Dieses Buch war schon jahrelang angekündigt, nun ist es beim Passagenverlag erschienen:
Critical Art Ensemble: Elektronischer Widerstand. Wien: Passagen, 2007. [
Verlagsinfo]
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Theorie - So, 5. Aug. 2007, 11:52
Die aktuelle Ausgabe von
literaturkritik.de rezensiert mehrere Bücher zur Geschlechtergeschichte in der Frühen Neuzeit.
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Gender - Sa, 4. Aug. 2007, 12:00
Im Wiener Technischen Museum findet noch bis 31. März 2008 die Sonderausstellung
Ölrausch - frühe Erdölindustrie in Galizien statt. Die dazu passende Literatur ist:
Frank, Alison Fleig: Oil Empire. Visions of Prosperity in Austrian Galicia. (=Harvard historical studies; 149). Cambridge, Mass. u.a.: Harvard University Press, 2005.
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Ausstellungen - Fr, 3. Aug. 2007, 08:22
Selbstredend ist es durchaus amüsant, Dietmar Daths kluge Apotheose Lenins und der Oktoberrevolution in der
FAZ und nicht etwa in der UZ zu lesen.
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Politik - Do, 2. Aug. 2007, 08:28
Jeder FIAT-Arbeiter hat eine Werkstornummer, eine Gangnummer, eine Umkleidekabinenummer, eine Spindnummer, eine Werkstattnummer, eine Fließbandnummer, eine Nummer des Arbeitsvorganges, den er ausführen muss, eine Nummer, wie viel Maschinenteile er machen muss. Es besteht alles aus Nummern, Sein Tag bei der FIAT ist vollständig geplant und wird von diesen Nummern bestimmt. Einige davon sieht man und andere sieht man nicht. Eine Reihe von nummerierten und unausweichlichen Dingen. Da drin zu sein bedeutet, dass du mit dem nummerierten Werksausweis so machen musst, wenn du reinkommst, dass du einen bestimmten nummerierten Gang lang musst, dann einen nummerierten Korridor. Und so weiter.
BALESTRINI, Nanni: Wir wollen Alles. Roman der FIAT-Kämpfe. Berlin/Hamburg/Göttingen: Assoziation A, 2003, S. 69.
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Nummerierung - Mi, 1. Aug. 2007, 09:36
Die Homepage der
Michel Foucault Archives ist nun online gegangen; die offizielle Seite wird vom IMEC (Institut Mémoires de l'Edition Contemporaine) beherbergt und bietet jede Menge interessanter Informationen.
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Theorie - Di, 31. Jul. 2007, 09:10

Wien 9, Türkenstraße 19
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Fotos - Mo, 30. Jul. 2007, 08:31
Ungewöhnlich, aber auch diesen Fall gibt es: Ein Kundschaftsblatt ohne dazugehöriges Fragamt. Im Falle Laibachs ist es die 1767 gegründete kaiserl. Königl. Gesellschaft des Ackerbaues, und der nüzlichen Künste im Herzogthum Krain, die in einer eigenen, mit 31.12.1774 datierten Nachricht die Herausgabe eines bei Johann Friedrich Eger verlegten Kundschaftsblatt ankündigt. Es soll hauptsächlich zur Verbreitung von an die Landwirte adressierten ökonomischen Abhandlungen dienen; gleich in der ersten Ausgabe erscheint ein Artikel über die Anwendung des Akazien-Laubs zur Fütterung des Viehes, weitere Beiträge im Jahrgang 1775 geben sich eher martialisch gegenüber unerwünschtem Getier (Blattwürmer zu tödten oder Spazen wie sie ausgerottet worden, auch Maulwürfe ob sie vielleicht durch Ricinium Communem Lin. oder Wunderbaum zu vertreiben) oder behandeln Themen wie Maulbeerbäume Beobachtung bzw. Rauchfang einen brennenden zu löschen.
Doch die genannte Nachricht kündigt auch andere Rubriken an, die für ein Intelligenzblatt weit üblicher sind, wie die Veröffentlichung von Patenten und Verordnungen, von gerichtlichen Edikten, von Versteigerungen und öffentlichen Verkäufen, von verlustig gegangenen Gegenstände, zu müthen angebotener Immobilien, Angaben zu privat vergebenen Krediten, Marktpreisen, über durchreisende Passagiere, die Nennung der Namen von Verstorbenen (im übrigen mitsamt Hausnummern). Auffällig ist, dass in dieser Aufzählung ein Punkt fehlt: Die Anzeige von privaten Verkäufen von mobilen Gegenständen; damit wird eine der am meisten charakteristischen Funktionen eines Adressbüros, nämlich als Verkaufsagentur zu dienen, nicht erfüllt. Es wäre freilich zu überprüfen, ob nicht doch private Verkaufsanzeigen im Kundschaftsblatt vorkommen. Ein Jahrgang dieses Blatts war übrigens für 2 Gulden 30 Kreuzer, die einzelne Ausgabe - ein einschichtiges Wochenblatt - für 5 Kreuzer zu haben; auswärtige LeserInnen - auch für diese sollte das Blatt Vergnügen bereiten - konnten den Jahrgang über die Post um 4 Gulden 30 Kreuzer beziehen.
Näher beschäftigt mit diesem Blatt hat sich Tanja Žigon; ihrem Eindruck nach wurde diese Publikation mit der Zeit immer mehr zu einem langweiligen, geistlosen, 'geschäftlichen Informationsorgan', erst im 2. Jahrgang wurde der Inhalt etwas attraktiver, durch die Einführung der Rubrik Polizey und durch den Abdruck spannender, märchenhafter Geschichten (S.245-247). Der Redakteur des Blatts blieb übrigens wie auch sonst zu dieser Zeit üblich anonym; laut Žigon handelte es sich bei ihm aber um Balthasar Hacquet oder Gregor Schöttl.
ŽIGON, Tanja: "Wochentliches Kundschaftsblatt" - Das erste wöchentliche Blatt in Ljubljana (1775-1776), in: Zagreber Germanistische Beiträge, 12.2003, S. 231-255.
Wochentliches Kundschaftsblatt des Herzogthum Krain, Laibach 1775. - Dank an Tanja Žigon für die Überlassung von Aufnahmen des Blatts.
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Adressbueros - So, 29. Jul. 2007, 11:50
In der NZZ (Printausgabe 28.7.2007, S.B4) bespricht heute der Alpenforscher Werner Bätzing eine französische Enzyklopädie der Alpen; das dazugehörige Internet-Angebot könnte selbstredend umfangreicher sein, wobei die Sinnhaftigkeit, heutzutage Enzyklopädien vorwiegend in gedruckter Form zur Verfügung zu stellen, ohnehin fraglich ist.
Dictionnaire encyclopédique des Alpes. Grenoble: Editions Glénat, 2006. 2 Bände, 1264 S., 189.- Euro. (
Verlagsinfo).
Mein Beitrag zum letzten Treffen des Arbeitskreises Policey/Polizei im
vormodernen Europa (
Programm) ist nun als PoliceyWorkingPaper online:
Anton Tantner, Policeyliche Hausbeschreibungen als Maßnahmen gegen fremde Bettler/innen in der Habsburgermonarchie (= PoliceyWorkingPapers. Working Papers des Arbeitskreises Policey/Polizei in der Vormoderne 13), 2007.
[Online: <
http://www.univie.ac.at/policey-ak/pwp/pwp_13.pdf>]
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Kontrolle - Fr, 27. Jul. 2007, 09:23