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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 24. Januar 2009

Tätowierung von Kindern zu deren Identifizierung, Tirol 1729

Der Reisende Johann Georg Keyssler berichtet 1729 aus Tirol:

Ausser den Bergwerken und Salz-Wesen hat das Tiroler gemeine Volk nicht viel in seinem Vaterlande zu verdienen, und weil sie doch, wie in allen bergichten Ländern, wo man sich der gemeinesten und am wenigsten gekünstelten Nahrung bedienet, sehr fruchtbar sind, so finden sie sich gezwungen, ausserhalb des Landes durch Handlung oder Arbeit ihr Brodt zu suchen. Die Eltern, welche ihre Kinder klein oder jung wegschicken, stechen ihnen mit einer Nadel oder mit einem spitzigen Messer viele Puncte, so eine Figur ausmachen, in den Arm, und reiben eine gewisse schwarze Dinte in die geritzte Wunde. Dieses schwarze Kennzeichen bleibt ihnen Lebenslang und öfters beweiset oder erkennet man dadurch nach vielen Jahren seine Verwandschaft.

Keyssler, Johann Georg: Neueste Reise durch Teutschland, Böhmen, Ungarn, die Schweitz, Italien, und Lothringen (...). 2 Bände. Hannover: Förster, 1740-1741, hier Bd.1, S.49. [Online bei Zeno.org]

Freitag, 23. Januar 2009

Kauft Tulpen!

Die Tulpenblase in den Niederlanden des 17. Jahrhunderts wurde in den letzten Jahren des öfteren herbeizitiert, um der Analyse der aktuellen Finanzkrisen historische Unterfütterung zu verschaffen. Eine besonders schöne Analogie hat Stefan Frank für die aktuelle Ausgabe von konkret (Nr.1/2009, S.14, nur print) hergestellt:

Am 3. Februar 1637 endete der Boom in einem Crash, von dem sich der Markt nicht mehr erholte - die Tulpenpreise fielen ins Bodenlose. Das führte dazu, daß sich am Liefertermin im Frühjahr dieses Jahres viele Käufer weigerten, den vorher vereinbarten Preis zu bezahlen. Die Wechsel waren nicht mehr einlösbar und unverkäuflich - das, was wir heute toxic assets nennen. Es folgte eine lange Debatte, wie die Schulden beglichen werden könnten. Im Mai 1638 erließ die Regierung ein Dekret, wonach alle Kontrake aufzulösen seien und der Käufer lediglich 3,5 Prozent der vereinbarten Summe zu zahlen habe.
Wie würden heutige Regierungen handeln? Sie würden die niedrigen Tulpenpreise für den Kern des Problems halten. Um den Markt wieder 'anzukurbeln' würden sie generelle Bürgschaften für alle Tulpenhändler abgeben, sie unter einen 'Rettungsschirm' nehmen. Für den Kauf von Tulpen würden günstige Kredite zur Verfügung gestellt. Die von den Tulpenhändlern angesammelten Schuldscheine würden in Staatsanleihen umgetauscht. An den größten Tulpenhandelskonzernen würde sich der Staat direkt beteiligen, die Zentralbank würde außerdem zu Stützungskäufen ermächtigen, um die Tulpenpreise wieder in die Nähe der Höchsstände zu hieven und so 'Vertrauen' zu schaffen.

Donnerstag, 22. Januar 2009

Peter Fleissner: Thesen zur Wissenschaftspolitik

Peter Fleissner hat auf transform!at Thesen zur Wissenschaftspolitik veröffentlicht.

Mittwoch, 21. Januar 2009

Hörspiel von Jean-Claude Kuner: Karma aus Blech. Die Essensausträger von Mumbai

Faszinierende Vorstellung, dass in Mumbai tagtäglich 5000 Essensausträger das von den Hausfrauen zubereitete Essen an deren Männer zustellen. Nächste Woche sendet Ö1 (Di, 27.1.2009, 21.01-22.00) ein Hörspiel dazu:

Seit 1890 funktioniert das Unternehmen fehlerlos, störungsfrei und ohne Unterbrechung. Jeden Morgen sammeln in Mumbai 5.000 Essensausträger, die Dabbawallahs, von den Hausfrauen der Stadt über 200.000 Mittagessen in Blechgeschirr ein, um sie vier Stunden später quer durchs aberwitzige Verkehrsgewühl der 20-Millionen-Metropole in die Büros und an die Arbeitsplätze ihrer Männer zu liefern. Damit jeder zur Mittagspause seine religiös und ethnisch korrekte Hausmannskost bekommt. Eine logistische, organisatorische und pragmatische Meisterleistung, die mittlerweile Forscherteams und Managementtheoretiker aus aller Welt beschäftigt.
Jean-Claude Kuner verknüpft in dieser internationalen Großproduktion dokumentarisches Material, Interviews und Spielszenen zu einem Hörstück über das indische Alltagsleben - Geschichten mit und über Menschen, die sich mit unaufgeregtem Pragmatismus in einer multikulturellen und multireligiösen Mega-City einrichten. Denn zwischen Verkehrschaos und 14-Stunden-Arbeitstag scheint es keine Zeit für einen Kampf der Kulturen zu geben. Vorausgesetzt, das richtige Mittagessen landet zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Tisch ... (Produktion SWR/DLF/ORF/ABC Australien/YLE Finnland 2008).


Update 8.2.2009: Habe mir nunmehr das Stück angehört, war aber nicht wirklich begeistert; komprimiert würde ich sagen: Zuwenig Dabbawallahs, zuviel allgemeine Statements über Indien, die in jedes x-beliebige Indienfeature passen würden. Faszinierend jedenfalls das Codesystem, mit dem die Essensbehältnisse an die richtige Adresse geleitet werden. Brauchbare Startinfos findet man ansonsten in der englischsprachigen Wikipedia, auf der offiziellen Dabbawala-Homepage; auch Brand Eins brachte was zum Thema.

Dienstag, 20. Januar 2009

Avisieren mittels Visitkarte, Karlsbad 1801

Im August 1801 hält sich der Reisende Julius W. Fischer in Karlsbad auf und berichtet vom dort gepflegten Modus, seine Ankunft den anderen Urlaubenden bekannt zu geben:

Wir waren kaum einige Zeit anwesend, als man uns einen Zettel brachte, auf dem wir unsere Nahmen, und die Nahmen unserer Diener aufzeichnen mußten. Ein Lohnbedienter verständigte uns, daß es hier Sitte sey, bey der Ankunft Visitkarten zu allen Fremden zu schicken, und da wir nicht damit versehen waren, so wußte er sie uns bald durch einen hiesigen Buchdrucker zu verschaffen.

Fischer, Julius W.: Reisen durch Oesterreich, Ungarn, Steyermark, Venedig, Böhmen und Mähren, in den Jahren 1801 und 1802. 3 Teile. Wien: Doll, 1803, hier Teil 3, S.129 f.

Montag, 19. Januar 2009

Wien, Innere Stadt 912

Wien01_0912_Franziskanerplatz3

Wien 1, Franziskanerplatz 3

Sonntag, 18. Januar 2009

Di auf Arte: Paul Virilio: Denker der Geschwindigkeit

Am 20.1.2009 (22:45-0:20) sendet Arte eine Doku über Paul Virilio.

Samstag, 17. Januar 2009

Interview mit Rafael Chirbes

Hat einen leicht düsteren Zug, dieses Interview mit dem spanischen Schriftsteller Rafael Chirbes zum Scheitern der Linken in Spanien und anderswo.

Aufräumen im Zahlensalat: RBB zur Hausnummerierung

Heute auf RBB Fernsehen: Die Sendung zibb. zuhause in berlin & brandenburg (16.1.2009, 18:30-19:25) mit folgendem Beitrag zur Hausnummerierung in Berlin:

"zibb"-Aufreger: Um 40 Ecken ...
In Berlin haben es Kurierfahrer, Postboten und selbst Rettungsdienste schwer: Denn wo zum Beispiel Müllerstrasse "13" draußen dran steht, muss noch lange nicht wirklich die "13" drin sein. Ziel ist es im Zahlensalat der deutschen Hauptstadt aufzuräumen. 20 Jahre nach der Wiedervereinigung ist Bernd Wittstock (53) jeden Tag in dieser Mission unterwegs.

Luise F. Pusch

Wurde vorgestern 65, wie ich hier erfahre: Die feministische Sprachwissenschaftlerin Luise F. Pusch, die auch ein Weblog betreibt.

Donnerstag, 15. Januar 2009

Abteilung Nummernverwaltung und Nummernzuweisung

Es gab für mich mehrere gute Gründe (1/2), Daniel Kehlmanns neues Buch Ruhm gleich der Rubrik Auch nicht gelesen zuzuordnen.
So wie es aussieht, komme ich aus professionellen Gründen aber doch nicht herum, wird doch einer der Protagonisten des Romans in Sigrid Löfflers Rezension im aktuellen Falter (3/2009, S.28) wie folgt beschrieben:
Ironischerweise ist der Mann von Beruf Leiter der Abteilung Nummernverwaltung und Nummernzuweisung in einer großen Telekommunikationsfirma. Noch ironischer: In seiner privaten Verwirrung unterläuft seiner Abteilung ein Fehler, den es gar nicht geben dürfte - schon zugewiesene Handynummern werden auch an Neukunden vergeben.

"Die einzige Alternative zum Sozialismus ist Conan, der Barbar." - Dath zu Rosa Luxemburg

Heute vor 90 Jahren wurde Rosa Luxemburg ermordet, im April erscheint bei Suhrkamp Dietmar Daths Biographie der deutschen Kommunistin: Anlass genug für die WOZ, ein Interview mit dem Autor zu führen.

Mittwoch, 14. Januar 2009

Prado-Bilder in Hochauflösung bei Google Earth

Schon bislang stellte der Prado auf seiner Homepage etliche seiner Werke in passabler Auflösung, wenn auch mit Wasserzeichen zur Verfügung. Nun wird es noch besser, wie die SZ (via Perlentaucher) berichtet: Dank einer Kooperation mit Google Earth können ausgewählte Bilder in extrem hoher Auflösung angesehen werden. Über Google Maps steht bislang Boschs Garten der Lüste zur Verfügung, weitere Bilder sollen dort folgen. Wer Google Earth installiert hat, kann auch die weiteren 13 Bilder betrachten und sich so z.B. genauer als vor Ort im Museum die Abwesenheit des Königs (Foucault, Ordnung der Dinge, 45) anschauen:
Velazquez_Meninas_detail1

Update: Vgl. auch diesen Artikel in der FAZ.