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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 10. April 2009

Gefängnis mit Selbstverwaltung - 2

Vor drei Jahren berichtete die NZZ über das in Selbstverwaltung der Häftlinge befindliche Gefängnis San Pedro in La Paz. Diese Woche bringt der Freitag dazu einen ausführlich bebilderten Beitrag.

Ernst Engelberg 100

Zum 100jährigen Geburtstag des Bismarckhistoriographen Ernst Engelberg gab es einiges an Berichten, hier etwa, dann im ND (1/2) und in der UZ. Vgl. auch seinen Eintrag in der Wikipedia.
Besonders hinweisen möchte ich darauf, dass Engelberg quasi auch eine medienhistorische Veröffentlichung aufzuweisen hat:

Engelberg, Ernst: Revolutionäre Politik und rote Feldpost 1878–1890. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Donnerstag, 9. April 2009

Gegengipfel zum Treffen der EU-Bildungsminister

Dies wurde zuletzt über die IG-Liste verbreitet, ein Aufruf zur Teilnahme an einem Gegengipfel zum Treffen der europäischen Bildungsminister in Löwen, 25.-29.4.2009:

Dear all,

Next 25 to 29th of april takes place in louvain a european counter-summit to that of the european ministers of education and the bologna process.

We believe that it is important to participate to such an event, that should be the occasion to consolidate a network of activists at an European scale.

You will find the proper schedule of the counter-summit here :
http://collectif-printemps-2010.googlegroups.com/web/countersummit.doc

Bezüglich der Urheberschaft ist der Aufruf ja etwas zurückhaltend, verantwortlich zeichnet nämlich eine collective group Spring 2010

Die Homepage scheint jedenfalls diese zu sein: http://www.louvain2009.com

Brno, Mendlovo náměstí 1a: Die Nummer des Monstrum

Brno_MendlovoNam1A

Mendel sagte die Wahrheit, aber er war nicht ‘im Wahren’ des biologischen Diskurses seiner Epoche: biologische Gegenstände und Begriffe wurden nach ganz anderen Regeln gebildet. Es mußte der Maßstab gewechselt werden, es mußte eine ganz neue Gegenstandsebene in der Biologie entfaltet werden, damit Mendel in das Wahre eintreten und seine Sätze (zu einem großen Teil) sich bestätigen konnten. Mendel war ein wahres Monstrum, weshalb die Wissenschaft nicht von ihm sprechen konnte.

Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt am Main: Fischer 10083 (9.-10.Tsd), 1994, S.25.

Mendel-Museum der Masaryk Universität

Mittwoch, 8. April 2009

Der Fürst nummeriert seinen Palast, Esterhaz 1785

Diese Woche bin ich wieder mal in Brno und sehe mir u.a. stichprobenweise die Brünner Zeitung - verlegt vom dortigen Fragamt - durch. Ein Zufallsfund lautet wie folgt:

Die Numerirung der Häuser in Ungarn, hat noch immer den besten Fortgang. Zu Esterhaz bezeichnete der dortige regierende Herr Fürst seinen Pallast eigenhändig mit Num. 1 und gab hiedurch seinen zahlreichen Unterthanen, gewiß ein nachamungswürdiges Beyspiel des Gehorsams gegen den Monarchen, und dessen Gesetze.

Kurzer Kommentar: Der Versuch, die Konskription und die Hausnummerierung in den 1780er Jahren auch in Ungarn einzuführen, sollte v.a. am Widerstand des dortigen Adels scheitern. Kein Wunder also, dass Belege für dessen Willfährigkeit gerne in den Zeitungen veröffentlicht wurden.

Brünner Zeitung, Nr.7, 22.1.1785, S.55
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1785

Dienstag, 7. April 2009

Ein Unfall mit dem Aufzug der Kriegskanzlei, Wien 1778

Über einen Unfall mit einem Aufzug im Gebäude des Hofkriegsrats (das im übrigen bis wenige Jahre zuvor dem dann aufgehobenen Jesuitenorden gehörte) berichtet die Brünner Zeitung unter der Angabe Wien, 3.2.1778 folgendes:
In dem Gebäude zur K.K. Kriegskanzley ist bekanntermaßen eine Maschine angebracht, vermittelst welcher man diejenigen, denen das Gehen über die Treppe zu beschwerlich fällt, in alle Stockwerke hinaufziehen kann. Dieser Maschine wegen ist in jedem Stock eine Oeffnung, wodurch man zu derselben eintreten kann. Letzthin versahs einer von den Kaminfegern, die zu Nacht die Wache daselbst haben. Er kam im Dunkeln unversehens an diese Oeffnung, und fiel vom dritten Stock auf diese Maschine hinab, wo er sich wegen des schweren Falles den Kopf an einem sehr dicken an der Maschine befindlichen Balcken, der zur Sperrung derselben dient, stark zerschmetterte. Er wurde wegen der schweren Verletzungen zwar für todt aufgehoben; allein er erholte sich nach der Zeit wieder. Am 31 vorigen ward er trepanirt, und man hofft, ihn beym Leben zu erhalten.

Apropos Trepanation: Vor einiger Zeit brachte der Sumpf ja was zur Selbst-Trepanation, also zu Menschen, die sich freiwillig ein Loch in den Schädel bohren; ich hab' auf Anhieb mal einen Bericht der Zeit dazu gefunden.

Brünner Zeitung Der kaiserl. königl. privileg. Mährischen Lehenbank, Nr.11, 8.2.1778.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1778

Seltsamerweise scheint das Wienerische Diarium nichts darüber berichtet zu haben (siehe zumindest die Ausgaben von 4.2.1778, 7.2.1778 und 11.2.1778); sonst ist ja in Sachen Aufzug auf das schöne Buch von Andres Bernard hinzuweisen:

Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006.

Samstag, 4. April 2009

Österreich-Festwochen bei konkret

Die Anlässe sind selbstredend wie üblich unerfreulich, wenn es darum geht, österreichische Begebenheiten zu dokumentieren, doch immerhin, wer denn nun will, kann es zumindest nachlesen: In der aktuellen Ausgabe von konkret sind sozusagen Online-Österreich-Festwochen, denn sowohl Erwin Riess' Beitrag über den Ausgang der Kärntner Wahlen als auch Richard Schuberths Artikel zum Klassik-Einsatz zwecks Vertreibung Obdachloser sind über die konkret-Homepage verfügbar. Schon etwas länger her (Dezember-Ausgabe 2008) ist es, dass Clemens Peck und Stephan Kurz einen der in Österreich halt so üblichen Vorfälle - ein Straßenbahnfahrer lässt den Führer hoch leben - mit der Vorliebe zu Wiedergänger-Stories kurz schlossen, und einen sehr lesenswerter Text produzierten, der ebenfalls online ist: Dawn of the Dead. Jörg Haider lebt - im Führerstand einer Wiener Straßenbahn.

Montag, 6. April 2009

Ilja Ehrenburg/El Lissitzky: My Paris

Ehrenburg-Lissitzky_MyParis_400

Ein wunderbares Paris-Buch, das nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern den Alltag der Stadt in den Blick nimmt, hat Anfang der 1930er Jahre Ilja Ehrenburg zusammengestellt, für Montage und Design zeichnete El Lissitzky verantwortlich. Ein Schnäppchen ist der vor ein paar Jahren bei Steidl erstellte Reprint (mit englischem Booklet) der sowjetischen Erstausgabe von 1933 nun nicht gerade, aber faszinierend allemal.

Ehrenburg, Ilja/Lissitzky, El: My Paris. Göttingen: Steidl, 2005. [Verlagsinfo mit Beispielsseiten, Perlentaucher]

Sangerhausen schluckt Wippra

Seit Anfang 2008 gehört die ehemals selbständige Gemeinde Wippra in Sachsen-Anhalt zu Sangerhausen; diese Einverleibung brachte auch eine Reihe von Strassenumbenennungen und Hausnummernänderungen mit sich. Anlass füer den RBB, zwei MitarbeiterInnen des Ordnungsamts Sangerhausen auf ihrem Inspektionsweg durch Wippra zu begleiten, immer auf der Lauer, ob die neuen Hausnummern schon angebracht und die alten ordnungsgemäß durchgestrichen sind.

Rezensur oder: kleiner Zusatz zu Darnton

Ein etwas geschöntes Bild von der Gelehrtenrepublik des 18. Jahrhunderts präsentiert Robert Darnton in seinem Artikel für Le Monde Diplomatique (via Archivalia):

Das 18. Jahrhundert dachte sich die Gelehrtenrepublik als ein Reich ohne Polizei, ohne Grenzen und ohne Ungleichheiten, es sei denn die der unterschiedlichen Begabung. Jeder würde teilnehmen können, der sich der beiden wichtigsten staatsbürgerlichen Tugenden befleißigte: Schreiben und Lesen. Die Autoren brächten ihre Ideen zu Papier, und die Leser würden sie beurteilen. Dank der Macht des gedruckten Wortes würden sich diese Beurteilungen in immer weiteren Kreisen verbreiten und am Ende würde das bessere Argument obsiegen.

Darnton selber schränkt dann seine Behauptungen ohnehin ein, erwähnt aber nicht, dass gerade auch das 18. Jahrhundert ein zuweilen sehr scharfes Rezensionswesen entwickelte, dass durchaus versuchte, festzulegen, was denn nun richtig bzw. wahr sei, und was besser nicht geschrieben worden wäre. Verschärft wurde dass z.B. noch in der Habsburgermonarchie in Reaktion auf die Französische Revolution, wie uns bei der Durchsicht der um 1800, 1810 in Wien erschienenen Zeitschriften nur klar wurde. Dabei wurde uns auch bewusst, dass Zensoren zumeist auch Rezensionen schrieben; wir nannten das einfach schlicht "Rezensur":

Aspalter, Christian/Tantner, Anton: Ironieverlust und verleugnete Rezeption: Kontroversen um Romantik in Wiener Zeitschriften, in: Aspalter, Christian/Müller-Funk, Wolfgang/Saurer, Edith/Schmidt-Dengler, Wendelin/Tantner, Anton (Hg.): Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert. Wien: Wiener Universitätsverlag, 2006, S. 47-120. (PDF)

Slawisches Tiernamengut in Kärnten

Update zum Kuh-Posting: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Urmeter in Ottakring

Das sind allerdings breaking news: Das Urmeter (bzw. Meter-Normal, seit 1983 als jene Länge der Strecke definiert, die Licht im leeren Raum während einer Dauer von 1/299 792 458 Sekunde durchläuft) siedelt sich laut APA-Aussendung in Wien Ottakring, Arltgasse 35 an: Weltweit wird also die Darstellung des modernen "Meter-Normals" von Wien aus gesteuert.
[via Standard]

Donnerstag, 2. April 2009

Konstanze Mittendorfer und Peter Payer zum Hausmeister, Wien 1800-1850

In ihrer Studie Bauen und Wohnung in Wien und Berlin 1800-1850 kommt Konstanze Mittendorfer auch auf die Institution des Hausmeisters zu sprechen:
In Wien fand der Übergang von der traditionellen Herrschaft des Hausbesitzers zur Selbstdisziplinierung der Mietparteien seinen personifizierten Ausdruck – und damit eine besonders langlebige Kompromißform – in der Einrichtung des Hausmeisters. (...) seine ständige Anwesenheit im Haus [erlaubte es] dem Hausbesitzer, sich aus der alltäglichen Kontrolle der Mieter zurückzuziehen. (...) Der Hausmeister schob sich als regulierende Instanz zwischen alle Parteien, zwischen Hausbesitzer und Mieter, zwischen Oben- und Unten-Parteien, fremde und hausinterne Personen. Und seine 'vermittelnde' Stellung erlaubte es, direkten Konfrontationen zwischen dem Hausbesitzer und den Mietern zunächst auszuweichen. Hausmeister sind Kontakt- und Anlaufstelle für die außerhäusliche Öffentlichkeit. Mittendorfer spricht von einer charakteristischen Mischung aus bespitzelnder Information und Aufsicht über die Bewohner, Hausbedienter, Wartungspersonal und Unterhändler; die Institution des Hausmeisters ist nach ihr geprägt von den Anfängen des Wiener Wohnungsmarkts, als das Zusammenwohnen fremder Mietparteien in einem haus noch ungleich mehr von Verantwortlichkeit und den persönlichen Interessen des Hausbesitzers bestimmt war. Der für Wien charakteristische Kompromiß zwischen traditioneller hausväterlicher Herrschaft und neuem Wohnungsmarkt fand im Hausmeister die geeignete Figur, die hausherrliche Kontrolle und Wahrung der Ordnung indirekt weiterführen zu können. (Mittendorfer, 170)
Ähnlich auch Peter Payer: Es gehörte zu den Pflichten des Hausmeisters über alle Vorkommnisse im Haus Bescheid zu wissen und dem Hausherrn im Bedarfsfall Meldung zu erstatten. Ihm waren alle Parteien persönlich bekannt, oft wußte er über eine Familie schon bevor sie einzog sämtliche privaten und beruflichen Verhältnisse. Kein Wunder, dass sich die Polizei ihrer als Auskunftskanzlei bediente, und die Hausmeister sich als geheime Ordnungsmacht im Staat sahen; der Informationsaustausch funktionierte dabei wechselseitig: Die Polizei bekam Auskünfte über verdächtige Mieter, der Hausmeister wiederum Vorabinformationen über künftige Mieter (Payer, 7f [PDF: 5f]).
Spannend auch, dass nach Mittendorfer die Hausmeister eine wichtige Rolle bei der Wohnungsvermittlung eingenommen haben sollen; sie schreibt von der Institution der Hausmeister, die aufgrund ihrer Kontakte untereinander über das Wohnungsangebot ganzer Stadtviertel informiert waren und andrerseits die zentrale Anlaufstelle für hausfremde Quartiersucher darstellten. (Mittendorfer, 146)
Einer ihrer wichtigsten Belege ist übrigens Nestroys Stück Eine Wohnung ist zu vermiethen in der Stadt.

Mittendorfer, Konstanze: Biedermeier oder: Das Glück im Haus. Bauen und Wohnung in Wien und Berlin 1800-1850. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik, 1991.

Payer, Peter: Hausmeister in Wien. Aufstieg und Niedergang einer Respektsperson (=Wiener Geschichtsblätter; Beihefte; 4/1996). Wien 1996. [PDF-Version (Paginierung entspricht nicht der Printversion)]

Mittwoch, 1. April 2009

Hunger und Tabellen, 1770/71

Letztes Jahr erschien in Saeculum ein v.a. auf Literatur basierender Artikel von Manfred Vasold zur um 1770 in Europa grassierenden Hungersnot; seine These ist, dass diese mehr zum Hinwegfegen des Ancien régime beigetragen [habe] als die intellektuelle Kritik der Aufklärer (Vasold, 142).
Mein Interesse an dieser Hungersnot wiederum liegt v.a. in ihrer Beziehung zur Statistik. Pointiert läßt sich nämlich feststellen, dass die Hungersnot von 1770/71 auch eine Unmenge von Tabellen produzierte. Vasold deutet dies nur an einer Stelle an, als er erwähnt, dass in Salzburg im November 1770 eine Erfassung der Getreidebestände und der Bevölkerung angeordnet wurde (Vasold, 117). Ein weiteres Beispiele wäre die Verwendung der Konskriptionsergebnisse für Böhmen zur Berechnung des Bedarfs an Getreidevorrat (Tantner, 170), was auch für Oberösterreich belegt ist (Kumpfmüller, 111f). In Bayern wiederum war die Hungersnot von 1770 die direkte Auslöserin der aufwändigen Dachsbergschen Volksbeschreibung (Denzel, 24).

Denzel, Markus A.: Professionen und Professionisten. Die Dachsbergische Volksbeschreibung im Kurfürstentum Baiern. (1771–1781). (=VSWG Beihefte; 139), Stuttgart: Steiner, 1998.

Kumpfmüller, Josef: Die Hungersnot von 1770 bis 1772 in Österreich. Wien: Dissertation an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, 1969.

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007.

Vasold, Manfred: Die Hunger- und Sterblichkeitskrise von 1770/73 und der Niedergang des Ancien régime, in: Saeculum, 59/I.2008, S. 107–142.

Dienstag, 31. März 2009

Eine Kulturgeschichte der Kuh

Sehr schön, die NZZ rezensiert heute eine Kulturgeschichte der Kuh (übrigens). Ob da auch Benjamins Muh-Gedicht vorkommt?

Werner, Florian: Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung. Zürich: Nagel & Kimche, 2009.

Update: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Montag, 30. März 2009

Nachträgliche Paginierung von Handschriften, Wien 1834

Eine weitere Trouvaille aus dem Abenteuer Bibliothek-Bändchen, ein Zitat Hoffmann von Fallerslebens über eine 1834 nach Wien unternommene Reise:
Unterdessen war ich eifrig beschäftigt in der Hofbibliothek mit einem Verzeichnisse aller dortigen deutschen Handschriften bis zum 15. Jahrhundert. Die Arbeit hatte ihr Ergötzliches, mitunter aber auch ihr sehr Langweiliges: in vielen Handschriften waren die Blätter noch unbezeichnet und ich mußte nun manchen Tag viele tausend Zahlen schreiben.

Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich: Mein Leben, Teil I, 2. Bd., Berlin 1894, S. 154-157, zit nach: Polt-Heinzl, Evelyne (Hg.): Abenteuer Bibliothek. Ein Ort des Wissens und der Fantasie. Wien: Brandstätter, 2009, S. 71.