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goncourt - 2016/12/28 18:36

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Parkgeschichten

Mittwoch, 22. Mai 2013

Broschüre Parkgeschichten online

Ich habe nun endlich meine 1998 erschienene Broschüre Parkgeschichten eingescannt und auf Phaidra hochgeladen, wer also Spannendes über Kinderstreiche, die Ordnung des Parks und selbst eine Mordsgeschichte lesen möchte, ist herzlich dazu eingeladen:

Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998.
http://phaidra.univie.ac.at/o:292552

park_u1

Die Broschüre ist das Ergebnis eines von Anton Tantner im Sommer 1996 im Auftrag der Parkbetreung Margareten durchgeführten Oral-History-Projekts, das sich mit der Geschichte zweier Parkanlagen - dem Bacherpark und dem Einsiedlerpark - in Wien-Margareten beschäftigte. In der Einleitung stellt Ilona Schachhuber die Ziele der Parkbetreuung vor.

Diese Woche, Freitag 24.5.2013, 15-19 Uhr wird übrigens in Wien am Karlsplatz 20 Jahre Parkbetreuung gefeiert, ein auch online abrufbares Infoheft liegt der aktuellen Ausgabe des Augustin bei.

Montag, 26. September 2011

Golden Girls und Boys im Bacherpark

Auch schon wieder etliche Jahre her, dass ich mich für die Margaretner Parkbetreuung mit der Geschichte der Grünflächen dieses Wiener Gemeindebezirks beschäftigt habe; heute berichtet der Standard über die Parkbetreuung im Bacherpark. Infos zu meiner 1998 erschienenen Broschüre Parkgeschichten gibt's hier: http://tantner.net/publikationen/park.html

Montag, 11. September 2006

Parkgeschichten von Jugendlichen

Parkgeschichten einmal nicht als historische Arbeit über die Geschichte von Parks (vgl. hier), sondern als Sammlung von Texten, geschrieben von Jugendlichen aus den Parks in Wien-Margareten:

PARKGESCHICHTEN - BUCHPRÄSENTATION UND LESUNG AM FREITAG, 6.10.06

Back on Stage 5 und Jugendliche aus Margareten freuen sich ein ganz besonderes Buch mit Texten von jugendlichen AutorInnen zu präsentieren:

LESUNG UND BUCHPRÄSENTATION von "PARKGESCHICHTEN"
Jugendliche lesen aus ihren Texten

am Freitag, 6.10.06 um 19h am Siebenbrunnenplatz, 1050 Wien mit Rahmenprogramm und kleinem Herbstbuffet

Jugendliche aus den Margaretner Parks haben in ihrer Sprache, ihrem Stil geschrieben und und ihren Meinungen und Gefühlen Ausdruck verliehen.
Sie gestalten nun auch gemeinsam mit Back on Stage 5 diese besondere Lesung und Buchpräsentation von "PARKGESCHICHTEN".

Das Projekt "Jugendliche schreiben und lesen"
Durch Gespräche mit Jugendlichen im Rahmen der Streetwork und Erfahrungen aus einzelnen Projekten stellten wir - Back on Stage 5 MitarbeiterInnen - fest, dass es für viele interessant wäre ihre Gedanken zu verschiedensten Themen in Texten festzuhalten.

Nach der Auseinandersetzung über verschiedenste Formen des Schreibens (Tagebuch, E-Mail, Chat, SMS) und wie es den Jugendlichen damit geht, wurden bereits die ersten Texte geschrieben und gesammelt.

Ziel dieses Projektes ist es, eine Bühne für junge SchriftstellerInnen aus den Parks zu schaffen, die Themen der Jugendlichen ins Bewusstsein der Öffentlichkeit zu rücken, sowie die Schreib- und Leselust der Jugendlichen zu fördern.
Diese Lesung im öffentlichen Raum stellt eine Plattform für Jugendliche unterschiedlicher Herkunft, Altersgruppen und Geschlechtes dar, in der sie sich selbst - in ihren Worten und kreativen Ideen - einer breiten Öffentlichkeit darstellen können.

mehr Infos bei Back on Stage 5, Strobachgasse 4, 1050 Wien, Tel: 01/585 31 96 oder 0664/243 60 12
[Quelle]

Sonntag, 23. Juli 2006

Staketen, Zäune und Käfige - 3

In welchem Jahr in Einsiedler- und Bacherpark welche Gitter eingebaut wurden, läßt sich nicht mehr genau feststellen; auf einem in der Stadtgartendirektion aufbewahrten Plan aus dem Jahr 1948 ist der Ballspielplatz im Einsiedlerpark jedenfalls schon eingezeichnet. In der Folge wurden die Parks immer weiter unterteilt: Bereiche mit Spielgeräten wurden umzäunt, auch die eigens eingerichteten Kleinkinderspielplätze mit Gittern umgeben, diesmal vor allem, um ein von Hundekot ungestörtes Spielen möglich zu machen; aus demselben Grund wurden an den Rändern der Parks Hundezonen errichtet. Erst im Herbst 1996 wurde im Bacherpark der auf dem zugeschütteten Löschteich angelegte Ballspielkäfig nochmals unterteilt, um ein Basketballfeld anzulegen.
Diese Parzellierung der Parks folgt einem gesamtgesellschaftlichen Trend, der von Soziologinnen und Soziologen als “Differenzierung” beschrieben wird: Die Gesellschaft wird dabei in immer kleinere Segmente zerteilt, ein Prozeß, der sich auch in die Architektur der Parks eingeschrieben hat und der das Gespräch zwischen den einzelnen Gruppen schwieriger macht.
Einem anderen Trend zufolge werden wieder zunehmend Zäune um Parks errichtet; der Leiter des Österreichischen Gartenbaumuseums, Hans Dieter Eisterer, sieht darin die Rückkehr zum “hortus conclusus” des Mittelalters, der freilich nur wenigen vorbehalten war, während nun der Schutz vor der Außenwelt, die anscheinend wieder als bedrohlich empfunden wird, allen zugute kommen soll.

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Freitag, 7. Juli 2006

Staketen, Zäune und Käfige - 2

Den Erzählungen von Frau Kub. zufolge war das Gitter um den Bacherpark etwas anders ausgeführt als das um den Einsiedlerpark: Vom Boden bis zur ersten, mittleren Querstange bestand das Gitter aus einem Maschendraht, während der Abstand von der mittleren bis zur oberen Querstange frei blieb und somit genügend Platz bot, den Zaun als Sitzgelegenheit zu nutzen. Das war zwar nicht erlaubt, sah aber lässig aus. Das Gitter konnte somit als Ort der Kommunikation angeeignet werden, woran sich auch Ernst Hinterberger erinnert: “Da ist man dann oft am Zaun oben gesessen, um zu plaudern, das heißt, eine Partie ist oben gesessen, eine unten gestanden.”
Nach dem Zweiten Weltkrieg waren die hohen Zäune um die Parks verschwunden, wobei nicht eindeutig geklärt ist, ob sie für den Eisenbedarf der NS-Kriegsführung herangezogen oder durch Kriegshandlungen zerstört worden waren. Genausogut ist es möglich, daß die Zäune erst nach dem Krieg entfernt wurden, als viele von Gittern genug hatten; einem Gerücht zufolge sollen Teile des Zauns um den Einsiedlerpark ihren Weg gar in die USA gefunden haben.
Die Zäune um die Parks waren also verschwunden, doch sie sollten von außen nach innen rücken. Einst hatte es innerhalb der Parks nur niedrige Begrenzungen am Rand der Wege und um die Rasenflächen gegeben, nun führte die “Automobilisierung”, die das Ballspielen auf der Straße lebensgefährlich machte, dazu, daß in Grünanlagen Ballspielkäfige angelegt werden mußten. Der erste dieser Käfige war in Wien 1951 errichtet worden, ausgerechnet an der auch damals stark befahrenen Kreuzung Mariahilferstraße/Gürtel.

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Donnerstag, 29. Juni 2006

Staketen, Zäune und Käfige - 1

Im Jahr 1898 wurde der Einsiedlerpark mit einem “lebenden Zaun” und einem “hölzernen Staketengitter” umgeben; das Gitter selbst mußte nicht eigens angefertigt werden, sondern es konnte ein nach der Regulierung des Wienfluß verfügbar gewordener Zaun herangezogen werden, der einst eine Gartenanlage am dortigen Ufer begrenzt hatte.
Auch den Bacherpark umschloß ein Holzgitter, das 1903 um den Preis von 9000 Kronen durch ein eisernes ersetzt wurde. Im folgenden Jahr wurde auch der Einsiedlerpark mit einem neuen Zaun umgeben. Auf einer 50 cm hohen Mauer aufgestellt, war er eineinhalb Meter hoch und im Jugendstil ausgeführt. An den Haupteingängen wurden sechs schmiedeeiserne Portale aufgestellt, um die sich ebenfalls aus Metall hergestellte Blätter rankten und die mit Blumen geschmückt werden konnten.
Diese Zäune um die Parks dienten in erster Linie zur Zierde und zur Abgrenzung einer Welt des Innen von der Welt des Außen, einer Welt der “Freizeit” von der Welt der Arbeit; sicher sollten sie auch ein Betreten der Parks nur an den dafür vorgesehenen Stellen ermöglichen. Doch selbst die oben am Gitter befestigten Spitzen konnten die Kinder nicht daran hindern, über den Zaun in den Einsiedlerpark hineinzuklettern: “Durch die Gitter ist nichts erreicht worden, daß man da nicht durchrennt, weil über die Gitter sind wir auch, wir waren ja gelenkig.” (Herr Sch.)
Wenn die Kinder die Mühe auf sich nahmen, die insgesamt zwei Meter hohe Abgrenzung zu überwinden, so handelte es sich jedenfalls um eine Fleißaufgabe, denn die Portale konnten ja gar nicht versperrt werden, fehlte es ihnen doch an Türen. Und so konnten die Parks auch bei Dunkelheit aufgesucht werden: “Abends waren die Parks natürlich auch sehr beliebt, die Jugend hat dort mit den Mädchen geschäkert, die meisten Parks waren ja nicht beleuchtet, und die Parks, die beleuchtet waren, sind auch mehr gemieden worden am Abend; man hat die finsteren Parks aufgesucht.” (Herr Sch.)

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Sonntag, 11. Juni 2006

Der Rosenpark, 1050 Wien - 2

Für Frau Helene D. – sie ist 1912 geboren und setzt sich manchmal, bevor sie die Sauna des Einsiedlerbades besucht, in den Einsiedlerpark – sind mit der heute verschwundenen Grünanlage ganz andere Erinnerungen verbunden: "Im Rosenpark, da haben wir Tanzen gelernt. 1929, 1930 sind wir immer am Abend dorthin gegangen, und einer hat ein Grammophon mitgebracht. Charleston, Wiener Walzer, das war ganz egal, wir haben versucht zu tanzen; ich war dann sogar zehn Jahre Eintänzerin beim Glasl in der Margaretenstraße."

Rosenpark1

Kein Wunder, daß der "Rosenpark" bis heute fest im kollektiven Gedächtnis der MargaretnerInnen verankert blieb; sie erinnern sich damit an eine Zeit, als der Margaretengürtel laut den Worten des damaligen Leiters des Stadtgarteninspektorats Friedrich Kratochwjle "durch die prächtigen Gemeindebauten und durch die schönen Gartenanlagen zu den schönsten Teilen der Stadt" gehörte – eine Einschätzung, die heute nur mehr schwer nachvollziehbar ist.
Noch in den fünfziger und sechziger Jahren war der Park mit den vielen Rosenbeeten, dem Mandelbaum, der Platane und der Trauerweide ein beliebter Treffpunkt; das endgültige Aus kam dann im Zuge der Verbreiterung des Gürtels: Der "Rosenpark" wurde verkleinert, rückte zwischen die Fahrbahnen, eine Hälfte wurde gar zum Parkplatz umgestaltet. In den siebziger Jahren fanden sich dann nur mehr einige wenige Unentwegte, die dort, dem Verkehr zu trotz, Fußball spielten.
Heute sind die kärglichen Reste nur mehr über die Ampelanlage bei der Einsiedlergasse und über die Straßenbahnstation Eichenstraße zu erreichen.

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Donnerstag, 8. Juni 2006

Der Rosenpark, 1050 Wien - 1

Ein Park für Verliebte ist er gewesen, gleich an der Südbahn, gegenüber dem Herweghhof. Die Pärchen konnten dort ungestört zusammenkommen, was vor allem zur Zeit der Wohnungsnot weidlich ausgenützt wurde. Sein offizieller Name lautete seit 1930 "Herweghpark", und unter dieser Bezeichnung findet er sich auch heute noch auf manchen Stadtplänen eingezeichnet.
Eröffnet wurde dieser Park im Juni 1928; obwohl er sich in unmittelbarer Nähe zum Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof und damit zu einem Holzlager, einem Sandwerk und der Kohlenrutsche befand, handelte es sich um eine elegante Anlage, in der man am Sonntag im Festtagsgewand promenierte. Nicht allen Kindern behagte dies: "Da sind wir nur mit der Mutter spazieren gegangen, immer am Sonntag, da waren wir angezogen, da hat sie uns nicht Sandspielen lassen. Manchmal haben wir ein Eis bekommen, das schon." (Frau S.)

Rosenpark

Dabei bot gerade dieser Park viele Möglichkeiten zum Spielen: Wenn man von der Eichenstraße her die Anlage betrat, konnte man schon einen Steinbrunnen sehen, der sich auf derselben Terrasse befand wie die Spielsandkiste für die Kinder. Im hinteren Bereich des Parks war ein großer Jugendspielplatz angelegt worden und am Rand des Parks stand eine Holzlaube, die den Erzählungen Ernst Hinterbergers zufolge als "Lusthaus" bezeichnet wurde. Dieser Pavillon wurde den Erzählungen Ernst Hinterbergers zufolge als "Lusthaus" bezeichnet. Genauso wie Frau S. besuchte er den Rosenpark zumeist mit seinen Eltern; wenn er heute über die Ausdehnung des Parks spricht, so ist für ihn noch der Blickwinkel des Kinds präsent: "Der [Rosenpark] war für unsere Begriffe riesig."

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Sonntag, 9. April 2006

Der Einsiedlerpark, 1050 Wien - 2

Das "Tröpferlbad" im Einsiedlerpark wurde 1890 eröffnet und war so stark frequentiert, daß es in den folgenden Jahrzehnten immer wieder vergrößert und umgebaut werden mußte. In manchen Jahren wurden mehr als 200.000 Badegäste gezählt.
Herr Herbert Sch., Geburtsjahrgang 1923, wohnte in "Neumargareten", jenem außerhalb des Gürtels gelegenen Teil des fünften Bezirks, der 1907 zu Meidling gekommen war. Während seiner Schulzeit ging er jeden Samstag nachmittag in das "Tröpferlbad"; anschließend kam es immer wieder zu Auseinandersetzungen mit den Kindern und Jugendlichen aus dem Einsiedlerpark: "Da wir aus Meidling gekommen sind, waren wir nicht gern gesehene Gäste der ortsansässigen Jugend. Die haben uns schon am Gürtel empfangen und ausgelotet, was für eine 'Streitmacht' herankommt."
Die Raufereien hat Herr Sch. als eher harmlos in Erinnerung: Man nahm sich in den Schwitzkasten und es hagelte "Nüsse" und "Knedlreiter"; wenn ein Polizist vorbeikam oder Erwachsene Anstalten machten einzugreifen, flüchteten alle. Manchmal flogen aber auch Steine: "Mein Bruder hat einmal ein Loch am Kopf gehabt." Eine Auswirkung hatte dieser fest eingeplante Fixpunkt nach dem Baden aber auf jeden Fall: "Meistens sind wir nachher schon wieder ein bißchen schmutzig nach Hause gekommen."

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Freitag, 7. April 2006

Der Einsiedlerpark, 1050 Wien - 1

Einsiedlerpark Der Einsiedlerpark wurde in den Jahren 1883 und 1884 in zwei Etappen angelegt: Im ersten Jahr wurde nur der Abschnitt zwischen Einsiedler- und Embelgasse bepflanzt und erst im folgenden Jahr, nachdem die Gemeinde Wien das restliche Grundstück angekauft hatte, konnte auch der Teil zwischen Embelgasse und Obere Amtshausgasse in einen Park umgestaltet werden. Aus einem wenige Jahre zuvor entstandenen Plan geht hervor, daß es ursprünglich beabsichtigt war, auf dem Einsiedlerplatz eine Kirche zu errichten.
Benannt wurde der Einsiedlerplatz 1873 nach einer Einsiedelei, die 1763 von Matthäus Käufler gegründet worden war; Käufler fiel zwanzig Jahre später einem Mord zum Opfer. Schon in den dreißiger Jahren des 19. Jahrhunderts gab es auf der Trasse der heutigen Einsiedlergasse einen Feldweg mit gleichlautender Bezeichnung.
Wie in so vielen anderen kleinen Parks in den Außenbezirken gab es im Einsiedlerpark früher kaum Blumen und nur wenig Rasenflächen. Die Wege waren unbefestigt, was dazu führte, daß die ParkbesucherInnen oft vom aufgewirbelten Staub heimgesucht wurden.
Die Bänke sollen dafür recht bequem gewesen sein, und im Sommer 1928 wurden sogar probeweise vier Tische aufgestellt. Was mit letzteren geschah, ist nicht bekannt; sicher ist nur, daß es in den dreißiger Jahren durchaus vorkommen konnte, daß im Winter die Bänke verheizt wurden. Oft saßen damals Arbeitslose im Park, die Karten oder Schach spielten; manche brachten sogar ihre eigenen Sitzgelegenheiten mit. Ernst Hinterberger erinnert sich: "Vor dem Krieg ist überall Karten gespielt worden, es gab so viele Arbeitslose, die haben dort um Geld gespielt. Der Vater von einem Freund von mir, der war so ein Spieler, der hat im Einsiedlerpark praktisch die Familie ernährt." Auch Jugendliche besuchten gerne den Park, an einer Ecke stand immer eine Partie von zehn, zwölf Burschen mit ihren Rädern.

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]