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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 6. August 2005

Erwin Riess über Ernst Jandl

Gut wie immer: Erwin Riess in der aktuellen Konkret über Ernst Jandl und den üblichen Wahnsinn, der sich in Österreich so abspielt.

Freitag, 5. August 2005

Arbeiterbewegungen und Globalisierung

Eine Rezension von:

Silver, Beverly J.: Forces of Labor. Arbeiterbewegungen und Globalisierung seit 1870. Berlin: Assoziation A, 2005.

Mike Davis über die Ökologie der Slums

Der grandiose Stadtsoziologe und Historiker Mike Davis wird demnächst ein Buch über die asiatische Vogelgrippe veröffentlichen; auf deutsch ist soeben ein Artikel über die Ökologie der Slums erschienen, der vor Fakten und kaum bekannten Katastrophenmeldungen nur so strotzt.
Ebenfalls von Mike Davis auf deutsch erschienen: Eine Besprechung des Albums Chavez Ravine von Ry Cooder.

Donnerstag, 4. August 2005

print.europe.org

Einen leicht antiamerikanischen Zungenschlag haben sie schon, die vor allem von französischen BibliothekarInnen und PolitikerInnen unterstützten Bemühungen, ein europäisches Äquivalent zu Google Print zu schaffen. Die Zeit berichtet darüber und lässt dabei unter anderem den Präsidenten der Pariser BN sowie seine britischen, deutschen und niederländischen Pendants zu Wort kommen. Wenn was Brauchbares rauskommt - und Google Print hat eine nicht leicht zu erreichende Vorlage geliefert -, kann man ja über die Kampfrhetorik hinwegsehen.

Emergence Room

Die Internet-Plattform Kakanien veranstaltet rund um ihre neuen Weblogprojekte den Workshop Ermergence Room (PDF), der am 11. und 12. August jeweils ab 9:30 in Wien 21, bei Interxion in der Shuttleworthstraße 4-8, Objekt 50 stattfindet.
Ich werde dort zu folgendem Thema referieren: Selbstmanagement in der Kontrollgesellschaft: Weblogs und persönliche Homepages.

Deutsche Foucault-Ausgabe komplett

Eine Rezension in der NZZ:

Foucault, Michel: Schriften in vier Bänden - Dits et Ecrits. Band 4: 1980-1988. Hg. von Daniel Defert und François Ewald unter Mitarbeit von Jacques Lagrange. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2005.

Donnerstag, 28. Juli 2005

Unterach 129

unterach_129_elisabethallee4

Unterach, Elisabethallee 4

Mittwoch, 27. Juli 2005

Das Intelligenzwerk Wilhelm von Schröders, 1686

In seiner erstmals 1686 erschienenen Fürstliche Schatz- und Rentkammer entwickelt der Kameralist Wilhelm von Schröder ein Projekt eines Intelligenzwerks: Mit dessen Hilfe soll in allen Erbländern der Habsburgermonarchie ein generaler markt errichtet werden, allwo ein jeder ohne reisen oder botenschicken in einer viertelstunde alles wissen könne, was in allen diesen ländern zu verkaufen, und wo ein jedes zu finden sey. So sei es möglich, die gute Ordnung im Handel herzustellen, die darin bestehe, dass die Handwerker Händler fänden, die ihre Arbeit ankaufen würden, ohne dass sie es nötig hätten, diese von Haus zu Haus herumzutragen und die zeit mit laufen zu verlieren. Der aktuelle Zustand sei weit von diesem Ideal entfernt, denn das fundament alles übels und mangels heiße Ignorantia. Häufig passiere es, dass ein Handwerker ein Stück Arbeit fertig habe und ein anderer genau dieses brauche, es allein aber nicht zu finden wisse und viel Zeit mit Suchen verbringen würde. Auch würden viele Menschen auf dem Land nicht wissen, dass in der Stadt eine Nachfrage nach ihren Erzeugnissen bestehe, weswegen sie ihre Ware oft Zwischenhändlern - vorkäufern - übergeben würden, die zur Teuerung beitragen würden. Das botenschicken, item das in commißion geben (...) macht eine sache theuer. Auch fremde ankömmlinge leiden unter der Unwissenheit, würden sie doch oft eine Unterkunft oder Dienstleistungen suchen, aber nicht finden.
Laut Schröder verschaffe sein Intelligenzwerk Abhilfe, das nach Vorbild der Post organisiert sein soll: In allen Erblanden oder zumindest in Österreich, Mähren, Steiermark und Böhmen solle an allen geeigneten Orten ein öffentlicher locus eingerichtet werden, wo ein jeder sich anmelden und sein Begehren in ein protocoll oder journal einschreiben lassen könne; diese Intelligenzörter sollten unter einer gemeinsamen Leitung, einem directorio oder oberintelligenzhaus stehen, das immer dort sein sollte, wo sich der kaiserliche Hof befände. Fünferlei verschiedene Medien - so genannte intelligentien - gäbe es, ein in einem intelligenzhaus deponiertes Anliegen bekannt zu machen: 1. das im Intelligenzhaus geführte journal oder protocoll , in das ein Interessent Einblick nehmen könne; 2. eine am Intelligenzhaus angebrachte tafel, 3. eine öffentliche Ausrufung per proclamationem vocalem 4. eine Mitteilung an ein anderes Intelligenzhaus und schließlich 5. ein wöchentliche[s] intelligenzblättchen, das das Anliegen im ganzen Land bekannt mache.
Schröder bringt verschiedene Anwendungsbeispiele: So könne zum Beispiel ein Herr, der einen Trompeter suche, sein Anliegen dem Intelligenzhaus bekannt geben; detto könne ein Schiffer, der nach Preßburg fahre, dies mitteilen, um Mitreisende anzuwerben. Weiters könne ein eben angekommener Schiffer, dessen Schiff Schmalz geladen hätte, dies ausrufen lassen und so Käufer finden; und wenn die Armee Hafer, Wein oder Hufeisen nötig hätte, könne sie dies ins Intelligenzblättlein setzen. Außerdem sei das Intelligenzwerk ein Mittel für Herrschaften, geeignete Dienstboten und Dienstbotinnen zu finden. Es dient somit nicht nur als Verkaufsagentur, sondern auch zur Arbeitsvermittlung. Schröders Fazit: Das Intelligenzwerk sei einfältig und schlecht beschaffen, aber so voller nutzbarkeit; es würde Handel und Wandel erleichtern, die Armut lindern und nicht zuletzt auch die Einkünfte ihrer Majestät vermehren.

SCHRÖDER, Wilhelm von: Fürstliche Schatz- und Rentkammer, nebst seinem Tractact vom Goldmachen wie auch vom Ministrissimo oder Oberstaatsbedienten. Königsberg/Leipzig: Johann Heinrich Hartung, 1752, ND Vaduz: Topos, 1978, S. 105, 327-343.

Dienstag, 26. Juli 2005

Louis Althusser und sein Centre d’études des mouvements populaires

Anfang 1980, nur wenige Monate, bevor er seine Frau erdrosselte, initiierte Louis Althusser unter der Sigle CEMPIT ein Centre d’études des mouvements populaires, de leurs idéologies et doctrines théoriques, ein Forschungszentrum für Volksbewegungen, ihre Ideologien und theoretischen Doktrinen. In seiner Autobiographie schreibt er darüber:
Ich gewann die Leitung der École für mich, die mir einige Gelder bewilligte, das Ministerium, das weitere in Aussicht stellte, ich sicherte mir die Zustimmung eines guten Hunderts von Historikern, Soziologen, Politologen, Wirtschaftswissenschaftlern, Erkenntnistheoretikern und Philosophen aller Fachbereiche und Tendenzen, ich hielt im März 1980 eine Gründungsversammlung ab, und mehrere Gruppen machten sich an die Arbeit. Der Intention nach wollten wir über so verschiedene Fälle arbeiten wie die westliche Arbeiterbewegung, den Islam, das Christentum, die Bauernstände usw., um, wenn möglich, zu vergleichenden Resultaten zu kommen. Wir hielten verschiedene Versammlungen unter Mitwirkung von Spezialisten ab, die ich aus der Provinz und sogar aus dem Ausland zusammengetrommelt hatte. Ich hatte persönliche Kontakte zu drei sowjetischen Historikern, Soziologen und Philosophen, die sehr bemerkenswert waren: der eine arbeitete über die Volksbewegungen im vorrevolutionären Rußland, der andere über die Religionen Afrikas und der dritte über die offizielle Ideologie der UdSSR und andere Ideologien.
Es wäre interessant, in Erfahrung zu bringen, was aus diesem groß angelegten Projekt geworden ist und ob es Publikationen dazu gibt; googlen ist erwartungsgemäß nicht hilfreich, und auch der Katalog der BN schweigt sich dazu aus. Ob Yann Moulier Boutangs Biographie etwas darüber enthalten wird?

Althusser, Louis: Die Zukunft hat Zeit. Die Tatsachen. Zwei autobiographische Texte. Frankfurt am Main: Fischer 50152, 1998, S. 281f.

Montag, 25. Juli 2005

Dracula als Historiker

Klingt ja ziemlich wüst, diese Rezension im Guardian über eine Aktualisierung des Dracula-Plots, in dem der Untote doch glatt als Historiker auftaucht. Die deutsche Ausgabe ist im übrigen für August angekündigt. [via Early Modern Notes]

Kostova, Elizabeth: The Historian. New York: Little Brown, 2005.

Linkspartei auch in Österreich?

Fremdarbeiter-Sager hin, Folterandrohungsbefürwortung her, die deutsche Linkspartei boomt. Während Georg Fülberth im ND schon vor allzuviel Euphorie warnt, was ihre Aussichten betrifft, berichtet Die Presse, dass es auch in Österreich Bestrebungen gibt, ein vergleichbares Bündnis zusammenzubringen. Erste Versuche gab es ja schon mit der Wahlplattform Linke bei den letzten EU-Wahlen. Bis ein solches Bündnis reelle Chancen hat, wird noch einige Zeit vergehen; KPÖ-Vorsitzender Walter Baier hat wohl vollkommen recht, wenn er folgendes vermutet: Wahrscheinlich muss auch Österreich zuerst einmal durch das Meer der Tränen einer rot-grünen Regierung gehen. [via KPÖ-Homepage]

Sonntag, 24. Juli 2005

Freistadt 9

freistadt_009_hauptplatz13

Freistadt, Hauptplatz 13

Samstag, 23. Juli 2005

Schramek oder: Die Bürde der drei Hausnummern

Seine erste Eingabe an den Brünner Magistrat schickt der Brünner Bürger August Schramek - er unterzeichnet als gehorsamst Gefertigter - im November 1837 ab. Ein neues Haus habe er erbaut, auf dem von Valentin Falkensteiner erkauften Bauplatze, beim Ferdinandstor. Als er in die Conscriptions-Kanzley ging und um die Nummerierung seines Neubaus bat, wurde ihm zu seiner Verwunderung mitgeteilt, dass sein Haus drei Hausnummern bekommen müsse, da auf seinem Platz früher drey Häuser gestanden seien. So geschieht es auch, sein Haus wird mit den Nummern 421, 422 und 539 bedacht. Schramek ist keineswegs zufrieden damit, sondern bittet darum, dass nur eine Nummer vergeben würde. In seiner ersten Eingabe gibt er als Begründung dafür an, dass er aus zerschiedenen diätischen nachtheilige Wirkungen auf den Eigenthümer befürchtet, was vermutlich heißt, dass er steuerliche Nachteile erwartet bei Abgaben, die an die Zahl der im Besitz eines Eigentümers befindlichen Häuser gebunden sind: Nicht die Zahl der existierenden Häuser, sondern die Zahl der zugewiesenen Konskriptionsnummern würde den Ausschlag für die steuerliche Einschätzung geben, so wohl seine Vermutung. Das Ansuchen wird binnen weniger Tage abgelehnt: Unter Berufung auf das Konskriptionspatent von 1804 wird Schramek davon informiert, dass auf sein Anliegen erst dann Rücksicht genommen werden könne, wenn eine neue Hausnummerierung durchgeführt werde.
Der Hauseigentümer lässt sich nicht entmutigen und verfasst noch im Dezember ein neuerliches Gesuch: Sein Haus stehe keineswegs auf der Stelle der demolirten drey Häuser, was der anlässlich des Abrisses und Neubaus des Ferdinandstors erstellte Situationsplan beweise: Nur einen Teil des Bauplatzes eines Hauses nehme sein Gebäude ein, an Stelle der anderen zwei Häuser verlaufe nun die verbreiterte Straße. Der Umstand, dass auf seinem Haus drei Nummern angebracht seien, müsse zu vielen Verwirrungen Anlaß geben (...), weil diese Numern zu sehr differiren, indem man 539 kaum bey 421 und 422 suchen würde, was, besonders für Fremde, sehr lästig wäre. Auch dieses Ansuchen wird abgelehnt; Schramek reicht seine nächste Bittschrift nun nicht mehr beim Magistrat, sondern beim Brünner Kreisamt ein. Dies hat zur Folge, dass das Bauamt der Stadt Brünn eine genaue Schilderung der Lage zu verfassen hat. Demnach steht der Großteil des Schramekschen Neubaus auf dem Grund des ehemaligen tiefen Grabens, und nur 3 Klafter des Bauplatzes des ehemaligen Hauses Nr. 421 sowie 4 Klafter des Hauses Nr. 539 seien dafür verwendet worden. Das Bauamt unterstützt Schrameks Ansuchen um eine einzige Hausnummer: Sein Neubau solle als alleinige Hausnummer die Nummer 539 erhalten, während die Nummern 421 genauso wie die Nummern der übrigen demolirten Häusern 415 423 416 417 und 422 nicht dem Schramekschen Haus aufgebürdet werden könnten, sondern anderswo auf neu zu erbauende Häuser übertragen werden müßten.
Trotz der Fürsprache des Bauamts bleibt Schrameks Bitte beim Kreisamt unerhört: Erst wenn die vakant gewordenen Nummern an auf der Bastei neu erbauten Häusern angebracht worden seien, könne sein Ansuchen berücksichtigt werden; 1841, mittlerweile sind vier neue Häuser auf der Bastei errichtet worden, legt Schramek sein Ansinnen erneut dem Magistrat vor. Wieder wird sein Ansuchen abgelehnt, erst müssten die noch nicht wieder vergebenen Konskriptionsnummern 417, 418, 419, 421, 422, 423 und 523 an neu erbauten Häusern angebracht werden. Diesmal schaltet Schramek das mährische Gubernium ein, ein Behördenweg, der nochmals zwei Jahre in Anspruch nimmt, bis schließlich am 26. Juli 1843 dass erlösende Intimat ausgestellt wird: Schramek wird nach eingeholter Zustimmung des Werbbezirkskommandos nunmehr zugestanden, sein Haus nur mehr mit der Hausnummer 539 zu bezeichnen. Fast sechs Jahre dauert es damit, bis August Schrameks Begehren, von seinem Haus zwei der drei Hausnummern abzunehmen, erfüllt wird.

Archiv Města Brna, Brünn, Stará spisovna: In publicis 1784-1789 (1851), Inv.Nr. 2774, 776/51 Kt. 326: August Schramek an Brünner Magistrat, 5.11.1837; Bescheid an August Schramek, 8.11.1837; August Schramek an Brünner Magistrat, 15.12.1837; Bauamt an Magistrat, 20.4.1838; August Schramek an Magistrat, 18.2.1841; Brünner Kreisamt an Brünner Magistrat, 9.4.1842; Bericht des Brünner Magistrats, 21.4.1842; Mährisches Gubernium an Brünner Kreisamt, 29.5.1843; Intimat an Schramek, 26.7.1843.

Freitag, 22. Juli 2005

Amazon.de - Volltextsuche mit Search Inside

Amazon bietet nun mit Search Inside eine Volltextsuche in mehr als 100.000 deutschsprachigen Büchern an, wobei ein erstes Hineinschnuppern zu eher ambivalenten Resultaten führt. So bringt z.B. eine Suche nach Mikrogeschichte gerade mal 10 Bücher, und die sind nicht gerade hilfreich. Immerhin, wer weiter sucht, wird feststellen, dass u.a. der von Jürgen Martschukat herausgegebene Sammelband Geschichte schreiben mit Foucault, Rainer M. Kiesow und Dieter Simons Auf der Suche nach der verlorenen Wahrheit. Zum Grundlagenstreit in der Geschichtswissenschaft, Jürgen Links Versuch über den Normalismus, sowie Michael Masets Diskurs, Macht und Geschichte von der Suche abgedeckt sind.
Ärgerlich ist, dass keine Phrasensuche möglich zu sein scheint, d.h. eine Eingabe von Suchbegriffen unter Anführungszeichen (z.B. "Walter Benjamin") bringt keine sinnvollen Ergebnisse.
Zumindest derzeit ist das Service für die wissenschaftliche Recherche also nicht unbedingt von zentraler Bedeutung, sehr im Gegensatz zu Google Print, das einen viel größeren Bereich an allerdings englischsprachiger geschichtswissenschaftlicher Literatur abdeckt. Wer übrigens die Ergebnisseiten - zu deren Ansicht ist eine Registrierung erforderlich - abspeichern will, findet im Netbib-Wiki eine Hilfestellung. [via netbib]