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Kommentare

Danke
That made my day :-) Danach hab ich schon lange gesucht.
Richard Heigl (Gast) - 31. Okt, 20:08
habe sicherheitshalber...
habe sicherheitshalber vorher durch den ausguck gespäht...
ThomasJust - 29. Okt, 21:49
Nur gut, wenn die Akten...
Nur gut, wenn die Akten sicher sind!
adresscomptoir - 29. Okt, 21:46
Thomas Just
Schon bestellt und reingelesen. Finde ich viel spannender...
ThomasJust - 29. Okt, 21:43
Ja cooles DIng der Beamer....
Ja cooles DIng der Beamer. Waren viele Leute gestern...
ThomasJust - 29. Okt, 21:20

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Alltag

Donnerstag, 24. September 2009

Trabant und Käfer

Die aktuelle Ausgabe des History Workshop Journal (68/Autumn 2009) enthält zwei Artikel zu automobilen Antipoden:

Rieger, Bernhard: The ‘Good German’ Goes Global: the Volkswagen Beetle as an Icon in the Federal Republic, in: History Workshop Journal, 68/2009, S. 3-26, doi:10.1093/hwj/dbp010

Abstract:
Drawing on company and legal records as well as the West German press, this article employs the Volkswagen Beetle for a study of how West Germans made sense of their country and its place in the world after 1945. First, it examines how the public adopted the car as a prominent symbol of dynamic reconstruction during the Fifties and Sixties. Despite wide knowledge about its Third-Reich origins, the Volkswagen soon emerged as an icon of the new domestic order because, by advancing mass motorization, it satisfied previously unattainable consumer dreams. Moreover, its attractiveness hinged on its technical dependability, which contemporaries read as an indicator of the solidity of a postwar order built on affluence. Second, West Germans took the car’s success abroad as a signal of their country’s acceptance within an international, American-led order that assigned the Federal a secondary role. That the Volkswagen concern developed into a multinational company wielding considerable power in Latin American countries like Mexico left no imprint on the Beetle’s iconography in Germany. Interpretations of Beetle thus supported conceptions of West Germany as a small, affluent country with limited international economic power that continued to inform German debates on globalization in the new millennium.

Rubin, Eli: The Trabant: Consumption, Eigen-Sinn, and Movement, in: History Workshop Journal, 68/2009, S. 27-44, doi:10.1093/hwj/dbp016

Abstract:
This essay looks at the history of the quintessential East German automobile, the Trabant, from a unique point of view. Rather than focusing on the Trabant as an object unto itself, this essay argues that the Trabant must be understood as integrated into a larger system of socialism, and the contradictions that this system produced. In particular, the notion of Eigen-Sinn helps illuminate the paradox of the Trabant as an embedded or interwoven object. The Trabant was, from the point of view of the East German leadership and its bureaucracy, part of a larger, overarching "system of movement" (Bewegungssystem). In of itself, it was useful only as a means of moving people from origin to destination, and was only as important as its function allowed. The history of the massive housing projects built in the 1960s, 70s and 80s in East Germany as part of a utopian urban planning campaign illustrates the way in which the Trabant was folded into a broader vision of complete, holistic system integration in the ideal socialist urban space. In so doing, however, the Trabant became like many other pieces of the socialist puzzle, in that it, and its constituent parts, had to be simple, interchangeable, and easily understandable and fixable, even for its consumers in order to ensure the overall smooth functioning of the socialist system of movement, meaning that many Trabant owners could understand and repair their automobiles with a degree of expertise that few western car owners possessed or possess, and thus had a more individual relationship with their cars than many in the more individualized West.

Montag, 14. September 2009

Staub auf Arte, 2. Anlauf

Vielleicht klappt's ja diesmal (vgl. hier), die Ausstrahlung von Hartmut Bitomskys schönem Dokumentarfilm Staub: Arte, Sa 19.9.2009, 23:30-01:00

Mittwoch, 19. August 2009

Ö1 zur Triesterstraße & zur Brünner Straße

Da ich in Wien in der Nähe der Triesterstraße aufgewachsen bin, freut es mich selbstredend besonders, dass die Ö1-Sendung Moment - Leben heute (19.8.2009, 17:09-17:25) heute eine Reportage über ebendiese ausstrahlt; der Ankündigungstext:
Sie führt in den Süden und ist eine typische Wiener Ausfallsstraße. Mit jedem Meter lässt man Stadt und Leben zurück. Schwarzarbeiter versuchen hier ebenso ihr Glück wie Roadrunner, denen ein hohes Preisgeld winkt. Wer sonst will hier sein, womöglich gar wohnen? In den Dreißiger Jahren war die Gegend begehrt.
Eine Reportage.


PS 20.8.2009: Und es geht gleich weiter mit den Straßenporträts, als nächstes ist nämlich die Brünner Straße dran (Ö1, 20.8.2009, 17:09-17:25):

Sie ist die Schlagader des Weinviertels. Oder besser: sie war es einmal. Die Brünner Straße wurde im 18. Jahrhundert auf Befehl Kaiser Karls dem VI. angelegt. Zwei Tage dauerte damals die Reise von Wien nach Brünn, zwei Tage für 120 Kilometer. Entlang der Strecke entstand mit Gaststätten und Schmieden eine eigene Infrastruktur für den Reiseverkehr.
1948 wurde die Brünner Straße durch den Eisernen Vorhang zur Sackgasse: ab 1989 war es mit der Ruhe vorbei, 20 Jahre später ist das Ende der B7 absehbar, die Nordautobahn A5 wird ihre Funktion übernehmen.


PPS 23.8.2009: Der Sendung über die Brünner Straße entnehme ich den Hinweis auf folgende Neuerscheinung:

Jostmann, Christian: Die Brünner Straße. Eine Geschichte des Verkehrsweges von Wien nach Brünn in Bildern. Schleinbach: Edition Winkler-Hermaden, 2009. [Verlags-Info]

Weiters gibt es auf Schloß Wilfersdorf eine gerade eröffnete und noch bis 27.9.2009 gezeigte Ausstellung zur Geschichte der Brünner Straße, mit dem Titel: B7. Eine Straße erzählt sich in ihren Schichten und Geschichten.

Dienstag, 4. August 2009

Ö1: Porträt von Hermann Bausinger

Am Sonntag, 9.8.2009 (14.05-14.55) sendet Ö1 ein Porträt des Kulturwissenschafters Hermann Bausinger.

Dienstag, 2. Juni 2009

H-SOZ-U-KULT-Tagungsbericht zu römischen Latrinen

Roman Latrines and Cesspit Toilets in the North-Western Provinces of the Roman Empire hieß eine Anfang Mai in Nimjegen abgehaltene Tagung, und H-SOZ-U-KULT ist die Aussendung des entsprechenden Tagungsberichts zu verdanken; schön, dass sich die Altertumswissenschaft mit angemessenem Ernst diesem Thema widmet und dazu beiträgt, eine Forschungslücke zu schließen, denn während wir (...) relativ viel über die Konstruktionsweise und Funktion der Toiletten sowie die sozialen Aspekte, religiösen Konnotationen und die praktischen Seiten der Toilettennutzung [wissen], ist der Forschungsstand in den Nordwestprovinzen (...) dagegen deutlich schlechter. Hier sind meist nur die den Thermen angeschlossenen großen Mehrsitztoiletten mit Kanalspülung bekannt und auch diese sind oft nicht publiziert.
Schön auch, dass in einem Vortrag folgende Frage behandelt wurde: Woran erkenne ich eine Latrine?; und nur gut, dass auch die österreichische Latrinenforschung vertreten war und so zum einem dem Publikum Nachttöpfe aus Carnuntum vorgestellt werden konnten, zum anderen eine neuentdeckte Anlage an der Weststrasse von Carnuntum, bei der es sich um eine Straßenlatrine und/oder eine Entleerungsstelle für Nachttöpfe handeln kann, präsentiert wurde.

Mittwoch, 27. Mai 2009

Symposion zu Baťa in Zlín

In Zlín, wo Halbschuh-Mussolini Tomáš Baťa seine Schuhfabrik samt angeschlossener, utopisch inspirierter Werksiedlung erbaute, fand dieser Tage ein Symposion mit dem Titel Utopie der Moderne: Zlin statt, einen Bericht darüber bringt die SZ. Wer übrigens an einem Roman über die Arbeitsbedingungen im Werk interessiert ist, ist mit folgendem Buch gut bedient:
Turek, Svatopluk: Der Chef. Dresden: Sachsenverlag, 1953.
Der Nachfolgeband (der mir besser gefallen hat) behandelt dann die Verstaatlichung und die Jahre 1945-1948:
Turek, Svatopluk: Ohne Chef. Dresden: Sachsenverlag, 1955.

Nachtrag 15.6.2009: Ein Bericht der taz über das Symposion.

Freitag, 3. April 2009

Slawisches Tiernamengut in Kärnten

Update zum Kuh-Posting: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Dienstag, 31. März 2009

Eine Kulturgeschichte der Kuh

Sehr schön, die NZZ rezensiert heute eine Kulturgeschichte der Kuh (übrigens). Ob da auch Benjamins Muh-Gedicht vorkommt?

Werner, Florian: Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung. Zürich: Nagel & Kimche, 2009.

Update: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Samstag, 21. Februar 2009

Geschichte des Klettverschlusses

Im aktuellen Falter (8/2009, S.38, nur Print) wird der Geschäftsmann Georg Salcher porträtiert, der viele Jahrzehnte lang Klettverschlüsse nach Österreich importiert und nun ein 100-Seiten Buch über ebendiese veröffentlicht hat. Leider scheint das Werk nicht über die gewöhnlichen Buchhandelskanäle erhältlich zu sein, sondern nur direkt beim Autor (Kontakt-Email-Adresse im Falter).

Salcher, Georg: Die Sache hat einen Haken. Die Geschichte vom Klettenverschluss. Klosterneubur: Neomedica. 10 Euro

Donnerstag, 19. Februar 2009

Kartoffel des Jahres 2009

Ist das nun, mal abgesehen von Finanz- und Wirtschaftskrise, eine späte Rache des Realsozialismus? Der Umstand nämlich, dass mit Adretta ein verdienter Glückstreffer der staatlichen Kartoffelzüchtung der ehemaligen DDR (so der Infoflyer [PDF]) zur Kartoffel des Jahres 2009 gewählt wurde. Siehe auch diese Pressemitteilung (PDF). Eine Warnung: Die Anzeige der PDFs dauerte zumindest bei mir extrem lange.