User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Archiv

Oktober 2008
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 6255 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2022/07/20 08:54

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Montag, 20. Oktober 2008

Piraterie im Auftrag der EU

In letzter Zeit dient die Piraterie vor dem Horn von Afrika oft als Argument, um weitere zukünftige militärische Auslandseinsätze der EU zu rechtfertigen. Dass die EU selbst Piraterie betreibt, wenn es darum geht, Flüchtlinge im Mittelmeer zu bekämpfen, bekommt man seltener zu lesen:

Im Blick auf die Ideale der europäischen Zivilisation sind vor allem jene Einsätze erwähnenswert, bei denen Frontex-Schiffe Flüchtlingsboote stoppen und den Insassen von ihrem Benzin und ihren Lebensmitteln so viel wegnehmen, also stehlen, daß der verbleibende Vorrat nur noch für die Rückfahrt an die afrikanische Küste reicht. Bei diesen Akten der Piraterie, die sich auch in internationalen Gewässern vollziehen, taten sich nach Angaben des Leiters der Einsatzzentrale der italienischen Militärpolizei in Rom, Francesco Saverio Manozzi, hiesige Beamte hervor. In einem ARD-Radiofeature wurde Manozzi mit der Feststellung zitiert, daß insbesondere die deutschen Verbände die "harte Linie praktizieren" und den Flüchtlingsbooten Treibstoff und Lebensmittel entnähmen.

Schröder, Ralf: todeszone.eu, in: konkret, 2008/10, S.12-14, hier 13.

Update: Pickings trägt noch den Link zum von Roman Herzog gestalteten Radiofeature nach (Programminfo/Sendeskript [RTF]).