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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Mittwoch, 5. Dezember 2007

Befürchtungen des 18. Jahrhunderts - Tagung am IFK, 14./15.12.2007

Feines Programm, das Franz Fillafer und Romana Filzmoser da zusammengestellt haben: Die Tagung Befürchtungen des 18. Jahrhunderts findet am 14./15.12.2007 in Wien am IFK (Reichsratsstraße 17) statt, u.a. sind folgende Vorträge angekündigt:

Michael Gamper: Innere Karibik. Die Menschenmasse als das Andere zivilisatorischer Ordnung

Eva Kernbauer: Multitude, oder: Die Unmöglichkeit der Aufklärung

Franz Leander Fillafer: Das Fürchten lernen in des „sittlichen Bürgers Abendschule“

Peter J. Bräunlein: Furchterregende Randzonen der Aufklärung: Skandalon Vampirismus

Jeffrey Freedman: Die Grenzen der Toleranz. Die Aufklärung, die Juden und die Furcht vor einem frühzeitigen Begräbnis

Dienstag, 4. Dezember 2007

Türnummern in Prag

Es sind die kleinen Unterschiede, die's ausmachen: Obwohl in den böhmischen und österreichischen Ländern 1777, also sieben Jahre nach der Hausnummerierung, die Türnummern als so genannte "Familiennummern" eingeführt wurden gibt es heute wichtige Unterschiede in ihrer Verwendung: In Wien kennt jeder seine Türnummer, sie sind zumeist an den Türen angeschrieben und werden für die postalische Adressierung verwendet. In Prag ist das anders: Gerald Schubert von Radio Prag, der letzte Woche mit mir ein Hausnummern-Interview führte, erzählte mir, dass es zwar in Prag auch theoretisch Türnummern gibt, diese aber im Alltag keine Bedeutung haben. Probleme gibt's nur, wenn bestimmte Behörden, z.B. die Stadtwerke, die Angabe der Türnummer in irgendwelchen Formularen verlangen. Dann ist umständliches Nachforschen nötig, welche Türnummer man denn habe, denn auch die Vermieter kennen diese nicht. Dafür wiederum wird oft bei alltäglichen Adressenangaben die popisné číslo, also die Konskriptionsnummer zusätzlich zur straßenweisen Orientierungsnummer angegeben.

-Hm, das wäre doch Anlass genug für eine Onlineumfrage: Wie sieht's in Eurer/Ihrer Stadt aus? Gibt's dort Türnummern? Kommentare und Erlebnisberichte auch aus bereisten Städten sind willkommen!

Montag, 3. Dezember 2007

Jour Fixe Kulturwissenschaften

In einer Woche sollte ich wieder in Wien sein, und da findet nun endgültig mein Vortrag beim Jour Fixe Kulturwissenschaften der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte auf der Österreichischen Akademie der Wissenschaften statt.

Titel: Informationsvermittlung in der Frühen Neuzeit: Théophraste Renaudot und das „Bureau d’Adresse“ [Abstract (PDF)]
(Aber versprochen: Am Anfang wird's auch ein bisschen über offene Fragen der Hausnummernforschung gehen!)

Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, Hauptgebäude, Dr. Ignaz Seipel–Platz 2, 2. Stock, 1010 Wien
Zeit: Mo 10.12.2007, 15 Uhr

Sonntag, 2. Dezember 2007

Tabor 186, vormals 118

Tabor_186vormals118_Kozeluzska

Viel historische Hausnummern habe ich in der geschätzten Stadt Tabor nicht ausfindig machen können, immerhin aber diesen Überrest einer Nummer 118 in der Koželužská.

Samstag, 1. Dezember 2007

Süssenbek, Nicole/Gerstenmayer, Tina: Der Gürtel

Und gleich noch eine Buchpräsentation in der Wiener Hauptbücherei (5.12.2007, 19 Uhr), diesmal zum Gürtel, der, bevor er zur Verkehrshölle wurde, als RIngstraße des Proletariats galt (Vgl. übrigens auch hier). Aus der Ankündigung:

Moderation: Andreas Kreiner
Der Wiener Gürtel: Ein Ort, der in der Vorstellung nicht nur vieler Wiener mit Verkehrschaos, Lärm, Schmutz, Verfall und Rotlichtmilieu assoziiert wird. Denn am Gürtel, so ein verbreitetes Vorurteil, leben nur jene, die keine andere Wahl haben.

Der Gürtel war und ist jedoch mehr ist als eine innerstädtische Rennstrecke, an der heute so viele Menschen leben wie in Klagenfurt. Nicole Süssenbek und Tina Gerstenmayer unternahmen für ihr Buch Der Gürtel. Definitionen einer Veränderung Streifzüge durch Geschichte und Gegenwart dieses urbanen Siedlungsraumes. Sie begegneten dabei manchen Überraschungen, sie lassen Menschen zu Wort kommen, deren Leben mit dem Gürtel verknüpft ist - und sie machen deutlich, dass der Wiener Gürtel keineswegs eine Gegend ist, die ihre Zukunft bereits hinter sich hat. Sondern dass er ein Ort mit Lebensqualität sein kann, wenn seine Bewohnerinnen und Bewohner aktiv an seiner Gestaltung und Veränderung mitwirken.


Süssenbek, Nicole/Gerstenmayer, Tina: Der Gürtel. Definition einer Veränderung. Wien: Verein Memo, 2007.

Freitag, 30. November 2007

Buchpräsentation von Natascha Vittorelli: "Frauenbewegung um 1900"

Am Dienstag, 4.12.2007 wird ab 19 Uhr in der Wiener Hauptbücherei am Gürtel (Urban-Loritz-Platz 2a, 1070 Wien) Natascha Vittorellis Buch Frauenbewegung um 1900. Über Triest nach Zagreb (Wien: Löcker, 2007) in der Reihe Pro und contra - Aktuelle Sachbücher im Gespräch präsentiert.

Aus der Veranstaltungsankündigung:
Podiumsdiskussion mit Natascha Vittorelli, Vlatka Frketić (diskursiv - verein zur verqueerung gesellschaftlicher zusammenhänge), Eva Geber (AUF - eine Frauenzeitschrift)
Moderation: Ina Freudenschuss (die Standard.at)
Um die Frauenbewegung scheint es auffallend still geworden zu sein. Seit den 1970er Jahren, vor allem aber seit 1900 hat sich die Situation von Frauen nachhaltig verbessert: Erfolge wie das Frauenwahlrecht, das Recht auf Bildung und Ausbildung, die Fristenlösung usw. haben Aussehen und Anliegen der Frauenbewegung ebenso transformiert wie gesamtgesellschaftliche Veränderungen. Zwischen Vergangenheit und Zukunft - gibt es derzeit eine Frauenbewegung?
Ein Gespräch über aktuelle Problematiken, unerledigte Anliegen und darüber, was Frauenbewegung war, ist und sein könnte.

Donnerstag, 29. November 2007

Köln 4711: Es waren doch nicht französische Truppen!

Auf den hier angezeigten Artikel Oliver Hochadels in der Berner Zeitung gab es eine Reaktion, die auf wichtige Präzisierungen zu einer der bekanntesten Hausnummer, nämlich Köln 4711 hinweist. Die entsprechende Info stammt vom Stadtarchiv Köln:

Hausnummern in Köln
Woher stammt bzw. wie entstand die Hausnummer 4711?
Die Stadt Köln hat bereits in der zweiten Hälfte des 18. Jhs. mehrmals den Versuch unternommen, Hausnummern einzuführen. Eine erste Hausnummerierung kam während der Einquartierung französischer Truppen im Siebenjährigen Krieg zustande. Nach einer Kostenaufstellung von 1760/61 hatte die Stadt 5300 Blechschilder zur Nummerierung der Häuser anfertigen lassen.[ 1 ] Die Häuser waren jeweils in den acht mit A - H bezeichneten Kolonelschaften, in die die Stadt seit 1583 eingeteilt war, durchnummeriert. Dies zeigen Urteile des städtischen Fiskalgerichts aus den Jahren 1767-1784, durch die leerstehende Häusern der Stadt übereignet worden sind, so z.B. Buschgasse Nr. 178, Kattenbug Nr. 629, Kostgasse Nr. 697, Unter Pöster (Auf dem Ufer) Litera D Nr. 80, Schaafenstraße Nr. 746 und 747, Weidengasse Nr. 33.[ 2 ] Noch am 19. Juli 1794 wurde das Haus Kostgasse Nr. 697 im Schreinsbuch eingetragen.[ 3 ] Im Jahre 1782 beschloß der Rat erneut eine Häusernummerierung, mit deren Durchführung die Wachtkommission beauftragt wurde. [ 4 ] Sie wies darauf hin, daß eine solche Maßnahme selbst für „kleine Flecken“, namentlich aber für große Städte nützlich sei, und schlug vor, die Bürger sollten die Nummern mit Ölfarbe an die Häuser malen. Wiederum sollten die Häuser nach den Kolonelschaften durchgezählt werden. Unsicher ist, ob diese Nummerierung ausgeführt wurde. Die Wachtkommission hat jedoch seit 1784 für ihre Rechnungsbücher sämtliche Häuser einer Fahne, der Unterabteilung der Kolonelschaft, durchnummeriert und dabei auch die geistlichen und der leerstehenden Häuser berücksichtigt.[ 5 ] Eine Bürgerbestandsaufnahme, mit der am 16. Februar 1789 die Mittwochsrentkammer beauftragt wurde,[ 6 ] sollte die Grundlage für einen weiteren Versuch bilden, der wohl auch erfolglos blieb. Erst als die Franzosen 1794 kurz vor Köln standen, sah der Rat höchste Eile geboten. Drei Tage vor dem Einmarsch schlug die Wachtkommission am 3. Oktober 1794 vor, die gebotenen Gegenmaßnahmen auf der Grundlage der Häusernummerierung zu organisieren.[ 7 ] Der Auftrag an die Wachtkommission erfolgte am 7. Oktober.[ 8 ] Sie legte bei der alsbaldigen Durchführung ihre ältere fahnenweise Nummerierung zugrunde, zählte jetzt aber sämtliche Häuser der Stadt in der Reihenfolge der Kolonelschaften durch. Am 20. Oktober notierte der Ratsverwandte Gottfried von Gall in seinem Tagebuch, daß man mit der vor acht Tagen begonnenen Nummerierung und Litterierung der Häuser fortfahre,[ 9 ] und Heinrich Joseph Metternich, der Verleger des ältesten Kölner Adressbuches von 1795, spricht in seiner am 1. Dezember 1794 vom Rat behandelten Eingabe[ 10 ] davon, die Nummerierung sei inzwischen erfolgt. Das Haus in der Glockengasse, damals im Besitz der Witwe des Wilhelm von Lemmen, erhielt die Nummer 4711.[ 11 ] Erst im Adreßbuch von 1797 wird Wilhelm Mülhens als Eigentümer genannt. Als Berufsbezeichnung ist angegeben: „in Speculationsgeschaeften“; unter den Herstellern von Kölnisch Wasser wird er noch nicht aufgeführt. Die fortlaufende Nummerierung wurde 1811 auf eine straßenweise Nummerierung umgestellt. Im Vorwort des ersten danach erschienenen Adressbuches von 1813 behauptet der Verleger Thiriart, vor Ankunft der Franzosen habe es in Köln keine Hausnummerierung gegeben. Hier beginnt die Legendenbildung.

[ 1 ] HAStK, Best. 33 (Militaria) Siebenjähriger Krieg, X 4, Bl. 198.
[ 2 ] HAStK, Bestand 30 (Verf. u. Verw.), N 1374, Bl. 34, 40, 52, 59-66, 71, 85-90.
[ 3 ] HAStK, Bestand 101 (Schreinsbücher) Nr. 431, Bl. 56r.
[ 4 ] HAStK, Bestand 10 (Ratsprotokolle) Nr. 229, Bl. 91 und 168v-169r.
[ 5 ] HAStK, Bestand 70 (Rechnungen) Nr. 1348-1353, 1353A, 1355-1359; Bestand 30 (Verf.u.Verw.) N 673.
[ 6 ] HAStK, Bestand 70 (Rechnungen) Nr. 139, Blatt 56r.
[ 7 ] HAStK, Bestand 10 (Ratsprotokolle) Nr. 241 Bl. 216v.
[ 8 ] HAStK, Bestand 10 (Ratsprotokolle) Nr. 241 Bl. 225r.
[ 9 ] HAStK, Bestand 7030 (Chron.u.Darst.) Nr. 175 Bl. 71v.
[ 10 ] HAStK, Bestand 350 (Franz. Verw.) Nr. 306, Blatt 3-6.
[ 11 ] Adresse-Kalender der Stadt Köln, 1795.

Mittwoch, 28. November 2007

Auf den Spuren des Prager Kundschaftsblatt

Vermutlich ab Ende 1752 erschien in Prag das vom dortigen Fragamt herausgegebene Kundschaftsblatt unter wechselndem Titel, zB (Angaben unvollständig):

1753: In Königreich Böheim. Wochentliche Frag- und Anzeigs-Nachrichten
1768: Im Königreich Böheim. Wochentliche Nachrichten aus dem Pragerischen Frag- und Kundschaffts-Amt.
1777: Prager Intelligenzblatt aus dem k.k. privilegirten Frag- und Kundschaftsamte.
1778: Neu verbessertes Prager Real Conversations Intelligenzblatt aus dem k.k. privilegirten Frag- und Kundschaftsamte.
1781: Prager interessante Nachrichten, aus dem k.k. priv. Frag- und Kundschaftsamte.
1791: Prager Staats- und gelehrte Nachrichten, nebst dem eigentlichen Intelligenzblatte aus dem k.k. Frag- u. Kundschaftsamte.

Die Suche nach den ersten Jahrgängen dieses Intelligenzblatts, gestattet sich hier in Prag gar nicht so einfach, sondern hat auch einen leicht kriminologischen Touch.
In Laiskes Zeitschriften-Bibliographie aus dem Jahr 1959 habe ich Hinweise auf ein paar frühe Jahrgänge (nämlich: 1757, 1759-1760, 1762, 1764, 1766, 1768-1769) in der Institution "NSÚ", dem Journalistischen Studieninstitut gefunden [Infos zur Bestandgeschichte hier], allerdings gab es dort keine Angabe der Signatur. Die genannte Einrichtung gehört mittlerweile zur Fakultät der Sozialwissenschaften der Prager Karls-Universität, also war ich letzte Woche in deren Bibliothek, allein: In deren diversen Katalogen ließ sich die Zeitschrift nicht auffinden.
Heute nun konnte ich von einer dortigen sehr hilfsbereiten Bibliothekarin erfahren, dass die Bände des gesuchten Blatts 1990 restituiert wurden, wobei sie mir nicht sagen konnte, an wen; dies muss sie erst recherchieren. Immerhin, Mikrofiches von den Bänden wurden angefertigt. Nun aber das nächste Problem: In der besagten Bibliothek gibt es kein Mikrofichelesegerät, wenn man mal das beiseite lässt, das sich in schlechtem Zustand 70 Kilometer außerhalb Prags befindet. Also habe ich folgenden Weg beschritten: Ich bin zur nur ein paar hundert Meter weiter entfernten tschechischen Nationalbibliothek gegangen, und habe gefragt, ob die tschechische NB von der Fakultätsbibliothek die Mikrofiches ausleihen kann, damit ich sie mir dort anschauen kann. Bin ja neugierig, ob das noch klappt, während ich in Prag bin!
Die laut Laiske in der Strahover Bibliothek befindlichen Exemplare konnte ich immerhin im (bislang nur bis zum Buchstaben L digitalisierten) Zettelkatalog ausfindig machen, unter dem Eintrag "Nachrichten" (Signatur AT XVIII; Jahrgänge laut Katalog: 1764-1772, 1778, 1779, 1780; Signatur A V XVIII: 1786, 1788, 1790-1795). Mehr demnächst.

Laiske, Miroslav: Časopisectví v Čechách 1650-1847. Prag: Národní Knihovna, 1959, S. 53.

Hausnummern in Aichach

Folgenden Hinweis spuckte der BVB aus:

Gulden, Josef: Alte Hausnummern und Straßennamen in Aichach, in: Aichacher Heimatblatt, 54.2006, S. 9-16.

Dienstag, 27. November 2007

Hausnummern in Bayreuth

Praktisch, die UB Bayreuth stellt, herausgegeben von Rainer-Maria Kiel, mehrere digitalisierte Adressbücher von Bayreuth für den Zeitraum 1807-1937 zur Verfügung; in Kiels Einführung gibt es einige Informationen zur Geschichte der Hausnummerierung in Bayreuth.

Montag, 26. November 2007

Markus Hammerschmitt zu William Gibsons Spook Country

Das Fazit von Markus Hammerschmitt auf telepolis zu William Gibsons neuen Roman Spook Country (vgl. auch hier) lautet schlicht: großartig.

Gibson, William: Spook Country. London: Viking, 2007.