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Samstag, 23. Oktober 2021

Einladung zu Digitaler Hausnummernflanerie 28.10.2021, 19h

Nach der Hausnummernkonferenz ist vor der nächsten digitalen Hausnummernflanerie - es sei eine herzliche Einladung ausgesprochen!

Online-Flanerie: 250 Jahre Hausnummern in Wien
Eine digitale Flanerie durch die Innenstadt

Zeit: Do, 28.10.2021, 19:00
Veranstaltet vom Labor Alltagskultur
Dauer: ca. 90 Minuten

Teilnahme frei, Spende an das Labor Alltagskultur erbeten

Zoom-Link: https://univienna.zoom.us/j/99372774624?pwd=bS9HWlJubzVlSTZUU2JCRjg0aVZaZz09

Vor 250 Jahren wurde die erstmalige Einführung von Hausnummern in Wien abgeschlossen – die von Anton Tantner angeleitete digitale Flanerie wird vom Labor Alltagskultur veranstaltet und setzt dessen open Air-Formate nun auch im digitalen Raum fort.

Klein und unscheinbar hat sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummer. Sie scheint keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich ist sie für uns geworden; dabei wurde sie nicht etwa eingeführt, um den in der Stadt lebenden Menschen oder Fremden die Orientierung zu erleichtern, sondern um gemeinsam mit einer Volkszählung – der „Seelenkonskription“ – ein neues Rekrutierungssystem vorzubereiten. Manche der damals vergebenen „Konskriptionsnummern“ sind heute noch an den Wänden der Häuser sichtbar; die Flanerie stellt einige davon vor und liefert zugleich Einblicke in die Geschichte vergangener und gegenwärtiger Ordnungssysteme, wobei über Wien hinaus Seitenblicke auf Hausnummernsysteme anderer Städte und Länder geworfen werden.

Powered by: Kunst und Kultur im digitalen Raum, Stadt Wien Kultur in Kooperation mit dem BMKÖS

Dienstag, 19. Oktober 2021

ND über Asja Lācis

Das ND erinnert an Asja Lācis, die heute vor 130 Jahren geboren wurde: Sie war als Schauspielerin, Theaterregisseurin und -kritikerin tätig, "verführte Walter Benjamin zum Marxismus" und schrieb manchen Text mit ihm gemeinsam.

Sonntag, 17. Oktober 2021

Paris, 17. Oktober 1961 - Erinnerung an ein Massaker

Heute vor 60 Jahren, am 17. Oktober 1961, ermordeten französische Polizisten in Paris eine unbekannte Anzahl an Demonstranten, die an einer Kundgebung für die Unabhängigkeit Algeriens teilgenommen hatten, die Schätzungen schwanken laut gestriger FAZ zwischen 30 und mehr als 200 Toten. An einem der Orte des Massakers, der Pont Saint-Michel, wurde 2001 ein Denkmal errichtet, als ich diesen Juli in Paris war, habe ich es besucht.

Paris_Denkmal1961_1
Paris_Denkmal1961_2

Mittwoch, 6. Oktober 2021

Josef Váchals blutiger Roman

Damals war der Zucker nämlich noch nicht erfunden gewesen, da derselbe zum ersten Male im sechsundsechzigsten Kriege aus dem Knochen todter Preußen ausgekocht worden war.

Josef Váchals erstmals in Kleinstauflage 1924 erschienener blutiger Roman hat so schöne Sätze wie diesen anzubieten; der Autor selbst war ein besonders durchgeknalltes Exemplar der Spezies Mensch, politisch teils völlig jenseitig, Dank sei aber dem Kētos-Verlag und Ondřej Cikán, diesen idealen Schundroman aufwändig kommentiert und gestaltet ins Deutsche übertragen zu haben!

Váchal, Josef: Der blutige Roman. Versuch um den Typus des idealen Schundromans. Wien/Prag: Kētos, 2019, Zitat S. 156

Verlags-Info: https://www.ketos.at/2017/10/josef-vachal-der-blutige-roman.html

Montag, 4. Oktober 2021

Neu erschienen: Erwin Riess - Herr Groll und die Wölfe von Salzburg

Erfreulicherweise gibt es einen neuen Groll-Roman von Erwin Riess zu lesen, des Titels Herr Groll und die Wölfe von Salzburg - ein Vorabdruck wurde bereits im aktuellen Augustin veröffentlicht, zusätzlich gibt es dort auch ein Porträt von Erwin Riess.

Riess, Erwin: Herr Groll und die Wölfe von Salzburg. Salzburg: Otto Müller Verlag, 2021, Verlagsinfo: https://www.omvs.at/buch/herr-groll-und-die-woelfe-von-salzburg/

Kurzbeschreibung:

Dringende Ermittlungen führen Groll und seinen Gefährten, den Dozenten, nach Salzburg. Die Mutter des Dozenten, Fabrikantin und Festspielliebhaberin, vermisst ihren langjährigen Freund, einen Engländer, der im Vorstand eines weltumspannenden Rohstoffkonzerns sitzt. Sie befürchtet eine Entführung. In der Woche vor Beginn der Festspiele ereignen sich seltsame Dinge: Sowohl im Innergebirg, in Werfen und Golling, als auch in der Stadt Salzburg tauchen am Domplatz, am Schloss Leopoldskron und an anderen touristischen Hotspots lebensgroße Puppen auf. Sie tragen englische Sakkos, manche sind ohne Kopf, aber alle haben ein „Salzburg Manifesto“ bei sich. Eine radikal-ökologische amerikanische Gruppe namens „Deep Green Revolution“ erklärt der umweltvernichtenden Großindustrie und dem Luxuskonsum den Krieg. Während das Festspielpublikum und die Medien noch rätseln, ob es sich um eine Werbeaktion der Festspiele handeln könnte, tauchen übel zugerichtete menschliche Leichen auf. Panik breitet sich in der Stadt aus. Die Behörden tappen im Dunkeln. Schließlich verschwindet auch noch die Mutter des Dozenten. Groll ermittelt fieberhaft und stößt auf eine heiße Spur, die tief in der Vergangenheit – in der Blütezeit erzbischöflicher Herrschaft – wurzelt. Ein Roman, der die Salzburger Gegenwart und Geschichte zu einem furiosen Finale verknüpft.

Freitag, 1. Oktober 2021

Ö1-Porträt von Ronald M. Schernikau

Diesen Monat ist der 30. Todestag von Ronald M. Schernikau zu begehen, Ö1 sendet aus diesem Anlass am 17.10.2021 das von Johanna Tirnthal gestaltete Feature Die Schönheit. Porträt zum 30. Todestag des kommunistischen Schriftstellers Ronald M. Schernikau. Bereits am Tag zuvor wird das Feature von WDR 3 ausgestrahlt.

Montag, 27. September 2021

Über die Verwendung von Exposés

In ihrem auch sonst sehr lesenswerten, erstmals 1974 erschienenem Roman Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura ist folgender dialektischer Vorschlag zur Verwendung von Exposés zu finden; gilt in diesem Fall für den literarischen Bereich, vielleicht hat sich seither schon wer gefunden, die/der dies auf Exposés im Studien- bzw. Wissenschaftsbetrieb umformuliert hat:

1. Theoretische Grundlagen des Verbesserungsvorschlags (These)

Romanexposés sind unnötig. Denn Schriftsteller, die sich dran halten, sind keine. (...)

2. Praktische Grundlagen des Verbesserungsvorschlags (Antithese)

Romanexposés sind nötig. Denn Verleger, die keine verlangen, sind keine (mehr).

3. Schlußfolgerung (Synthese)

Der dialektische Verlag macht aus der Not eine Tugend und bemißt die Honorare nach dem Abweichgrad (AG). Der Abweichgrad beschreibt die Differenz zwischen Exposé und Druckmanuskript. Je höher der Abweichgrad, desto höher das Honorar.


Morgner, Irmtraud: Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura. München: Luchterhand, 2010, Ebook, 8. Buch, 8. Kapitel.

Freitag, 10. September 2021

Save the date: Symposion zu 250 Jahre Hausnummerierung, 20.-22.10.2021

Ob Corona diesmal die Abhaltung des schon zweimal verschobenen Symposions zulassen wird? Nun, es bleibt spannend!

Tagung: Hausnummerierung und urbane Moderne. 250 Jahre Hausnummerierung in der Habsburgermonarchie

Bilanz und Perspektiven der Erforschung einer unscheinbaren Kulturtechnik

Wien, 20.-22.10.2021

Programm:

https://www.geschichte-wien.at/veranstaltung/tagung-250-jahre-hausnummerierung-in-der-habsburgermonarchie-bilanz-und-perspektiven-der-erforschung-einer-unscheinbaren-kulturtechnik/

Mittwoch, 1. September 2021

Manfred Mugrauer über das schönste Fest Wiens

Seit 1946 veranstaltet die KPÖ in Wien das Volksstimmefest; für eben diese Volksstimme hat Manfred Mugrauer nun eine kurze Geschichte dieses schönsten Fest Wiens verfasst.

Freitag, 27. August 2021

Lesung beim Linken Wort am Volksstimmefest, 5.9.2021 15h

Dieses Jahr lese ich erstmals beim Linken Wort am Volksstimmefest, und zwar am Sonntag, 5. September 15 Uhr - wer wissen möchte, was denn ein österreichischer Patriot ist und warum es sich bei Kommunismus um eine österreichische Erfindung handelt, sei herzlich eingeladen!

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