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Kommentare

Ausstellung
Eventuell wird diese Ausstellung zukünftig auch...
Johannes (Gast) - 2013/05/14 16:29
Sehr schön, vielen...
Sehr schön, vielen Dank!
adresscomptoir - 2013/05/11 09:32
Bitteschön, habe...
Bitteschön, habe ich schon lange erledigt...:...
AndreasP (Gast) - 2013/05/10 23:34
Noch ein paar überzogene...
Wie die meisten von uns hab auch ich ein Smartphone,...
Klaus Taschwer (Gast) - 2013/04/29 02:25
ich war schon öfter...
ich war schon öfter im Östa. Es ist eines...
Kelborn (Gast) - 2013/04/29 00:26

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Zuletzt aktualisiert: 2013/05/23 09:30

Credits

Socialpolitik

Samstag, 22. Dezember 2012

WZ-Zeitreisen zum Wichtelzopf

Das Zeitreisen-Geschichtsfeuilleton der Wiener Zeitung beschäftigte sich zuletzt u.a. mit Medizingeschichte und kam dabei u.a. auf den famosen Wichtelzopf zu sprechen, zu dessen Bekämpfung in Österreichisch-Schlesien um 1770 eine eigene Kommission eingesetzt wurde, die mittels "Auskampeln" gegen die auch als "plica polonica" bezeichnete, vermeintliche Krankheit vorging. Am Schluss des Beitrags der freundliche Hinweis auf meinen Artikel dazu, der direkt unter http://tantner.net/publikationen/Tantner_Wichtelzopf_FestschriftKarlVocelka_2008.pdf downgeloadet werden kann.

Sonntag, 4. November 2012

Heinrich Bosse: Bildungsrevolution 1770-1830

In den 1970er Jahren besuchte er Seminare bei Foucault und Kittler und ließ sich von diesen zu seinen bildungsgeschichtlichen Arbeiten inspirieren; nun erscheinen zehn seiner Artikel in einem Band, herausgegeben von Nacim Ghanbari, die auch ein Gespräch mit Bosse geführt hat, das gekürzt im Merkur (August 2012, S.691-703, online hier) erschien. Ich bin ja schon gespannt auf Bosses Aufsatz zur Einrichtung der Schiefertafel!

Verlagsankündigung: Der gemeinsame Fluchtpunkt dieser Studien ist die deutsche Bildungsrevolution gegen Ende des 18. Jahrhunderts. Sie betrifft die beiden wichtigsten Kulturtechniken, Lesen und Schreiben. In der Bildungsrevolution verändert sich der elementare, rhetorische, akademische Unterricht, darüber hinaus aber auch Schule, Autorschaft, Öffentlichkeit und sogar die Sozialgliederung der Gesellschaft. Das neue Konzept der Bildung wirkt über die Unterrichtsinstitutionen hinaus, indem es eine außerschulische Praxis scholarisiert, das Selberlernen. Die Unterrichtsverhältnisse ihrerseits werden unter dem staatlichen Zugriff neu strukturiert.
Dabei verschmelzen die lateinischen und die volkssprachlichen Bildungssysteme, die seit dem Mittelalter nebeneinander existierten, in einem umfassenden Bildungsapparat. Zugleich wandelt sich die ständische Öffentlichkeit der gelehrten Republik in ihr modernes Gegenstück, und der gelehrte Stand der Lateinkundigen verschwindet in der Formation der Gebildeten.


Bosse, Heinrich: Bildungsrevolution 1770-1830. (=Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach und Medienwissenschaft; 169). (Hg. mit einem Gespräch von Nacim Ghanbari). Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2012. [Verlags-Info]

Mittwoch, 22. August 2012

Die Wonnen der Elektropathologie

Zeitspuren zeigt Bilder aus dem von Stefan Jellinek 1932 publizierten Buch Elektroschutz in 132 Bildern; Jellinek gründete in Wien das Elektropathologische Museum, dessen Bestände nun wirklich Kultcharakter haben und seit 2005 Teil des Technischen Museums Wien sind: http://www.technischesmuseum.at/objekt/plakat-des-elektropathologischen-museums-um-1930

[via G+/Klaus Graf]

Mittwoch, 8. August 2012

Die Sorge um die Schwimmerin

Von den öffentlichen Schwimmbädern kenne ich - mal abgesehen von Wien - welche in Paris (Badehaubenpflicht!) und Berlin; welche Hürden in Peking zu überwinden sind, um seine oder ihre Bahnen ziehen zu können, berichtet Camp Catatonia.

Mittwoch, 21. Dezember 2011

263.824

Gestern war ich im Niederösterreichischen Landesarchiv in St. Pölten, um zu dem von Jakob de Bianchi 1770 eröffneten Comptoir der Künste, Wissenschaften und Commerzien zu recherchieren; klassischer Fall von Serendipity, dass ich nun dank des letzten Akts, der sich im Bestand Maria Theresianische Verwaltung, Hofresolutionen in publicis, Karton 120 befindet, weiß, wieviel Spatzen in Österreich unter der Enns 1767 vertilgt wurden: Nicht weniger als 263.824!

Vgl.: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/5967793/

Mittwoch, 29. Juni 2011

Aufsatz über Ignatz de Luca erschienen

In der soeben erschienenen Ausgabe des Electronic Journal for History of Probability and Statistics hat Fanny Billod einen Aufsatz über Ignatz de Luca, einen der wichtigsten habsburgischen Statistiker des 18. Jahrhunderts veröffentlicht:

Billod, Fanny: L'oeuvre d'Ignatz de Luca (1747-1798) : statistique universitaire, droit, sciences politiques et centralisation de la monarchie au tournant du XIXe siècle, in: Journ@l électronique d’Histoire des Probabilités et de la Statistique/ Electronic Journal for History of Probability and Statistics, 7.2011/1, Juin/June 2011, http://www.jehps.net/juin2011/Billod.pdf

Montag, 20. Juni 2011

Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn (1688–1690)

Am Mittwoch (22.6.2011, 17h) wird im Haus-, Hof- und Staatsarchiv (Minoritenplatz 1, 1010 Wien) die Edition des Einrichtungswerks des Königreichs Hungarn (1688-1690) präsentiert:

Begrüßung
Hon.-Prof. Dr. Lorenz Mikoletzky
Dr. Csaba Szabó
Ernö Deák

Zur Publikation
Univ.-Doz. Dr. János Kalmár
Dr. János Varga

Präsentation
Univ.-Prof. Dr.Dr. hc. Thomas Winkelbauer
BP Einrichtungswerk 1688

Nach der Zurückeroberung des Königreichs Ungarn von den Osmanen Ende des 17. Jahrhunderts musste das Land neu organisiert werden.

Für diesen Zweck wurden mehrere Vorschläge zusammengestellt, von denen der berühmteste (und berüchtigste) das „Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn“ (1688-1690) war, welches unter der Leitung von Leopold Kollonich (1631-1707), des Bischofs von Győr und ehemaligen Präsidenten der Ungarischen Kammer, ausgearbeitet wurde.
Der Vorschlag wurde am Ende beiseite gelegt, nur einige seiner Vorstellungen wurden später verwirklicht.

Die Edition enthält nicht nur eine gründliche Einleitung zur Problematik des Einrichtungswerks und die kritische Textausgabe selbst, sondern auch eine reiche Auswahl von Dokumenten, die die Enstehungsgeschichte des Werkes bzw. das Compendium des Einrichtungswerks verständlich machen. Die Edition beruht auf der Arbeit von Béla Baranyai (1882-1945), der noch in den 1920er Jahren das Originalexemplar benützen konnte, das beim Brand des Justizpalais (1927) vernichtet wurde.


Kalmár, János/Varga, János J. (Hg.): Einrichtungswerk des Königreichs Hungarn (1688–1690). (=Forschungen zur Geschichte und Kultur des Östlichen Mitteleuropa; 39) Stuttgart: Franz Steiner Verlag, 2010. 514 S, 68 Euro, ISBN 978-3-515-09778-9 [Verlags-Info]

Montag, 2. Mai 2011

Postdoc-Fellowship Savoirs d'anticipation 18e-19e siècles, CRH Paris 1.9.2011-31.8.2012

(englische Version siehe unten)

Le Projet ANR Profutur, « Savoirs et techniques d’anticipation, de prévision et de maîtrise du futur. 18e et 19e siècles », lance un appel à candidature pour:

Une bourse post-doctorale d’un an, pour la période du 1er sept. 2011 au 31 août 2012

Les candidats doivent être titulaires d’un doctorat en histoire ou en histoire des sciences et des techniques, au 1er septembre 2011. Le projet de recherche proposé par la(le) candidat(e) devra concerner directement l’histoire de l’anticipation, de la prédiction, de la prévision, de la planification, ou de tout autre savoir ou technique prenant pour objet le futur, aux 18e et/ou 19e siècles. Les projets concernant d’autres périodes historiques ne seront pas considérés. Les thématiques peuvent concerner toutes les aires géographiques et culturelles, et tous les domaines de la vie en société. Citons à titre indicatif l’histoire de l’intendance et de la logistique, de l’assurance et des marchés financiers, de la statistique et de la comptabilité, de la stratégie et des pratiques militaires, de la santé publique, de la gestion des ressources naturelles. Le projet doit concerner directement l’histoire des savoirs et des outils scientifiques et techniques développés afin de prévoir et d’organiser le futur.

Le projet Profutur est financé par l’Agence Nationale pour la Recherche et hébergé par le Centre de Recherches Historiques (EHESS-CNRS, Paris) et l’Institut d’Histoire Moderne et Contemporaine (ENS-CNRS, Paris).

L’appel est ouvert aux candidats de toute nationalité. Le projet peut être rédigé en français ou en anglais.

Les candidats sont invités à soumettre un dossier comprenant un CV (incluant une liste des publications), un projet de recherche (de 750 mots max.) et un article ou chapitre de livre (ou de thèse).

Le dossier doit être adressé par email à l’adresse suivante : profutur@ehess.fr

Il sera accusé réception des dossiers.

La date limite de candidature est le 15 juin 2011

______________________________________

The Profutur project “Anticipatory knowledge and technologies, 18th and 19th Century” invites suitable candidates to apply for

One postdoctoral fellowship for one year

starting September 1, 2011.

Candidates must hold a doctorate in history, history of science and technology, environmental history, economic history, or related fields, at the time the position begins. Research projects should address the history of anticipation, prediction, forecasting, planning, or other future related knowledge and techniques in the 18th and 19th century. Projects may concern any geographical area and any domain of human activity. Possible domains include history of food-supply and logistics, history of insurance or stock markets, history of planning and project-making, history of economic calculations, statistics and accounting, history of strategic thinking and military practices, history of public health, history of resource management. The focus of the project however should be on the technical and scientific tools and methods developed in order to predict and organize the future.

The Profutur project is funded by the Agence nationale de la Recherche and co-hosted by the Centre de recherches historiques (EHESS-CNRS, Paris) and the Institut d’histoire moderne et contemporaine (ENS-CNRS, Paris). The Postdoctoral fellowship will be located at the Centre de recherches historiques in Paris.

Candidates of all nationalities are welcomed to apply. The project language is French or English. Candidates are requested to submit a curriculum vitae (including a list of publications), a research proposal on a topic related to the project (750 words maximum), and one sample of writing (article or book chapter).

Submissions should be emailed to: profutur@ehess.fr

The deadline for submissions is June 15, 2011.

Sonntag, 7. März 2010

Galgen, Arbeitshaus, Hartz IV

Für den Freitag hat Georg Fülberth eine äußerst erhellende, komprimierte Geschichte des Zusammenhangs von Kapitalismus und Sozialstaat verfasst.

Mittwoch, 30. September 2009

Aushilfshausmeister zum Krieg gegen die Spatzen

Auch so eines der Themen, die mich interessieren: Die Vernichtungsmaßnahmen gegen Spatzen, die zu den Lieblingsfeinden des 18. Jahrhunderts zählten, gegen die aber auch in Maos China Krieg geführt wurde. Helmut Höge, Aushilfshausmeister der taz hat dazu nun einen umfangreichen Blogeintrag, den ich nur um folgendes ergänzen möchte:

Zum einen ein Aphorismus Lichtenbergs von 1789:

Über die bürgerliche Verbesserung der Sperlinge.

Lichtenberg, Georg Christoph: Sudelbücher. 3 Bände. (Hg. von Wolfgang Promies). München: dtv, 2005, Bd.2, S. 220.

- Der reichlich abgründige antisemitische Gehalt des Diktums erschließt sich nur dann, wenn man den Titel eines zeitgenössischen Buchs zur Emanzipation der Juden daneben stellt:

Dohm, Christian Conrad Wilhelm von: Ueber die bürgerliche Verbesserung der Juden. Berlin/Stettin: Nicolai, 1781/1783.

Lichtenberg berichtet in seinen Sudelbüchern übrigens einmal, dass er 1794 selber sieben Spatzen geschossen hätte (Bd.2, S.810).

Zum anderen der Hinweis auf zwei online abrufbare Texte zu den Spatzenkriegen des 18. Jahrhunderts:

Wacha, Georg: Spatzenvertilgung unter Maria Theresia, in: Naturkundliches Jahrbuch der Stadt Linz, 6.1960, S. 21-53. http://www.biologiezentrum.at/pdf_frei_remote/NKJB_6_0021-0053.pdf

Seitz, Joachim: Three hundred years of House Sparrow (Passer domesticus) persecution in Germany, in: Archives of natural history, 34.2007, S.307–317. [Abstract; kostenpflichtiges PDF: doi: 10.3366/anh.2007.34.2.307]