User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7515 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Dienstag, 31. Juli 2007

Michel Foucault Archives online

Die Homepage der Michel Foucault Archives ist nun online gegangen; die offizielle Seite wird vom IMEC (Institut Mémoires de l'Edition Contemporaine) beherbergt und bietet jede Menge interessanter Informationen.

Montag, 30. Juli 2007

Wien, Alsergrund 202

Wien09_0202_Tuerkenstr19
Wien 9, Türkenstraße 19

Sonntag, 29. Juli 2007

Ein Kundschaftsblatt ohne Fragamt: Wochentliches Kundschaftsblatt des Herzogthum Krain, 1775/1776

Ungewöhnlich, aber auch diesen Fall gibt es: Ein Kundschaftsblatt ohne dazugehöriges Fragamt. Im Falle Laibachs ist es die 1767 gegründete kaiserl. Königl. Gesellschaft des Ackerbaues, und der nüzlichen Künste im Herzogthum Krain, die in einer eigenen, mit 31.12.1774 datierten Nachricht die Herausgabe eines bei Johann Friedrich Eger verlegten Kundschaftsblatt ankündigt. Es soll hauptsächlich zur Verbreitung von an die Landwirte adressierten ökonomischen Abhandlungen dienen; gleich in der ersten Ausgabe erscheint ein Artikel über die Anwendung des Akazien-Laubs zur Fütterung des Viehes, weitere Beiträge im Jahrgang 1775 geben sich eher martialisch gegenüber unerwünschtem Getier (Blattwürmer zu tödten oder Spazen wie sie ausgerottet worden, auch Maulwürfe ob sie vielleicht durch Ricinium Communem Lin. oder Wunderbaum zu vertreiben) oder behandeln Themen wie Maulbeerbäume Beobachtung bzw. Rauchfang einen brennenden zu löschen.
Doch die genannte Nachricht kündigt auch andere Rubriken an, die für ein Intelligenzblatt weit üblicher sind, wie die Veröffentlichung von Patenten und Verordnungen, von gerichtlichen Edikten, von Versteigerungen und öffentlichen Verkäufen, von verlustig gegangenen Gegenstände, zu müthen angebotener Immobilien, Angaben zu privat vergebenen Krediten, Marktpreisen, über durchreisende Passagiere, die Nennung der Namen von Verstorbenen (im übrigen mitsamt Hausnummern). Auffällig ist, dass in dieser Aufzählung ein Punkt fehlt: Die Anzeige von privaten Verkäufen von mobilen Gegenständen; damit wird eine der am meisten charakteristischen Funktionen eines Adressbüros, nämlich als Verkaufsagentur zu dienen, nicht erfüllt. Es wäre freilich zu überprüfen, ob nicht doch private Verkaufsanzeigen im Kundschaftsblatt vorkommen. Ein Jahrgang dieses Blatts war übrigens für 2 Gulden 30 Kreuzer, die einzelne Ausgabe - ein einschichtiges Wochenblatt - für 5 Kreuzer zu haben; auswärtige LeserInnen - auch für diese sollte das Blatt Vergnügen bereiten - konnten den Jahrgang über die Post um 4 Gulden 30 Kreuzer beziehen.
Näher beschäftigt mit diesem Blatt hat sich Tanja Žigon; ihrem Eindruck nach wurde diese Publikation mit der Zeit immer mehr zu einem langweiligen, geistlosen, 'geschäftlichen Informationsorgan', erst im 2. Jahrgang wurde der Inhalt etwas attraktiver, durch die Einführung der Rubrik Polizey und durch den Abdruck spannender, märchenhafter Geschichten (S.245-247). Der Redakteur des Blatts blieb übrigens wie auch sonst zu dieser Zeit üblich anonym; laut Žigon handelte es sich bei ihm aber um Balthasar Hacquet oder Gregor Schöttl.

ŽIGON, Tanja: "Wochentliches Kundschaftsblatt" - Das erste wöchentliche Blatt in Ljubljana (1775-1776), in: Zagreber Germanistische Beiträge, 12.2003, S. 231-255.

Wochentliches Kundschaftsblatt des Herzogthum Krain, Laibach 1775. - Dank an Tanja Žigon für die Überlassung von Aufnahmen des Blatts.

Samstag, 28. Juli 2007

Dictionnaire encyclopédique des Alpes

In der NZZ (Printausgabe 28.7.2007, S.B4) bespricht heute der Alpenforscher Werner Bätzing eine französische Enzyklopädie der Alpen; das dazugehörige Internet-Angebot könnte selbstredend umfangreicher sein, wobei die Sinnhaftigkeit, heutzutage Enzyklopädien vorwiegend in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen, ohnehin fraglich ist.

Dictionnaire encyclopédique des Alpes. Grenoble: Editions Glénat, 2006. 2 Bände, 1264 S., 189.- Euro. (Verlagsinfo).

Freitag, 27. Juli 2007

Policeyliche Hausbeschreibungen - Working Paper Online

Mein Beitrag zum letzten Treffen des Arbeitskreises Policey/Polizei im
vormodernen Europa (Programm) ist nun als PoliceyWorkingPaper online:

Anton Tantner, Policeyliche Hausbeschreibungen als Maßnahmen gegen fremde Bettler/innen in der Habsburgermonarchie (= PoliceyWorkingPapers. Working Papers des Arbeitskreises Policey/Polizei in der Vormoderne 13), 2007.
[Online: <http://www.univie.ac.at/policey-ak/pwp/pwp_13.pdf>]

Donnerstag, 26. Juli 2007

Marpergers Meßadresscontoir, 1710 oder: von Amazon über Google nach Köln

Manchmal braucht man dank der diversen Digitalisierungsprojekte gar nicht mehr auf gedruckte Bücher zurückgreifen, sondern es ist nur nötig, zwischen den Projekten hin- und her zu jonglieren und dann dabei noch Google einzusetzen. Als Beispiel dafür kann ich das Auffinden einer Erwähnung von Adressbüros zur Unterstützung des Kaufmanns in einem Buch von Paul Jacob Marperger anführen:
marperger_1
Ich suchte mit Amazons Search Inside nach dem Begriff „Adressbüro“ und bekam als Ergebnis einen Eintrag im Deutschen Fremdwörterbuch zum Begriff der „Adresse“; dort war u. a. zu lesen:
marperger_2
Ein MeßAdreßContoir also, erwähnt in einem Buch von Marperger, Titelkürzel MJ, erschienen 1711, Band 1, Seite 390.(*) Mittels Search Inside innerhalb des Buchs (nach dem im Inhaltsverzeichnis eruierten Begriff „Zweitquellen“) konnte ich dann noch aus Amazon die bibliographischen Angaben von Schirmer herauskitzeln, der mich interessierende Marperger wird aber nicht erwähnt. Nun also schnell Marperger in der Wikipedia nachgesehen, dort aber Fehlanzeige, das Verzeichnis seiner Werke ist dort nur schmal und bei den Reprints werden die Originalerscheinungsjahre nicht erwähnt. Also Google, Suche nach Marperger 1711; voila: unter den Ergebnissen findet sich auch der Hinweis auf eine Beschreibung der Messen und Jahr-Märckte von 1711 (mit dem KVK wär’s selbstredend auch gegangen). Schnell geht’s weiter mit Google, Marperger "Beschreibung der Messen"; und schon kommt das Digitalisat von der Uni Köln (wenn auch mit dem Erscheinungsjahr 1710).
Dort dann die Erwähnung des Meß-Adress-Contoirs, in einem Kapitel, das die Tätigkeiten eines Kaufmanns auf der Messe beschreibt; es wird an dieser Stelle eine Arbeitsvermittlungsstelle für die auf der Messe benötigten so genannten Marckt-Helffers und Handlangers oder Tag-Löhners (389) verstanden:
Und wolte ich dißfalls als ein sonderbares und zur Aufnahm der Meß gereichendes Arcanum ein so genanntes Meß-Adress-Contoir recommendiret haben, welches die beeydigte Stadtmäcklers oder Sensalen halten müste, in welchem alle diejenige Kauf-Dieners oder Jungen, welche Herren, oder die Herren, so Jungen suchten, sich angeben, ihre Namen anschreiben, und fernere Nachweisung gegen Erlegung einer gewissen leidlichen Discretion gewärtig seyn müsten, in welchen Fall die Mäcklers dergleichen sich angebende und Dienst-suchende Leute vorhero examiniren und ihres Thuns und Lassens halber genaue Nachricht einziehen, und folglich den Herrn oder Kauffmann, der einen Jungen oder Diener suchet, so viel sicherer bedienen könten. Wann auch so gleich in einem solchen Adress-Contoir (von dessen grossen Nutzen in einer Stadt unser neu-eröffnetes Adress-Contoir ausführlich handelt,) ein Notarius bestellet wäre, der so gleich die zwischen Herrn und Diener aufzurichtende Contracten verfertigte, (sonderlich wann sich einige gesessene Leute vor den in Dienst tretenden Jungen oder Diener bürglich einliessen, in welchem Fall ein Notariale Instrumentum allerdings nothwendig seyn will,) so gienge ein Kauffmann so viel sicherer, erspahrte auch die Müh des selbst-Aufsetzens des Contracts, und sonderlich die in denen Meß-Zeiten sehr nütze und kostbare Zeit, wäre auch dabey des vielen Inquirirens auf des in Dienst zu nehmenden seines Lebens und Wandels überhoben, indem das Adress-Contoir solches der Kauffmannschaft zum Besten vorher zu bewerckstelligen endlich verbunden seyn müste.
Ob es sich nun noch auszahlt, nach Alfred Schirmers Wörterbuch der deutschen Kaufmannssprache auf geschichtlichen Grundlagen (Straßburg: Trübner, 1911) zu suchen? Nun, in Google Books ist es zumindest in Auszugs-Ansicht vorhanden, die gibt (bei einer Suche innerhalb des Buchs nach Marperger) folgendes her:
marperger_3
Noch ein Hinweis also, auf [Friedrich Wilhelm] Eitzen 1894 Seite 5, gemeint ist Fremdwörter der Handelssprache (Leipzig: Haessel, 1894); klingt nicht unbedingt verlockend, mehr als die diversen Übersetzungen von Adressbüro dürfte dort nicht zu finden sein. Aber vielleicht schau’ ich ja doch mal wieder nach, wenn’s in Google Books aufgenommen ist (derzeit befinden sich dort nur die bibliographischen Angaben).

MARPERGER, Paul Jacob: Beschreibung der Messen und Jahr-Märckte (...). Leipzig: Gleditsch, 1710, Bd.1, S. 390 f.

STRAUSS, Gerhard (Bearb.): Deutsches Fremdwörterbuch. Berlin u.a.: de Gruyter, 2. Aufl., 1995, Bd. 1., S. 138.

(*) Kurze Randbemerkung: Das Deutsche Fremdwörterbuch wäre auch in Google Books vorhanden, alleine, dort taucht es nicht als Ergebnis einer Suche nach Adressbüro auf, wohl auf Grund der schlechten OCR-Scans.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen

Tantner_Ordnung1

Mehr als ein Jahr hat der Verlag das vollständig gesetzte Buch liegen lassen, weil ihm angesichts seiner exorbitanten Forderungen das Geld nicht reichte, nun ist es aber soweit: Meine Dissertation ist als Buch erschienen:

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007. 296 S. ISBN 978-3-7065-4226-5; 34,90 Euro. [Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, Amazon]

Ach ja: Wer die Dissertation als PDF zugeschickt bekommen möchte, kann diese weiterhin erhalten!

Dienstag, 24. Juli 2007

Mary Wollstonecraft Shelley: Der letzte Mensch

Im Rahmen ihrer Serie Die Zukunft von gestern stellt die NZZ heute Mary Wollstonecraft Shelleys Endzeitroman Der letzte Mensch vor:

Shelley, Mary Wollstonecraft: Verney, der letzte Mensch. Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 1982.
bzw.:
Shelley, Mary Wollstonecraft: Frankenstein oder Der moderne Prometheus. Verney oder Der letzte Mensch. Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2001.

Evolver zum neuen Roman von William Gibson

Im August erscheint Spook Country, der neue Roman von William Gibson, und evolver gibt jetzt schon erste Einblicke.

Montag, 23. Juli 2007

Serendipity in Leibniz’ Notizamt, ca 1712/1713

Immer wieder schlägt Leibniz in seinen Denkschriften die Errichtung eines Adressbüros vor, zuletzt um 1712/1713, als er für die Habsburger-Monarchie eine Akademie der Wissenschaften entwirft; mit dieser verbunden soll ein bisher in Teutschland unbekandte[s] Notiz-Am[t] geschaffen werden, welches die Franzosen bureau d’adresse, die Engländer house of intelligence nennen. In einer solchen Anstalt bekommen die leute, die einander von nöthen haben, von einander kundschafft. (...) Einer will etwas verkauffen, vermiethen, verpachten, verpfänden, benachrichtigen, lehren, arbeiten, verrichten, der andere will etwas erhandeln miethen oder pachten, auslehnen, erfahren, lernen, lassen machen oder verrichten; beyde geben sich an bey dem Notiz-Amt, lassen alda ihr verlangen einschreiben und aufzeichnen, gegen ein geringes. Und ersehen sich auch wohl nach belieben in dem das bereits eingezeichnet worden, gegen eine gewisse erkentlichkeit.
Und nun kommt Serendipity ins Spiel, das heisst die Kunst, etwas zu finden, was man ursprünglich gar nicht gesucht hat: Dadurch findet offt einer was er suchet, bekomt auch offt gelegenheit etwas zu suchen und zu verlangen, darauff er sonst nicht gedacht hätte; und ein ander macht, daß man ihn und das seinige finden könne.

LEIBNIZ, Gottfried Wilhelm: Errichtung eines Notiz-Amtes/Création d’un bureau d’adresse, in: Ders.: Oeuvres. 7. Band: Leibniz et les Académies. Leibniz et Pierre le Grand. (Hg. von FOUCHER de CAREIL, A.). Paris: Didot, 1875, S. 358-366, hier 358 f. [verfügbar über Google Books (Proxy!)]

Sonntag, 22. Juli 2007

Porträt von Eric Hobsbawm

Anlässlich seines 90. Geburtstag porträtiert nun auch Helene Maimann im Presse-Spectrum Eric Hobsbawm.