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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Mittwoch, 24. Dezember 2008

DNA-Tests zur Trauerarbeit

Esperance-François Ngayibata Bulayumi ist Bildungsbeauftragter des Afroasiatischen Institutes Wien und hat vor kurzem Requiem für Pescho. Eine Trauerarbeit der anderen Art (Wien: Aa-infohaus, 2008) veröffentlicht, ein Buch im Gedenken an einen jener Migranten, die auf ihrer Fahrt nach Europa im Mittelmeer ertrunken sind. Die aktuelle Ausgabe vom Augustin (derzeit nur Print) bringt ein Interview mit dem Autor, in dem folgende Passage wohl auch für die KollegInnen von Verdaten. Klassifizieren. Archivieren. interessant sein müsste, kommt hier doch die Forderung nach DNA-Tests einmal nicht aus einer polizeilichen Perspektive:

Trauerarbeit, am Beispiel der Menschen, die vor Lampedusa oder im Mittelmeer sterben, ist so wichtig, weil ihr Ableben psychosomatische und soziale Schmerzen in der Gesellschaft verursacht. Die Hinterbliebenen dachten, dass dieser Mensch Geld für die Kinder schicken wird. Er hat das versprochen und lebt nicht mehr, Das ist sozialökonomisch für die Familie eine Katastrophe. Die meisten der Flüchtlinge sind Männer, und ihre Frauen können, solange sie ihre Trauer nicht abgeschlossen haben, nicht wieder heiraten. Oft warten sie Jahre und wissen gar nicht, dass ihr Mann tot ist. Die Weltöffentlichkeit sollte diesen Menschen z.B. mit den Mitteln der DNA-Analyse helfen, zu ihrer Trauerarbeit zu kommen, damit sie sagen können, dieser geliebte Mensch ist gestorben – und ich muss und kann jetzt mit einem neuen Leben anfangen.

Nichtschwimmer haben keine Wahl. [Interview mit Esperance-François Ngayibata Bulayumi, Bildungsbeauftragter des Afroasiatischen Institutes Wien von Kerstin Kellermann], in: Augustin. Die erste österreichische Boulevardzeitung, Nr. 243, 17.12.2008-13.1.2009, S. 14.

Dienstag, 23. Dezember 2008

Hacks & Fehlfarben

Adventkalender allerorten, da möchte doch auch das Adresscomptoir nicht nachstehen und passend zur Jahreszeit auf Korrespondenzen zwischen Peter Hacks und den Fehlfarben hinweisen und damit Material für künftige Studien zur Hacks-Rezeption bei Peter Hein (bzw. vice versa) liefern:

Peter Hacks:
Die Glocke stört, es stört der Muezzin.
Man bringe sie zum Schweigen, die wie ihn.


Fehlfarben:
Kreuz und Halbmond – der gleiche Beschiß
Man weiß wirklich nicht was ekliger ist.


Hacks, Peter: Recht auf Gleichbehandlung, in: Ders.: Die Gedichte. Hamburg: Edition Nautilus, 2000, S. 320.
Fehlfarben: Schnöselmaschine, auf: Knietief im Dispo, !K7 Record, 2002

Montag, 22. Dezember 2008

Evolver-Porträt von Chuck Palahniuk

Evolver porträtiert heute Chuck Palahniuk und bringt damit eine brauchbare Übersicht über dessen bislang verfasste Bücher.

Vom Sichtbarmachen des Teufels

Letzten Freitag hat Ulrike Krampl (Uni Tours) im Rahmen des an der Sorbonne abgehaltenen Seminars Savoirs invisibles. Pratiques, acteurs et institutions 17e – 19e siècles den Vortrag Le secret de "faire voir le diable". Comment rendre visible l’au-delà à Paris au XVIIIe siècle ? gehalten. Ein Mitschnitt ist hier online: Teil 1, Teil 2 (jeweils MP3).

Sonntag, 21. Dezember 2008

Rezension von "Ordnung der Häuser"

Dank Falk Bretschneiders soeben erschienener Rezension meines Buchs Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen im Bulletin d'information de la Mission historique française en Allemagne (44.2008, S. 420-422) werden nun auch einem französischsprachigen Publikum die Hausnummern nahe gebracht; aus der Rezension: Écrire l'histoire du numéro de maison signifie pour A. T. écrire l'histoire de quelque chose qui ne va pas de soi - un pari relevé avec succès. Il déploie le panorama d'une action concertée des autorités en signalant les multiples obstacles auxquels elle se heurte et les échecs qu'elle connaît.
Die bislang erschienenen Rezensionen sind hier verzeichnet.

Samstag, 20. Dezember 2008

Vom Wimmeln des Volks beim Zeitungsamt, Wien 1778

Vor kurzem wies Gerhard Ammerer in einem Artikel für das Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts wieder einmal darauf hin, was für einen Run es in Wien Ende der 1780er Jahre auf die Extrabeilagen der Wiener Zeitung gab, die über den von Joseph II. betriebenen Krieg gegen das Osmanische Reich berichteten. Ammerer zitiert aus einer 1788 erschienenen Broschüre Johann Rautenstrauchs: Ungeduldig harren nun die Bürger Wiens aus allen Klassen und Ständen [...] Tausende fragen schon Vormittags im Komtoir, ob eine Beylage erscheinen wird. (S.67)

Bereits 10 Jahre zuvor hatte ein anderer Krieg - der Bayerische Erbfolgekrieg - einen ähnlichen Ansturm ausgelöst, wie die Brünner Zeitung in ihrer Ausgabe vom 29.1.1778 berichtet:
Wien, den 25 Jan. [Absatz] Sie hätten am 21 dieses sehen sollen, was das für ein Gedränge unter den Leuten war, als des Abends das hiesige Diarium ausgegeben wurde. Dieß geschah erst um 7 Uhr. Was ist das für ein Auflauf, würden Sie gesagt haben. Man wußte nämlich, daß den gewöhnlichen Zeitungsblättern auch die Kaiserlichen und K.K. allergnädigsten Manifeste, die Besitznehmung einiger Bayerschen Lande betreffend, sollten beygelegt werden. Es wimmelte alles von dem beym Zeitungsamte gehäuften Volk; und da jeder die Zeitung am ersten haben wollte, war das Zudrängen so stark, daß der sich stemmende Haufe sich den Eingang selbst verschloß. Diejenigen, welche in das Zeitungs-Expeditionsgewölbe hineingekommen waren, konnten wegen der von außen herandringenden Menge nicht mehr zur Thüre hinaus; sondern man war gezwungen, die Fenster auszuheben. Die Leute, Manns- und Weibspersonen, sprangen also mit ihrer Zeitung in der Hand zum Fenster heraus, welches ein artiges Schauspiel gab. Dieß war wohl ein neuer Weg, den gewiß vorher niemals ein Zeitungsliebhaber, bloß um der Zeitung Willen, gegangen.

Brünner Zeitung Der kaiserl. königl. privileg. Mährischen Lehenbank, Nr.8, 29.1.1778.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1778

Ammerer, Gerhard: Aloys Blumauers Gedicht "Das Lied von Belgrad. 1789" und Antikriegsliteratur im Wiener Musenalmanach, in: Jahrbuch der Österreichischen Gesellschaft zur Erforschung des 18. Jahrhunderts, 21.2006, S. 65-83, hier 67.

SpOn zu Jazz im Realsozialismus

Nun berichtet SpOn über das Forschungsprojekt Jazz im Ostblock – Widerständigkeit durch Kulturtransfer.

Freitag, 19. Dezember 2008

Ein gefährdetes Pflänzchen: Die Türnummer

So jung, und schon hat sie einen Löschantrag überstanden: Dank User PutzfetzenORG versucht die Türnummer ihren Eintritt in die Wikipedia. Vgl. übrigens auch diesen Eintrag zur Frage der Einführung der Tür- (oder vielleicht besser: Zimmer-)nummern in Hotels.

Resümee des Peter-Hacks-Jahr

War 2008 ein Hacks-Jahr? Nach Georg Fülberth im heutigen Freitag wider Erwarten sehr wohl. Immerhin: Das Adresscomptoir hat seinen Beitrag geleistet!

Donnerstag, 18. Dezember 2008

Fesselt ihn!

Es gibt Wikipedia-Einträge, die sind einfach nur öd. Jüngstes mir untergekommenes Beispiel: Der Eintrag zu Erwin Riess, in dem tatsächlich zu lesen ist, dass dieser an den Rollstuhl gefesselt ist. Als ob Riess nicht mehrfach den Schwachsinn dieser Formulierung thematisiert hätte, z.B. hier:
Ich habe in meinen Texten in den letzten 15 Jahren, seit ich im Rollstuhl sitze, immer wieder versucht, auf diese Phrasen hinzuweisen, und dass diese Phrasen diskriminierend sind. Ich bin aber, ehrlich gesagt, mittlerweile müde der Sache. Es ist nicht möglich, auch nur die dümmste dieser Phrasen von »an den Rollstuhl gefesselten Menschen« weg zu bekommen.
Die Leute denken nicht und sie meinen es nicht schlecht. Aber wenn ich jemanden an sein Hilfsmittel kette, dann habe ich nicht mehr die Möglichkeit, diesen Menschen als relativ selbständig zu empfinden, di halt für die Erreichung bestimmter Zwecke auf ein Hilfsmittel zurückgreift. Nein, es muss das übertrieben werden!

Es scheint tatsächlich nichts zu helfen, eine schnelle Wikipedia-Suche kommt zur Zeit übrigens auf 78 Treffer. Und ich nehme mal nicht an, dass es sich bei dem von User Harbran erstellten Eintrag um einen kommunikationsguerillahaften Fake handelt.
Weiterer Lektüre-Tipp: Das Groll-Stück Der Große Sprung, in dem ein Invalide namens Groll, der mit einer Wäscheleine an den Rollstuhl gefesselt ist, das 1. Rollstuhl-Bungee veranstaltet. (Riess, Erwin: Stücke 1994-2004. 3 Bände. St. Pölten: Literaturedition Niederösterreich, 2004, Bd.2, S. 290-294)

Recherche. Zeitung für Wissenschaft

Zu den durchaus erfreulichen Neuerscheinungen unter den Zeitschriften zählt Recherche. Zeitung für Wissenschaft. Die Webpräsenz ist nicht ganz am laufenden, ist mittlerweile doch schon die Ausgabe 3/2008 erschienen. Schwerpunkt ist das Thema unseres "Vor Google"-Symposions, drei dort gehaltene Vorträge werden abgedruckt: Martin Schreiber über Vannevar Bush, Markus Krajewski zu Ask Jeeves und den Diener als Informationszentrale sowie Daniel Weidner über das Suchen in heiligen Texten.

Mittwoch, 17. Dezember 2008

Helmut Höge zum Schuh

Massenhaft Materialien rund um das Thema Schuh stellt der Aushilfshausmeister zusammen.

Dienstag, 16. Dezember 2008

Schuhskrupel beim Standard

Mal ein Beispiel dafür, wie man es mit journalistischen Skrupeln auch übertreiben kann: In einem Bericht des Standards über ein Interview mit Klaus Schönberger anlässlich der Bush'schen Schuhung heißt es, dass Nikita Chruschtschow angeblich vor der UNO mit einem Schuh aufs Pult gehaut hat.
By the way: Auf Klaus Schönbergers Artikel zur Geschichte der Tortungen darf man ja schon gespannt sein!

90 Jahre Prager Postmuseum

Radio Prag berichtet heute über das vor 90 Jahren gegründete Prager Postmuseum. Aus dem Artikel geht leider nicht hervor, dass die Prager Dependance nur recht klein und auf Briefmarken spezialisiert ist, während die eigentlich interessante Ausstellung sich in Vyšší Brod befindet.

Montag, 15. Dezember 2008

"Militärdienst des Seins"

Olga Neuwirth auf die Frage "Wie gliedern Sie sich in die Gesellschaft ein?"

Ich hoffe, so wenig wie möglich, denn vom Rande aus kann man skalpellartiger wahrnehmen und man geht dadurch vielleicht dem vorhersehbaren Weg aus dem Weg. Ja dieser Weg - diesem Militärdienst des Seins - auf den man von Kindheit an geschickt wird, um Erfolg zu haben, zu siegen, zu funktionieren, lustig, glücklich und schön zu sein, dem möchte ich nicht gehorchen, was aber bedeutet, daß die Dinge ohne Kampfpause nur so auf einen einstürzen...

Wiederveröffentlichung:
„Die Mikroben haben eine Fehlprogrammierung im Hirn bewirkt...“ [2004] Jean-Noël von der Weid im Gespräch mit Olga Neuwirt, in: Drees, Stefan (Hg.): Olga Neuwirth. Zwischen den Stühlen. A Twilight-Song auf der Suche nach dem fernen Klang Salzburg/Wien/München: Anton Pustet, 2008, S. 279–281, hier 281.