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Dienstag, 30. September 2008

Büroklammern und Widerstand

BI-bindersIst das jetzt ein subtiler Wahlkommentar im Standard, dieser Hinweis heute auf die Widerständigkeit des Tragen von Büroklammern?

Darum lobte der Geschäftsführer des Büroartikel-Großhandelshauses "eplus" die "Büroklammern-Challenge" aus: Wer bis zum 10. Oktober Fotos kreativen Umkrümmens an bueroklammer@eplusoffice.at mailt, kann eine Reise nach Oslo gewinnen. Zur größten Büroklammer der Welt.

Dass dieses Sieben-Meter-Monument in Norwegen steht, hat jedoch nicht Büro-, sondern zivilgesellschaftlichen Hintergrund. Nach der Okkupation durch Nazideutschland (April 1940) wurde die Klammer Symbol des Widerstandes: Man trug sie am Revers. Den Besatzern war das nicht egal: Das Tragen von Büroklammern wurde verboten - und geahndet.


Das Foto von dem Monument stammt übrigens aus dem Büroklammern-Eintrag der norwegischen Wikipedia.
Und der österreichische Historiker Roman Sandgruber veröffentlichte schon letztes Jahr einen Artikel zur Geschichte der Büroklammer.

Rebranding the USA: David Harvey zu Barack Obama

Die Oktoberausgabe von analyse & kritik bringt die deutsche Übersetzung (S.20, nur Print) eines Videointerviews mit David Harvey, das Pepe Escobar für Therealnews geführt hat:

[Harvey:] Meines Erachtens unterstützen viele Vertreter der herrschenden Klasse Barack Obama, weil er dem Rest der Welt ein Image wie John F. Kennedy vermitteln kann. Den Lateinamerikaners soll es beispielsweise schwer gemacht werden, weiterhin Reden über die "imperialistischen Schweine im Norden" zu schwingen. Wenn Obama Präsident wird, müssen sie sich das verkneifen, weil er eine heldenhafte Figur sein wird. Ich glaube, die herrschende Klasse in den USA wird letztlich Obama unterstützen...

[Escobar:] Die Finanziers der Wall Street machen das ja bereits. Sie haben bereits zehn Millionen Dollar gesammelt. In den nächsten drei bis vier Monaten sollen es noch viel mehr werden...

[Harvey:] Ja genau. Ich glaube, für sie ist Obama jemand, der ihnen dazu verhilft, ein Image der Vereinigten Staaten als die "Guten" zu vermitteln.

[Escobar:] Deiner Meinung nach geht es hier also vor allem um eine Erneuerung des Images, um eine Art "Rebranding"?

[Harvey:] Ja, die Erneuerung des Images ist von großer Bedeutung. Es geht darum, das Image der USA auf der weltpolitischen Bühne so zu erneuern, dass sie die "Guten" und nicht mehr länger die "Bösen" sind.


Vgl. übrigens auch diesen Hinweis.