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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
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November 2007
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Freitag, 2. November 2007

Widerstand gegen die Hausnummerierung und die Bezeichnung des Viehs mit Brandzeichen, Bukowina 1790/1839

In der Czernowitzer Zeitung vom 24. Juni 1868 findet sich eine kurze Notiz über den Widerstand gegen verschiedene obrigkeitliche Maßnahmen, die nach der Annexion durch die Habsburger durchgeführt wurden. Der Artikel beruft sich auf Akten des vormaligen Czernowitzer Kreisamts, die das Lipowanerthum zum Gegenstand haben und stellt fest, daß dieses jüngste Glied in unserer Volksfamilie es verstanden hat, auswärtige Einwirkung so viel als möglich von sich fern zu halten. So geht aus einer Verhandlung ddto. 23. März 1790 hervor, daß sie die Conskriptionsnummertäfelchen an ihren Häusern nicht duldeten und zu Begründung ihres Weigerns führten sie religiöse Gebräuche und Eigenthümlichkeiten an z.B. den Bart wachsen zu lassen, Tabak weder zu rauchen noch zu fluchen, immer gegürtet zu gehen u. dgl. [Absatz] An Feinheit des Zusammenhanges zwischen diesen Gebräuchen und jener Weigerung fehlt es nicht; dessenungeachtet muß eine gewisse Beweiskraft darin gelegen sein, denn in einem Protokolle ddto. Hadikfalva 18. März 1839 wird es wieder mit ihren Religionsgrundsätzen unvereinbarlich erklärt, ihre Viehstücke mit Brand- oder sonstigen Malen zu bezeichnen, weil sie die Milch von so bezeichneten Viehstücken nicht genießen dürfen.
Aus dieser Notiz geht also hervor, dass die Hausnummern in der Bukowina nicht aufgemalt, sondern mit Tafeln an den Häusern angebracht wurden.

"R.": Aus der Lipowanerchronik, in: Czernowitzer Zeitung, 1.Jg Nr.95, 24.6.1868, S. 2-3 (unpaginiert)
Signatur: ÖNB 399.496-D/1.1868 {Den Hinweis auf diesen Artikel fand ich via Google Books im Archiv für Österreichische Geschichte 83.1897, S.76 [308].}