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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Mittwoch, 11. Juli 2007

Musical Swing Kinds

Der Tanzverein Perform[d]ance bringt Stefan Hahns Musical Swing Kids auf die Bühne, zuletzt in Stralsund. Hier ein Bericht über den Auftritt.

Dienstag, 10. Juli 2007

Hanno Millesi: Die Aufgabe des Historikers

Auf den Roman von Hanno Millesi hat mich Martin Gasteiner (Homepage/Weblog) aufmerksam gemacht; Millesi lässt darin folgende Position zur Aufgabe der Geschichtsschreibung zu Wort kommen: Der Historiker, so Allmeyer schon damals, der Historiker habe die Aufgabe, für sein Publikum – er nannte die Rezipienten eigenartiger Weise Publikum – unter Aufbietung all seiner Kräfte, seiner Erfahrung und seines Geschicks, die wirklich aussagekräftigen, die nahe gehenden Dokumente aufzuspüren. Es gehe nicht um Hypothesen, um Theorien, sondern um reale Zeugnisse. Wie kümmerlich etwa würden diverse Spekulationen über dieses und jenes sagenhafte Bauwerk verglichen mit dem Auffinden seiner Ruine anmuten. Was ließe sich schon mit dem Vorstellungsvermögen eines Bücherwurms im Vergleich zu einem Blick, einem Satz aus dem Wahrnehmungsapparat eines direkt Beteiligten ausrichten? In manchen Fällen präsentiere sich sogar ein Gegenstand aussagekräftiger als eine aus unzähligen Quellen angereicherte Conclusio. [Absatz] Darin, so Allmeyer, mich schmunzeln machend, darin liege eines der Geheimnisse, wie die Geschichtsforschung einem Publikum, von dem die theoretischen Konstellationen mittlerweile meilenweit abgerückt seien, wieder näher gebracht werden könne. (...) Seine Generation, so Allmeyer bei unserem ersten Treffen (...) habe sich von der Gier nach trefflichen, bemerkenswerten, erstaunlichen Schlüssen weitgehend befreit. Sie sähe es als ihre Aufgabe an, aussagekräftige Dokumente aufzustöbern und zugänglich zu machen. Mehr nicht.

MILLESI, Hanno: Mythenmacher. Wien: Luftschaft, 2005, S. 96 f.

Montag, 9. Juli 2007

Vom Nutzen der Veröffentlichung von „Preprints“ in Intelligenzblättern, 1729

In seiner Aufzählung, welche Inhalte in den noch jungen Intelligenzblättern vorkommen sollten, vergisst Johann Peter Ludewig 1729 nicht darauf, auch Erfindungen in Sachen und Meinungen anzuführen. Er begründet dies folgendermaßen: Bislang, jetziger Gewohnheit nach, [würden] die Gelehrte alles, was ihnen als neu oder ihre Erfindung vorkommet, durch weitläuftige gedruckte Bücher in die Welt schicken; ehe sie andere darüber gehöret oder hören können. Stattdessen könnten doch diese Anzeigen ein gar bequemes Mittel sein, eine neue Meinung vorhero den gelehrten Gemeinden bekannt zu machen und ihre Gedancken darüber zu hören: ehe der Urheber damit zum Bücherdruck schritte. Selbstredend könnten dann auch wieder darauf reagierende Einwürfe, Gedancken, Erleuterung[en], Erörterung[en], Widerlegung[en] in den Anzeigen, das heisst den Intelligenzblättern abgedruckt werden, mit Benennung oder auch Verschweigung dero Nahmen. Dies würde den Nutzen schaffen (...), viele überflüßige Bücher, welche denen Gelehrten beschwehrlich, zurücke zu halten; oder den Urheber davon auf bessere Gedancken zu bringen oder selbigen anzutreiben, auf neue Bevestigungs-Gründe seine Gedancken zu richten. Ludewig hofft, dadurch der anschwellenden Bücherflut – der unsäglichen Bücher-Last – Einhalt zu gebieten; nicht länger soll es vorkommen, dass unter den vielen Druckwerken, die erscheinen, kaum eines zu finden ist, dass etwas neues, bislang unveröffentlichtes enthält.

LUDEWIG, Johann Peter v: Vorläuffiger Unterricht von denen Wöchentlichen Anzeigen, die auf Königl. Majest. in Preussen allergnädigsten Special-Befehl, in Dero Reich, Provintzien und Landen durch die so genannte Intelligenz-Zettel von 1729 angeordnet (...), in: Ders.: Johann Peter Ludewigs Gelehrte Anzeigen, in alle Wissenschaften, so wol geistlicher als weltlicher, alter und neuer Sachen, welche vormals denen Wöchentlichen Hallischen Anzeigen einverleibet worden (...). T.1 1729-1734, Halle: Grunerts Witwe, 1743, S. 1–28, hier S. 18f. Vgl. auch den sich auf diesen Text stützenden Lexikonartikel [Anzeige- oder Intelligenz-]Zettel in Zedler (Bd.61, 1749, Sp.1788-1806, hier 1797f.).

Sonntag, 8. Juli 2007

Wehler und die Rattenfänger

Gestern Michel Foucault, heute Oskar Lafontaine: Dies sind die Namen des Bösen, die heimtückischen Verführer, zumindest nach Hans Ulrich Wehler, der beide mit dem Prädikat Rattenfänger ausgezeichnet hat.
Interessant ist allerdings ein gewichtiger Unterschied: Bei Foucault war der Rattenfänger noch unter Anführungszeichen, bei Lafontaine sind diese verschwunden. Ist Foucault für Wehler also nur ein uneigentlicher, ein so genannter Rattenfänger und Lafontaine der tatsächliche, authentische? Und wer schreibt die Geschichte der Verwendung der Rattenfänger-Metapher?

Wehler, Hans Ulrich: Die Herausforderung der Kulturgeschichte. München: Beck, 1998, S. 91. (ist Foucault ein intellektuell unredlicher, empirisch absolut unzuverlässiger, kryptonormativistischer "Rattenfänger" für die Postmoderne.)

Wehler, Hans Ulrich: Wird Berlin doch noch Weimar? in: Die Zeit, Nr.28/2007, 5.7.2007, S. 5. (mit Lafontaine als neuem Rattenfänger an der Spitze)

Biographie von Mary Wollstonecraft

Literaturkritik.de rezensiert die bislang zweite deutschsprachige Biographie der englischen Feministin, wenn auch nicht restlos überzeugt von der Qualität der Arbeit:

Sparre, Sulamith: Denken hat ein Geschlecht. Mary Wollstonecraft (1759-1797). Menschenrechtlerin. Lich: Edition AV, 2006.

Samstag, 7. Juli 2007

Geschichtsblog des Monats

Ja, das ist aber nett: Hist|Net macht das Adresscomptoir zum Geschichtsblog des Monats Juni. Da sage ich doch danke!
Und was die Aufbesserung des mageren Gehalts durch Amazon und Google betrifft: Bis jetzt habe ich da ja noch keinen Cent bekommen; die Google-Ads-Einnahmen werden erst ab 100 Dollar ausbezahlt und im Moment halten die Einnahmen (nach 9 Monaten) gerade mal bei so 10 Dollar...; einen Amazon-Gutschein gibt's immerhin schon bei 10 Euro Einnahmen, aber da bin ich noch ein bisschen entfernt davon. Vielleicht gebe ich dieses Kommerzialisierungs-Experiment also wieder auf.

Dietmar Dath zur neuen Tocotronic

In eine feine Geschichte verpackt bespricht Dietmar Dath in der FAZ die neue Tocotronic-CD.

Freitag, 6. Juli 2007

Tower of Power - Veranstaltungen im Narrenturm

Evolver und das Pathologisch-Anatomische Bundesmuseum laden zur Veranstaltungsreihe Tower of Power im Wiener Narrenturm ein; spannendes Programm mit schönen abseitigen Themen.

Timeline zur Geschichte von Google

Miscellaneous weist auf xtimeline hin, das die Möglichkeit bietet, selbst Timelines zu erstellen; mal abgesehen von so wichtigen Angeboten wie eine Timeline zur Biographie von P*ris Hilt*n gibt's auch durchaus Nützliches, wie u.a. eine Timeline zur Unternehmensgeschichte von Google.

Donnerstag, 5. Juli 2007

Wien 9, 525

Wien09_0525_Liechtensteinstr63

Wien 9, Liechtensteinstraße 63

Mittwoch, 4. Juli 2007

Picasso - Guernica 2

Wird nun auch auf literaturkritik.de rezensiert: Hensbergens Monografie zu Picassos Guernica:

Hensbergen, Gijs van: Guernica. Biographie eines Bildes. München: Siedler, 2007.

Dienstag, 3. Juli 2007

40 Jahre Bankomat

Gibt's nun auch schon einige Zeit: Geldausgabeautomaten. Der Spiegel bringt deren Geschichte. [via Histnet]

Montag, 2. Juli 2007

Call for Papers: Vor Google – Suchmaschinen im analogen Zeitalter

Workshop in Wien, Fr/Sa 10./11.10.2008

Deadline für Einsendungen: 31.10.2007

Google gilt als die mächtigste Marke der Welt, noch vor Microsoft und Coca-Cola. Es wundert nicht, dass die Wichtigkeit, die Suchmaschinen in der heutigen Informationsgesellschaft zukommt, dazu führt, dass sie zu Objekten von Sachbüchern (J. Battelle; D. Vise/M. Malseed) und wissenschaftlichen Werken (D. Lewandowski) werden.

Der Bedarf nach Erkenntnissen über die Funktionsweise und die Entstehung von Suchmaschinen ist groß; der projektierte Workshop möchte sich dem Phänomen der Suchmaschinen auf historische Weise annähern: ForscherInnen wie z.B. Kultur- und MedienwissenschafterInnen, LiteraturwissenschafterInnen und HistorikerInnen werden mit diesem Call for Paper dazu eingeladen, sich mit der Vorgeschichte von Suchmaschinen auseinanderzusetzen. Dies verspricht umso produktiver zu werden, als es dazu bereits einige exemplarische Studien gibt, z.B. zur Geschichte der Karteikarte (M. Krajewski), zum Buchdruck als neuer Informations- und Kommunikationstechnologie (M. Giesecke), zu Buchregistern und Marginalien (T. Corns, H. Zedelmaier), zu den frühneuzeitlichen Adressbüros (J. Stagl, P. Burke) und zu den Zeitungsauschnittsbüros (A. te Heesen).

Als mögliche Fragestellungen können u.a. genannt werden:

*) Die Organisationsform der Einrichtungen: Handelt es sich um privatwirtschaftlich orientierte, miteinander konkurrierende oder mit einem Privileg versehene Unternehmen? Oder aber um staatliche Einrichtungen? Man denke nur an die aktuelle Debatte um die sich noch in ihren Anfängen befindliche europäische öffentlich-rechtliche Suchmaschine „Quaero“, die es mit Google aufnehmen sollte, deren Entstehung aber mit erheblichen Schwierigkeiten verbunden ist.

*) Erkenntnistheorie der Suchmaschine: Suchmaschinen zeichnen sich dadurch aus, dass sie Informationen zur Verfügung stellen. Die Informationen sind jedoch nicht vorgängig vorhanden, vielmehr werden sie in ihrer jeweiligen Form erst durch die spezifische Einrichtung der Suchmaschinen hergestellt. Außerdem konstituieren sie das Wissens als objektförmig: nur jenes Wissen ist relevant, das besessen und getauscht werden kann. Anhand der Suchmaschinen lässt sich damit auch eine Geschichte von Wissens- und Informationsbegriffen nachzeichnen, welche die ökonomische Dimension epistemologischer Kategorien zum Vorschein kommen lässt. Auf das Verhältnis zwischen der jeweiligen historischen Ausprägung (von der humanistischen „historia“ zu Claude Shannons „Information“) und ihrer Organisationsform soll besonderes Augenmerk gelenkt werden.

*) Einbettung in Mediensysteme: Wie lässt sich das Verhältnis vormoderner Suchmaschinen zu anderen Medien, namentlich der frühneuzeitlichen Post – dem laut Wolfgang Behringer „erste[n] Internet“ – beschreiben?

*) Konkurrenz: Zu welchen anderen, traditionellen Techniken der Informationsvermittlung und -recherche treten neu auftauchende Suchtechnologien in Konkurrenz? Welche Konflikte entstehen aus der Konfrontation von Suchsystemen, die auf der Speicherkapazität des menschlichen Gehirns basieren mit jenen, die sich des Mediums Papier bedienen?

*) Das Spannungsfeld zwischen Öffentlichkeit und Privatheit: Wurde es bei frühneuzeitlichen Einrichtungen wie z.B. Adressbüros als anstößig empfunden, bislang vor allem durch persönliche Netzwerke und Klientelbeziehungen vermittelte Dienstleistungen öffentlich und anonym zugänglich zu machen, so gilt aktuellen Suchmaschinen zuweilen der Vorwurf, sie würden durch die Durchsuchung von E-Mails (G-Mail) oder der eigenen Festplatte (Google Desktop) die Privatsphäre verletzen.

*) Utopien: An neue Medien knüpfen oft Utopien an, die von einer durch neue Technologien bewirkten besseren Welt träumen. Ein Phantasma, das die Suchmaschinen im Laufe ihrer Geschichte stets zu begleiten scheint, ist der Traum von der Erfassung der gesamten Welt. Sie tendieren dazu, sich als ausschließliche Quellen des Wissens zu setzen: „quod non est in google, non est in mundo“. Welche Formen nahmen solche Utopien der totalen und instantanen Verfügbarkeit des Wissens jeweils an, inwieweit waren sie an zeitspezifische Technologien (Buchdruck, Mikrofilm, Computer) gekoppelt, und welche blinden Flecken wiesen sie auf?

*) Suchmaschine und Kontrolle: Google China oder staatliche Begehrlichkeiten nach den Logfiles abgespeicherter Suchen können als Beispiele dafür genannt werden, wie Suchmaschinen gouvernementale Aufgaben übernehmen oder übernehmen können: Diese Tendenz lässt sich auch bei vormodernen Suchmaschinen feststellen; Théophraste Renaudots „Bureau d’adresse“ diente z.B. als Meldestelle für Fremde, die Brüder Fielding wiederum versuchten, die Techniken ihres „Universal Register Office“ zur Verbrechensbekämpfung einzusetzen, die habsburgischen „Fragämter“ veröffentlichten Steckbriefe, – es gibt wiederholte Versuche, Adressbüros im Sinne einer guten „Policey“ einzusetzen


Interessierte ReferentInnen bitten wir, bis 31.10.2007 ein Abstract im Umfang von circa 2-3000 Zeichen sowie einen kurzen Lebenslauf mit Angaben über Forschungsschwerpunkte und Publikationen (nicht mehr als 2000 Zeichen) an folgende E-Mail-Adresse zu schicken: vor-google.geschichte@univie.ac.at
Der Workshop soll am 10. und 11. Oktober 2008 in Wien stattfinden; für Reisekosten und Unterbringung (zwei Nächte) werden Förderungen beantragt.

Tagungshomepage: http://www.univie.ac.at/iwk/vor-Google/

Konzeption:
Thomas Brandstetter, Institut für Philosophie, Univ. Wien
Anton Tantner, Institut für Geschichte, Univ. Wien

Organisationsbüro:
Thomas Hübel
Institut für Wissenschaft und Kunst
Berggasse 17/1
A-1090 Wien
Tel: 0043 1 317 43 42
http://www.univie.ac.at/iwk/

Metaphorologie des Maulwurfs

Gibt es eigentlich schon eine politische Analyse und Kritik der Maulwurf-Metapher? Georg Fülberth gibt einen kurzen Anstoss dafür: Die von Hegel verwandte und von Marx und Rosa Luxemburg aufgegriffene Metapher vom Maulwurf ist tiefstes neunzehntes Jahrhundert: die Vorstellung von einem Subjekt, das sich voranwühlt. Eine Philosophie des Maulwurfs kann ich jedenfalls auf die Schnelle ausfindig machen, auch einen Aufsatz zur Wühlarbeit bei Kant, Hegel und Nietzsche; dazuzulesen wäre Friedrich Balkes Aufsatz zu Kafka und vielleicht ist ja auch die Arte-Dokumentation über den Maulwurf (Der Maulwurf, Held der Unterwelt, Arte, Fr. 6.7.2007, 19.00-19.45, Info) nützlich.

Balke, Friedrich: Störungen im Bau, in: Kümmel, Albert/Schüttpelz, Erhard (Hg.): Signale der Störung. München: W. Fink, 2003, S. 335-356.

Dickenberger, Udo: Philosophie des Maulwurfs. Leipzig: Reclam, 1998.

Farrell Krell, David: Der Maulwurf: Die philosophische Wühlarbeit bei Kant, Hegel und Nietzsche, in: boundary 2, Vol. 9, No. 3, Why Nietzsche Now? A Boundary 2 Symposium (Spring - Autumn, 1981), S. 155-167 [Jstor]

Fülberth, Goerg/Krätke, Michael R.: Neun Fragen zum Kapitalismus. (=Rosa Luxemburg Stiftung; Texte 36). Berlin: Karl Dietz, 2007, S.17 [online-Version (PDF)]