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Montag, 22. August 2005

Die Sorge um das Volck, 1772/73

Dass die Sorge um das Wohlergehen des Volcks bis in die Details des Alltagslebens gehen kann, zeigt folgende Stellungnahme des Wiener Magistrats: Darin wird vorgeschlagen, daß zur Abwendung der sich ergebenen unglücklichen Stürzungen, und Fällen in die Keller, und andere Tiefen, die dahin gehende Treppen mit Holz beleget, und zur Nachts-Zeit beleuchtet werden könnten; nicht länger sollen die Untertanen düstere Treppen hinunterfallen. Auch auf schlüpfrigen Lacken soll niemand mehr ausgleiten, denn es wäre zu wünschen, daß die Dienstmägde bey dem Wassertragen mit gedeckten Schäfern versehen würden, um auf den Stiegen das Ausschütten, und sohin die Schlüpfrigkeit, und das Eis zu vermeiden. Und unter Androhung drakonischer Strafen sind offene Gruben abzusichern: [B]ey Arrest- und allenfälliger Ausstellung auf der Bühne [käme] zu verbieten (...), die Keller- Dung und Kalckgruben und andere derley Oefnungen unbedeckt, und offen zu lassen. - Das Volck stürzt, rutscht, stolpert und fällt in offene Löcher; staatliche Maßnahmen sind zu ergreifen, es zu einem sicheren Gang anzuhalten.

Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Wien, Bestand Hofkanzlei, IV M 1 Niederösterreich, Kt. 1326, 344 ex Jänner 1773: Vortrag der Hofkanzlei, 9.1.1773.