User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7513 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Montag, 29. September 2008

Untertilliach

Hm, Berge sind ja nicht so meins; aber die Vorstellung vom Almauftrieb mit roten Fahnen hat was.

Piraten als Buchhalter

Neal Stephensons Confusion bietet nicht nur hausnummernmäßig Spannendes zu lesen, ist auch nicht nur formidable Literatur und erkenntnisbringende wirtschaftsgeschichtliche Studie gleichermaßen, sondern liefert darüber hinaus interessante Einblicke in die Verwendung von Registrierungstechniken durch die Piraterie. Denn wie erzählt doch die durch französische Staatspiraten heimgesuchte Eliza dem Chefkryptologen Rossignol?

Nun wisst Ihr vielleicht, Bon-bon, dass in jedem Piraten und Freibeuter die Seele eines Buchhalters schlummert. Mancher würde freilich sagen, es verhält sich genau andersherum. Das ergibt sich daraus, dass sie ihren Lebensunterhalt mit der Plünderung von Schiffen bestreiten, und das ist ein eiliges, unordentliches, unsauberes Geschäft; der eine Pirat mag die Hasenpfote eines Herrn finden, während der Bursche zu seiner Linken einen wachteleigroßen Smaragd aus dem Dekolleté einer Dame fischt. Das ganze Unternehmen würde in einem Handgemenge enden, wenn nicht sämtliche erbeuteten Gegenstände zusammengelegt, peinlich genau sortiert, taxiert, registriert und danach nach einem festen Schema aufgeteilt würden. Das ist auch der Grund, warum der englische Euphemismus für Freibeuterei Kasse machen lautet.

Stephenson, Neal: Confusion. München: Goldmann 46662, 2008, S. 77.

Sonntag, 28. September 2008

Personennummern statt Namen im Kambodscha der Roten Khmer

Das wusste ich bislang nicht; ein Artikel der Oktober-Ausgabe a&k über den Terror der Khmers Rouges in Kambodscha berichtet über den Plan der Nummerierung der EinwohnerInnen:
Die Agenda des "klassenlosen Bauernstaates" war so rigoros nivellierend, dass Nummern die Personennamen ersetzen sollten.
Quellenangaben gibt's leider - abgesehen von: Heinz Kotte/Rüdiger Siebert: Der Traum von Angkor. Bad Honnef 2000 - leider keine, aber Literatur müsste es da ja wohl eh schon etliches geben.

Samstag, 27. September 2008

100 Jahre Toblerone - Ausstellung im Designforum Wien

Ist mir bislang entgangen: Toblerone ist dieses Jahr 100, und eine dazu gestaltete Wanderausstellung macht vom 1.-11.10.2008 im Designforum Wien halt.

Freitag, 26. September 2008

Innsbruck

Es ist schon einige Zeit her, dass ich das Innsbrucker Fragamt des Michael Hermann Ambros vorgestellt habe. Gestern bin ich nun in Innsbruck eingelangt und werde bis Ende nächster Woche ja sehen, was Tiroler Landesarchiv, die Innsbrucker UB und die Bibliothek des Ferdinandeum für Informationen zu dieser Einrichtung zu bieten haben.

Donnerstag, 25. September 2008

Tschernyschewski zur Hausnummerierung in St. Petersburg

Schön, dass auch Klassiker der sozialistischen Belletristik sich mit den Hausnummern beschäftigen; dank Tschernyschewskis Was tun? (veröffentlicht 1863) wissen wir also, dass die Sankt Petersburger Häuser in den Jahren nach 1852 eine Nummer verpasst bekamen:

Wera Pawlowna wuchs in einem mehrstöckigen Haus in der Gorochowaja-Straße, zwischen der Sadowaja und der Semjonowski-Brücke, heran. Jetzt ist dieses Haus mit der ihm zukommenden Nummer versehen, aber im Jahre 1852, als es noch keine Hausnummern hab {sic!}, trug es die Aufschrift: 'Haus des Wirklichen Staatsrates Iwan Sacharowitsch Storeschnikow'. So lautete die Aufschrift.

Tschernyschewski, Nikolai Gawrilowitsch: Was tun? Aus Erzählungen vom neuen Menschen. Reinbek: rororo 40030, 1988, S. 24.

Mittwoch, 24. September 2008

Ausstellung "Am Anfang war… DAS FORMULAR", Frankfurt am Main 18.9.-16.11.2008

Im Frankfurter Museum für Kommunikation begann dieser Tage die von Benedikt Burkard kuratierte Ausstellung Am Anfang war… DAS FORMULAR (noch bis 16.11.2008). Ein Artikel dazu findet sich im MZ-WEB und Archivalia moniert zu Recht, dass ein Katalog wünschenswert wäre.

40 Jahre DKP

Schon faszinierend, dass im ach so demokratischen Deutschland die KPD noch immer verboten ist. Was die an ihrer Stelle vor 40 Jahren konstituierte DKP betrifft, so ist deren Mitglied Georg Fülberth in seiner Abhandlung über die Geschichte der DKP ungebrochen optimistisch: Ein Nullpunkt hat einen Vorteil: Von da aus kann es im Grunde nur noch vorwärts gehen.

Dienstag, 23. September 2008

Workshop "Themes and Tasks in the History of Identification", Oxford 26.-27.9.2008

Lesen sich sehr spannend, Programm und Format des Workshops Themes and Tasks in the History of Identification, der vom Netzwerk The Documentation of Individual Identity: Historical, Comparative and Transnational Perspectives since 1500 veranstaltet wird.

Hier die Beschreibung des Formats:

Avoiding the constraints of a standard programme of academic communications, our inaugural workshop will allow network members and selected postgraduates to converge on some key themes and tasks within the history of identification within an exploratory atmosphere of debate and discussion. The event will be structured by four panels, each corresponding to one of our four main themes, to which members will be allocated depending on brief, informal ‘position papers’ pre-circulated via this page. The event will conclude with a long plenary discussion during which conceptual outcomes will be assessed and arrangements for the remainder of the collaboration finalised. Coffee breaks, lunches, drinks receptions, conference dinners and free time will also allow scope for informal exchanges.

[via Verdaten. Klassifizieren. Archivieren.]

Historisches Buch 2008

Schön, mein Buch Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen hat es bei der von H-SOZ-U-KULT veranstalteten Wahl zum Historischen Buch 2008 in der Kategorie Frühe Neuzeit auf Platz vier geschafft:

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007. 296 S. ISBN 978-3-7065-4226-5; 34,90 Euro. [Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, Amazon]

Nachtrag: Nun ist auch der von Lars Behrisch, Stefan Gorißen und Karin Gottschalk verfasste Essay über die in der Kategorie Frühe Neuzeit aufgelisteten Bücher online.

Montag, 22. September 2008

Jon Savage: Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945)

Die Woz bringt ein Interview mit dem Punkchronisten Jon Savage zu dessen neuem, nun auf deutsch erschienenem Buch Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945); laut Inhaltsverzeichnis (PDF) enthält der Band auch einiges zu den europäischen und amerikanischen Swingsubkulturen, was ja sehr erfreulich ist. Einen weiteren Artikel zu diesem Buch veröffentlichte Spex.

Savage, Jon: Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945). Frankfurt am Main/New York: Campus, 2008. [Verlags-Info]

Sonntag, 21. September 2008

Roman über einen Spätaufklärer: László Márton, Das Versteck der Minerva

Frisch erschienen ist die deutsche Übersetzung von László Mártons Roman Das Versteck der Minerva, der das Schicksal des ungarischen Literaten Johann Batsányi behandelt, ein Spätaufklärer, der wegen angeblicher Unterstützung Napoleons nach Linz verbannt wurde (vgl. hier).

Die Verlagsankündigung lautet wie folgt:

Virtuos verquickt Márton historische und kulturelle Dimensionen von Aufklärung und Restauration in der Donaumonarchie
Die Aufregung rund um die berühmte Sonnenfinsternis von 1844 vereitelt, dass der alte Dichter und Revolutionär Johann B. von einem ungarischen Gesandten aus seiner lebenslangen Verbannung in Linz befreit wird. Er wird ganz einfach vergessen, und mit ihm stirbt Minerva, die Göttin der Weisheit, die sich als Gehirntumor in seinem Kopf eingenistet hat. Bereits in jungen Jahren hegt der ungarische Aufklärer Sympathien für die Ideale der Französischen Revolution und wird in eine unterirdische Höhle – dem Versteck Minervas – geführt, um die verborgene Weisheit zu treffen. Tatsächlich handelt es sich um eine republikanische Verschwörung, die zu seiner Internierung in der Festung Kufstein führt. Dort macht er die Bekanntschaft mit dem späteren Außenminister Napoleons, Maret. Für jenen wird er Jahre später die „Schönbrunner Proklamation“, den Aufruf an die Ungarn zur Abtrennung von Österreich verfassen. Was zu weiterer Einkerkerung und 30-jähriger Verbannung in Linz führt.


Heute (21.9.2008, 18:15-19:00) sendet Ö1 auf Ex Libris eine Rezension, außerdem ist der Roman das Ö1-Buch der Woche (Freitag 26.9.2008, 16:55-17:00). Einen ersten, durchaus positiven Leseeindruck liefert ein Forumsbeitrag der Büchereule.

Márton, László: Das Versteck der Minerva. Roman. Wien/Bozen: Folio Verlag, 2008, ca. 277 S., 22,50 €

Nachtrag 27.9.2008: Für das Presse-Spectrum rezensiert Erwin Riess den Roman und kommt zum Schluss: Ein literarisches Bravourstück.

Update 21.3.2009: Nun rezensierten auch das Extra der WZ und die NZZ.

Samstag, 20. September 2008

Radio France zur Kartoffel

Nun hat auch Radio France das Jahr der Kartoffel entdeckt; heute vormittag wurde die Sendung La pomme de terre, un règne tardif (hier die MP3-Datei) ausgestrahlt; zu hören ist ein Interview mit Anthony Rowley, der das in Tours angesiedelte Europäische Institut für Geschichte und Kultur der Ernährung, das Institut Européen d’Histoire et des Cultures de l’Alimentation mitbegründete. Nicht vergessen: 18.-20. November findet ebendort in Tours die Kartoffelkonferenz statt!

Ein Forschungsdesiderat: Der Olmützer Quargel

Nach den Literaturhinweisen auf die Znaimer Gurken konnte ich es nicht lassen, nachzusehen, ob es nicht auch Literatur zum Olmützer Quargel (Olomoucké tvarůžky; vgl. auch die englische Wikipedia: Olomoucké syrečky) gibt, der übrigens in Tschechien zuweilen auch in warmer Form serviert wird. Und siehe da, es gibt noch viel zu erforschen: In der Wienbibliothek ist gerade mal das Plakat Olmützer Quargel aus dem Hause pikano Käse für den Kenner (ca. 1972) vorhanden, und der Österreichische Verbundkatalog verzeichnet eine in der Mediathek aufbewahrte, 1991 auf Ö1 ausgestrahlte Radiosendung mit dem Titel Der Quargel kommt nicht aus Olmütz. ÖHB, IBZ, Historische Bibliographie Online, Zfhm, ...: Alles Fehlanzeige.
Etwas mehr Informationen gibt es naheliegenderweise auf tschechisch, und immerhin, in Loštice ist fürwahr ein Museum des Olmützer Quargels, ein Muzeum olomouckých tvarůžků beheimatet; entsprechende Infos auch auf http://www.tvaruzky.cz/.