Das
Brent Museum stellt auf seiner Homepage einige seiner
Publikationen zur Verfügung, darunter auch
A Reading List on the Early History of Journalism, with Special Reference to the Development of Newspaper Advertising (PDF). Es finden sich dort auch vorwiegend englischsprachige Publikationen zu Renaudot und Hartlib. Ebenfalls von Interesse:
A reading list on the history of shops and shopping (PDF).
adresscomptoir -
Adressbueros - Sa, 21. Jul. 2007, 10:28
Eine
lesenswerte Analyse: Georg Fülberth schreibt über die derzeit in zwei Parteien gespaltene deutsche Sozialdemokratie.
adresscomptoir -
Politik - Sa, 21. Jul. 2007, 10:23
Auf ihren Zürich-Seiten berichtet die
NZZ heute über Googles Forschungszentrum in Zürich.
H-SOZ-U-KULT schickte zuletzt die Sieger des Wettbewerbs Das Historische Buch 2007 aus; besonders dabei interessiert mich die Nummer 1 in der Kategorie Europäische Geschichte: Laut ausgeschickter E-Mail erzählt David Blackbourn in "The Conquest of Nature" die Geschichte, wie die Deutschen während der vergangenen 250 Jahre ihre Landschaft(en) durch Gewinnung von Marschland, Entwässerung von Mooren, Flussbegradigungen und das Bauen von Staudämmen in den Bergen konstant veränderten. - Faszinierendes Thema, das mich sogleich daran erinnert, dass es mal interessant wäre, der Geschichte der diversen Entsumpfungen, Trockenlegungen und vor allem Flussbegradigungen in der Habsburgermonarchie nachzugehen. Vor allem die Donauregulierung bei Wien 1870-1875 war ja ein gigantisches Unterfangen, dass es verdiente, mal in einer umfassenden Monographie dargestellt zu werden. Interessante Überlegungen zum Verständnis der Moderne als einer Geschichte der Begradigung und des Breschelegens gibt es übrigens in Andreas Bernards wunderbarem Buch "Die Geschichte des Fahrstuhls" (S.54-64).
Blackbourn, David: The Conquest of Nature. Water, Landscape, and the Making of Modern Germany. London: Cape, 2006.
Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006.
adresscomptoir -
Kontrolle - Fr, 20. Jul. 2007, 08:04
Eine wichtige Veröffentlichung zum Prager Fragamt, allerdings nicht leicht greifbar, da weder in deutschen noch in österreichischen Bibliotheken ausfindig zu machen; ich bekam ein Exemplar per Fernleihe aus der Moravská zemská knihovna in Brno:
PRZEDAK, A[dolar]. G[uido].: Das Prager Intelligenzblatt. Kulturgeschichtliche Bilder aus dem alten Prag. Prag: Statthalterei-Buchdruckerei, 1918.
Przedak benutzt in diesem Büchlein - leider ohne genau zu zitieren - auch Quellen aus Prager Archiven.
adresscomptoir -
Adressbueros - Do, 19. Jul. 2007, 07:54
Vor kurzem erschienen: Raul Zeliks neuer Roman, der im Baskenland spielt. Rezensionen gab's, beide positiv, in der
FAS und im
Bayrischen Rundfunk; die
Verlagsankündigung liest sich wie folgt:
Max, Mitte dreißig, kehrt im Rahmen eines Forschungsprojekts nach Bilbao zurück, wo er früher regelmäßig seine Ferien verbrachte. Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, daß auch sein alter Freund Zubieta zurückgekommen ist. Zubieta hatte einem befreundeten Schriftsteller vor zwanzig Jaharen zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen und lebt seitdem im Untergrund - als einer der meistgesuchten Terroristen in Europa.
Als Max eine Nachricht von Zubieta zugespielt wird, ist er hin- und hergerissen. Die Freundschaft zwischen den beiden reicht weit zurück, doch das Risiko, sich mit Zubieta zu treffen, ist groß. Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, nicht nur Anschläge von Zubietas Organisation, sondern auch Folterungen durch die Polizei gehören zum Alltag in der Region.
Schließlich begleitet Max den Freund auf eine Reise über die iberische Halbinsel - eine 600 Kilometer lange Fahrt zwischen Angst und Zweifeln.
Ein Buch über Europa und das Wesen von Identität, Gewalt und Politik, das mit Elementen des Kriminalromans von einer außergewöhnlichen Freundschaft erzählt.
Zelik, Raul: Der bewaffnete Freund. München: blumenbar, 2007. [
Amazon
]
adresscomptoir -
Belletristik - Mi, 18. Jul. 2007, 07:50
Im Karlsruher
ZKM findet seit Ende Juni die Ausstellung
Wolfgang von Kempelen. Mensch-[in der]-Maschine statt; die NZZ (nur Print) berichtet heute darüber.
adresscomptoir -
Ausstellungen - Di, 17. Jul. 2007, 07:59
Schon seit ein paar Wochen hat die UB Wien ihr Angebot an kostenpflichtigen Datenbanken um die
JSTOR Pakete
Arts & Sciences II sowie
Arts & Sciences III erweitert; damit sind Zeitschriften wie
Comparative Studies in Society and History,
Historical Journal,
History and Theory und
Past and Present im Volltext an der Uni Wien zugänglich, was sehr erfreulich ist.
In den aktuellen
Sehepunkten rezensiert Peter Helmberger unser bei UTB erschienenes Geschichte Online-Buch, nicht unfreundlich:
Eder, Franz X./Berger, Heinrich/Casutt-Schneeberger, Julia/Tantner, Anton: Geschichte Online. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten. Wien/Köln/Weimar: Böhlau/UTB 2822, 2006. 328 Seiten, 19,90 Euro [D]; ISBN 10: 3-8252-2822-3, ISBN 13: 978-3-8252-2822-4 [
Amazon
]
Das
Wiener Zeitung-Extra bringt ein umfangreiches Interview mit Wolfgang Kos, dem Direktor des Wien Museums.
adresscomptoir -
HistorikerInnen - So, 15. Jul. 2007, 10:59
Der Simpsons-Kinofilm produziert Medienberichte über die Simpsons noch und nöcher, vollkommen zu Recht selbstredend. So bringt der
Standard heute ein ganzes Dossier, samt Interview mit Matt Groening und einen Vorabdruck aus einem Buch über die Simpsons und Philosophie, das die Beziehung zwischen Heideggers und Bart Simpsons Denken auslotet.
adresscomptoir -
Film - Sa, 14. Jul. 2007, 12:56
Die Intelligenzblätter des 18. Jahrhundert enthalten des öfteren auch Verzeichnisse der An- und Abreisenden; dass dies auch zu Kontrolle und Einschränkung von allzu häufigen Ortswechseln der Bevölkerung dienen soll, macht der frühe Theoretiker des Intelligenzblatts, Johann Peter von Ludewig 1729 klar: Nach seiner Darstellung machten sich oft manche Bediente mit oder ohne Erlaubniß auf den Weg und versäumten darüber ihre Amts-Geschäfte. Vor allem im Sommer möchten die Leute ihren freyen Flug und Zug haben, bedächten aber nicht, daß der Herr, so ihnen Brodt giebt, über dergleichen Amts-Versäumniß leide[n] würde, weswegen ihm gar nicht zu verdencken [wäre], wann er auf dergleichen Hin- und Hermarsch seiner Bedienten ein genaues Aug haben wollte. Gewiss, in vielen Städten gäben die Thor-Zettel Anzeige davon, wer aus der Stadt ein- und abreise, doch diese kämen nur wenigen zu Gesicht. Ludewig weiss ein besseres Mittel gegen das ungeliebte Herumstreunen: [D]ahingegen mancher sein vieles Hin- und Herschweiffen einstellet; wann er weiß: daß sein Nahme sogleich deswegen in dem Anzeige-Zettel angehefftet wird. Aus welchem er, über kurtz oder lang, gewärtig seyn muß, seiner öfftern Abwesenheit halben, überführet und übel angesehen zu werden. Die Veröffentlichung des Namen der unsteten GesellInnen kommt demnach fast einer Ausstellung am Pranger gleich; nur wer an Ort und Stelle verharrt, bleibt ohne Nennung im Intelligenzblatt und damit unbehelligt vom obrigkeitlichen Blick.
LUDEWIG, Johann Peter v: Vorläuffiger Unterricht von denen Wöchentlichen Anzeigen, die auf Königl. Majest. in Preussen allergnädigsten Special-Befehl, in Dero Reich, Provintzien und Landen durch die so genannte Intelligenz-Zettel von 1729 angeordnet (...), in: Ders.: Johann Peter Ludewigs Gelehrte Anzeigen, in alle Wissenschaften, so wol geistlicher als weltlicher, alter und neuer Sachen, welche vormals denen Wöchentlichen Hallischen Anzeigen einverleibet worden (...). T.1 1729-1734, Halle: Grunerts Witwe, 1743, S. 1-28, hier S. 8f.
adresscomptoir -
Kontrolle - Fr, 13. Jul. 2007, 08:30
Heute erscheint die Jungle World in erneuerter Ausgabe, mit einem Schwerpunkt zur Linkspartei; erwartungsgemäß stammt der beste Beitrag dazu von
Dietmar Dath.
adresscomptoir -
Politik - Do, 12. Jul. 2007, 09:08