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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Widerstaende

Donnerstag, 7. März 2024

Wolfgang Maderthaner: Zeitenbrüche. Sozialrevolutionäre Aufstände in habsburgischen Landen im Ö1-Radiokolleg

Letzten Sommer ist mit Wolfgang Maderthaners Zeitenbrüche. Sozialrevolutionäre Aufstände in habsburgischen Landen ein Buch zu einem reichlich unterbeleuchtetem Thema österreichischer und habsburgischer Geschichte erschienen. Die mediale Resonanz war bislang eher zurückhaltend, kein Wunder, neben der Beschäftigung mit der zigsten Sissi-Biographie bleibt eben kaum Platz. Umso erfreulicher, dass sich dies nun etwas ändert: Im Ö1-Radiokolleg läuft nächste Woche die auf dem Buch aufbauende Serie Revolten im Habsburgerreich (11.-14.3.2024, 9:30-9:45).

Mittwoch, 21. Februar 2024

Adorno als Marchfeld-Autor

Dass neben Ingeborg Bachmann, Jeannie Ebner, Gerhard Fritsch, Barbara Frischmuth, Theodor Kramer und Matthias Mander auch Theodor W. Adorno zu jenen Autoren und Autorinnen zählt, die das Marchfeld besangen, war mir bis vor kurzem unbekannt - und dies noch dazu in einem Text, den er Lotte Tobisch widmete.

In den Donau-Auen, an einem Werktag. Rätselhaft die große Einsamkeit am Strom, nur wenige Kilometer von Wien. Von Landschaft und Flora, hier schon östlich, hält ein pußtahafter Bann die Menschen fern, als wollte der ins Unendliche offene Raum nicht gestört werden. Das Wort eines österreichischen Staatsmanns aus dem neunzehnten Jahrhundert lautet: östlich vom Rennweg fängt Asien an. Auch die Industrie scheint zu zögern. Die Unberührtheit der Gegend wäre archaisch, hätten nicht die Römer Spuren hinterlassen, und hätten nicht die letzten deutschen Dörfer bis an die slowakische und ungarische Grenze sich vorgewagt. Schöne Schlösser wie Niederweiden und Schloßhof, beide in Renovation begriffen, trotzen der geschichtlichen Verlassenheit des Orts. Der Garten des einen ist gegen die Straßenseite abgesperrt, verstreut liegen darin Bruchstücke von Statuen und steinernem Zierat, achtzehntes Jahrhundert als Antike. Von vielen Punkten sieht man die Feste Preßburg, an der die große Straße scharf vorbeibiegt gleich der vor Kafkas Schloß. Einer der Orte ist Aspern; blickt er vom Braunsberg über die Auen, fühlt sich der militärisch durchaus Unbegabte wie ein Feldherr, so durchaus scheint das weitgestreckte Terrain den Schlachten zubestimmt, die da immer wieder geschlagen wurden. Zum Dorfnamen Petronell assoziiert man den Petronius, aber auch ein Gewürz, das es gar nicht gibt. Dort, wo die Fischa in die Donau mündet, liegt Fischamend, mit einem berühmten Fischgasthaus, in dem man sich zu Hause fühlt wie nur am Ende der Welt.

Adorno, Theodor W.: Wien, nach Ostern 1967. in: Ders. (=Gesammelte Schriften Band 10,1: Kulturkritik und Gesellschaft I: Prismen. Ohne Leitbild), S. 422–431, hier 430-431. [Erstdruck: SZ, 10./11.6.1967]

Freitag, 1. September 2023

Sanddünen im Marchfeld - Ö1-Interview mit Heinz Wiesbauer und Anton Tantner

Die fünfteilige Ö1-Serie zu den Sanddünen im Marchfeld, für die Heinz Wiesbauer und ich interviewt wurden (Vom Leben der Natur, 28.8.-1.9.2023, 8:55-9:00), kann nun nachgehört werden:

1) Heinz Wiesbauer: Eiszeitliche Ablagerungen
https://oe1.orf.at/programm/20230828/730156/Sandduenen-im-Marchfeld-1

2) Anton Tantner: Eingriffe und Schutz als Politikum
https://oe1.orf.at/programm/20230829/730213/Sandduenen-im-Marchfeld-2

3) Anton Tantner: Die Würdigung der ökologischen Bedeutung
https://oe1.orf.at/programm/20230830/730270/Sandduenen-im-Marchfeld-3

4) Heinz Wiesbauer: Angepasste Pflanzenwelt
https://oe1.orf.at/programm/20230831/730328/Sandduenen-im-Marchfeld-4

5) Heinz Wiesbauer: Von Sandbienen und Grabwespen
https://oe1.orf.at/programm/20230901/730386/Sandduenen-im-Marchfeld-5

Dienstag, 3. Januar 2023

100. Todestag von Jaroslav Hašek

Zum 100. Todestag von Jaroslav Hašek - er starb am 3.1.1923 in Lipnice nad Sazavou, einschlägige Hausnummern im Adresscomptoir - der Bierdeckel von U České koruny, wo heute Hašeks Urenkel anzutreffen ist (Lesenswert übrigens Jaroslav Rudiš' gestern in der FAZ - Paywall/FAZ-Link 2 - erschienener Beitrag); und ein Spoiler: Für Anfang Februar bereite ich die Publikation einer meines Wissens nach bislang noch nie auf Deutsch erschienenen Kurzgeschichte von Hašek im Augustin vor!

Hasek_Bierdeckel_2

Sonntag, 4. Dezember 2022

Der kurze Sommer der Anarchie: Alexander Kluge, Hans Magnus Enzensberger & Erni Mangold

Alexander Kluge in einem Interview für den aktuellen Spiegel (Paywall) aus Anlass des Todes von Hans Magnus Enzensberger über den kurzen Sommer der Anarchie nach der Befreiung vom Faschismus:

Ich glaube aber, dass uns noch mehr als der Krieg die ungeheure Freiheit des Sommers 1945 geprägt hat. Sie müssen sich den Kontrast vorstellen zwischen den zwölf Jahren Naziherrschaft und diesem Sommer, in dem wir die völlige Abwesenheit von Herrschaft erleben. Es gibt keine Politik, keine Obrigkeit – keine Beamten. Und die Vaterherrschaft ist in etlichen Familien auch für einen Moment ausgesetzt. Viele Väter sind in Gefangenschaft oder tot.

Ob sich damit schon wer intensiver auseinandergesetzt hat? Ähnliches scheint auch für manche Jugendliche in Wien gegolten zu haben:

Die junge Schauspielerin Erni Mangold, die unmittelbar nach dem Krieg zur Clique rund um Helmut Qualtinger und Paul Popp stieß, erinnert sich an wilde Zeiten mit viel Alkohol und wenig Schlaf, an nächtliche Bäder im Donnerbrunnen, an Lokale, in denen Uzzi Förster, Friedrich Gulda und andere Jazz gespielt haben – während sie am Tisch dazu getanzt hat: 'Wir haben uns den ersten Bezirk unter den Nagel gerissen. Es war eine Zeit, in der man es herrlich fand, das alles so kaputt und verdreckt war in dieser Stadt.'

Beyer, Wolfgang/Ladurner, Monica: Im Swing gegen den Gleichschritt. Die Jugend, der Jazz und die Nazis. St. Pölten/Salzburg: Residenz, 2011, S.201f.

Dienstag, 12. April 2022

Hebenstreit: Homo hominibus/Mensch unter Menschen nun digital verfügbar

Ich freue mich sehr, zu dieser digitalen Premiere beigetragen zu haben: Erstmals ist Franz Hebenstreits Gedicht "Homo hominibus" sowie dessen vor 50 Jahren von Franzjosef Schuh besorgte Übersetzung "Mensch unter Menschen" online zugänglich - herzlichen Dank an Herrn Schuh, der dazu seine Bereitschaft gegeben hat!

Franz Hebenstreit von Streitenfeld: 'Eipeldauerlied' – 'Mensch unter Menschen' – 'An die Franzosen'. Eine Neuausgabe (lat./dt.), in: Wiener Digitale Revue, Nr. 3, 2021, Doi: 10.25365/wdr-03-04-01, https://journals.univie.ac.at/index.php/wdr/article/view/6094

Hebenstreit wurde 1795 als Teilnehmer der so genannten "Jakobinerverschwörung" in Wien hingerichtet, seine in "Homo hominibus" dargelegten, an einer Gesellschaft der Gleichen und Freien orientierten politischen Überzeugungen wurde von seinem Mitstreiter Andreas Riedel in einem Verhör als "Hebenstreitismus oder Kommunismus" bezeichnet - es war das erste Mal, dass der Begriff "Kommunismus" dokumentiert wurde.

Donnerstag, 31. März 2022

Happy Birthday, Alexandra Kollontai!

Sie war die erste Ministerin in der Weltgeschichte und ich habe bislang keine einschlägige Hausnummer von ihr! Also sei auf die bei Dietz Berlin vor kurzem herausgekommene Neuerscheinung hingewiesen:

Volk, Katharina (Hrsg.): Alexandra Kollontai oder: Revolution für das Leben. Berlin: Dietz Berlin, 2022.

Samstag, 22. Januar 2022

Ö1-Interview mit Thomas Flierl über Margarete Schütte-Lihotzky

Äußerst (nach)hörenswert: Ö1 Im Gespräch mit Thomas Flierl über den Margarete Schütte-Lihotzky und Wilhelm Schütte; Flierl hat zuletzt deren Gefängnis-Briefwechsel herausgegeben.

Samstag, 25. Dezember 2021

Begeisterter Zwischenfreudesschrei nach 207/833 Seiten "ICH KOMM AUS DER HERZ GEGEND"

Es war nicht einfach, die für dieses Jahr geplante Feiertagslektüre zu besorgen, denn die paar Gelegenheiten in den letzten Monaten, ein Exemplar von Augustin-Mitgründer Robert Sommers mehr-als-800-Seiten-Werk "Ich komm aus der Herz Gegend. Meine Mutter Sprache ist das Herz Klopfen" zu erstehen, habe ich verpasst, ist es doch mit seiner ISBN 1312 nur über wahre Undergroundkanäle erhältlich; umso begeisterter bin ich nun von dieser wilden Mischung in der Nachfolge von Joyce, Sterne, Musil und was weiß ich noch alles, dessen historisch-kritische Ausgabe dermaleinst einen zehnfach längeren Kommentarteil benötigen wird, vorerst aber mal seinem Verfasser den Literaturnobel- und alle sonstigen Preise einbringen soll, ganz zu schweigen davon, dass die Gründung unzähliger Lesekreise zu diesem Buch dringend anzuraten ist!

Wer möchte, kann in eine Online-Edition. gehostet vom nicht minder verdienstvollen gigantischen Archivprojekt Context XXI unter http ://www.contextxxi.at/samtliche-erinnerungen.html (bitte URL selbst zusammensetzen) Einblick nehmen, hier nur ein paar wenige, äußerst subjektiv ausgewählte Sätze:

"Warum schauen manche Habsburgergräber in der Kapuzinergruft wie Panzer aus?" (21)

"Robert Sommers Schnapsidee: Fußballturnier auf der schrägen Wiese;" (38)

"Man kann eine Zeitung nach der Anzahl der Krawatten beurteilen, die man aus ihren Fotos schnipseln kann. Der Augustin ist übrigens völlig krawattenlos." (110)

"Im Namen der Wiener Stadtleitung und aufgrund eines einstimmigen Beschlusses der BL 20 ersuchen wir dich um Zustimmung, die Funktion des Bezirksobmanns in Wien 20 bereits bei der kommenden Bezirkskonferenz anzunehmen." (184)

"Wie konnten wir nur das 100jährige Jubiläum des Stacheldrahts ignorieren?" (205)

SOMMER, Robert: Ich komm aus der Herz Gegend. Meine Mutter Sprache ist das Herz Klopfen. Wien 2021.
Bestellung unter blendwerk-sommer@gmx.at

Montag, 16. August 2021

Radio France: Vierteilige Serie über Louise Michel

Radio France sendet ab heute eine vierteilige Serie über Louise Michel, Dauer jeweils eine Stunde. Infos unter https://www.franceculture.fr/emissions/louise-michel-grandes-traversees