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Kommentare

Ausstellung
Eventuell wird diese Ausstellung zukünftig auch...
Johannes (Gast) - 2013/05/14 16:29
Sehr schön, vielen...
Sehr schön, vielen Dank!
adresscomptoir - 2013/05/11 09:32
Bitteschön, habe...
Bitteschön, habe ich schon lange erledigt...:...
AndreasP (Gast) - 2013/05/10 23:34
Noch ein paar überzogene...
Wie die meisten von uns hab auch ich ein Smartphone,...
Klaus Taschwer (Gast) - 2013/04/29 02:25
ich war schon öfter...
ich war schon öfter im Östa. Es ist eines...
Kelborn (Gast) - 2013/04/29 00:26

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Zuletzt aktualisiert: 2013/05/17 09:17

Credits

Swings

Samstag, 4. Mai 2013

Neuerscheinung: Astrid Kusser zum Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900

Interessante Neuerscheinung bei Transcript, die auch auf die Swings eingeht:

Kusser, Astrid: Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: Transcript, 2013.

Verlags-Info:
Die Geschichte schwarzer Modetänze wird bislang meist augenzwinkernd als ansteckendes Tanzfieber verhandelt. Doch nicht mysteriöse Erreger, sondern handfeste politische Konflikte um Bürgerschaft, Arbeitsteilung und Geschlechterverhältnisse waren ihre Grundlage. Die Ästhetik der schwarzen Diaspora machte diese Konflikte auf den Tanzflächen neu verhandelbar. Tanztechnik verbündete sich dabei mit Medientechniken, die ebenfalls mit Bewegung, Wahrnehmung und der Möglichkeit von Verwandlung experimentierten. Astrid Kusser geht dieser Geschichte zwischen New York, Buenos Aires, Kapstadt, Viktoria in Kamerun und Berlin nach.

Dienstag, 26. März 2013

Bodo Mrozek zur Geschichte des "Swing tanzen verboten"-Schilds

Zu der ZDF-Geschichtsschmonzette "Unsere Mütter, unsere Väter" hat Ekkehard Knörer auf dem Cargoblog das wesentlichste gesagt, nun thematisiert Bodo Mrozek auf PopHistory einen weiteren wichtigen Aspekt: Das am Schluss des Fernsehspiels gezeigte Schild "Swing tanzen verboten" hat es zur Zeit des deutschen Faschismus nie gegeben; Mrozek zeichnet minutiös die Geschichte dieses Signets nach, das erst in den 1970er Jahren kreiert wurde.
[via Mareike König/G+]

Freitag, 8. Februar 2013

Kathy Peiss zum Zoot Suit

2008 erschien von Luis Alvarez eine Veröffentlichung zu den Zoot Suiters, US-Jugendsubkulturen mit ausgeprägtem Stilbewußtsein, die sich in den 1940er Jahren rund um den Jazz bildeten. Berühmtheit erlangten die Straßenschlachten, die sie sich in Los Angeles 1943 mit Polizei und Marines lieferten. (vgl.). Nun wurde ich auf folgendes Buch aufmerksam, das auch die Resonanz der Zoot Suits in Europa thematisiert:

Peiss, Kathy: Zoot Suit: The Enigmatic Career of an Extreme Style. Philadelphia: University of Pennsylvania Press, 2011. [Verlags-Info]

Before the fashion statements of hippies, punks, or hip-hop, there was the zoot suit, a striking urban look of the World War II era that captivated the imagination. Created by poor African American men and obscure tailors, the "drape shape" was embraced by Mexican American pachucos, working-class youth, entertainers, and swing dancers, yet condemned by the U.S. government as wasteful and unpatriotic in a time of war. The fashion became notorious when it appeared to trigger violence and disorder in Los Angeles in 1943—events forever known as the "zoot suit riot." In its wake, social scientists, psychiatrists, journalists, and politicians all tried to explain the riddle of the zoot suit, transforming it into a multifaceted symbol: to some, a sign of social deviance and psychological disturbance, to others, a gesture of resistance against racial prejudice and discrimination. As controversy swirled at home, young men in other places—French zazous, South African tsotsi, Trinidadian saga boys, and Russian stiliagi—made the American zoot suit their own.
In Zoot Suit, historian Kathy Peiss explores this extreme fashion and its mysterious career during World War II and after, as it spread from Harlem across the United States and around the world. She traces the unfolding history of this style and its importance to the youth who adopted it as their uniform, and at the same time considers the way public figures, experts, political activists, and historians have interpreted it. This outré style was a turning point in the way we understand the meaning of clothing as an expression of social conditions and power relations. Zoot Suit offers a new perspective on youth culture and the politics of style, tracing the seam between fashion and social action.

Montag, 28. Mai 2012

Schlurf-Doku auf 3Sat

Wird morgen Dienstag (29.5.2012, 9:05-10:15) wieder auf 3Sat ausgestrahlt: Die Dokumentation "Schlurf. Im Swing gegen den Gleichschritt":

Sie benahmen sich lässig und hatten lange Haare, sie liebten den Swing und den Jazz, sie hassten den Gleichschritt - die Schlurfs. In Europa, aber speziell in Deutschland und Österreich waren sie der jugendkulturelle Gegenpol zur Ideologie des Dritten Reiches. Und sie mussten dafür büßen.

Die Dokumentation von Monica Ladurner und Wolfgang Beyer erzählt von einer vergessenen Rebellion, die noch nie zuvor filmisch dargestellt wurde: In den dreißiger und vierziger Jahren des vorigen Jahrhunderts entschieden sich Tausende Jugendliche für eine Lebenskultur, die im diametralen Gegensatz zu den Idealen des nationalsozialistischen Regimes stand.

Die Dokumentation erteilt jenen das Wort, die - obgleich als Jugendbewegung von den Nazis verfolgt - später niemals als NS-Opfer anerkannt wurden, für deren Geschichte sich bisher nur ein kleiner Kreis von Fachleuten interessiert hat und deren Name auch heute noch - Jahrzehnte nach Ende der Nazi-Herrschaft - ein Schimpfwort geblieben ist.

Der Film ist keine "Geschichts-Dokumentation" im klassischen Sinn, eher ein "historischer Krimi", in dem die Frage nach geschichtlichen Kontinuitäten gestellt wird, nach dem Fortwirken von "längst Vergangenem" in der Gegenwart. Es geht um Fragen, die damals so aktuell waren wie heute: Was passiert, wenn man jungen Menschen ihre Musik nimmt, wenn man ihre Tänze verbietet, ihren Lebensstil kriminalisiert, ihre Kultur als staatsfeindlich brandmarkt?

Die Band "Fatima Spar und die Freedom Fries" steuert die Musik zum Film bei
Sie versucht nicht, den "Originalsound" der dreißiger und vierziger Jahre zu kopieren, sondern die Swingnummern so zu interpretieren, dass das "Skandalöse" und "Wilde" dieser Musik leichter nachvollziehbar wird. Ähnliches gilt auch für das Tanzensemble "Some like it hot". Und Christian Qualtinger (Sohn des "Swings" Helmut Qualtinger) interpretiert Spottlieder auf die Nazis ("Deutschland-Lied", "Es geht alles vorüber, es geht alles vorbei"), erklärt in lexikalischer Art das spezifische Schlurf-Vokabular ("Schlurfkatz", "Lahmwöhn", "Schoidosn") und liest aus Originaldokumenten.

Sonntag, 6. Mai 2012

Ö1 zu Jazz in Österreich 1940-1950

Von Montag, 7.5.2012 bis Donnerstag, 10.5.2012 (jeweils 9:45-10:00) sendet das Ö1-Radiokolleg eine vierteilige Serie zu Jazz in Österreich 1940-1950.

Die Ankündigung lautet:

Zuerst verboten, dann gefördert. Jazz in Österreich zwischen 1940 und 1950

Gestaltung: Stefan Wagner

Die 1940er Jahre waren für den Jazz auf dem "alten Kontinent" ein widersprüchliches Jahrzehnt. Die Nazis sahen im Jazz eine "entartete Musik" und verboten dessen Verbreitung, für die amerikanischen Soldaten war er hingegen ein wesentlicher Teil ihrer Kultur, die sie den Europäern näherbringen wollten.

Beide Zugänge hatten für den Jazz auch in Österreich beträchtliche Auswirkungen. Vor 1945 wurde er naturgemäß nur wenig gespielt, aber wenn, dann oft in besserer Qualität als jemals zuvor, nach 1945 begann sich in Österreich, insbesondere in Wien, jene Jazzszene herauszubilden, die in ihren Grundzügen bis heute besteht.

Stefan Wagner lässt in seinem Radiokolleg mehrere damals aktive Musiker und andere Zeitzeugen zu Wort kommen. Geschildert werden die unterschiedlichen Bedingungen, unter denen Jazz in diesem Jahrzehnt gespielt und konsumiert wurde, aber auch, wie der Jazz von damals jenen der späteren Jahre geprägt hat.

Klaus Schulz: "Steffl Swing - Jazz in Wien 1938 - 1945"; Verlag "Der Apfel"
Klaus Schulz: "Jazz in Österreich 1920 - 1960"; Album Verlag
Klaus Schulz: "Vienna Blues - Die-Fatty-George-Biographie"; Album Verlag
Klaus Schulz: "Hans Koller"; Album Verlag
(Die meisten Musikausschnitte, die in diesem Radiokolleg zu hören sind, sind auf den Begleit - CDs dieser 4 Bücher von Klaus Schulz veröffentlicht worden).

Monica Ladurner/Wolfgang Beyer: "Im Swing gegen den Gleichschritt - Die Jugend, der Jazz und die Nazis"; Residenz Verlag
Mike Zwerin: "La Tristesse de Saint Louis - Swing unter den Nazis"; dt. von Walter Richard Langer; Hannibal Verlag

CD - Tipp: Mytteis, Landl & co - "Steffl Swing"; erschienen bei RST - Records (enthält die Aufnahmen aus der Steffl - Diele 1943).

Dienstag, 8. November 2011

Schlurfbuchpräsentation: 7*Stern, 24.11.2011, 20h

Am Donnerstag 24.11.2011, 20 Uhr werden im 7*Stern in Wien Buch und Film Im Swing gegen den Gleichschritt präsentiert:


Im Swing gegen den Gleichschritt – Die Jugend, der Jazz und die Nazis

Buch- und Filmpräsentation
mit Wolfgang Beyer und Monica Ladurner

Im Swing gegen den Gleichschritt –
Die Jugend, der Jazz und die Nazis

Die Geschichte einer fast vergessenen Rebellion: tausende Jugendliche widersetzten sich im "Dritten Reich" dem Drill und den Zwängen des Terror-Regimes. Die österreichischen "Schlurfe", die deutschen "Swings", die französischen "Zazous" und die tschechischen "Potapki" setzten dem "Sieg Heil!"-Gebrüll ihr trotziges "Swing Heil!" entgegen - und damit oft ihr Leben aufs Spiel. Sie attackierten Mitglieder der Hitlerjugend und Parteibonzen, vernichteten NS-Propagandamaterial, zerstörten HJ-Heime und solidarisierten sich auf beeindruckende Weise mit der jüdischen Bevölkerung. Ihre ebenso lust- wie phantasievollen Aktionen, ihr auffälliger Dress Code, ihre langen Haare und ihre Weigerung, im Gleichschritt zu marschieren, machten sie zu den "Urahnen" rebellischer Jugend-Subkulturen nach dem Krieg – von den Rock ´n Rollern über die Hippies bis zu den Punks.

Der Film "Im Swing gegen den Gleichschritt" wurde bereits erfolgreich auf internationalen Festivals gezeigt und in New York ausgezeichnet.
Das Buch ist soeben im Residenz-Verlag erschienen.

Moderation des Abends: Katja Schröckenstein

Eintritt: Freie Spenden

Mittwoch, 19. Oktober 2011

Neuerscheinung zu den "Schlurfs"

Vor kurzem ist von den MacherInnen der Doku Im Swing gegen den Gleichschritt (vgl.) ein Buch erschienen, das sich mit den Jazzjugendsubkulturen während der NS-Herrschaft auseinandersetzt und heute im Falter rezensiert wird:

Beyer, Wolfgang/Ladurner, Monica: Im Swing gegen den Gleichschritt. Die Jugend, der Jazz und die Nazis. St. Pölten/Salzburg: Residenz, 2011. [Verlags-Info]

Sonntag, 26. Juni 2011

Im Swing gegen den Gleichschritt

Mittwoch auf Phoenix (29.6.2011, 20:15-21:00): Im Swing gegen den Gleichschritt, eine Dokumentation über die Schlurfs.

Samstag, 30. Oktober 2010

Schifter macht Jazz

Vom 18.11.2010 bis 26.6.2011 zeigt das Technische Museum Wien die Ausstellung Schifter macht Jazz:

Walk, Jennie, Walk... Das war lange Jahre die Kennmelodie für Liebhaber der schwarzen Scheiben - wenn Günther Schifter (1923-2008) Schellacks im Radio präsentierte und dabei nicht nur sein profundes Wissen über Jazz und Swing mit seiner Zuhörerschaft teilte, sondern auch mit Nachrichten von damals nostalgische Gefühle weckte.
Die Sammlung des legendären Radiomoderators ist nun im Besitz der Österreichischen Mediathek. Teile davon werden anlässlich des 50. Geburtstags der Mediathek im Technischen Museum Wien präsentiert und zeigen anhand der Lebensgeschichte Günther Schifters, wie man zum Sammler wird, was Jazz-Hören in der NS-Zeit bedeutet, wie seine Radiosendungen entstanden sind und wie Archive Sammlungen bewahren.

Online gibt es unter
www.mediathek.at/Schifter ausgesuchte Schellacks seiner Sammlung und zahlreiche seiner Radiosendungen zum Nachhören.

Montag, 12. Oktober 2009

Artikel zu den Stilyagi online

Archivalia verkündete, dass die Jahrbücher für Geschichte Osteuropas für 1953-2002 digitalisiert wurden; damit ist u.a. folgender Artikel über die sowjetischen Stiliagi (bzw. Stilyagi) , eine um den Jazz gebildete Jugendsubkultur online verfügbar:

Edele, Mark: Strange Young Men in Stalin's Moscow: The Birth and Life of the Stiliagi, 1945-1953, in: Jahrbücher für Geschichte Osteuropas, 50.2002, S. 37-61.
http://daten.digitale-sammlungen.de/~db/bsb00003851/images/index.html?seite=39