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Kommentare

Das Spiel gibt es im...
Das Spiel gibt es im übrigen auch als Flashversion...
Franz0r - 8. Mai, 15:48
und wenn die Bierdose...
und wenn die Bierdose 100 ist - ich werde Dosenbier...
dr_adi_waberl - 1. Mai, 23:29
Danke!
Danke!
adresscomptoir - 14. Apr, 17:36
Fundstück
Falls noch nicht bekannt: http://www.ub.un i-bielefeld.de/netacgi/nph -brs?s1=Wien&s2=&s5=&s3=&S ect5=AUFK&Sect6=HITOFF&Sec t4=AND&l=20&d=AUFK&p=1&u=% 2Fdiglib%2Faufklaerung%2Fs uchmaske.htm&r=19&f=G
Florian (anonym) - 14. Apr, 15:25
Eine schöne Idee...
Eine schöne Idee sind ja auch die Kinderpasteten...
ladislaus (anonym) - 8. Apr, 16:37

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Zuletzt aktualisiert: 16. Mai, 09:31

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Volkszaehlung

Donnerstag, 15. Mai 2008

Volkszählung im Sudan

Für die NZZ berichtet die Ethnologin Martina Santschi; seltsam dieses Begehren eines Soldaten, der es gerne sähe, wenn die nicht erhobenen Merkmale der Religion und der Ethnie doch erfasst würden: Deng Bol, ein 35-jähriger SPLA-Soldat ist unzufrieden mit dem Zensus. «Wo stehen die Fragen zur ethnischen und religiösen Zugehörigkeit?», verlangt er zu wissen. «Ich will, dass ihr aufschreibt, dass ich Dinka und Christ bin. Tragt es auf dem Fragebogen ein!» Die Südsudanesen, meint er, wollten erfahren, wie viele Afrikaner, wie viele Araber und wie viele Christen und Muslime im Sudan lebten. «Dann wird endlich klar, dass Afrikaner und Christen die Mehrheit bilden, die von der Minderheit der muslimischen Araber regiert wird», behauptet der Soldat.

Montag, 4. Februar 2008

Pieter Bruegel der Ältere: Die Volkszählung zu Bethlehem

BruegelPieterAelt_Denombrement-Det_1566_MusRoyauxBruessel

Das wäre doch auch mal ein interessantes Thema: Die Volkszählung in Pieter Bruegels dem Älterem Gemälde Die Volkszählung zu Bethlehem, 1566, (Königliche Museen der Schönen Künste, Brüssel). Wobei ja laut Marijnissen (S.296) auf dem hier gezeigten Ausschnitt gar nicht die Volkszählung, sondern die Einhebung der Steuern gezeigt wird.
Ich habe jedenfalls mal einiges an Literatur dazu zusammengestellt:

Brink, Peter van den (Red.): Le dénombrement de Bethléen de Pieter Brueghel le Jeune: ou, la peinture de père en fils. [Exposition, Manderen, Château de Malbrouck, 15 avril-16 juillet 2000] Metz: Editions Serpenoise, 2000.

Bruegel – Une dynastie des peintres. (Ausstellungskatalog) Palais des Beaux-Arts, Brüssel 1979/1980, S. 51 Nr. C.

Currie, Christina: Demystifying the Process: Pieter Brueghel the Younger's 'The Census at Bethlehem', a Technical Study, in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 80-124.

Ertz, Klaus: Pieter Brueghel der Jüngere (1564-1637/1638). Die Gemälde mit kritischen Oeuvrekatalog . 2 Bände. Lingen: Luca, 1988 [bzw. 1998]/2000, Bd. I, 284-298.

Ertz, Klaus: Volkszählung zu Bethlehem, um 1607, in: Breughel - Brueghel. Pieter Breughel der Jüngere - Jan Brueghel der Ältere. Flämische Malerei um 1600. Tradition und Fortschritt. Ausstellungskatalog des Kunsthistorischen Museums Wien. Lingen: Luca, 1997, S. 319-322.

Fogel, Aaron: Bruegel's The Census at Bethlehem and the Visual Anticensus, in: Representations, No. 54 (Spring, 1996), S. 1-27 [Jstor]

Fraiture, Pascale: Dendrochronological Dating of Three Versions of 'The Census at Bethlehem' by Pieter Brueghel the Younger, in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 125-133.

Friedländer, Max Julius: Pieter Bruegel der Ältere. Berlin 2.A. 1921, S. 94.

Genaille, Robert: Le ‚Dénombrement de Bethléem’ et la persistance des goûts anversois chez Bruegel l’Ancien, in: Jaarboek Koninklijk Museum voor Schone Kunsten Antwerpen, 1981, S.61-96.

Glück, Gustav: Breugels Gemälde. Wien: Schroll, 1932, S.55, Nr. 25.

Grossmann, Fritz: Bruegel. The Paintings. London: Phaidon, 1955, S. 200.

Harleman, Suzanne: Catalogue/ 'The Census at Bethlehem', in: Brink, Peter van den (Hg.): Brueghel Enterprises. Ausstellungskatalog Bonnefantenmuseum, Maastricht 2002 / Musées Royaux des Beaux-Arts de Belgique, Brüssel 2002, Gent / Amsterdam: Ludion 2001, S. 134-148.

Marijnissen, Roger H.: Bruegel - Das Gesamtwerk. Köln: Parkland, 2003, S. 296-303.

Marlier, Georges: Pieter Brueghel le Jeune, Edition posthume mise au point par J. Folie. Brüssel: Finck, 1969, 60-67.

Temple, Richard: "Am I the Innkeeper?" - Pieter Brueghel's The Numbering at Bethlehem, in: Parabola, 19.2004, Nr. 4, S. 66-70.

Mittwoch, 30. Januar 2008

Rezension von Behrisch (Hg.) Vermessen, Zählen, Berechnen

Für H-SOZ-U-KULT rezensiert Frithjof Benjamin Schenk den von Lars Behrisch herausgegebenen Band Vermessen, Zählen, Berechnen (vgl. hier), der auch einen Beitrag von mir enthält.

Behrisch, Lars (Hg.): Vermessen, Zählen, Berechnen. Die politische Ordnung des Raums im 18. Jahrhundert. Frankfurt am Main/New York: Campus, 2006. (=Historische Politikforschung; 6).

Dienstag, 6. November 2007

H-SOZ-U-KULT zu "Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen"

Fein, auf H-SOZ-U-KULT rezensiert Alexander Preisinger mein Buch Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen (Inhaltsverzeichnis). Seine Conclusio: Der Autor hat ein abwechslungsreiches, spannend zu lesendes Buch geschrieben, das minutiöse und anekdotenhafte Anschaulichkeit mit einer klar strukturierten Gliederung und einer Vielzahl von Zugängen und Betrachtungswinkeln verbindet.

Wer übrigens ein Interview mit mir zu Hausnummerierung und Seelenkonskription hören will, hat morgen (Mittwoch, 7.11.2007, 18-19 Uhr, Wiederholung am 8.11., 6-7 und 13-14 Uhr) dazu Gelegenheit in der Sendung Frozine von Radio FRO 105.0 Mhz, dem freien Linzer Stadtradio (Livestream).

Donnerstag, 18. Oktober 2007

Ordnung der Häuser auf Hochschulschriftenserver der UB Wien

Ach ja: Seit kurzem ist meine Dissertation auf dem Hochschulschriftenserver der UB Wien als PDF downloadbar. Viele Arbeiten sind dort noch nicht verfügbar, vielleicht kommen in der nächsten Zeit mehr dazu.

Montag, 28. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 4

Der Hofkriegsrat hat demgegenüber keine Probleme, sich Einblick in die Tabellen zu verschaffen: Als 1769 die Ergebnisse einer tirolerischen Häuserbeschreibung im Staatsrat diskutiert werden, fällt der Beschluss, Meinem Hof-Kriegsrat eine Abschrift mitzutheilen.1 Auch die böhmischen Ergebnisse von 1768 sind ungesäumt dem Hofkriegsrat mitzutheilen;2 dieser wird in der Folge das Zahlenmaterial unter anderem dazu verwenden, die Eventualitäten einer Befreiung der herrschaftlichen Beamten und Dienstboten vom Militärdienst zu diskutieren.3


(1) Österreichisches Staatsarchiv/Haus-, Hof und Staatsarchiv, Wien (HHStA), Bestand Staatsratsprotokolle (StRP), Bd. 32 (1769/III), Nr. 2810: Ah. Resolution zum Vortrag der Hofkanzlei vom 22.7.1769, 27.7.1769.
(2) HHStA, StRP, Bd. 35 (1770/II), Nr. 1048: Ah. Resolution zum Protokoll der Staatswirtschaftsdeputation vom 22.3.1770, 20.4.1770.
(3) Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv (KA), Wien, Bestand Hofkriegsrat (HKR), 1770/98/415: Vortrag des Hofkriegsrats, 12.7.1770.

Sonntag, 27. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 3

Stormont ist Vertreter eines Staates, gegen den sich die Habsburgermonarchie wenige Jahre zuvor mit der französischen Regierung verbündete; dies mag mit ein Faktor sein, warum ihm die Zahlenangaben nicht exakt übermittelt werden. Doch in der Praxis ist es nicht einmal für staatliche Stellen der Habsburgermonarchie selbstverständlich, in Zählungsergebnisse Einsicht zu bekommen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Ergebnisse zur Berechnung von Steuern verwendet werden sollen: Als das böhmische Gubernium durch die Hofkanzlei im April 1770 angewiesen wird, der böhmischen Bancogefällenadministration die im September des letzten Jahres fertiggestellten Populationstabellen von 1768 nach Herrschaften und Städten gegliedert auszuhändigen, wird dies zunächst einmal von Seiten des Guberniums verweigert: Zu ungenau seien diese Tabellen verfasst, und Ziel der Bancogefällenadministration sei nur die Erhöhung des Fleischkreuzers. Die Hofkanzlei beharrt auf ihrem Beschluss, woraufhin Ende Juni 1770 die Bancogefällenadministration die summarischen Kreisergebnisse zur Verfügung gestellt bekommt.1


(1) Národní Archiv (NA), Prag, Bestand České Gubernium-Publicum 1764–1773, R 166, Kt. 466: Hofdekret an böhmisches Gubernium, 20.4.1770; NA, ČG-Pub 1764–1773, G 6, Kt. 383: Bericht des böhmischen Guberniums an Hofkanzlei, 1.6.1770; Böhmisches Gubernium an Bancohofdeputation, 25.6.1770.

Dienstag, 22. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 2

Dem britischen Gesandten zum Wiener Hof, David Murray Lord of Stormont, fällt es keineswegs leicht, als er 1765 versucht, Informationen über die Habsburgermonarchie einzuziehen. In seinem Bericht an den Außenminister Augustus Henry FitzRoy Duke of Grafton muss er erwähnen, dass es ihm nicht gelungen ist, für die Länder Vorderösterreich, Krain, Görz sowie für das Litorale Angaben über die Bevölkerungszahl zu bekommen; für Oberösterreich und Tirol kann er nur Schätzungen anführen. Die Zahlen, die er für Böhmen, Mähren, Schlesien, Niederösterreich, Steiermark und Kärnten angibt, stammen aus verschiedenen Jahren (mal 1762, mal 1763) und liegen zumeist höher als die für diese Länder überlieferten Zählungsergebnisse; nur im Fall der Steiermark lässt sich eine Übereinstimmung feststellen: Im last year, also 1764, hätte die Zahl der dort lebenden Menschen 495.514 betragen; diese Zahl entspricht exakt jenem Ergebnis, dass dort 1762 ermittelt wurde.1


(1) Bericht Lord Stormonts an den Duke of Grafton, 10.9.1765, in: Dickson, Peter G.M.: Finance and Government under Maria Theresia 1740-1780. 2 Bände. Oxford: Clarendon Press, 1987, Bd. 1, S. 389-396; im Falle Schlesiens liegt die dort angegebene Zahl über dem weltlichen, aber unter dem geistlichen Ergebnis von 1762.

Montag, 21. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 1

Beamten, die sich für die Tabellen und ihre Verwendung nicht erwärmen können, wird dieses Interesse ausdrücklich befohlen; ein Hofdekret an die Länderstellen ordnet an, dass die Populations-, Manufaktur- und Kommerzialtabellen unter alle[n] und jede[n] Mitgliedern der Gubernien und Landeshauptmannschaften zirkulieren sollen.1 Zugleich steht aber außer Zweifel, dass diese Tabellen zu den Arcana des Staates gehören; die Zirkulation ist erwünscht, doch soll sie kontrolliert erfolgen: Abhandlungen, Verordnungen und Expeditionen, die die Landesverfassung oder die Schwäche und Stärke des Staats betreffen, dürfen nur jenen Personen zum Abschreiben anvertraut werden, die in wirklichen Kaiserlichen Königlichen Pflichten stehen.2 Nur befugten Beamten darf demnach Einsicht in die Tabellen gegeben werden.


(1) Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv (AVA), Wien, Bestand Hofkanzlei, IV A 8 Karton 498, IV A 9 Innerösterreich, Kt. 502, „Juli 1769“: Hofdekret an die Länderstellen der böhmischen und österreichischen Länder, 15.7.1769.
(2) AVA, Hofkanzlei, III A 4 Niederösterreich, Kt. 376, 111 ex November 1768: Ah. Billet Josephs II. an Chotek, 20.11.1768, f. 1r; das entsprechende Hofdekret an die Länderstellen datiert vom 25.11.1768.

Montag, 23. April 2007

Status Animarum des Amtes Stromberg, 1749/1750

Die mit dem Konzil von Trient eingeführten kirchlichen Libri de statu animarum können als Vorläufer moderner Volkszählungen betrachtet werden; in den Sehepunkten wird nun die Edition einer solchen Quelle besprochen, aus der hervorgeht, dass es in der Bevölkerung durchaus Widerstand gegen diese Erfassungsmassnahme gab.

Henkelmann, Norbert / Wunschhofer, Jörg (Hg.): Der Status Animarum des Amtes Stromberg von 1749/50. Bielefeld: Verlag für Regionalgeschichte 2006.