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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Sonntag, 2. November 2008

Über die kommende Revolution in Deutschland

Dank Dietmar Dath und der Zeit wissen wir nun also, wie's ablaufen wird.

Virtualität und Kontrolle - Interview mit den OrganisatorInnen des Symposiums

Morgen beginnt in Hamburg das Symposium Virtualität und Kontrolle. Internationales Symposion zu den Kontrollgesellschaften; die Jungle World bringt dazu ein Interview mit Hans Joachim Lenger und Sarah Speck.

Dienstag, 28. Oktober 2008

Foucault-Rezeption im zeitgenössischen Liedgut

Dank des nunmehr angehörten Radio France Culture-Beitrags zu Foucault und den HistorikerInnen weiß ich nun Bescheid über die Foucault-Rezeption im US-amerikanischen Liedgut: Da wäre also mal die Band The Professors mit ihrem Foucault Funk: The Michel Foucault Postmodern Blues (lese ich übrigens gar nicht gerne, diese Verbindung Foucaults mit einer so genannten Postmoderne; aber die Lyrics sind schon ok: Do not ask me who I am / Do not ask me to remain the same); und dann gibt's noch die Gruppe Object mit ihrem letztes Jahr herausgebrachten Album Foucault a go go, auf der sich auch der gleichnamige Track befindet. (Hier übrigens die Lyrics).

Montag, 27. Oktober 2008

Kuhle Wampe auf DVD

Finde ich übrigens begrüßenswert, dass die Suhrkamp filmedition für Dezember die Veröffentlichung des Brecht/Dudows-Klassikers Kuhle Wampe oder Wem gehört die Welt? ankündigt.

Sonntag, 26. Oktober 2008

Tagung "Ostmitteleuropa und die Steppe", GWZO Leipzig, 14./15.11.2008

Gilles Deleuze verdanken wir schöne Überlegungen über Sacher-Masoch und die Steppe: Die Natur ist wie die Steppe. Die Steppenschilderungen Masochs sind von bemerkenswerter Schönheit, besonders die vom Anfang des Frinko Balaban: in der Einheit der Steppe, des Meeres und der Mutter soll fühlbar gemacht werden, daß die Steppe das ist, was die griechische Welt der Sinnlichkeit unter sich begräbt und die moderne Welt des Sadismus von sich abstößt mit einer Kraft der Durchkältung, die das sinnliche Verlangen umbildet und die Grausamkeit verwandelt. Das ist der Messianismus, der Idealismus der Steppe.

Ob solche Überlegungen bei der auf H-SOZ-U-KULT angekündigten Leipziger Tagung Ostmitteleuropa und die Steppe eine Rolle spielen werden? Zumindest zwei Vorträge klingen vielversprechend: Johannes Gießauf referiert zum Thema Von räuberischen Wölfen der asiatischen Erdhöhlen und Verwüstern der Welt. Europa und seine Steppenphobie; Alfrun Kliems und Mathias Mesenhöller zu: Ein Kampf um Ordnung. Europa, die Steppe, die Leinwand und das Nichts.

Deleuze, Gilles: Sacher-Masoch und der Masochismus, in: Sacher-Masoch, Leopold von: Venus im Pelz. Frankfurt am Main/Leipzig: Insel it 1959, 1997, S. 163-281, hier 207; vgl. auch Deleuze, Gilles/Guattari, Félix: Tausend Plateaus. Kapitalismus und Schizophrenie. Berlin: Merve, 1997, S. 32, 165.

Nachtrag 10.1.2009: Der Tagungsbericht ist nunmehr auf H-SOZ-U-KULT online, Deleuzes' Überlegungen fanden anscheinend keine Beachtung.

Nachtrag 23.9.2009: Einige Beiträge sind laut H-SOZ-U-KULT nunmehr in Behemoth, Ausgabe 2/2009 erschienen.

Samstag, 25. Oktober 2008

Vortrag zum Vampirismus, Wien 30.10.2008

Über die Habsburg-Liste angekündigt: Ein Vortrag von Hagen Schaub mit dem Titel Blutspuren. Die Geschichte der Vampire.

Ort: Lesesaal des Josephinum, Währinger Straße 25, 1090 Wien
Zeit: 30.10.2008, 18.00 c.t.

Freitag, 24. Oktober 2008

Bericht über eine verhinderte Abschiebung, Paris 18.10.2008

Redglobe verbreitet unter dem Titel Passagiere verhindern Abschiebeflug - Polizei prügelt auf Reisende ein einen anscheinend zuerst im BAFF-Forum publizierten Augenzeugenbericht über eine am Pariser Flughafen CDG durch Passagiere verhinderte Abschiebung:

Paris, 18. Oktober 2008, 16 Uhr: Den Abflug aus dem neu designten Terminal E des Flughafens Paris Charles de Gaulle hatte ich mir anders vorgestellt. Während die regulären Passagiere des Flugs Air France 718 nach Senegal direkt aus der eleganten Halle vorne ins Flugzeug steigen, sind am Heck des Fliegers Vorkehrungen getroffen worden, um einen unfreiwilligen Gast an Bord zu befördern: eine extra Gangway steht auf dem Flugfeld, der Zugang eng umstellt von drei Polizeifahrzeugen. Beim Betreten der Kabine kommen mir protestierende Passagiere auf dem Weg zum Cockpit entgegen, tumultartiges Getöse dringt aus dem hinteren Teil des Flugzeugs nach vorne. Ich drängle mich durch zu meinem Platz im hinteren Teil des Flugzeugs - mindestens sechs Polizisten drücken einen gefesselten, jungen Afrikaner auf die Sitzflächen der letzten Bankreihe.

Eine Polizistin mit Lederhandschuhen macht sich am Kopf des Abschiebehäftlings zu schaffen oder hält ihm den Mund zu. Trotzdem gelangen immer wieder Klagen und Schreie des unfreiwilligen Passagiers an unsere Ohren. Abgeschirmt wird die Szene von etwa drei Zivilbeamten, im Hintergrund Richtung Ausgang stehen zusätzliche uniformierte Polizisten, die groteske Szene umringt von unterschiedlichsten Passagieren, die protestieren, auf Polizei und Crew einreden, argumentieren, ihrer Fassungslosigkeit über die Vorgänge in der Kabine Ausdruck verleihen. Ein Gutteil der Fluggäste ist in eine Art Stehstreik getreten - das Flugzeug ist voll, man weigert sich, unter diesen Umständen Loszufliegen.

Ein Passagier bringt die Polizeiaktion mit der Kolonialgeschichte in Verbindung, ein älteres Paar hält Crew und Polizei lautstark die Passagierrechte vor. In unterschiedlichsten Sprachen wird gefragt, warum Air France solche Vorgänge an Bord zulässt, Forderungen, der Kapitän solle die groteske Szene beenden, werden laut. Der taucht auch auf, doch obwohl die Situation langsam tumultartigen Charakter bekommt, bricht er die Sache offenbar nicht ab, verzeiht sich unverrichteter Dinge in die Pilotenkanzel.

Die Situation eskaliert, als CRS-Spezialeinheiten, martialisch ausgestattet mit Helmen, Schildern und Gummiknüppeln, in der Kabine auftauchen: Passagiere werden eingeschüchtert, Leute die Fotos machen oder filmen, werden bedroht, Rentner werden angeherrscht, die Stimmung im Flieger wird dadurch erst richtig aufgeheizt. Plötzlich stürmt das sechs- bis zehnköpfige Rollkommando durch das halbe Flugzeug, knüppelt wahllos auf Passagiere ein, greift sich schließlich einen großen afrikanischen Mann. Andere Fluggäste gehen empört dazwischen, ein Frau versucht den Passagier festzuhalten, andere stellen sich in den Weg, das Rollkommando prügelt sich seinen Weg zurück zur Gangway und zerrt den Passagier aus dem Flieger.

Eine alte Dame steht wegen der Aktion unter Schock und bricht fast zusammen, Sanitäter rufen den Flughafenarzt herbei. Kurz darauf bricht die Polizei die Abschiebeaktion ab, die Zivilpolizisten packen ihre Sachen zusammen. Es dauert ewig, bis der junge Afrikaner von seinen Fesseln befreit ist. Endlich verlässt die gesamte Kompanie unter Applaus der Zuschauer das Flugzeug. Ein amerikanischer Fluggast vergleicht die Aktion mit Nazi-Germany. Fazit: Sanitäter und Ärzte sind noch eine halbe Stunde mit der Ohnmächtigen beschäftigt, das Flugzeug startet mit einer Stunde Verspätung, ein kritischer Passagier wird zunächst provoziert, dann verhaftet, und am Mitflug gehindert.

Tangojünglinge/Tagungsbericht "Jazz hinter dem Eisernen Vorhang"

Haftgrund zum Begriff der Tangojünglinge. Passend dazu bringt H-SOZ-U-KULT einen Bericht über die im September in Warschau abgehaltene Tagung "Jazz hinter dem Eisernen Vorhang"; speziell mit den rund um den Jazz entstandenen Jugendsubkulturen beschäftigten sich dort die Vorträge von Marina Dmitrieva, Karl Brown und Wiebke Janssen.
Auf der Homepage der FU gibt es dann noch weitere Informationen über das Forschungsprojekt Jazz im „Ostblock“ – Widerständigkeit durch Kulturtransfer.

JEMH zur Kulturgeschichte frühneuzeitlicher Straßen

Die aktuelle Ausgabe des Journal of Early Modern History (12.2008/3-4; Zugriff auf die Artikel nur bei Subskription) enthält sieben Beiträge zum Thema Cultural History of Early Modern Streets, darunter einen von Maria Helena Barreiros zu Stadtplanung in Lissabon im 18. Jahrhundert. Eine erste Suche nach numb* in den PDFs brachte allerdings keine Ergebnisse zu etwaiger Behandlung der Hausnummerierung.

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Erste Schritte in der Wikipedia

Soeben habe ich meinen ersten Versuch unternommen, mich an der Wikipedia zu beteiligen, indem ich den Hausnummern-Artikel um die Literaturangabe zu Bernhard Wittstocks Werk ergänzt sowie den Link auf meine Homepage korrigiert habe. Ach wie aufregend: Werden die bislang nur in der Entwurffassung einsehbaren Änderungen bald gesichtet werden? Werden sie vor den Augen der strengen WikipedianerInnen Gnade finden? Fragen über Fragen...

Bern: Ausstellung zu Kommunikation mit dem Jenseits

Vor kurzem hat im Museum für Kommunikation in Bern die Ausstellung Goodbye & Hello: Im Dialog mit dem Jenseits eröffnet, die noch bis Juli 2009 zu sehen ist. Spiritismus, Geisterstimmen, Nahtoderfahrungen, ... alles drin. Eine Kritik bringt u.a. die WOZ.

Mahler/Wolf: Molch

Evolver präsentiert Molch, eine Serial Killer-Graphic Novel, die die graue Atmosphäre des Wien der 1960er und 1970er Jahre gut einfangen soll.

Mahler, Nicolas/Wolf, Heinz: Molch. Wien: Luftschaft, 2008.

Mittwoch, 22. Oktober 2008

Suchmaschinenkonferenz "Deep Search" in Wien

Das World-Information Institute veranstaltet am 8.11.2008 im Wiener Austria Trend Hotel Savoyen die Konferenz "Deep Search". The digital future of finding out, bei der auch Bernhard Rieder einen Vortrag halten wird.

Interview mit Alexander Kluge zu Eisensteins Kapital-Projekt

Heute in der FAZ: Ein Interview mit Alexander Kluge anlässlich seiner im November bei Suhrkamp erscheinenden DVD-Box Nachrichten aus der ideologischen Antike, die sich mit Sergej Eisensteins Projekt einer Verfilmung des Kapital auseinandersetzt.

Dienstag, 21. Oktober 2008

Vortrag zu Adressbüros, Institut für Wirtschafts- und Sozialgeschichte Uni Wien, 22.10.2008

Bevor ich's noch ganz vergesse: Morgen halte ich im Rahmen des WISO Institutskolloquium folgenden Vortrag:

Informations- und Verkaufsvermittlung im Wiener Frag- und Kundschaftsamt um 1800

Zeit: Mi 22.10.2008, 12h s.t.
Ort: Uni Wien, Seminarraum des Instituts für Wirtschafts- und Sozialgeschichte

Abstract:

Seit dem 17. Jahrhundert entstehen in europäischen Städten so genannte „Adressbüros“, die der Vermittlung von Informationen, Waren, Geld und Arbeitskräften dienen: Bereits 1630 gründet Théophraste Renaudot in Paris das „Bureau d’Adresse“, in London werden ab Mitte des 17. Jahrhunderts eine Reihe teils an der Börse angesiedelter und sich konkurrenzierender „Registry Offices“, „Offices of enteries“, „Offices of Intelligence“ bzw. „Places of Encounters“ eingerichtet, in Berlin folgt 1689 das von Hugenotten geleitete „Adress-Hauß“.
Auch in der Habsburgermonarchie gibt es ab dem 18. Jahrhundert solche Einrichtungen; hier werden sie „Frag- und Kundschaftsämter“ genannt. Ein solches „Fragamt“ wird gemeinsam mit dem Versatzamt in Wien 1707 installiert, es folgen Prag (1747), Brünn (1751), Preßburg (1781-1783), Lemberg (1782), Graz (1783), Pest (1787) und Innsbruck (1799). Diese „Ämter“ werden zumeist von mit Privileg versehenen Privatpersonen geführt, ihre Haupttätigkeit besteht in der Herausgabe so genannter „Kundschaftsblätter“. Dabei handelt es sich in der Regel um Anzeigenblätter, die z.B. Verkaufsanzeigen bzw. Vermietungsangebote für Immobilien und bewegliche Güter, Stellengesuche sowie zuweilen die typischen Inhalte von Intelligenzblättern wie Tauf- Trau- und Sterbelisten, obrigkeitliche Bekanntmachungen, Steckbriefe und auch Berichte von grauenerregenden Kriminalfällen veröffentlichen.
In meiner Präsentation möchte ich insbesondere auf das Wiener Fragamt eingehen, dessen Kundschaftsblatt von 1728 bis 1813 in enger Kooperation mit der „Wiener Zeitung“ erschien, bevor es endgültig in letzterer aufging.

#FragamtWien

Jungle World zu Ramón Llull

Frühneuzeitliche Gelehrsamkeit zählt in der Regel nicht zu den Schwerpunkten der Jungle World; diesmal gibt es eine Ausnahme, der Mallorca-Aufenthalt macht's möglich, und so rückt Ramón Llull ins Zentrum des Interesses, wenn auch der Schluss des Artikels den Tenor ziemlich auf den Punkt bringt: Am Ende unserer Suche nach der Erleuchtung stehen wir vor der in Beton gegossenen ars combinatoria. Llullischer Schnaps und llullische Kreise sind geiles Zeug, wir sind schon llull und llall.

Montag, 20. Oktober 2008

Piraterie im Auftrag der EU

In letzter Zeit dient die Piraterie vor dem Horn von Afrika oft als Argument, um weitere zukünftige militärische Auslandseinsätze der EU zu rechtfertigen. Dass die EU selbst Piraterie betreibt, wenn es darum geht, Flüchtlinge im Mittelmeer zu bekämpfen, bekommt man seltener zu lesen:

Im Blick auf die Ideale der europäischen Zivilisation sind vor allem jene Einsätze erwähnenswert, bei denen Frontex-Schiffe Flüchtlingsboote stoppen und den Insassen von ihrem Benzin und ihren Lebensmitteln so viel wegnehmen, also stehlen, daß der verbleibende Vorrat nur noch für die Rückfahrt an die afrikanische Küste reicht. Bei diesen Akten der Piraterie, die sich auch in internationalen Gewässern vollziehen, taten sich nach Angaben des Leiters der Einsatzzentrale der italienischen Militärpolizei in Rom, Francesco Saverio Manozzi, hiesige Beamte hervor. In einem ARD-Radiofeature wurde Manozzi mit der Feststellung zitiert, daß insbesondere die deutschen Verbände die "harte Linie praktizieren" und den Flüchtlingsbooten Treibstoff und Lebensmittel entnähmen.

Schröder, Ralf: todeszone.eu, in: konkret, 2008/10, S.12-14, hier 13.

Update: Pickings trägt noch den Link zum von Roman Herzog gestalteten Radiofeature nach (Programminfo/Sendeskript [RTF]).