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goncourt - 2016/12/28 18:36

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Zuletzt aktualisiert: 2017/06/28 07:41

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Aufklaerung_Romantik

Sonntag, 5. Februar 2017

Kritik an Gamification in Pädagogik, Anno 1784

Der aufklärerisch gesinnte Johann Pezzl hielt es in seinen erstmals 1784 erschienenen Marrokanischen Briefen für nötig, Kritik an der Gamification im Schulunterricht zu üben, und dies im Bewusstsein, dass er nicht der erste damit war:

Der Kinderunterricht ist gar zu sehr zum Spielwerk gemacht worden. Vermöge eines sehr guten aber zu weit ausgedehnten Grundsazes will man die Jugend jedes Ding ohne anstrengenden Ernst spielend lehren, so hat man die Fiebel, die Arithmetik, die Geografie, die Historie, die Moral, fast jede Wissenschaft in Spielkarten gebracht. . . Das Resultat ist, daß die Kinder auf den falschen Begrif gerathen, alles in der Welt lasse sich spielend fassen, spielend bearbeiten, und spielend beendigen. Die Betrogenen! Bald sind die Spieljahre vorüber; dann tritt der Ernst ein, und ruft sie zu seinen Geschäften. Sie staunen, erschrecken, winseln, verzweifeln; denn sie wähnten, alles sey Spiel, und bleibt ewigen Spiel: ein trauriger Irrthum. Sie müssen nun mit äusserster Anstrengung in eine ganz neue, ihnen unbekannte Welt treten; oder all ihr Wissen ist unbrauchbar. . . . Diese Bemerkung, und diese Vorwürfe sind nicht neu, aber sie sind deswegen gar nicht weniger richtig.

[PEZZL, Johann]: Marokkanische Briefe. Frankfurt/Leipzig: o. V., 1785, hier S. 179f [Erstauflage 1784] [GBS]

Donnerstag, 21. April 2016

Marchfelder Sanddünen-Artikel online

Sehr schön, mein Augustin-Artikel über die famosen Sanddünen des Marchfelds kann nun auch online gelesen werden.

Sonntag, 13. Dezember 2015

Die Wanderdünen des Marchfelds

Für die aktuelle Ausgabe des Augustin (nur Papier!) habe ich einen Beitrag über den famosen Flugsand im Marchfeld verfasst, mitsamt Fotos des wunderbaren Trockenrasens vulgo Steppe; als kleinen Teaser verrate ich nur soviel: Wer dereinst gen Gänserndorf reiste, schwebte in höchster Gefahr, denn, so hieß es 1829 in der Topographie des Erzherzogthums Oesterreich: "Kein Baum, keine Quelle, kein Haus" weit und breit außer einem Schäferhof namens Siehdichfür, "nichts zeigt sich dem Blicke in dieser großen Sandwüste als röthliches Heidegras". Wer sich dennoch in diese unwirtliche Gegend wagte, ergriff Vorsichtsmaßnahmen: "Noch vor wenig Jahren reiste durch diese Gegend, wie durch Aegyptens Wüsten, Niemand allein; immer, und wenigstens des Nachts, gesellten sich Mehrere zusammen, denn der Nahme des Schäferhofes Siehdichfür erinnerte jeden Reisenden auf seiner Huth zu seyn, vor den fürchterlichen Sand- und Staubwolken, und dem hier lauernden schlechten Gesindel." Wer mehr wissen möchte, kaufe den Augustin, die erste österreichische Boulevardzeitung!

Nachtrag 21.4.2016: Nun ist der Artikel auch online abrufbar: http://www.augustin.or.at/zeitung/vorstadt/die-wanderduenen-des-marchfelds.html

Donnerstag, 12. Juni 2014

Ö1: Aus dem Tagebuch des Wiener Hofbeamten Matthias Perth zur Zeit des Wiener Kongresses 1814/15

Schon seit einigen Monaten betreibt Andreas Kloner das Perth-Projekt, in dem er Tagebuchauszüge des Wiener Hofbeamten Matthias Perth (1788-1856) veröffentlicht. Nun hat er für Ö1 eine Radiosendung gestaltet, die kommenden Samstag ausgestrahlt wird (14.6.2014, 9:05-10:00).

Ankündigung:

"Lebe wohl, bester, wertester Freund!" -
Aus dem Tagebuch des Wiener Hofbeamten Matthias Perth zur Zeit des Wiener Kongresses 1814/15.
Nacherzählt von Andreas Kloner.

Im Jänner 1814 nimmt der Wiener Hofbeamte Matthias Perth Abschied von seinem besten Freund Karl von Obermayer, der mit seinem Regiment nach Frankreich aufbricht, um die Herrschaft Napoleons endgültig zu brechen. Als die anfängliche Briefflut Obermayers an seinen Freund ein jähes Ende findet, muss Matthias Perth das Schlimmste befürchten. Er bangt um die Gesundheit und das Leben seines Freundes.

Wenige Monate später, nachdem Napoleon auf die Insel Elba verbannt worden ist, beginnt der große Friedenskongress in Wien. Neben unzähligen Jagdausflügen und üppigen Ballveranstaltungen für die hohen Gäste wird auch politisch getagt. Im März 1815 überstürzen sich die Ereignisse: Napoleon kommt unvermutet von Elba zurück, der "Wiener Kongress" geht in seine Endrunde und Matthias Perth wird von einem völlig unerwarteten Schicksalsschlag getroffen.

Die Erlebnisse und Briefwechsel werden von Matthias Perth in seinem Tagebuch festgehalten. Andreas Kloner hat es gelesen und gibt die Geschichte einer innigen Freundschaft wieder, die sich vor 200 Jahren zugetragen hat.

Redaktion: Eva Roither
Schauspieler: Michael Dangl, Matthias Mamedof
Regie und Musik: Stefan Weber
Ton: Ralf Gabriel, Martin Leitner

Mittwoch, 6. November 2013

Rezension von Heinrich Bosse: Bildungsrevolution 1770–1830

Für die aktuelle Ausgabe der Frühneuzeit-Info habe ich rezensiert:

Bosse, Heinrich: Bildungsrevolution 1770-1830. (=Reihe Siegen. Beiträge zur Literatur-, Sprach und Medienwissenschaft; 169). (Hg. von Ghanbari, Nacim). Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2012.

Volltext der Rezension:
http://www.recensio.net/rezensionen/zeitschriften/fruhneuzeit-info/24-2013/ReviewMonograph335006583

Montag, 21. Oktober 2013

Bleskosvod

Ein Highlight jeder Tschechienreise: Das Denkmal für den Blitzableiter des Prokop Diviš in Přímětice, denn merke: In Tschechien wurde nicht nur der Würfelzucker erfunden (vgl.), sondern auch 1754 die erste "Wettermaschine" aufgestellt!

Primetice_Divis_Blitzableiter

Donnerstag, 19. September 2013

Radio France über Olympe de Gouges

La Fabrique de l'Histoire sendete diese Woche auf Radio France eine vierteilige Reihe über Olympe de Gouges:

Teil 1, 16.9.2013:

Aujourd'hui, entretien avec Benoîte Groult, journaliste, écrivaine et militante féministe, auteur notamment d’une biographie sur Olympe de Gouges «Ainsi soit Olympe de Gouges» (Grasset).

http://rf.proxycast.org/m/media/296096201420.mp3?c=culture&p=LA+FABRIQUE+DE+L%27HISTOIRE_10076&l3=20130916&l4=&media_url=http%3A%2F%2Fmedia.radiofrance-podcast.net%2Fpodcast09%2F10076-16.09.2013-ITEMA_20523734-0.mp3

Teil 2, 17.9.2013:

Olympe de Gouges, une femme du XXI ème siècle …

Un documentaire de Séverine Liatard et Séverine Cassar

Née à Montauban en 1748, Marie Gouze, veuve à 20 ans, quitte son Quercy natale pour rejoindre la capitale avec son fils. Elle parvient peu à peu à fréquenter la société artistique et intellectuelle du Paris des Lumières. Sa passion est le théâtre et elle va bientôt s’y consacrer entièrement à une époque où la scène est un moyen pour intervenir dans le débat public. Dans sa pièce Zamore et Mirza ou l’heureux naufrage, elle prend parti pour l’abolition de l’esclavage. Á partir de 1788, elle publie son premier pamphlet « Lettre au peuple » puis des articles où elle élabore un programme de réformes sociales et politiques. La pensée toujours en chantier, Olympe de Gouges est une femme d’idées. Avec son art de la rhétorique, elle intervient sur les évènements de la période révolutionnaire en publiant un nombre exceptionnel de textes.

Peu soucieuse de rester discrète alors que son statut de femme l’exige, elle écrit également en 1791, sa Déclaration des droits de la femme et de la citoyenne qui obtient peu d’écho mais préfigure la pensée féministe moderne. Favorable à une société démocratique et hostile à l’intervention populaire, Olympe de Gouges est dépeinte avec mépris comme une exaltée politique, une virago, une auteure sans grand intérêt ou une courtisane.

Aujourd’hui, cette oubliée de l’histoire guillotinée pour ses idées est considérée comme une humaniste visionnaire. Elle est même pressentie pour entrer au Panthéon. Ses textes sont réédités, sa vie, son œuvre inspirent des écrivains, sont adaptés au théâtre ou même en bande dessinée.

Avec Olivier Blanc (historien, spécialiste d’Olympe de Gouges) ; Catel Muller et José-Louis Bocquet (auteurs d’une BD sur la vie d’Olympe de Gouges) ; Elsa Solal (écrivaine et scénariste) ; Clarissa Palmer (historienne) et Annie Vergne (comédienne et metteur en scène)



http://rf.proxycast.org/m/media/296096201420.mp3?c=culture&p=LA+FABRIQUE+DE+L%27HISTOIRE_10076&l3=20130917&l4=&media_url=http%3A%2F%2Fmedia.radiofrance-podcast.net%2Fpodcast09%2F10076-17.09.2013-ITEMA_20524219-0.mp3

Teil 3, 18.9.2013:

Débat sur les femmes et la révolution française
Jean-Clément Martin, historien, spécialiste de la Révolution française
Olivier Blanc, historien.
Dominique Godineau, maître de conférences à l’Université Rennes 2


http://rf.proxycast.org/m/media/296096201420.mp3?c=culture&p=LA+FABRIQUE+DE+L%27HISTOIRE_10076&l3=20130918&l4=&media_url=http%3A%2F%2Fmedia.radiofrance-podcast.net%2Fpodcast09%2F10076-18.09.2013-ITEMA_20524686-0.mp3

Teil 4, 19.9.2013:

Débat sur esclavage, féminisme et révolution française
Marcel Dorigny, historien, professeur à l’université Paris-VIII
Eleni Varikas, professeure émérite à l’Université Paris VIII
Frédéric Régent, maître de conférences en Histoire à l’université de Paris 1 Panthéon-Sorbonne


http://rf.proxycast.org/m/media/296096201420.mp3?c=culture&p=LA+FABRIQUE+DE+L%27HISTOIRE_10076&l3=20130919&l4=&media_url=http%3A%2F%2Fmedia.radiofrance-podcast.net%2Fpodcast09%2F10076-19.09.2013-ITEMA_20525127-0.mp3

Freitag, 14. Juni 2013

Rezension von Hazel Rosenstrauch: Der empfindsame Henker

Sehr schön, meine Rezension von Hazel Rosenstrauchs wunderbarem Buch ist nun auf HSOZKULT erschienen:

Rosenstrauch, Hazel: Karl Huß, der empfindsame Henker. Eine böhmische Miniatur. Berlin: Matthes & Seitz, 2012.

Sonntag, 2. Juni 2013

Symposium: Universitätsgeschichte und Bücherverbrennung, in Gedenken an William Hiscott, HU Berlin, 6.6.2013

Spannende Veranstaltung, angekündigt über Kritische Geschichte:

Einladung zum Symposium:
Universitätsgeschichte und Bücherverbrennung - Fazite und Fragen
In Gedenken an William Hiscott (1974-2013)

Schon 1817 verbrannten deutschtümelnde Studenten in Eisenach die Werke des Berliner Aufklärers Saul Ascher. William Hiscotts umfassendes, leider nur fast fertiggestelltes biographisches Projekt über Ascher soll den Ausgangspunkt einer Diskussion darstellen, die sich mit Kontinuitäten der Emanzipation und Ausgrenzung im historischen Gedächtnis der Universität beschäftigt.

Es sprechen u.a.: Hans Christian Förster, Tina Krell, Prof. Christoph Schulte, Bernd Schilfert, Prof. Heinz-Elmar Tenorth, Werner Treß.

6. Juni 2013
14-18 Uhr
Senatssaal der Humboldt-Universität zu Berlin
Unter den Linden 6
10117 Berlin

Dienstag, 6. November 2012

IFK_Vortrag: Nacim Ghanbari, Kontakte knüpfen. Netzwerktheorie und Aufklärungsforschung

Vortrag
NACIM GHANBARI
Kontakte knüpfen. Netzwerktheorie und Aufklärungsforschung
12. November 2012, 18.00 Uhr c. t. (Eintritt frei)

IFK Internationales Forschungszentrum Kulturwissenschaften an der Kunstuniversität Linz
Reichsratsstraße 17
1010 Wien
http://www.ifk.ac.at

Die diskursive Allgegenwart der sozialen Netzwerke kann nicht darüber hinwegtäuschen, dass große Teile der Literatur- und Kulturwissenschaften netzwerktheoretische Erkenntnisse erfolgreich ignorieren. Sie werden kaum zitiert, geschweige denn besprochen, auch wenn das Netzwerk in zahlreichen Texten als Metapher zum Einsatz kommt. Dies gilt auch für die Aufklärungsforschung, die in besonderer Weise von der nachträglichen Identifizierung der Gelehrten und Literaten als Prototypen des agilen Netzwerkers profitiert. Ausgehend von einem Panorama der wechselvollen Theoriegeschichte des sozialen Netzwerks diskutiert Nacim Ghanbari in ihrem Vortrag die verschiedenen Möglichkeiten, das netzwerktheoretische Vokabular und Instrumentarium für kulturwissenschaftliche Zwecke zu übernehmen. Im Zentrum des Interesses stehen die Freundschaftsbünde - von denen der "Göttinger Hain" und die "Bremer Beiträger" lediglich die bekanntesten sind -, die abseits der vorgesehenen literarischen Hauptverkehrswege neue Formen kollektiver Selbstorganisation der Autoren erproben.

Nacim Ghanbari studierte Deutsche Literatur, Geschichte und Philosophie in Hannover und Konstanz, wo sie mit einer Arbeit zum Thema "Das Haus. Eine deutsche Literaturgeschichte 1850–1926" promovierte. Sie war 2004 bis 2007 Promotionsstipendiatin im Graduiertenkolleg "Die Figur des Dritten" und 2005 (Februar bis Juni) Visiting Research Scholar am Department of Germanic Studies, University of Chicago.