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Kommentare

herzlichen Dank
für die Erwähnung! Ich hoffe, der Witterungen-Blog...
milan (Gast) - 10. Nov, 02:49
Tja, das Bild stammt...
Tja, das Bild stammt von mir; aber ich bin da eher...
adresscomptoir - 8. Nov, 11:53
Wessen Bild
Welches ist das Original? http://www.kauni tz-rietberg.de/haus_kaunit z/wenzel_anton/InschriftBa llhausplatz2.jpg...
Tobias (Gast) - 7. Nov, 17:40
Danke
That made my day :-) Danach hab ich schon lange gesucht.
Richard Heigl (Gast) - 31. Okt, 20:08
habe sicherheitshalber...
habe sicherheitshalber vorher durch den ausguck gespäht...
ThomasJust - 29. Okt, 21:49

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Zuletzt aktualisiert: 19. Nov, 09:27

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Oesterreich

Donnerstag, 15. Oktober 2009

Stefan Eminger/Ernst Langthaler (Hg): Niederösterreich im 20. Jahrhundert

Letztes Jahr wurde das Monumentalwerk (2334 Seiten) am Österreichischen Historikertag in St. Pölten präsentiert, nun wird es auf H-SOZ-U-KULT vorwiegend positiv rezensiert: Das dreibändige Sammelwerk Niederösterreich im 20. Jahrhundert.

Eminger, Stefan/Langthaler, Ernst (Hg.): Niederösterreich im 20. Jahrhundert. Band 1: Politik. Wien: Böhlau, 2008.

Eminger, Stefan/Langthaler, Ernst/Melichar, Peter (Hg.): Niederösterreich im 20. Jahrhundert. Band 2: Wirtschaft. Wien: Böhlau, 2008.

Eminger, Stefan/Kühschelm, Oliver/Langthaler, Ernst (Hg.): Niederösterreich im 20. Jahrhundert. Band 3: Kultur. Wien: Böhlau, 2008.

Samstag, 15. August 2009

Gerechtigkeit für Avery Brundage

Johann Skocek lässt im aktuellen Standard-Album dem 1972 für den Ausschluss Karl Schranz' von den Olympischen Spielen in Sapporo mitverantwortlichen IOC-Präsidenten Avery Brundage Gerechtigkeit widerfahren, was manche PosterInnen nicht sehr erfreut; es ist ja schon ein paar Jahre her, dass ich mich mit dem durchaus grauenerregenden, wenn auch für österreichische Verhältnisse nicht verwunderlichen "Schranz-Rummel" beschäftigt habe:
Tantner, Anton: Der "Schranz-Rummel" von 1972. Geschichte, Sport, Krieg und Konstruktion von Nation,in: ZeitRaum. NF 2. Nr. 1/1995. S. 8-33. Wiederveröffentlichung online in: Demokratiezentrum Wien, April 2001: http://iiss044.joanneum.at/dztypo3/fileadmin/media/pdf/schranz.pdf [Link nun korrigiert]

Donnerstag, 23. April 2009

Andreas Kloner: Hörspiel "Das allerletzte Mahl"

Klingt spannend, das von Ö1 für 23.5.2009 (14.00-15.00) angekündigte Hörspiel von Andreas Kloner:

Die Neuigkeit verbreitet sich im sensationslüsternen Wien wie ein Lauffeuer: Am 14. Februar 1827, wenige Wochen vor dem Tod Ludwig van Beethovens, wird der allseits beliebte Weltpriester und Mathematikprofessor Johann Konrad Blank im Haus "Zur eisernen Birne" in der Johannesgasse tot aufgefunden. Sein Mörder hatte ihm eine Reihe von Hieb- und Stichwunden zugefügt. Das "Taterhebungsprotokoll" hält nüchtern fest: "Die Röcke, die Weste, das Hemd, das Ober- und Unterbeinkleid sind voll Blut und an den der Wunde entsprechenden Stellen durchgestochen."

Ein Hauptverdächtiger ist schnell gefasst. Der polnische Bonvivant und Frauenheld Severin von Jaroszynski, fast täglicher Gast im "Theater in der Leopoldstadt" und Geliebter der gefeierten Schauspielerin Therese Krones, bestreitet allerdings trotz zahlreicher Zeugenaussagen den Mord an seinem ehemaligen Lehrer.

Andreas Kloner hat 180 Jahre nach der Tat den Fall rekonstruiert und aus den bis heute vorliegenden Vernehmungsprotokollen und Zeitungsartikeln ein dokumentarisches Hörspiel montiert. Ein Stück, das neben dem authentischen Kriminalfall einen tiefen Einblick in das soziale und kulturelle Flair des Wiener Biedermeier ermöglicht (Produktion ORF 2009).

Samstag, 4. April 2009

Österreich-Festwochen bei konkret

Die Anlässe sind selbstredend wie üblich unerfreulich, wenn es darum geht, österreichische Begebenheiten zu dokumentieren, doch immerhin, wer denn nun will, kann es zumindest nachlesen: In der aktuellen Ausgabe von konkret sind sozusagen Online-Österreich-Festwochen, denn sowohl Erwin Riess' Beitrag über den Ausgang der Kärntner Wahlen als auch Richard Schuberths Artikel zum Klassik-Einsatz zwecks Vertreibung Obdachloser sind über die konkret-Homepage verfügbar. Schon etwas länger her (Dezember-Ausgabe 2008) ist es, dass Clemens Peck und Stephan Kurz einen der in Österreich halt so üblichen Vorfälle - ein Straßenbahnfahrer lässt den Führer hoch leben - mit der Vorliebe zu Wiedergänger-Stories kurz schlossen, und einen sehr lesenswerter Text produzierten, der ebenfalls online ist: Dawn of the Dead. Jörg Haider lebt - im Führerstand einer Wiener Straßenbahn.

Samstag, 21. März 2009

Punk mit Diplomatenpass

Schöne Story, die die Schriftstellerin Julya Rabinowich im Extra der WZ erzählt:

Meine Mutter fährt jedes Jahr nach Russland, ich war, seit der Eiserne Vorhang gefallen ist, zweimal dort. Das erste Mal fuhr ich, als unter Gorbatschow die Grenzen geöffnet wurden. Ich bekam einen psychosomatischen Anfall und hatte furchtbare Beschwerden. Dann stellte sich heraus, dass ich nicht zurückfahren konnte. Mein Ticket, dass ich in Wien gekauft hatte, war nicht gültig, sondern sicherte mir lediglich einen Warteplatz auf ein für Monate ausverkauftes Ticket. Ich saß fest, setzte Himmel und Erde in Bewegung, um doch noch heimzukommen. Am Ende legte ich eine sagenhafte Szene in der Botschaft hin, und sie stellten mir vorübergehend einen Diplomatenpass aus, sonst hätte ich kein Zug-Ticket zurück bekommen.
Ich war damals in meiner Punk-Phase mit blauen Haaren, Armee-Stiefeln, zerfetzten Strumpfhosen – und einem Diplomaten-Pass. Auf dem Weg zurück nach Wien saß ich im Abteil mit einem echten russischen Diplomaten, dem die Augen aus dem Kopf fielen, als er sah, wen die Österreicher als Diplomaten einsetzen.


Ebenfalls lesenswert: Ihre Antwort auf die von Interviewer Ernst Grabovszki gestellte Frage: Vor dem Hintergrund dieser Erfahrungen: Wie schätzen Sie die österreichische Asylpolitik ein?:

Die menschliche Ebene ist unmenschlich. Es müsste nicht so sein. Es ist kein Wunder, dass die meisten NGOs nicht vom Staat finanziert werden. Das hat nicht nur finanzielle Engpässe zur Folge, sondern auch Personalmangel und Überlastung. Für anderes wird hundertfach mehr Geld ausgegeben. Natürlich kriegt man als Flüchtling ein Dach über dem Kopf, muss nicht an Hunger sterben. Toll finde ich, dass man kostenlose medizinische Betreuung bekommt. Selbstverständlich gibt es auch sehr engagierte Ärzte. Die andere Seite: Ich gehe als Dolmetsch mit meinen Klientinnen auch zum Arzt, wenn sie Angst haben, traumatische Erlebnisse hatten und dergleichen. Wir gehen ins Spital und werden meistens anders behandelt als Einheimische. Ich hatte Fälle, die wurden einfach wieder weggeschickt, Kinder mit Lungenentzündung wurden abgewiesen, andere von einem Auto angefahren, ohne dass der Fahrer stehen geblieben wäre. Wenn der Durchschnittsösterreicher diese Schicksale besser kennen würde, hätte er kaum je das Vorurteil: Die kriegen alles und wir nichts. Leider transportieren die Medien nichts anderes.

Montag, 7. April 2008

Zur Bedeutung der Musicbox

Darüber bin ich mal wieder gestolpert: Ein 1994 an eher entlegener Stelle (ich weiss nicht mehr, ob die Auflage überhaupt zweistellig war) veröffentlichter Text zur Musicbox, gewissermaßen als Nachtrag zu den Nachrufen auf Werner Geier.

Tantner, Anton: Zur Bedeutung der Music-Box, in: Festschrift für Ulrike Krampl. Zur Sponsion. Hg. von Dabringer, Gerhard/ Schweitzer, Sabine/ Tantner, Anton. Wien: Copy-Shop Vervielfältigung, Dezember 1994, S. 32.

Daß das in der Schule gelehrte Wissen für das Leben fast nutzlos ist, braucht nicht extra erwähnt zu werden. Daß es auch für das Überleben an der Uni kaum verwertbar ist, fällt spätestens in der Schlange beim Immatrikulationsschalter auf.
Woher kommt also jenes nützliche Wissen, dem es zu verdanken ist, daß Interessen und Fragestellungen schon am Beginn des Studiums vorhanden sind und nicht erst qualvoll bei der Wahl des Diplomarbeitsthemas erfunden werden müssen?
Eine jener verdienstvollen Einrichtungen war während der Oberstufe (und ist tw. noch heute) die Music-Box, die damals jeden Nachmittag ab 15.05 Uhr geballte Ladungen an hochwertiger Information ins Schülerhirn knallte. Da wurden Splatter-Movies vorgestellt, wurde von Baustellenbesetzungen und Laibach-Konzerten berichtet, lernte man Namen wie Billy Bragg oder Siouxsie and the Banshees buchstabieren; man begleitete Michael Schrott auf seiner Italienreise und hörte Beiträge über Jim Thompson, Antonin Artaud und Radio Alice. Den Basiswiderspruch Punk vs. Hippies bekam man auch mit. Unvergesslich die Sendung über den während der NS-Herrschaft angelegten und von der Republik mit Freude übernommenen Truppenübungsplatz Allentsteig - den größten Mitteleuropas - und dessen ehemalige BewohnerInnen. Die alljährlichen Familienfeiern zu Weihnachten erhielten eine neue Qualität, als man erfuhr, daß es sich bei "O Tannenbaum" in Wirklichkeit um ein englisches Arbeiterlied handelt, wo zur selben Melodie statt "wie grün sind doch deine Blätter" "we'll keep the red flag flying here" gesungen wird. Und schließlich lernte man auch, daß es Anfang der 70er Jahre eine echte Neuerung war, Gitarren-Soli stoisch ruhig anstelle mit weltschmerzverzerrtem Gesicht zu spielen. Kurz, es waren die ersten grundlegenden Lektionen in Geschichte, die man an jenen Nachmittagen besuchte, ganz privat, während des Schreibens der Hausübungen.

Montag, 28. Januar 2008

Stephan Steiner - Reisen ohne Wiederkehr

Für H-SOZ-U-KULT rezensiert Alexander Schunka Stephan Steiners Buch über die Deportation von Protestanten aus Kärnten im 18. Jahrhundert und kommt zu einer postiven Bewertung:

Steiner, Stephan: Reisen ohne Wiederkehr. Die Deportation von Protestanten aus Kärnten 1734-1736 (=Veröffentlichungen des Instituts für Österreichische Geschichtsforschung; 46). Wien: Oldenbourg, 2007.

Freitag, 25. Januar 2008

Wien morbid

Fein, der Standard beginnt eine Serie mit dem schönen Titel Wien morbid. Den Anfang macht ein Rundgang durchs Bestattungsmuseum.

Dienstag, 15. Januar 2008

Edition der Schriften von Walther Rode

Die Österreich-Seiten der Zeit berichten von der faszinierenden Edition der Schriften des Rechtsanwalts Walther Rode, der in der ausgehenden Habsburgermonarchie ausgebeutete Prostituierte, ruthenische Anarchisten und die Opfer der Militärjustiz des Ersten Weltkrieges verteidigte. Rode verfasste eine Vielzahl von Pamphleten und Polemiken und nahm gegen Nationalsozialisten und Austrofaschisten gleichermaßen Stellung. Wieder entdeckt hat ihn und seine zum Teil verstreut publizierten Schriften der Wiener Rechtsanwalt Gerd Baumgartner, der Rodes Werkausgabe bei Löcker herausgegeben hat. (Vgl. auch Ö1 und Literaturhaus.)

Rode, Walther: Werkausgabe in 4 Bänden. Hg. von Gerd Baumgartner. Wien: Löcker, 2007.

Donnerstag, 10. Januar 2008

Rudolf Forster zu Karl Schranz

Es ist schon etliche Jahre her, dass ich mich mit dem so genannten "Schranz-Rummel" beschäftigt habe, der im Februar 1972 zeigte, wozu unverfälschtes Österreichertum fähig ist; mein ursprünglich 1995 in der Zeitschrift ZeitRaum veröffentlichter Artikel wurde ein paar Jahre später auf der Homepage des Demokratiezentrums wiederveröffentlicht. 2006 ist nun ein Sammelband zu den österreichischen Sportstars erschienen, der auch einen Beitrag zu Karl Schranz enthält:

Forster, Rudolf: Karl Schranz. Skirennläufer, in: Marschik, Matthias/Spitaler, Georg (Hg.): Helden und Idole. Sportstars in Österreich. Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2006, S. 259-273.