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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Dienstag, 26. Juli 2005

Louis Althusser und sein Centre d’études des mouvements populaires

Anfang 1980, nur wenige Monate, bevor er seine Frau erdrosselte, initiierte Louis Althusser unter der Sigle CEMPIT ein Centre d’études des mouvements populaires, de leurs idéologies et doctrines théoriques, ein Forschungszentrum für Volksbewegungen, ihre Ideologien und theoretischen Doktrinen. In seiner Autobiographie schreibt er darüber:
Ich gewann die Leitung der École für mich, die mir einige Gelder bewilligte, das Ministerium, das weitere in Aussicht stellte, ich sicherte mir die Zustimmung eines guten Hunderts von Historikern, Soziologen, Politologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Erkenntnistheoretikern und Philosophen aller Fachbereiche und Tendenzen, ich hielt im März 1980 eine Gründungsversammlung ab, und mehrere Gruppen machten sich an die Arbeit. Der Intention nach wollten wir über so verschiedene Fälle arbeiten wie die westliche Arbeiterbewegung, den Islam, das Christentum, die Bauernstände usw., um, wenn möglich, zu vergleichenden Resultaten zu kommen. Wir hielten verschiedene Versammlungen unter Mitwirkung von Spezialisten ab, die ich aus der Provinz und sogar aus dem Ausland zusammengetrommelt hatte. Ich hatte persönliche Kontakte zu drei sowjetischen Historikern, Soziologen und Philosophen, die sehr bemerkenswert waren: der eine arbeitete über die Volksbewegungen im vorrevolutionären Rußland, der andere über die Religionen Afrikas und der dritte über die offizielle Ideologie der UdSSR und andere Ideologien.
Es wäre interessant, in Erfahrung zu bringen, was aus diesem groß angelegten Projekt geworden ist und ob es Publikationen dazu gibt; googlen ist erwartungsgemäß nicht hilfreich, und auch der Katalog der BN schweigt sich dazu aus. Ob Yann Moulier Boutangs Biographie etwas darüber enthalten wird?

Althusser, Louis: Die Zukunft hat Zeit. Die Tatsachen. Zwei autobiographische Texte. Frankfurt am Main: Fischer 50152, 1998, S. 281f.

Montag, 25. Juli 2005

Dracula als Historiker

Klingt ja ziemlich wüst, diese Rezension im Guardian über eine Aktualisierung des Dracula-Plots, in dem der Untote doch glatt als Historiker auftaucht. Die deutsche Ausgabe ist im übrigen für August angekündigt. [via Early Modern Notes]

Kostova, Elizabeth: The Historian. New York: Little Brown, 2005.

Linkspartei auch in Österreich?

Fremdarbeiter-Sager hin, Folterandrohungsbefürwortung her, die deutsche Linkspartei boomt. Während Georg Fülberth im ND schon vor allzuviel Euphorie warnt, was ihre Aussichten betrifft, berichtet Die Presse, dass es auch in Österreich Bestrebungen gibt, ein vergleichbares Bündnis zusammenzubringen. Erste Versuche gab es ja schon mit der Wahlplattform Linke bei den letzten EU-Wahlen. Bis ein solches Bündnis reelle Chancen hat, wird noch einige Zeit vergehen; KPÖ-Vorsitzender Walter Baier hat wohl vollkommen recht, wenn er folgendes vermutet: Wahrscheinlich muss auch Österreich zuerst einmal durch das Meer der Tränen einer rot-grünen Regierung gehen. [via KPÖ-Homepage]

Sonntag, 24. Juli 2005

Freistadt 9

freistadt_009_hauptplatz13

Freistadt, Hauptplatz 13

Samstag, 23. Juli 2005

Schramek oder: Die Bürde der drei Hausnummern

Seine erste Eingabe an den Brünner Magistrat schickt der Brünner Bürger August Schramek - er unterzeichnet als gehorsamst Gefertigter - im November 1837 ab. Ein neues Haus habe er erbaut, auf dem von Valentin Falkensteiner erkauften Bauplatze, beim Ferdinandstor. Als er in die Conscriptions-Kanzley ging und um die Nummerierung seines Neubaus bat, wurde ihm zu seiner Verwunderung mitgeteilt, dass sein Haus drei Hausnummern bekommen müsse, da auf seinem Platz früher drey Häuser gestanden seien. So geschieht es auch, sein Haus wird mit den Nummern 421, 422 und 539 bedacht. Schramek ist keineswegs zufrieden damit, sondern bittet darum, dass nur eine Nummer vergeben würde. In seiner ersten Eingabe gibt er als Begründung dafür an, dass er aus zerschiedenen diätischen nachtheilige Wirkungen auf den Eigenthümer befürchtet, was vermutlich heißt, dass er steuerliche Nachteile erwartet bei Abgaben, die an die Zahl der im Besitz eines Eigentümers befindlichen Häuser gebunden sind: Nicht die Zahl der existierenden Häuser, sondern die Zahl der zugewiesenen Konskriptionsnummern würde den Ausschlag für die steuerliche Einschätzung geben, so wohl seine Vermutung. Das Ansuchen wird binnen weniger Tage abgelehnt: Unter Berufung auf das Konskriptionspatent von 1804 wird Schramek davon informiert, dass auf sein Anliegen erst dann Rücksicht genommen werden könne, wenn eine neue Hausnummerierung durchgeführt werde.
Der Hauseigentümer lässt sich nicht entmutigen und verfasst noch im Dezember ein neuerliches Gesuch: Sein Haus stehe keineswegs auf der Stelle der demolirten drey Häuser, was der anlässlich des Abrisses und Neubaus des Ferdinandstors erstellte Situationsplan beweise: Nur einen Teil des Bauplatzes eines Hauses nehme sein Gebäude ein, an Stelle der anderen zwei Häuser verlaufe nun die verbreiterte Straße. Der Umstand, dass auf seinem Haus drei Nummern angebracht seien, müsse zu vielen Verwirrungen Anlaß geben (...), weil diese Numern zu sehr differiren, indem man 539 kaum bey 421 und 422 suchen würde, was, besonders für Fremde, sehr lästig wäre. Auch dieses Ansuchen wird abgelehnt; Schramek reicht seine nächste Bittschrift nun nicht mehr beim Magistrat, sondern beim Brünner Kreisamt ein. Dies hat zur Folge, dass das Bauamt der Stadt Brünn eine genaue Schilderung der Lage zu verfassen hat. Demnach steht der Großteil des Schramekschen Neubaus auf dem Grund des ehemaligen tiefen Grabens, und nur 3 Klafter des Bauplatzes des ehemaligen Hauses Nr. 421 sowie 4 Klafter des Hauses Nr. 539 seien dafür verwendet worden. Das Bauamt unterstützt Schrameks Ansuchen um eine einzige Hausnummer: Sein Neubau solle als alleinige Hausnummer die Nummer 539 erhalten, während die Nummern 421 genauso wie die Nummern der übrigen demolirten Häusern 415 423 416 417 und 422 nicht dem Schramekschen Haus aufgebürdet werden könnten, sondern anderswo auf neu zu erbauende Häuser übertragen werden müßten.
Trotz der Fürsprache des Bauamts bleibt Schrameks Bitte beim Kreisamt unerhört: Erst wenn die vakant gewordenen Nummern an auf der Bastei neu erbauten Häusern angebracht worden seien, könne sein Ansuchen berücksichtigt werden; 1841, mittlerweile sind vier neue Häuser auf der Bastei errichtet worden, legt Schramek sein Ansinnen erneut dem Magistrat vor. Wieder wird sein Ansuchen abgelehnt, erst müssten die noch nicht wieder vergebenen Konskriptionsnummern 417, 418, 419, 421, 422, 423 und 523 an neu erbauten Häusern angebracht werden. Diesmal schaltet Schramek das mährische Gubernium ein, ein Behördenweg, der nochmals zwei Jahre in Anspruch nimmt, bis schließlich am 26. Juli 1843 dass erlösende Intimat ausgestellt wird: Schramek wird nach eingeholter Zustimmung des Werbbezirkskommandos nunmehr zugestanden, sein Haus nur mehr mit der Hausnummer 539 zu bezeichnen. Fast sechs Jahre dauert es damit, bis August Schrameks Begehren, von seinem Haus zwei der drei Hausnummern abzunehmen, erfüllt wird.

Archiv Města Brna, Brünn, Stará spisovna: In publicis 1784-1789 (1851), Inv.Nr. 2774, 776/51 Kt. 326: August Schramek an Brünner Magistrat, 5.11.1837; Bescheid an August Schramek, 8.11.1837; August Schramek an Brünner Magistrat, 15.12.1837; Bauamt an Magistrat, 20.4.1838; August Schramek an Magistrat, 18.2.1841; Brünner Kreisamt an Brünner Magistrat, 9.4.1842; Bericht des Brünner Magistrats, 21.4.1842; Mährisches Gubernium an Brünner Kreisamt, 29.5.1843; Intimat an Schramek, 26.7.1843.

Freitag, 22. Juli 2005

Amazon.de - Volltextsuche mit Search Inside

Amazon bietet nun mit Search Inside eine Volltextsuche in mehr als 100.000 deutschsprachigen Büchern an, wobei ein erstes Hineinschnuppern zu eher ambivalenten Resultaten führt. So bringt z.B. eine Suche nach Mikrogeschichte gerade mal 10 Bücher, und die sind nicht gerade hilfreich. Immerhin, wer weiter sucht, wird feststellen, dass u.a. der von Jürgen Martschukat herausgegebene Sammelband Geschichte schreiben mit Foucault, Rainer M. Kiesow und Dieter Simons Auf der Suche nach der verlorenen Wahrheit. Zum Grundlagenstreit in der Geschichtswissenschaft, Jürgen Links Versuch über den Normalismus, sowie Michael Masets Diskurs, Macht und Geschichte von der Suche abgedeckt sind.
Ärgerlich ist, dass keine Phrasensuche möglich zu sein scheint, d.h. eine Eingabe von Suchbegriffen unter Anführungszeichen (z.B. "Walter Benjamin") bringt keine sinnvollen Ergebnisse.
Zumindest derzeit ist das Service für die wissenschaftliche Recherche also nicht unbedingt von zentraler Bedeutung, sehr im Gegensatz zu Google Print, das einen viel größeren Bereich an allerdings englischsprachiger geschichtswissenschaftlicher Literatur abdeckt. Wer übrigens die Ergebnisseiten - zu deren Ansicht ist eine Registrierung erforderlich - abspeichern will, findet im Netbib-Wiki eine Hilfestellung. [via netbib]

Donnerstag, 21. Juli 2005

Frühneuzeittagung in Erlangen

Ich bin nun für die 6. Tagung der Arbeitsgemeinschaft "Frühe Neuzeit" angemeldet, die vom 15. bis 17. September in Erlangen stattfindet. Ihr nicht gerade sehr spezifisches Thema lautet Die Frühe Neuzeit als Epoche.

Aus dem Programm:

Olivier Chaline
Ludwig XIV. und Kaiser Leopold I. als Herrscher: Mythos oder Wirklichkeit des absoluten Fürstentums?

Helmut Zedelmaier
Wissensmanagement in der Frühen Neuzeit

Martin Gierl
Religiöses Wissen: Wissenschaft und die Kommunikation mit Gott 1650-1750

Mario Scattola
Abgründe des Wissens. Über einige Voraussetzungen für die Entstehung der Geschichte als praktischer Wissenschaft

Axel Gotthard
Heimat und Fremde in Reiseaufzeichnungen des 16. und 17. Jahrhunderts

Ursula Fuhrich-Grubert
"Rien ne put la déterminer à quitter sa patrie" - Flucht und Raum in der hugenottischen Erinnerung

Desanka Schwara
Mediterrane Disasporas: Plurale Loyalitäten an der Schnittstelle von "Nationen"

Jürgen Schlumbohm
Mikrohistorie und Periodisierung: Geschichte eines Desinteresses?

Für vollkommen absurd halte ich das Thema der Podiumsdiskussion: Wird die Frühe Neuzeit zwischen Mittelalter und Moderne zerrieben? - Gerade die Frühneuzeitforschung boomt in den letzten Jahren wie kaum ein anderer Forschungszweig der Geschichtswissenschaften; und da haben die FrühneuzeitforscherInnen Angst um ihren Gegenstand?

Verfreundete Nachbarn

Im Bonner Haus der Geschichte ist noch bis 23. Oktober eine Ausstellung zum Verhältnis Deutschland-Österreich zu sehen. (Info von der Projektleiterin, Ausstellungsbesprechung). Die Ausstellung übersiedelt anschließend ins Zeitgeschichtliche Forum Leipzig (2.6.-9.10.2006) und ist danach in Wien zu besichtigen.

Mittwoch, 20. Juli 2005

Frantz Fanon

Heute vor 80 Jahren wurde der Vordenker des Antikolonialismus geboren, ein Porträt gibt es hier, die Langfassung des Texts ist in ak erschienen.

Dienstag, 19. Juli 2005

"Entfamiliarisierung" - eine Methode kritischer Geschichtswissenschaft?

Als "Entfamiliarisierung" kann unter Verweis auf Peter Burkes Einleitung zu seinem Buch über die Geburt der Wissensgesellschaft das Fremdmachen des Vertrauten bezeichnet werden, das Aufzeigen des Willkürlichen am scheinbar Natürlichen.(1) Vielleicht lässt sich diese Methode, besser bekannt auch als "Verfremdung", für eine kritische Geschichtswissenschaft nutzbringend heranziehen: "Einen Vorgang oder einen Charakter verfremden heißt zunächst einfach, dem Vorgang oder dem Charakter das Selbstverständliche, Bekannte, Einleuchtende zu nehmen und über ihn Staunen und Neugierde zu erzeugen."(2) Wer einen Gegenstand so darstellt, als hätte er ihn zum ersten Mal gesehen, wer die Automatisierung der Wahrnehmungsmuster zu durchbrechen versucht,(3) und beispielsweise historische Ordnungssysteme als kontingent, gar als absurd und lächerlich darstellt, zeigt damit auf, dass diese veränderbar sind, dass es Alternativen dazu gab und gibt. Angesichts chinesischer Enzyklopädien wie jener von Borges beschriebenen reagieren wir mit einem Lachen, das "alle Vertrautheiten unseres Denkens aufrüttelt"(4) und das Selbstverständliche in Frage stellt. Wer dies für historische Gegebenheiten akzeptiert, kann den Analogieschluss zur Gegenwart ziehen und auch aktuellen Ordnungssystemen zumindest mit diesem Lachen begegnen, das, wenn es diese schon nicht umstürzt, sie doch zumindest ein bisschen zum Wanken bringt und Alternativen aufblitzen lässt. Dieses Denken kann auch als Musilscher "Möglichkeitssinn" beschrieben werden: "[U]nd wenn man ihm von irgend etwas erklärt, daß es so sei, wie es sei, dann denkt er: Nun, es könnte wahrscheinlich auch anders sein."(5) Erkenntnisse dieser Natur haben es mittlerweile bis in den Mainstream der Frühneuzeitforschung geschafft; beim 1999 abgehaltenen 3. Kongress der Arbeitsgemeinschaft Frühe Neuzeit schloss Wolfgang Reinhard gar mit folgender Huldigung dieser Epoche: "[I]hr Bedeutungsüberschuß besteht (...) in ihrem Angebot an Alternativen, die es gestatten, den Verhältnissen der Moderne kritisch gegenüberzutreten. (...) Demgegenüber hält die Frühe Neuzeit für uns eine Lehre bereit, wenn wir sie denn zur Kenntnis nehmen wollen: Es ging auch anders!"(6)
Soviel einhelliges Lob macht denn auch wieder skeptisch: Könnte es sein, dass die "Entfamiliarisierung", das Fremd machen und Fremd werden des Vertrauten nicht geradezu eine typische Erfahrung und zugleich überlebensnotwendige Aufgabe für uns neoliberale Subjekte ist, von denen ja geradezu verlangt wird, auf Veränderungen möglichst flexibel und kreativ zu reagieren? Wie auch immer: Das Lachen werden wir brauchen können.

(1) Burke, Peter: Papier und Marktgeschrei. Die Geburt der Wissensgesellschaft. Berlin: Wagenbach, 2001, S. 10.
(2) Brecht, Bertolt: Über experimentelles Theater, in: Ders.: Gesammelte Werke, Bd. 15., Frankfurt am Main: Suhrkamp, 1967, S. 285-305, hier 301.
(3) Šklovskij, Viktor: Die Kunst als Verfahren, in: Striedter, Jurij (Hg.): Texte der russischen Formalisten. Band I. Texte zur allgemeinen Literaturtheorie und zur Theorie der Prosa. (=Theorie und Geschichte der Literatur und der schönen Künste. Texte und Abhandlungen; 6/1). München: Fink, 1969, S. 3-35. Die Vorgeschichte dieser Methode hat Carlo Ginzburg dargestellt: Ginzburg, Carlo: Verfremdung. Vorgeschichte eines literarischen Verfahrens, in: Ders.: Holzaugen. Über Nähe und Distanz. Berlin: Wagenbach, 1999, S. 11-41.
(4) Foucault, Michel: Die Ordnung der Dinge. Eine Archäologie der Humanwissenschaften. Frankfurt am Main: Suhrkamp stw 96, 12.Aufl., 1994, S. 17.
(5) Musil, Robert: Der Mann ohne Eigenschaften. Roman. I. Erstes und zweites Buch. Reinbek: rororo 13462, 2000.
(6) Reinhard, Wolfgang: Kommentar, in: Münch, Paul (Hg.): "Erfahrung" als Kategorie der Frühneuzeitgeschichte. (=Historische Zeitschrift. Beihefte; NF 31). München: Oldenbourg, 2001, S. 471-475, hier 474f.

Volltexte zur Geschichte der Demographie - Süßmilch & Graunt

Bei Echo gibt es Image-Scans klassischer Texte der Demographie zu lesen, darunter Johann Peter Süßmilchs göttliche Ordnung (Teil 1, Teil 2), John Graunts Natural and Political Observations mentioned in a following Index, and made upon the Bills of Mortality und Arthur Youngs Proposals to the Legislature for Numbering the People von 1771. [via netbib]

Montag, 18. Juli 2005

Für die Revolution und für Napoleon - Carl Friedrich Cramer

Ich schätze sie sehr, die wenigen profranzösischen Intellektuellen, die zuerst die französische Revolution und später dann Napoleon unterstützten. Carl Friedrich Cramer (1752-1807) war einer von ihnen, die Zeit bringt anlässlich des 14. Juli ein Porträt. Was in der Onlinefassung im Gegensatz zur Printfassung (Die Zeit, 29/2005, S.86) fehlt: Der Hinweis auf eine Neuerscheinung zu Cramer:

Schütt, Rüdiger (Hrsg.): "Ein Mann von Feuer und Talenten": Leben und Werk von Carl Friedrich Cramer. Göttingen: Wallstein, 2005.

Samstag, 16. Juli 2005

Satire angesichts der neuen Orientierungsnummern, 1862

Kikeriki 25.12.1862 S.4

Der Witzfaktor ist über die fast 150 Jahre, die dieses Blatt alt ist, so gut wie verloren gegangen, aber vielleicht können ja ExpertInnen für das 19. Jahrhundert diesen wieder herstellen: In der satirischen, für ihren Antisemitismus berüchtigten Zeitschrift Kikeriki erschien anlässlich der Einführung der Orientierungsnummern in Wien obige Karikatur (für ein größeres Bild bitte darauf klicken).

Kikeriki. Humoristisches Volksblatt, 25.12.1862, S.4. Auf Anno ist derzeit nur der Jahrgang 1881 verfügbar. Dank an Sabine Schweitzer für den Hinweis.