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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Mittwoch, 24. September 2008

Ausstellung "Am Anfang war… DAS FORMULAR", Frankfurt am Main 18.9.-16.11.2008

Im Frankfurter Museum für Kommunikation begann dieser Tage die von Benedikt Burkard kuratierte Ausstellung Am Anfang war… DAS FORMULAR (noch bis 16.11.2008). Ein Artikel dazu findet sich im MZ-WEB und Archivalia moniert zu Recht, dass ein Katalog wünschenswert wäre.

40 Jahre DKP

Schon faszinierend, dass im ach so demokratischen Deutschland die KPD noch immer verboten ist. Was die an ihrer Stelle vor 40 Jahren konstituierte DKP betrifft, so ist deren Mitglied Georg Fülberth in seiner Abhandlung über die Geschichte der DKP ungebrochen optimistisch: Ein Nullpunkt hat einen Vorteil: Von da aus kann es im Grunde nur noch vorwärts gehen.

Dienstag, 23. September 2008

Workshop "Themes and Tasks in the History of Identification", Oxford 26.-27.9.2008

Lesen sich sehr spannend, Programm und Format des Workshops Themes and Tasks in the History of Identification, der vom Netzwerk The Documentation of Individual Identity: Historical, Comparative and Transnational Perspectives since 1500 veranstaltet wird.

Hier die Beschreibung des Formats:

Avoiding the constraints of a standard programme of academic communications, our inaugural workshop will allow network members and selected postgraduates to converge on some key themes and tasks within the history of identification within an exploratory atmosphere of debate and discussion. The event will be structured by four panels, each corresponding to one of our four main themes, to which members will be allocated depending on brief, informal ‘position papers’ pre-circulated via this page. The event will conclude with a long plenary discussion during which conceptual outcomes will be assessed and arrangements for the remainder of the collaboration finalised. Coffee breaks, lunches, drinks receptions, conference dinners and free time will also allow scope for informal exchanges.

[via Verdaten. Klassifizieren. Archivieren.]

Historisches Buch 2008

Schön, mein Buch Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen hat es bei der von H-SOZ-U-KULT veranstalteten Wahl zum Historischen Buch 2008 in der Kategorie Frühe Neuzeit auf Platz vier geschafft:

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007. 296 S. ISBN 978-3-7065-4226-5; 34,90 Euro. [Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, Amazon]

Nachtrag: Nun ist auch der von Lars Behrisch, Stefan Gorißen und Karin Gottschalk verfasste Essay über die in der Kategorie Frühe Neuzeit aufgelisteten Bücher online.

Montag, 22. September 2008

Jon Savage: Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945)

Die Woz bringt ein Interview mit dem Punkchronisten Jon Savage zu dessen neuem, nun auf deutsch erschienenem Buch Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945); laut Inhaltsverzeichnis (PDF) enthält der Band auch einiges zu den europäischen und amerikanischen Swingsubkulturen, was ja sehr erfreulich ist. Einen weiteren Artikel zu diesem Buch veröffentlichte Spex.

Savage, Jon: Teenage. Die Erfindung der Jugend (1875-1945). Frankfurt am Main/New York: Campus, 2008. [Verlags-Info]

Sonntag, 21. September 2008

Roman über einen Spätaufklärer: László Márton, Das Versteck der Minerva

Frisch erschienen ist die deutsche Übersetzung von László Mártons Roman Das Versteck der Minerva, der das Schicksal des ungarischen Literaten Johann Batsányi behandelt, ein Spätaufklärer, der wegen angeblicher Unterstützung Napoleons nach Linz verbannt wurde (vgl. hier).

Die Verlagsankündigung lautet wie folgt:

Virtuos verquickt Márton historische und kulturelle Dimensionen von Aufklärung und Restauration in der Donaumonarchie
Die Aufregung rund um die berühmte Sonnenfinsternis von 1844 vereitelt, dass der alte Dichter und Revolutionär Johann B. von einem ungarischen Gesandten aus seiner lebenslangen Verbannung in Linz befreit wird. Er wird ganz einfach vergessen, und mit ihm stirbt Minerva, die Göttin der Weisheit, die sich als Gehirntumor in seinem Kopf eingenistet hat. Bereits in jungen Jahren hegt der ungarische Aufklärer Sympathien für die Ideale der Französischen Revolution und wird in eine unterirdische Höhle – dem Versteck Minervas – geführt, um die verborgene Weisheit zu treffen. Tatsächlich handelt es sich um eine republikanische Verschwörung, die zu seiner Internierung in der Festung Kufstein führt. Dort macht er die Bekanntschaft mit dem späteren Außenminister Napoleons, Maret. Für jenen wird er Jahre später die „Schönbrunner Proklamation“, den Aufruf an die Ungarn zur Abtrennung von Österreich verfassen. Was zu weiterer Einkerkerung und 30-jähriger Verbannung in Linz führt.


Heute (21.9.2008, 18:15-19:00) sendet Ö1 auf Ex Libris eine Rezension, außerdem ist der Roman das Ö1-Buch der Woche (Freitag 26.9.2008, 16:55-17:00). Einen ersten, durchaus positiven Leseeindruck liefert ein Forumsbeitrag der Büchereule.

Márton, László: Das Versteck der Minerva. Roman. Wien/Bozen: Folio Verlag, 2008, ca. 277 S., 22,50 €

Nachtrag 27.9.2008: Für das Presse-Spectrum rezensiert Erwin Riess den Roman und kommt zum Schluss: Ein literarisches Bravourstück.

Update 21.3.2009: Nun rezensierten auch das Extra der WZ und die NZZ.

Samstag, 20. September 2008

Radio France zur Kartoffel

Nun hat auch Radio France das Jahr der Kartoffel entdeckt; heute vormittag wurde die Sendung La pomme de terre, un règne tardif (hier die MP3-Datei) ausgestrahlt; zu hören ist ein Interview mit Anthony Rowley, der das in Tours angesiedelte Europäische Institut für Geschichte und Kultur der Ernährung, das Institut Européen d’Histoire et des Cultures de l’Alimentation mitbegründete. Nicht vergessen: 18.-20. November findet ebendort in Tours die Kartoffelkonferenz statt!

Ein Forschungsdesiderat: Der Olmützer Quargel

Nach den Literaturhinweisen auf die Znaimer Gurken konnte ich es nicht lassen, nachzusehen, ob es nicht auch Literatur zum Olmützer Quargel (Olomoucké tvarůžky; vgl. auch die englische Wikipedia: Olomoucké syrečky) gibt, der übrigens in Tschechien zuweilen auch in warmer Form serviert wird. Und siehe da, es gibt noch viel zu erforschen: In der Wienbibliothek ist gerade mal das Plakat Olmützer Quargel aus dem Hause pikano Käse für den Kenner (ca. 1972) vorhanden, und der Österreichische Verbundkatalog verzeichnet eine in der Mediathek aufbewahrte, 1991 auf Ö1 ausgestrahlte Radiosendung mit dem Titel Der Quargel kommt nicht aus Olmütz. ÖHB, IBZ, Historische Bibliographie Online, Zfhm, ...: Alles Fehlanzeige.
Etwas mehr Informationen gibt es naheliegenderweise auf tschechisch, und immerhin, in Loštice ist fürwahr ein Museum des Olmützer Quargels, ein Muzeum olomouckých tvarůžků beheimatet; entsprechende Infos auch auf http://www.tvaruzky.cz/.

Freitag, 19. September 2008

Foucault Derangement Syndrome

Meinereins schlägt ja für dieses Symptom die Verleihung des Hans Ulrich Wehler-Ordens für besondere Verdienste in der Verbreitung von Schwachsinn über Foucault vor; Foucault's Minions bringt nun den Begriff Foucault Derangement Syndrome ins Spiel.
[via Foucault Blog]

Donnerstag, 18. September 2008

Zur Znaimer Gurke

Dass es solche Publikationen gibt, wie die Library Mistress sie ausgräbt, das stellt doch das vielleicht verlorene Vertrauen zur Welt wieder her, nicht wahr?

J. Zawodny: Die Znaimer Gurke. Eine Studie von J. Zawodny in Znaim. Wien: H.H. Hitschmann 1897 (= Archiv für Landwirthschaft 19). Mit sechs Abbildungen und zwei Titelvignetten [Wienbibliothek, Signatur A 199618]

Hans Zuckriegl: Die Znaimer Gurke. Vom warzigen, hantigen und bunkerten Arme-Leute-Essen zur weltberühmten Volksdelikatesse. Wien: Eigenverlag 1990 [UB Boku, Signatur I-55276]

Mittwoch, 17. September 2008

Hausnummern bei den Janitscharen

Confusion, der zweite Teil von Neal Stephensons furiosem Barock-Zyklus, legt es nahe, dass eine Geschichte der Hausnummerierung sich auch mit den Janitscharen beschäftigen sollte. Moseh de la Cruz, zu diesem Zeitpunkt (1689) noch so wie Romanheld Jack Shaftoe Galeerensklave, hält letzteren nämlich für einen Janitscharen und hat dafür u.a. folgendes Argument parat:

'Viertens: die auf deinem Handrücken eingebrannte arabische Ziffer sieben.'
'Unsinn. Das ist der Buchstabe V, für Vagabund.'
'Von der Seite gesehen könnte man ihn aber für eine Sieben halten.'
'Und wieso macht mich das zu einem Janitscharen?'
'Wenn ein neuer Rekrut den Eid ablegt und Yeni yoldash wird, was der niedrigste Rang ist, wird die Nummer seiner Baracke auf seinen Handrücken tätowiert, so dass man erkennen kann, welcher Seffara er angehört und welcher Bash yoldash für ihn verantwortlich ist.'
'Gut – man nahm also an, ich wäre aus der Baracke Nummer sieben in irgendeiner osmanischen Garnisonsstadt gekommen.'


Stephenson, Neal: Confusion. München: Goldmann 46662, 2008, S. 24.

Dienstag, 16. September 2008

Zum "Elend der Universitäten"

Klingt interessant: Eine Neuerscheinung zum Elend der Universitäten.

Universitäten dienen in ihrer grundlegendsten Funktion der Reproduktion von staatlichen wie wirtschaftlichen Eliten. Hatte man es in diese Elite geschafft, bot das Ideal der Freiheit von Lehre und Forschung einen Möglichkeitsraum zur Entfaltung emanzipatorischer wissenschaftlicher Projekte. Mit der Bildungsreform schien es, als könne sich unter dem Banner der Gruppenuniversität das Projekt der Bildungsreform zur gesellschaftsverändernden Praxis entwickeln. Stattdessen zeigen die versammelten Resümees von SozialwissenschaftlerInnen, die grob der 68-Generation zugerechnet werden können, die negativen Auswirkungen der Ökonomisierung der Universitäten durch den gegenwärtigen neoliberalen Reformkurs und die damit verbundenen Gefahren für die"Freiheit der Wissenschaft" auf. Es schreiben : Astrid Albrecht-Heide, Elmar Altvater, Frank Deppe, Frigga Haug, Jörg Huffschmid, Peter Grottian, Hans-Jürgen Krysmanski, Maria Mies, Wolf-Dieter Narr, Heinz Steinert, Bodo Zeuner.

Sambale, Jens/Eick, Volker/Walk, Heike (Hrsg.): Das Elend der Universitäten. Neoliberalisierung deutscher Hochschulpolitik. Münster: Westfälisches Dampfboot, 2008. 237 S., 24,90 €, ISBN: 978-3-89691-734-8 [Verlagsinfo]

Montag, 15. September 2008

Homepage von Georg Spitaler

Die zur Verfügung gestellte Information ist zwar nicht sehr üppig, aber immerhin: Der Politikwissenschafter und Sporthistoriker Georg Spitaler betreibt eine eigene Homepage.