User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7521 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Donnerstag, 11. August 2005

Google Scholar auf dem Prüfstand

Laut Deutschlandfunk läuft im Bonner Informationszentrum Sozialwissenschaften derzeit ein Projekt, das den Informationsgehalt wissenschaftlicher Datenbanken untersucht. Auch Google Scholar wird dabei untersucht, und das vorläufige Ergebnis fällt nicht allzu gut aus: Höchstens als Zusatz zu Fachdatenbanken sei Google Scholar zu benützen. [via netbib]

Clase Media en Positivo in Venezuela

Laut einer Umfrage des Meinungsforschungsinstitutes Datanálisis (Bericht) unterstützen 54% der venezolanischen Haushalte mit einem monatlichen Einkommen von bis zu 900 US-Dollar den Präsidenten Hugo Chávez.
Währenddessen gibt es eine deutschsprachige Neuerscheinung zu Venezuela, rezensiert bei Telepolis.

Diehl, Oliver/Muno, Wolfgang (Hg.): Venezuela unter Chávez – Aufbruch oder Niedergang? Frankfurt am Main: Vervuert, 2005.

Mittwoch, 10. August 2005

Sin City

Ein Desaster nennt Kay Sokolowsky in der Jungle World Robert Rodriguez' Adaption von Frank Millers Comic "Sin City", und zugleich ist sie für ihn die beste, weil durchdachteste, liebe- und respektvollste Verfilmung eines Comics, die im Kino jemals zu sehen war. Währenddessen berichtet Telepolis, dass manche Kinos sich weigern, den Film zu zeigen, weil die Zweitvermarktung per DVD und Video früher als sonst üblich starten soll. Zur offiziellen Seite des Films geht's hier.

Dienstag, 9. August 2005

Selbstmanagement in der Kontrollgesellschaft

Übermorgen beginnt der Workshop Emergence Room; das Abstract zu meinem Vortrag Selbstmanagement in der Kontrollgesellschaft: Weblogs und persönliche Homepages lautet wie folgt:

Nach Gilles Deleuzes kurzer Skizze "Postskriptum über die Kontrollgesellschaften" ist an die Stelle, wo sich in der Disziplinargesellschaft einst die Fabrik befand, in der Kontrollgesellschaft das Unternehmen getreten. Marketing heißt jetzt das Instrument der sozialen Kontrolle, und auch das Subjekt wird davon erfasst: Eine "Ich-AG" hat es zu bilden, sozial kompetent muss es sein, und andauernd ist es dabei, das "Ich" nach den letzten Anforderungen des Markts zu modellieren. Flexibilität lautet das Gebot der Stunde; keine durchgängige Erzählung kann mehr das Subjekt von der Wiege bis an die Bahre begleiten, es ist fragmentiert, Technologien des Selbst müssen erlernt, Zerrissenheit und Disparatheit eingeübt werden.
Das neoliberale KleinunternehmerInnensubjekt tritt mal als WürstchenbudenbesitzerIn, mal als SelbstmordattentäterIn, mal als KulturwissenschafterIn auf; ihnen gemeinsam ist, dass sie an der Marke Ich arbeiten, denn, wie heißt es in der Ratgeberliteratur: "Den Marken entkommt nämlich keiner." Die adäquate Präsentationsform der Marke Ich ist die persönliche Homepage, wer wüßte dies besser als der österreichische Finanzminister Karl Heinz Grasser. Nicht zuletzt im Bereich der Wissenschaft wird dieses Medium der Selbstdarstellung zunehmend entdeckt und genutzt; hinzu, zur persönlichen Homepage, tritt das Weblog, das eine Möglichkeit darstellt, durch täglich aktualisierte Infohappen permament Aufmerksamkeit auf sich zu ziehen.

Montag, 8. August 2005

Christoph Schlingensiefs "Ausländer raus!" auf DVD

Mehr als fünf Jahre ist es her, dass Christoph Schlingensiefs "Ausländer raus!"-Container-Aktion bei den Wiener Festwochen für Aufregung sorgte. Das Buch zum Happening erschien knapp danach bei Suhrkamp, und nun gibt es auch eine DVD dazu, die hier besprochen wird.

»Ausländer raus! Schlingensiefs Container« (monitorpop), Regie: Paul Poet, DVD.

Lilienthal, Matthias/Philipp, Claus (Hg.): Schlingensiefs Ausländer Raus. Bitte liebt Österreich. Frankfurt am Main: Suhrkamp es 2210, 2000.

Linkszeitung online

Nun gibt es in Deutschland also nicht nur eine Linkspartei, sondern seit einer Woche auch eine Linkszeitung, wenn auch nicht auf Papier, so doch zumindest im Netz. Chefredakteur Werner Jourdan plädiert darin für eine Sicht von unten und die Parteinahme für die vermeintlich kleinen Leute; von Parteien möchte er unabhängig bleiben. Das Ergebnis mag noch nicht vollständig überzeugen, ist aber zumindest ambitioniert. [via Telepolis]

Sonntag, 7. August 2005

Kommunikationsguerilla, museal

Noch bis 19.8. in der Berliner Neurotitan-Galerie zu sehen: Die Ausstellung THE ABC. Zur Semiotik des Widerstands, in der diverse Aktionen der Kommunikationsguerilla präsentiert werden. Telepolis bringt eine Besprechung.

Samstag, 6. August 2005

Erwin Riess über Ernst Jandl

Gut wie immer: Erwin Riess in der aktuellen Konkret über Ernst Jandl und den üblichen Wahnsinn, der sich in Österreich so abspielt.

Freitag, 5. August 2005

Arbeiterbewegungen und Globalisierung

Eine Rezension von:

Silver, Beverly J.: Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870. Berlin: Assoziation A, 2005.

Mike Davis über die Ökologie der Slums

Der grandiose Stadtsoziologe und Historiker Mike Davis wird demnächst ein Buch über die asiatische Vogelgrippe veröffentlichen; auf deutsch ist soeben ein Artikel über die Ökologie der Slums erschienen, der vor Fakten und kaum bekannten Katastrophenmeldungen nur so strotzt.
Ebenfalls von Mike Davis auf deutsch erschienen: Eine Besprechung des Albums Chavez Ravine von Ry Cooder.

Donnerstag, 4. August 2005

print.europe.org

Einen leicht antiamerikanischen Zungenschlag haben sie schon, die vor allem von französischen BibliothekarInnen und PolitikerInnen unterstützten Bemühungen, ein europäisches Äquivalent zu Google Print zu schaffen. Die Zeit berichtet darüber und lässt dabei unter anderem den Präsidenten der Pariser BN sowie seine britischen, deutschen und niederländischen Pendants zu Wort kommen. Wenn was Brauchbares rauskommt - und Google Print hat eine nicht leicht zu erreichende Vorlage geliefert -, kann man ja über die Kampfrhetorik hinwegsehen.

Emergence Room

Die Internet-Plattform Kakanien veranstaltet rund um ihre neuen Weblogprojekte den Workshop Ermergence Room (PDF), der am 11. und 12. August jeweils ab 9:30 in Wien 21, bei Interxion in der Shuttleworthstraße 4-8, Objekt 50 stattfindet.
Ich werde dort zu folgendem Thema referieren: Selbstmanagement in der Kontrollgesellschaft: Weblogs und persönliche Homepages.

Deutsche Foucault-Ausgabe komplett

Eine Rezension in der NZZ:

Foucault, Michel: Schriften in vier Bänden - Dits et Ecrits. Band 4: 1980-1988. Hg. von Daniel Defert und François Ewald unter Mitarbeit von Jacques Lagrange. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.

Donnerstag, 28. Juli 2005

Unterach 129

unterach_129_elisabethallee4

Unterach, Elisabethallee 4

Mittwoch, 27. Juli 2005

Das Intelligenzwerk Wilhelm von Schröders, 1686

In seiner erstmals 1686 erschienenen Fürstliche Schatz- und Rentkammer entwickelt der Kameralist Wilhelm von Schröder ein Projekt eines Intelligenzwerks: Mit dessen Hilfe soll in allen Erbländern der Habsburgermonarchie ein generaler markt errichtet werden, allwo ein jeder ohne reisen oder botenschicken in einer viertelstunde alles wissen könne, was in allen diesen ländern zu verkaufen, und wo ein jedes zu finden sey. So sei es möglich, die gute Ordnung im Handel herzustellen, die darin bestehe, dass die Handwerker Händler fänden, die ihre Arbeit ankaufen würden, ohne dass sie es nötig hätten, diese von Haus zu Haus herumzutragen und die zeit mit laufen zu verlieren. Der aktuelle Zustand sei weit von diesem Ideal entfernt, denn das fundament alles übels und mangels heiße Ignorantia. Häufig passiere es, dass ein Handwerker ein Stück Arbeit fertig habe und ein anderer genau dieses brauche, es allein aber nicht zu finden wisse und viel Zeit mit Suchen verbringen würde. Auch würden viele Menschen auf dem Land nicht wissen, dass in der Stadt eine Nachfrage nach ihren Erzeugnissen bestehe, weswegen sie ihre Ware oft Zwischenhändlern - vorkäufern - übergeben würden, die zur Teuerung beitragen würden. Das botenschicken, item das in commißion geben (...) macht eine sache theuer. Auch fremde ankömmlinge leiden unter der Unwissenheit, würden sie doch oft eine Unterkunft oder Dienstleistungen suchen, aber nicht finden.
Laut Schröder verschaffe sein Intelligenzwerk Abhilfe, das nach Vorbild der Post organisiert sein soll: In allen Erblanden oder zumindest in Österreich, Mähren, Steiermark und Böhmen solle an allen geeigneten Orten ein öffentlicher locus eingerichtet werden, wo ein jeder sich anmelden und sein Begehren in ein protocoll oder journal einschreiben lassen könne; diese Intelligenzörter sollten unter einer gemeinsamen Leitung, einem directorio oder oberintelligenzhaus stehen, das immer dort sein sollte, wo sich der kaiserliche Hof befände. Fünferlei verschiedene Medien - so genannte intelligentien - gäbe es, ein in einem intelligenzhaus deponiertes Anliegen bekannt zu machen: 1. das im Intelligenzhaus geführte journal oder protocoll , in das ein Interessent Einblick nehmen könne; 2. eine am Intelligenzhaus angebrachte tafel, 3. eine öffentliche Ausrufung per proclamationem vocalem 4. eine Mitteilung an ein anderes Intelligenzhaus und schließlich 5. ein wöchentliche[s] intelligenzblättchen, das das Anliegen im ganzen Land bekannt mache.
Schröder bringt verschiedene Anwendungsbeispiele: So könne zum Beispiel ein Herr, der einen Trompeter suche, sein Anliegen dem Intelligenzhaus bekannt geben; detto könne ein Schiffer, der nach Preßburg fahre, dies mitteilen, um Mitreisende anzuwerben. Weiters könne ein eben angekommener Schiffer, dessen Schiff Schmalz geladen hätte, dies ausrufen lassen und so Käufer finden; und wenn die Armee Hafer, Wein oder Hufeisen nötig hätte, könne sie dies ins Intelligenzblättlein setzen. Außerdem sei das Intelligenzwerk ein Mittel für Herrschaften, geeignete Dienstboten und Dienstbotinnen zu finden. Es dient somit nicht nur als Verkaufsagentur, sondern auch zur Arbeitsvermittlung. Schröders Fazit: Das Intelligenzwerk sei einfältig und schlecht beschaffen, aber so voller nutzbarkeit; es würde Handel und Wandel erleichtern, die Armut lindern und nicht zuletzt auch die Einkünfte ihrer Majestät vermehren.

SCHRÖDER, Wilhelm von: Fürstliche Schatz- und Rentkammer, nebst seinem Tractact vom Goldmachen wie auch vom Ministrissimo oder Oberstaatsbedienten. Königsberg/Leipzig: Johann Heinrich Hartung, 1752, ND Vaduz: Topos, 1978, S. 105, 327-343.