinden. Köln: PapyRossa-Verlag, 2002.

Samstag, 13. August 2005

Bad Ischl 35

bad ischl 35

Bad Ischl, Pfarrgasse 3

Freitag, 12. August 2005

Big Brother watching George Orwell

Die britischen National Archives haben Polizei-Akten freigegeben, gemäß denen George Orwell in den 1930er und 1940er Jahren Gegenstand geheimdienstlicher Beobachtung war. Der Schriftsteller war den Behörden kommunistischer Gesinnung verdächtig und letztere vergaßen nicht zu erwähnen, dass er dressed in a bohemian fashion both at his office and in his leisure hours war. All dies berichtet die NZZ in ihrer heutigen Ausgabe. Der Artikel wird allerdings nicht lange frei zugänglich sein und ist im Wesentlichen eine Zusammenfassung eines Berichts im Guardian vom vergangenen Juli.

Landtagswahlen in der Steiermark

Anfang Oktober wird in der Steiermark gewählt, und in österreichischen Mainstreammedien war bislang noch nicht allzu viel davon zu lesen, dass die steirische KPÖ relle Chancen hat, in den Landtag einzuziehen. Da braucht es schon den in Berlin erscheinenden Freitag, um in einem Artikel von Franz Schandl Brauchbares über die kommende Wahl zu erfahren.

Schillers Polizey-Projekt

Am Ende seines Lebens beschäftigte sich Friedrich Schiller mit einem gross angelegten Stadtprojekt, in dessem Zentrum der Pariser Polizei-Chef Marc-René d'Argenson stand; der Standard berichtete Anfang Mai darüber. In einem kleinen Webprojekt haben StudentInnen der Weimarer Bauhaus-Universität das von Schillers Unterfangen verbliebene Fragment Die Polizey im Netz ediert und mit einigen wenigen Anmerkungen versehen; weitere Hintergrund-Infos liefert die zum Festival Räuber und Gendarmen erschienene Kulturzeitung Polizey! (PDF, 4,7 MB).