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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Donnerstag, 26. Juli 2007

Marpergers Meßadresscontoir, 1710 oder: von Amazon über Google nach Köln

Manchmal braucht man dank der diversen Digitalisierungsprojekte gar nicht mehr auf gedruckte Bücher zurückgreifen, sondern es ist nur nötig, zwischen den Projekten hin- und her zu jonglieren und dann dabei noch Google einzusetzen. Als Beispiel dafür kann ich das Auffinden einer Erwähnung von Adressbüros zur Unterstützung des Kaufmanns in einem Buch von Paul Jacob Marperger anführen:
marperger_1
Ich suchte mit Amazons Search Inside nach dem Begriff „Adressbüro“ und bekam als Ergebnis einen Eintrag im Deutschen Fremdwörterbuch zum Begriff der „Adresse“; dort war u. a. zu lesen:
marperger_2
Ein MeßAdreßContoir also, erwähnt in einem Buch von Marperger, Titelkürzel MJ, erschienen 1711, Band 1, Seite 390.(*) Mittels Search Inside innerhalb des Buchs (nach dem im Inhaltsverzeichnis eruierten Begriff „Zweitquellen“) konnte ich dann noch aus Amazon die bibliographischen Angaben von Schirmer herauskitzeln, der mich interessierende Marperger wird aber nicht erwähnt. Nun also schnell Marperger in der Wikipedia nachgesehen, dort aber Fehlanzeige, das Verzeichnis seiner Werke ist dort nur schmal und bei den Reprints werden die Originalerscheinungsjahre nicht erwähnt. Also Google, Suche nach Marperger 1711; voila: unter den Ergebnissen findet sich auch der Hinweis auf eine Beschreibung der Messen und Jahr-Märckte von 1711 (mit dem KVK wär’s selbstredend auch gegangen). Schnell geht’s weiter mit Google, Marperger "Beschreibung der Messen"; und schon kommt das Digitalisat von der Uni Köln (wenn auch mit dem Erscheinungsjahr 1710).
Dort dann die Erwähnung des Meß-Adress-Contoirs, in einem Kapitel, das die Tätigkeiten eines Kaufmanns auf der Messe beschreibt; es wird an dieser Stelle eine Arbeitsvermittlungsstelle für die auf der Messe benötigten so genannten Marckt-Helffers und Handlangers oder Tag-Löhners (389) verstanden:
Und wolte ich dißfalls als ein sonderbares und zur Aufnahm der Meß gereichendes Arcanum ein so genanntes Meß-Adress-Contoir recommendiret haben, welches die beeydigte Stadtmäcklers oder Sensalen halten müste, in welchem alle diejenige Kauf-Dieners oder Jungen, welche Herren, oder die Herren, so Jungen suchten, sich angeben, ihre Namen anschreiben, und fernere Nachweisung gegen Erlegung einer gewissen leidlichen Discretion gewärtig seyn müsten, in welchen Fall die Mäcklers dergleichen sich angebende und Dienst-suchende Leute vorhero examiniren und ihres Thuns und Lassens halber genaue Nachricht einziehen, und folglich den Herrn oder Kauffmann, der einen Jungen oder Diener suchet, so viel sicherer bedienen könten. Wann auch so gleich in einem solchen Adress-Contoir (von dessen grossen Nutzen in einer Stadt unser neu-eröffnetes Adress-Contoir ausführlich handelt,) ein Notarius bestellet wäre, der so gleich die zwischen Herrn und Diener aufzurichtende Contracten verfertigte, (sonderlich wann sich einige gesessene Leute vor den in Dienst tretenden Jungen oder Diener bürglich einliessen, in welchem Fall ein Notariale Instrumentum allerdings nothwendig seyn will,) so gienge ein Kauffmann so viel sicherer, erspahrte auch die Müh des selbst-Aufsetzens des Contracts, und sonderlich die in denen Meß-Zeiten sehr nütze und kostbare Zeit, wäre auch dabey des vielen Inquirirens auf des in Dienst zu nehmenden seines Lebens und Wandels überhoben, indem das Adress-Contoir solches der Kauffmannschaft zum Besten vorher zu bewerckstelligen endlich verbunden seyn müste.
Ob es sich nun noch auszahlt, nach Alfred Schirmers Wörterbuch der deutschen Kaufmannssprache auf geschichtlichen Grundlagen (Straßburg: Trübner, 1911) zu suchen? Nun, in Google Books ist es zumindest in Auszugs-Ansicht vorhanden, die gibt (bei einer Suche innerhalb des Buchs nach Marperger) folgendes her:
marperger_3
Noch ein Hinweis also, auf [Friedrich Wilhelm] Eitzen 1894 Seite 5, gemeint ist Fremdwörter der Handelssprache (Leipzig: Haessel, 1894); klingt nicht unbedingt verlockend, mehr als die diversen Übersetzungen von Adressbüro dürfte dort nicht zu finden sein. Aber vielleicht schau’ ich ja doch mal wieder nach, wenn’s in Google Books aufgenommen ist (derzeit befinden sich dort nur die bibliographischen Angaben).

MARPERGER, Paul Jacob: Beschreibung der Messen und Jahr-Märckte (...). Leipzig: Gleditsch, 1710, Bd.1, S. 390 f.

STRAUSS, Gerhard (Bearb.): Deutsches Fremdwörterbuch. Berlin u.a.: de Gruyter, 2. Aufl., 1995, Bd. 1., S. 138.

(*) Kurze Randbemerkung: Das Deutsche Fremdwörterbuch wäre auch in Google Books vorhanden, alleine, dort taucht es nicht als Ergebnis einer Suche nach Adressbüro auf, wohl auf Grund der schlechten OCR-Scans.

Mittwoch, 25. Juli 2007

Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen

Tantner_Ordnung1

Mehr als ein Jahr hat der Verlag das vollständig gesetzte Buch liegen lassen, weil ihm angesichts seiner exorbitanten Forderungen das Geld nicht reichte, nun ist es aber soweit: Meine Dissertation ist als Buch erschienen:

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007. 296 S. ISBN 978-3-7065-4226-5; 34,90 Euro. [Inhaltsverzeichnis, Verlags-Info, Amazon]

Ach ja: Wer die Dissertation als PDF zugeschickt bekommen möchte, kann diese weiterhin erhalten!

Dienstag, 24. Juli 2007

Mary Wollstonecraft Shelley: Der letzte Mensch

Im Rahmen ihrer Serie Die Zukunft von gestern stellt die NZZ heute Mary Wollstonecraft Shelleys Endzeitroman Der letzte Mensch vor:

Shelley, Mary Wollstonecraft: Verney, der letzte Mensch. Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 1982.
bzw.:
Shelley, Mary Wollstonecraft: Frankenstein oder Der moderne Prometheus. Verney oder Der letzte Mensch. Bergisch-Gladbach: Bastei Lübbe, 2001.

Evolver zum neuen Roman von William Gibson

Im August erscheint Spook Country, der neue Roman von William Gibson, und evolver gibt jetzt schon erste Einblicke.

Montag, 23. Juli 2007

Serendipity in Leibniz’ Notizamt, ca 1712/1713

Immer wieder schlägt Leibniz in seinen Denkschriften die Errichtung eines Adressbüros vor, zuletzt um 1712/1713, als er für die Habsburger-Monarchie eine Akademie der Wissenschaften entwirft; mit dieser verbunden soll ein bisher in Teutschland unbekandte[s] Notiz-Am[t] geschaffen werden, welches die Franzosen bureau d’adresse, die Engländer house of intelligence nennen. In einer solchen Anstalt bekommen die leute, die einander von nöthen haben, von einander kundschafft. (...) Einer will etwas verkauffen, vermiethen, verpachten, verpfänden, benachrichtigen, lehren, arbeiten, verrichten, der andere will etwas erhandeln miethen oder pachten, auslehnen, erfahren, lernen, lassen machen oder verrichten; beyde geben sich an bey dem Notiz-Amt, lassen alda ihr verlangen einschreiben und aufzeichnen, gegen ein geringes. Und ersehen sich auch wohl nach belieben in dem das bereits eingezeichnet worden, gegen eine gewisse erkentlichkeit.
Und nun kommt Serendipity ins Spiel, das heisst die Kunst, etwas zu finden, was man ursprünglich gar nicht gesucht hat: Dadurch findet offt einer was er suchet, bekomt auch offt gelegenheit etwas zu suchen und zu verlangen, darauff er sonst nicht gedacht hätte; und ein ander macht, daß man ihn und das seinige finden könne.

LEIBNIZ, Gottfried Wilhelm: Errichtung eines Notiz-Amtes/Création d’un bureau d’adresse, in: Ders.: Oeuvres. 7. Band: Leibniz et les Académies. Leibniz et Pierre le Grand. (Hg. von FOUCHER de CAREIL, A.). Paris: Didot, 1875, S. 358-366, hier 358 f. [verfügbar über Google Books (Proxy!)]

Sonntag, 22. Juli 2007

Porträt von Eric Hobsbawm

Anlässlich seines 90. Geburtstag porträtiert nun auch Helene Maimann im Presse-Spectrum Eric Hobsbawm.

Samstag, 21. Juli 2007

Brent Museum: Bibliographie zur Frühgeschichte des Journalismus und der Zeitungsanzeigen

Das Brent Museum stellt auf seiner Homepage einige seiner Publikationen zur Verfügung, darunter auch A Reading List on the Early History of Journalism, with Special Reference to the Development of Newspaper Advertising (PDF). Es finden sich dort auch vorwiegend englischsprachige Publikationen zu Renaudot und Hartlib. Ebenfalls von Interesse: A reading list on the history of shops and shopping (PDF).

Georg Fülberth zu SPD/Die Linke

Eine lesenswerte Analyse: Georg Fülberth schreibt über die derzeit in zwei Parteien gespaltene deutsche Sozialdemokratie.

Google Zürich

Auf ihren Zürich-Seiten berichtet die NZZ heute über Googles Forschungszentrum in Zürich.

Freitag, 20. Juli 2007

Trockenlegung und Begradigung

H-SOZ-U-KULT schickte zuletzt die Sieger des Wettbewerbs Das Historische Buch 2007 aus; besonders dabei interessiert mich die Nummer 1 in der Kategorie Europäische Geschichte: Laut ausgeschickter E-Mail erzählt David Blackbourn in "The Conquest of Nature" die Geschichte, wie die Deutschen während der vergangenen 250 Jahre ihre Landschaft(en) durch Gewinnung von Marschland, Entwässerung von Mooren, Flussbegradigungen und das Bauen von Staudämmen in den Bergen konstant veränderten. - Faszinierendes Thema, das mich sogleich daran erinnert, dass es mal interessant wäre, der Geschichte der diversen Entsumpfungen, Trockenlegungen und vor allem Flussbegradigungen in der Habsburgermonarchie nachzugehen. Vor allem die Donauregulierung bei Wien 1870-1875 war ja ein gigantisches Unterfangen, dass es verdiente, mal in einer umfassenden Monographie dargestellt zu werden. Interessante Überlegungen zum Verständnis der Moderne als einer Geschichte der Begradigung und des Breschelegens gibt es übrigens in Andreas Bernards wunderbarem Buch "Die Geschichte des Fahrstuhls" (S.54-64).

Blackbourn, David: The Conquest of Nature. Water, Landscape, and the Making of Modern Germany. London: Cape, 2006.

Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006.

Donnerstag, 19. Juli 2007

Przedak zum Prager Fragamt

Eine wichtige Veröffentlichung zum Prager Fragamt, allerdings nicht leicht greifbar, da weder in deutschen noch in österreichischen Bibliotheken ausfindig zu machen; ich bekam ein Exemplar per Fernleihe aus der Moravská zemská knihovna in Brno:

PRZEDAK, A[dolar]. G[uido].: Das Prager Intelligenzblatt. Kulturgeschichtliche Bilder aus dem alten Prag. Prag: Statthalterei-Buchdruckerei, 1918.

Przedak benutzt in diesem Büchlein - leider ohne genau zu zitieren - auch Quellen aus Prager Archiven.

Mittwoch, 18. Juli 2007

Raul Zelik: Der bewaffnete Freund

Vor kurzem erschienen: Raul Zeliks neuer Roman, der im Baskenland spielt. Rezensionen gab's, beide positiv, in der FAS und im Bayrischen Rundfunk; die Verlagsankündigung liest sich wie folgt: Max, Mitte dreißig, kehrt im Rahmen eines Forschungsprojekts nach Bilbao zurück, wo er früher regelmäßig seine Ferien verbrachte. Kurz nach seiner Ankunft erfährt er, daß auch sein alter Freund Zubieta zurückgekommen ist. Zubieta hatte einem befreundeten Schriftsteller vor zwanzig Jaharen zur Flucht aus dem Gefängnis verholfen und lebt seitdem im Untergrund - als einer der meistgesuchten Terroristen in Europa.
Als Max eine Nachricht von Zubieta zugespielt wird, ist er hin- und hergerissen. Die Freundschaft zwischen den beiden reicht weit zurück, doch das Risiko, sich mit Zubieta zu treffen, ist groß. Im Baskenland herrscht Ausnahmezustand, nicht nur Anschläge von Zubietas Organisation, sondern auch Folterungen durch die Polizei gehören zum Alltag in der Region.
Schließlich begleitet Max den Freund auf eine Reise über die iberische Halbinsel - eine 600 Kilometer lange Fahrt zwischen Angst und Zweifeln.
Ein Buch über Europa und das Wesen von Identität, Gewalt und Politik, das mit Elementen des Kriminalromans von einer außergewöhnlichen Freundschaft erzählt.


Zelik, Raul: Der bewaffnete Freund. München: blumenbar, 2007. [Amazon]

Dienstag, 17. Juli 2007

Kempelen-Ausstellung im ZKM

Im Karlsruher ZKM findet seit Ende Juni die Ausstellung Wolfgang von Kempelen. Mensch-[in der]-Maschine statt; die NZZ (nur Print) berichtet heute darüber.