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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 9. Juni 2006

Der Kunstbetrieb als Wegbereiter des Prekariats

Dass die Arbeitsformen im Kunstbetrieb die Situation des heutigen Prekariats vorweggenommen haben, wurde ja schon gelegentlich beobachtet. Insofern dürfte ein Selbstmanagement-Handbuch für KünstlerInnen - Weinhold Kathrein: Selbstmanagement im Kunstbetrieb. Handbuch für Kunstschaffende. Bielefeld: Transcript, 2005 - ein nur zu brauchbares Anleitungsbuch für's tägliche Überleben sein.
Es wundert nun nicht, wenn manche ein Loblied auf die prekären Beschäftigungsverhältnisse singen, auch wenn sie damit angeblich den Neoliberalismus kritisieren wollen; das jüngste Beispiel dafür, ein Buch von Adrienne Göhler, wird heute im Freitag rezensiert: Verflüssigung heisst die Devise der Autorin, vom Sozialstaat sollen wir uns endlich verabschieden und von der Kunst lernen. Und dabei aber ganz, ganz radikal sein. Soso.

Goehler, Adrienne: Verflüssigungen. Wege und Umwege vom Sozialstaat zur Kulturgesellschaft. Frankfurt/New York: Campus, 2006.

Donnerstag, 8. Juni 2006

Der Rosenpark, 1050 Wien - 1

Ein Park für Verliebte ist er gewesen, gleich an der Südbahn, gegenüber dem Herweghhof. Die Pärchen konnten dort ungestört zusammenkommen, was vor allem zur Zeit der Wohnungsnot weidlich ausgenützt wurde. Sein offizieller Name lautete seit 1930 "Herweghpark", und unter dieser Bezeichnung findet er sich auch heute noch auf manchen Stadtplänen eingezeichnet.
Eröffnet wurde dieser Park im Juni 1928; obwohl er sich in unmittelbarer Nähe zum Matzleinsdorfer Frachtenbahnhof und damit zu einem Holzlager, einem Sandwerk und der Kohlenrutsche befand, handelte es sich um eine elegante Anlage, in der man am Sonntag im Festtagsgewand promenierte. Nicht allen Kindern behagte dies: "Da sind wir nur mit der Mutter spazieren gegangen, immer am Sonntag, da waren wir angezogen, da hat sie uns nicht Sandspielen lassen. Manchmal haben wir ein Eis bekommen, das schon." (Frau S.)

Rosenpark

Dabei bot gerade dieser Park viele Möglichkeiten zum Spielen: Wenn man von der Eichenstraße her die Anlage betrat, konnte man schon einen Steinbrunnen sehen, der sich auf derselben Terrasse befand wie die Spielsandkiste für die Kinder. Im hinteren Bereich des Parks war ein großer Jugendspielplatz angelegt worden und am Rand des Parks stand eine Holzlaube, die den Erzählungen Ernst Hinterbergers zufolge als "Lusthaus" bezeichnet wurde. Dieser Pavillon wurde den Erzählungen Ernst Hinterbergers zufolge als "Lusthaus" bezeichnet. Genauso wie Frau S. besuchte er den Rosenpark zumeist mit seinen Eltern; wenn er heute über die Ausdehnung des Parks spricht, so ist für ihn noch der Blickwinkel des Kinds präsent: "Der [Rosenpark] war für unsere Begriffe riesig."

Quelle: Ilona Schachhuber/Anton Tantner: Parkgeschichten. Wien: Verein "Spiel mit New Games", 1998. [Info]

Mittwoch, 7. Juni 2006

Wer ist die Nummer 1?

Sehr fein, in der heutigen Jungle World befasst sich das Dossier mit den Hausnummern; online gibt es einen Text von mir, nur in der Printfassung zu bewundern sind jede Menge von Hausnummern-Fotos.

Dienstag, 6. Juni 2006

Ein österreichischer Patriot

Im Kriegsjahr 1809 erregt folgender, in einer Zeitschrift namens Vaterländische Blätter für den österreichischen Kaiserstaat kolportierter Fall Aufsehen: Georg K., ein Schuster und vierfacher Vater aus Neustift bei Wien habe sich gleich nach Kriegsbeginn freiwillig bei einem Landwehrbataillon gemeldet, sei mit diesem auch ausgezogen, jedoch anschließend wieder nach Wien zurückgeschickt worden, um dort gemeinsam mit anderen Landwehrmännern für ein anderes Bataillon zu werben. Georg K. fürchtete nun seine gänzliche Entlassung, wurde düster, ängstlich, melancholisch, ergriff nach einer bangen Nacht [...] sein Gewehr, begab sich auf den Boden seiner Wohnung, und jagte sich eine Kugel durch den Kopf; [s]ein ganzes Gesicht, alle Knochen, alle Muskeln sind zerrissen. An die Adresse der Moralisten, die diesen Selbstmord nach ihren Ansichten richten würden, richtet der anonyme Schreiber seine eigene Moral, die nämlich, dass selbst Menschen aus den untern Volksklassen (...) hohe Begriffe (...) von der Ehre haben, zu dem schönen und großen Bunde der Vaterlandsvertheidiger zu gehören. Der Titel der Artikelserie, in der dieser Selbstmord Erwähnung findet, lautet: Charakterzüge österreichischer Patrioten; Fazit der kolportierten Geschichte: Österreichischer Patriot ist, wer sich eine Kugel in den Kopf schießt.

Charakterzüge österreichischer Patrioten. (Aus der Periode der Errichtung der Landwehre und ihres Ausmarsches), in: Vaterländische Blätter, 14./17. März 1809, S. 137 f.

Siehe auch: Aspalter, Christian/Tantner, Anton: Ironieverlust und verleugnete Rezeption: Kontroversen um Romantik in Wiener Zeitschriften, in: Aspalter, Christian / Müller-Funk, Wolfgang / Saurer, Edith / Schmidt-Dengler, Wendelin / Tantner, Anton (Hg.): Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert. Wien: Wiener Universitätsverlag, 2006, S. 47–120.

Montag, 5. Juni 2006

Freuds Hausnummer

Hausnummer_Freud

Wien 9, Berggasse 19: Wohnhaus von Sigmund Freud

Sonntag, 4. Juni 2006

Das Auge/Der Blick der Zapatisten

L'oeil des Zapatistes - 5 Kurzfilme aus zapatistischer Produktion, die sich u.a. mit der Wasserversorgung in Chiapas, den Landbesetzungen und der letztes Jahr von Subcommandante Marcos mitausgerufenen l'altra campagna beschäftigen. In Paris diese Woche angelaufen (Bericht der L'Humanité, Verleih), vielleicht wird's ja bald auch in deutschsprachigen Landen gezeigt. Allemal sehenswert.

Samstag, 3. Juni 2006

Remapping Mozart / Standard

Ein Bericht im Standard über die erfreuliche Ausstellung Remapping Mozart, auf die schon hier hingewiesen wurde.

Freitag, 2. Juni 2006

Buchpräsentation "Normativität und soziale Praxis"

Das Inhaltsverzeichnis dieses von Angelika Klampfl und Margareth Lanzinger Bandes habe ich bereits hier gepostet; die Präsentation findet am 22. Juni 2006 um 18 Uhr im Atelier Klampfl, Währingerstr. 184, 1180 Wien statt.

Donnerstag, 1. Juni 2006

Callcenter in Indien

Einen lesenswerten Beitrag zu Callcentern und überhaupt zur IT-Branche in Bangalore bringt die WOZ.

Salvador Dali

Kein Guter, vielmehr ein Antisemit und Freund des spanischen Faschismus, berichtet die UZ.

Jelinek zu Handke

Brauchbares zum Fall der Düsseldorfer Politiker, die Peter Handke den ihm zugesprochenen Heine-Preis verweigern, hat Elfriede Jelinek zu sagen. Obwohl, eigentlich könnte ich mich, ihrem Eingangsstatement getreu, von ihrer - von ihr selbst problematisierten - Distanzierung von Handkes Meinung distanzieren, weil ich, im Gegensatz zu Jelinek, den Nato-Überfall auf Jugoslawien nicht zu rechtfertigen fand und eher annehme, dass sie hier westlicher und nicht zuletzt deutsch-österreichischer Propaganda verfallen ist, die sich seit den Serbien-muss-sterbien-Parolen von anno 1914 nur unwesentlich geändert hat. Aber was soll's, lesenswert ist der heute auch im Standard erschienene Text allemal. (Vgl. auch die Stellungnahme der Ratsmitglieder Adelgunde Kahl und Frank Laubenburg für die Linke Liste Düsseldorf).

Mittwoch, 31. Mai 2006

25 Jahre Berliner Geschichtswerkstatt

Von Wehler und Konsorten auf das Wüsteste beschimpft, haben sich manche Geschichtswerkstätten bis heute halten können, unter ihnen die Berliner Geschichtswerkstatt, die nun ihr 25-jähriges Jubiläum feiert. (Artikel)

c't zu Google

Auf Google abgesehen hatte es die Ausgabe 10/2006 der c't; so gibt es einen Übersichtsartikel zum unheimliche[n] Erfolg von Google, einen Beitrag zu Google und der Datenschutz und einen zum Versuch, öffentlich-rechtliche Suchmaschinen wie Quaero aufzubauen. Schließlich werden noch Alternativen zu Google-Dienstleistungen aufgelistet. [via Bloogle]