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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 15. Juli 2005

Presse in Hamburg und Altona, 18. Jahrhundert

Die aktuelle Ausgabe der Sehepunkte bringt in ihrem Forum nicht nur eine Reihe von Beiträgen zu Götz Alys Hitlers Volksstaat, sondern auch eine Rezension von Holger Bönings Buch zur periodischen Presse in Hamburg und Altona zur Zeit der Aufklärung, worunter auch die Hamburgischen Adreß-Comtoir-Nachrichten zählen:

Böning, Holger: Periodische Presse. Kommunikation und Aufklärung. Hamburg und Altona als Beispiel. Bremen: Edition lumière, 2002.

Kritische Geschichte

krithist Im Oktober 2003 fand in München die Tagung Making History. Positionen und Perspektiven kritischer Geschichtswissenschaft statt. Nun ist der dazugehörige Band erschienen, der einen Beitrag von mir zur Utopie des militärischen Wohlfahrtsstaats unter Joseph II. enthält.

Das Inhaltsverzeichnis:

Einleitung (7-14)
Philip Bauer, Richard Heigl, Petra Ziegler

Geschichte wird gemacht - geht sie voran? Leo Kofler und die Dialektik der Geschichte (15-32)
Christoph Jünke

Parteilichkeit und Objektivität (33-60)
Wolfgang Fritz Haug

Film als historische Forschung (61-86)
Olaf Berg

"Alles was uns fehlt, ist die Solidarität". Geschichtsschreibung und soziale Bewegung (87-113)
Richard Heigl, Anja Ebersbach

"Täglich grüßt das Murmeltier." Für eine 'Geschichte von unten' der radikalen Linken (114-132)
Bernd Hüttner

An Boden gewinnen. Perspektiven der Sozialgeschichte (133-143)
Marcel van der Linden

Bizarre Autonomie: Turmuhren, Stoppuhren und Fabrikarbeit in Dänemark bis ca. 1973 (145-171)
Peter Birke

Die soziale Frage aus Sicht des Militärs. Seelenkonskription, Hausnummerierung und militärischer Wohlfahrtsstaat in der Habsburgermonarchie (173-191)
Anton Tantner

"Dokumentation und Aktion" - Möglichkeiten geschichtspolitischer Intervention am Beispiel der Traditionspflege deutscher Gebirgsjäger (193-212)
Ralph Klein, Regina Mentner, Stephan Stracke

Heigl, Richard/Ziegler, Petra/Bauer, Philip (Hrsg.): Kritische Geschichte - Perspektiven und Positionen. Leipzig: Leipziger Universitätsverlag, 2005. ISBN 3-937209-94-8 [Info, Preprint der Einleitung (RTF)]

Donnerstag, 14. Juli 2005

Prag, Staré Město 553

pragstaremesto_0553_husova18

Prag, Staré Město, Husova 18

Von der Klassifikation zum Index

In der Zeitschrift Social Epistemology ist ein anregender Artikel erschienen, verfasst vom Sozialanthropologen F. Allan Hanson. Darin beschäftigt er sich mit dem computerbedingten Wandel von der klassifizierenden zur indexikalischen Weltsicht: Im Zeitalter der Klassifikation wurden partikulare Wissenseinheiten in ein vorgegebenes Schema eingeordnet, wer neues Wissen schuf, musste dieses der Struktur des hergebrachten Wissens hinzufügen. Charakteristisch an der Klassifikation war, dass sie Ideen über bedeutungsvolle Beziehungen zwischen zu klassifizierenden Informationseinheiten beinhaltet; genau daran scheitern, so Hanson, zumeist computergestützte Versuche, Wissen zu klassifizieren, da künstliche Intelligenz nur Bedeutungen behandeln können, die explizit geäussert werden und eindeutig sind; mit Metapher, Satire oder Mehrdeutigkeiten können sie nur schwer umgehen.
Um wie viel leichter sei es demgegenüber, maschinell Indizes anzulegen, da ein Index nichts über die Beziehungen zwischen verschiedenen Informationseinheiten aussage, sondern schlicht auf diese verweise. Kann die Klassifikation mit einer Baumstruktur verglichen werden, ist die Indizierung mit Deleuze/Guattari als Rhizom aufzufassen. In der indexikalischen Weltsicht heißt Informationen zusammentragen, das existierende Wissen nach dem zu sieben, was für die eigenen Interessen relevant ist; Schlussfolgerungen können nun zunehmend auf Grundlage von Fakten und Konzepten gezogen werden, die davor nie in dieser Art kombiniert wurden. Flexibel, kontingent und weltaufgeschlossen, so charakterisiert Hanson die indexikalische Weltsicht; die Technik der Stichwortsuche sei mit einer problemorientierten, interdisziplinären Forschung höchst kompatibel. Sicher, man muss nicht so weit gehen wie der Autor und das nichtssagende Schlagwort Postmoderne auf die indexikalische Weltsicht anwenden; bedenkenswert bleiben seine recht klar formulierten Überlegungen allemal.

HANSON, F. Allan: From Classification to Indexing: How Automation Transforms the Way We Think, in: Social Epistemology, 18, 4/2004, S. 333-356. [kostenpflichtiger Artikel bei Ingenta, billigere Bestellung bei Subito]

Mittwoch, 13. Juli 2005

Testsiegerstraße

Markus Binder von Attwenger hat ein Buch veröffentlicht und der Standard berichtet darüber:

BINDER, Markus: Testsiegerstraße. Short + very short Stories. Berlin: Verbrecher Verlag, 2005. [Verlagsinfo, Textprobe]

Das Fragstuben-Projekt des Johannes Angelus de Sumaran, Wien 1636

Bereits wenige Jahre nach Eröffnung des Pariser Bureau d’adresse (ca. 1630-1643) gibt es in der Habsburgermonarchie die Möglichkeit, eine vergleichbare Institution zu installieren. Es ist Johannes Angelus de Sumaran, Professor für fremde Sprachen an der Universität Wien, der 1636 darum ansucht, eine so genannte offentliche fragstuben einzurichten. In seinem Gesuch skizziert er die Aufgaben einer solchen Fragstube: Sie solle nicht nur als Verkaufsagentur für Güter sowie der Wohnungs- und Arbeitsvermittlung dienen, sondern darüber hinaus die Funktion eines Debattierklubs, wenn nicht gar einer Akademie übernehmen: Jede Woche solle über eine der einkommenden neuen Nachrichten eine Diskussion veranstaltet werden, durchaus vergleichbar mit den Vorträgen, die das Pariser Vorbild wöchentlich abhält. Allein, Sumarans Vorschlag wird abgelehnt, weil die theologische Fakultät der Universität Wien diesen negativ begutachtet: Die Fragstube widerspräche der Würde der Universität, die traditionell mit Arbeitsvermittlung beschäftigten Agenten und Agentinnen würden um ihren Verdienst gebracht werden, so lauten die Argumente. In ihrer Ablehnung versteigt sich die Fakultät sogar soweit, die Fragstube als Zuchtstätte der Sünde zu bezeichnen.

Zur Geschichte des Wiener Fragamtes, in: Wiener Communal-Kalender und städtisches Jahrbuch, 31.1893, S. 419-426, Zitat S. 420; zu Sumaran sind kaum biographische Daten bekannt, vgl. BRUZZONE, Barbara: Fremdsprachen in der Adelserziehung des 17. Jahrhunderts: Die Sprachbücher von Juan Angel de Sumarán, in: GLÜCK, Helmut (Hg.): Die Volkssprachen als Lerngegenstand im Mittelalter und in der frühen Neuzeit. Akten des Bamberger Symposions am 18. und 19. Mai 2001 Berlin/New York: Walter de Gruyter, 2002, S. 37-45.

Update 8.7.2008: Die entsprechenden Akten sind zu finden in: Universitätsarchiv Wien, Kodex Th 16: Acta Facultatis Theologicae IV 1567-1666, f.289,r - 291a,r; f.291b,v - 292b,v (Einträge vom 27.10.1636 und 23.11.1636).

Update 18.11.2011: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/49616282/

#FragamtWien

Dienstag, 12. Juli 2005

Feiern in Wolkersdorf - ein studentisches Webprojekt

Im Juni 2003 wurde im niederösterreichischen Wolkersdorf eine Ausstellung eröffnet, die Feiern und Feste im 20. Jahrhundert zum Thema hatte und die von StudentInnen im Rahmen einer von Stefan Eminger und Ernst Langthaler am Wiener Institut für Zeitgeschichte geleiteten Lehrveranstaltung erarbeitet wurde.
Nun wurde das damals präsentierte Material nochmals in einer Lehrveranstaltung verwendet, und zwar im Kurs "Web-Design für HistorikerInnen", geleitet von Bettina Kann. Drei studentische Arbeitsgruppen waren am Werk und haben je unterschiedliche Präsentationen fertig gestellt, die nun im Netz zu sehen sind: Gruppe 1, Gruppe 2, Gruppe 3.

Antisemitismus im österreichischen Gewerbe

eminger Stefan Emingers Dissertation über das österreichische Gewerbe 1930-1938 ist nunmehr als Buch erschienen. Im Kapitel Antisemitismus als Integrationsvehikel schreibt der Autor:

Wie schon erwähnt, waren antisemitische Tendenzen im österreichischen Gewerbe der Zwischenkriegszeit weit verbreitet, und schon vor der Etablierung der bürgerlichen Diktatur schwollen sie insbesondere zur Zeit des christlichen Weihnachtsfestes an, um danach wieder zurückzugehen.[Fn] In der Gewerbepresse waren bis etwa 1936 antijüdische Ausfälligkeiten noch relativ selten zu finden, seit Herbst 1936 ist eine deutliche Zunahme der antisemitischen Agitation v.a. in Wien und teilweise auch in Niederösterreich konstatierbar. Eine weitere signifikante Steigerung des halb-offiziellen Antisemitismus des ÖGWB [Österreichischer Gewerbebund] bedeutete die auch im Ausland Aufsehen erregende Boykottaktion der Wiener Ortsgruppe Alsergrund "Christen, kauft bei Christen!",[Fn] und diese intensive antisemitische Propaganda wurde bis zum "Anschluss" beibehalten und von den Nationalsozialisten dann bruchlos weitergeführt.
Die Stadtgruppe Wien des ÖGWB unter ihrem Obmann Vizebürgermeister Dr. Josef Kresse knüpfte an die judenfeindliche antikapitalistische und antimarxistische katholische Soziallehre Karl von Vogelsangs an und orientierte sich ostentativ an der antisemitischen Agitation Luegers.[Fn] Die judenfeindliche Tradition im Wiener Gewerbe, die in den Zwanziger und Anfang der Dreißiger Jahre im Deutschösterreichischen Gewerbebund etwas zurückgestellt worden war, wurde nun wieder öffentlich gepflegt, und durch die schärfere Akzentuierung eines gemeinsamen Feindbildes sollte auch der seit der organisatorischen Vereinheitlichung forcierten Fraktionierung des "bodenständigen Gewerbes" entgegengewirkt werden.
Die Ausgrenzung von Gewerbetreibenden, die vom ÖGWB als nicht "bodenständig" definiert wurden, äußerte sich in Wien und Niederösterreich schon in der Weigerung, diese Menschen in den ÖGWB aufzunehmen.[Fn] Der Wiener Obmann Kresse sagte das ganz offen: "Nie werde ich dulden, daß sich Elemente auf Kosten der bodenständigen und ehrlich arbeitenden Kollegen bereichern. Und ich lehne es ab, die Zahl der Gewerbebundmitglieder mit derartigen Fremdlingen zu vermehren."[Fn] Mit diesem Ausschluss waren handfeste wirtschaftliche Benachteiligungen verbunden. Denn ohne Mitgliedschaft beim ÖGWB war eine Beteilung mit den begehrten öffentlichen Lieferaufträgen sehr unwahrscheinlich,[Fn] und auch die Bekleidung einer Funktion im Pflichtverband des Gewerbes, dem BDÖG [Bund der österreichischen Gewerbetreibenden], war damit vereitelt. Offenkundig galt diese antisemitische Norm auch für die 730 Beamten des BDÖG. Denn im Zuge der "Säuberungsaktionen" in den Bünden nach dem "Anschluss" konnten die Nationalsozialisten feststellen: "Juden waren beim Gewerbebund nicht beschäftigt."[Fn]


EMINGER, Stefan: Das Gewerbe in Österreich 1930-1938. Organisationsformen, Interessenpolitik und politische Mobilität. Innsbruck/Wien: Studienverlag, 2005, S. 181f.

Montag, 11. Juli 2005

Das Geschlecht des Wiederaufbaus

In dieUniversität: Ein Gastbeitrag von Ela Hornung und Irene Bandhauer-Schöffmann über die politische Instrumentalisierung der "Trümmerfrauen". Die Langfassung des Vortrags gibt's hier (PDF).

Sonntag, 10. Juli 2005

Zürich: Von Assekuranznummern und Polizeinummern

Zürich 246

In Zürich war ich Anfang Mai dieses Jahrs, anlässlich einer von den Schweizer Big Brother Awards organisierten Veranstaltungsreihe mit dem schönen Titel Frühlingsüberwachen. Als ich zum ersten Mal durch die Zürcher Straßen ging, dachte ich zunächst, dass die Stadt hausnummernmäßig uninteressant wäre: Gut, es gibt recht viele Hausnamen an den Häusern, aber eben keine Reste von historischen Hausnummern. Erst ein Besuch des Strauhofs, in dem eine Canetti-Ausstellung gezeigt wurde, belehrte mich eines besseren: An der Innenseite der Tür befindet sich eine dreistellige Nummer, und auch in einem anderen Gebäude entdeckte ich dann eine solche Nummer. Ein Besuch im Zürcher Stadtarchiv brachte Aufklärung: Es handelt sich um die so genannten Assekuranznummern oder Brandkatasternummern, die im Zusammenhang mit der Brandschutzversicherung eingeführt wurden und bis ins Jahr 1865 zur Orientierung in der Stadt dienten. Dann wurden neue, straßenweise anzubringende Hausnummern eingeführt, die Polizeinummern hießen. Die Verordnung betreffend polizeiliche Nummerirung der Häuser datiert vom 11. Februar 1865 und legt das Aussehen der neuen Nummern fest: Blaue Tafeln mit weißer Schrift waren es, die in angemessener Größe an den Hausmauern zu befestigen sind. Die Finanzierung erfolgte durch die Stadt; nur in Zukunft, wenn neue Nummern anzubringen oder beschädigte zu ersetzen waren, ist von den HauseigentümerInnen eine Vergütung von 1 1/2 Franken zu verlangen. Die Assekuranznummern blieben erhalten, konnten jedoch an eine andere Stelle, zum Beispiel in den Hausgang verlegt werden.

Verordnung betreffend polizeiliche Nummerirung der Häuser, 11.2.1865, in: Amtliche Sammlung der seit Annahme der Gemeindeordnung vom Jahr 1859 erlassenen Verordnungen und wichtigeren Gemeindebeschlüsse der Stadt Zürich. Zürich: J.J. Ulrich, 1869, Bd. 3, S. 40-42.

Samstag, 9. Juli 2005

Jimmy Wales' Wikipedia

Ein Porträt des Wikipedia-Gründers Jimmy Wales. [via netbib]

Wolfgang Pohrt 60

Zuletzt ist er ja durch recht jenseitige Meldungen aufgefallen, und seine Liebe zur Atombombe teile ich auch nicht. Nun ist er 60, und sein Verleger Klaus Bittermann gratuliert an, nun ja, delikater Stelle.

Freitag, 8. Juli 2005

Surveillance Studies 2

surveillance-studies.org ist eine Initiative, die sich der Vernetzung von Forschung zu Überwachung widmet. Hervorgegangen ist diese Initiative aus dem DFG-Forschungsprojekt "Kultur, Kontrolle, Weltbild" an der Universität Hamburg. Ziel ist es einen eigenständigen und interdisziplinären Forschungszweig zu entwickeln und zu etablieren.
Angekündigt wird eine Tagung in Hamburg für den 8./9. September 2005: Die neuen Formen der Überwachung: Gesellschaftliche, politische und kulturelle Folgen. Die ÜberwacherInnen verlangen gar nicht so wenig Tagungsgebühr: 40 Euro. [via BDWI-L]

Nicolaus Gauguets Adress-Hauß, Berlin 1692

Nach dem 30jährigen Krieg sowie insbesondere nach der Aufhebung des Edikts von Nantes 1685 errichten französische Religionsflüchtlinge Adressbüros in deutschen Städten; ein Beispiel dafür ist das 1692 in Berlin gegründete Adress-Hauß, zu dessen Leiter Nicolaus Gauguet bestimmt wird. In erster Linie handelt es sich dabei um ein Versatzamt: Ausführlich beschreibt das entsprechende Reglement, wie die einlangenden Waren und Effekten in ein Journalbuch verzeichnet werden sollen, in das in deutscher oder französischer Sprache so wol ihre - d.h. der Einbringer - Nahmen, sampt der qualität, Masse und Gewicht, ihrer eingebrachten Wahren, als den Tag, da es geschehen, nebst dem Preiß, den sie darauff setzen, richtig [zu] verzeichnen sind. Am Schluss des Reglements werden noch weitere Aufgaben des Adress-Haußes genannt: Maklerdienste beim Verkauf oder bei Vermietung von Immobilien soll es leisten. In ein besonderes Buch seien die Nahmen, derer, so Häuser, Gärten und andere liegende Gründe zu verkauffen, oder zu vermiehten haben, wie auch die Nahmen derjenigen, so Häuser, oder andere Güter kauffen, oder miethen wollen, [zu] notiren; bei Vertragsabschluss sind dem Adress-Hauß im Falle eines Verkaufs von Käufer und Verkäufer je ein halbes Prozent des Kaufpreises, im Falle einer Vermietung ein halbes bis ein Prozent der Jahresmiete zu bezahlen. Ausserdem soll das Adress-Hauß als Verkaufsagentur dienen: In dasselbe Buch, in das die Immobilien eingetragen werden, können auch Waren und andere Effekten, die Kaufleute in ihren Häusern zum Verkauf bringen wollen, einschreiben lassen. Die Einschreibegebühr beträgt zwei Groschen, bei erfolgreichen Verkauf fällt ein halbes Prozent des Warenwerts an das Adress-Hauß.

No. CLXXXVI Reglement, auf Sr. Churfürstl. Durchl. zu Brandenburg, etc. unsers gnädigsten Herrn Verordnung, folgender Gestalt abgefasset, wornach das hiesige Adress-Hauß eingerichtet, und der Director desselben, Nicolaus Gauguet, auch sonst Männiglich, sich zu richten haben sollen, vom 26. April 1692, in: Corpus Constitutionum Marchicarum, (...) colligiret und ans Licht gegeben von Christian Otto Mylius. Berlin und Halle, Zu finden im Buchladen des Waysenhauses, [1737]-1755, 6. Teil, 1. Abteilung, 1751, Sp. 613-620; in der französischen Version wird das Adress-Hauß als Bureau d’Adresse bezeichnet: Reglement fait par ordre exprés de Sa Serenité Electorale, au sujet du Bureau d’Adresse de cette Ville, pour estre exactement executé par Nicolas Gauguet Directeur du dit Bureau, & par tous ceux qu’il apartiendra de la maniere qui suit. Du 26 Avril 1692, in: Corpus Constitutionum Marchicarum, (...) colligiret und ans Licht gegeben von Christian Otto Mylius. Berlin und Halle, Zu finden im Buchladen des Waysenhauses, [1737]-1755, 6. Teil, Anhang, 1750, Sp. 105-112.

Donnerstag, 7. Juli 2005

Surveillance Studies

Surveillance & Society. the fully peer-reviewed transdisciplinary online surveillance studies journal.

Foucault.com

Foucault resources hat eine neue URL: http://www.michel-foucault.com/ [via Foucault-L]

Wikipedia auf DVD

H-SOZ-U-KULT bringt eine Rezension der Wikipedia-DVD, verfasst von Björn Hoffmann. Der Rezensent ist keineswegs begeistert und bemängelt die von ihm stichprobenweise herausgegriffenen Beiträge zum Historikerstreit, zum Investiturstreit und zum Merkantilismus.
Aus seinem Fazit:
Zu einer brauchbaren Textqualität zumindest im geisteswissenschaftlichen Umfeld scheint allerdings noch ein weiter Weg zu sein, der Einsatz im universitären Umfeld ist nur dann anzuraten, wenn man zugleich die Mühe und Zeit auf sich nehmen möchte und kann, die Fehler und Ungenauigkeiten der Textsubstanz gleich auszubessern, wobei hier das Internet der DVD natürlich vorzuziehen ist, da man die Änderungen nur online anbringen kann.

Wikipedia Deutschland (Hrsg.): Wikipedia Frühjahr 2005 (DVD-ROM). Die freie Enzyklopädie. Berlin: Directmedia Publishing, 2005.

Mittwoch, 6. Juli 2005

NS-Kontinuitäten in der SPÖ

Eva Blimlinger kritisiert im Falter den Bericht zur Entnazifizierung der SPÖ. Bis eine vergleichbare Studie zur ÖVP vorliegt, werden wohl noch ein paar Jahre vergehen.

Mesner, Maria (Hrsg.): Entnazifizierung zwischen politischem Anspruch, Parteienkonkurrenz und Kaltem Krieg. Das Beispiel der SPÖ. Wien: Oldenbourg, 2005.

Jello Biafra

In der Jungle World: Ein Interview mit dem ehemaligen Dead Kennedys-Sänger Jello Biafra. Der gute Mann macht doch glatt Wahlwerbung für Gerhard Schröder.

Geschichte der Encyclopédie

In der NZZ rezensiert:

Blom, Philipp: Das vernünftige Ungeheuer. Diderot, d'Alembert, de Jaucourt und die Grosse Enzyklopädie. Frankfurt am Main: Eichborn, 2005.