User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7517 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Mittwoch, 15. April 2009

Heute auf Ö1: Interview mit Wolfgang Kos zum 50-jährigen Jubiläum des Wienmuseums

Seit 50 Jahren gibt es das Wienmuseum am Karlsplatz; Ö1 sendet dazu heute (14:05-14:45) ein Live-Interview mit Direktor Wolfgang Kos.

Carlo Ginzburg 70

Zum heutigen 70. Geburtstag von Carlo Ginzburg bringt die SZ ein Porträt des Hexen-Historikers, das allerdings nur kostenpflichtig zugänglich ist.

[via Perlentaucher]

Dienstag, 14. April 2009

Anne Rambach, Marine Rambach: Les nouveaux intellos précaires

Das von Anne und Marine Rambach 2001 veröffentlichte Buch Les intellos précaires sorgte für ziemliche Furore (vgl. diese Rezension bei Malmoe); im Dezember 2002 lud die IG Externe LektorInnen und Freie WissenschafterInnen Anne Rambach zu einer Veranstaltung in Wien ein (Folder [PDF]). Vor wenigen Tagen haben die Rambachs ein neues Buch zum Thema veröffentlicht, die Ankündigung lautet wie folgt:

Précaires de la presse ou de l’édition, enseignants ou chercheurs jetables, architectes sous-payés ou stagiaires au musée, depuis 2001, avec la sortie du livre d’Anne et Marine Rambach, ils portent un nom : les Intellos précaires. On découvrait cette population au destin paradoxal : diplômée et compétente, studieuse et créative, elle vit, pas toujours mal, dans des conditions de grande précarité : avenir incertain, revenus fluctuants, déni de droits. Malgré une couverture sociale minimale ou inexistante, les Intellos précaires continuent à exercer ces métiers qu’ils ont choisis par passion. On annonçait alors leur disparition : les baby-boomers partant à la retraite, les OS de l’intellect n’allaient pas tarder à prendre leur place et, enfin, s’embourgeoiser.
Mais non. Les plans de titularisation de la fonction publique ont fait long feu, les postes abandonnés par les jeunes retraités sont supprimés, et puis, surtout, les entreprises et les institutions ont pris goût à cette main-d’œuvre si flexible et si économique. La précarité a le vent en poupe.
Disons-le : l’intello précaire est le modèle secret du patronat. Il n’est pas précaire, il est indépendant. Il n’est pas soumis, il est professionnel. Il n’est pas sous-payé, il est compétitif. Même quand il est de gauche, il est ultra-libéral.
Reste une question : mal défendus par les syndicats et rêve inavoué du patronat, jusqu’où iront les Intellos précaires dans la soumission et la paupérisation ?
Réforme de la recherche, réforme des universités, réforme de l’audiovisuel, réforme de la presse écrite, les Intellos précaires sont au cœur de l’actualité. Le savent-ils ? Qu’en pensent-ils ? Vont-ils se faire entendre un jour ?


Rambach, Anne/Rambach, Marine: Les nouveaux intellos précaires. Paris: Stock, 2009. [Amazon.fr, Verlags-Info; Besprechung vom Nouvel Obs, Interview mit Anne Rambach bei Radio France]

Hausnummern-Ansichtssache auf Standard.at

Sehr schön: Letzten Dezember habe ich mit Julia Schilly vom Online-Standard einen Hausnummern-Spaziergang durch Wien unternommen; nunmehr veröffentlicht der Standard.at eine Ansichtssache mit dem Titel Die Vergänglichkeit von Ordnung. Den Inhalt des bislang einzigen Kommentars kann ich nur zustimmen: Es wäre tatsächlich wünschenswert, die verschiedenen Häuserverzeichnisse digitalisiert zur Verfügung zu haben, um damit schneller alte Adressen ausfindig machen zu können.

Montag, 13. April 2009

Hausnummernwiderstand, Pfösing 1953

Schon einige Jahre ist es her, dass mir Stefan Eminger diesen Scan aus der Schulchronik Pfösing (in Niederösterreich bei Wolkersdorf gelegen) zukommen hat lassen:

Schulchronik_Pfoesing

Der Text lautet wie folgt:

Hausnumerierung. 1953
Auf Grund des Landesgesetzes vom 27. Juni 1951, LGBl. N.32. wurde die einheitliche Hausnumerierung in Pfösing durchgeführt. Die Nummerntafeln wurden von der Firma U. Reichart in Wien XII., Schlöglgasse 4, um den Betrag von 1052.70 S geliefert. Die Tafeln wurden zum Preise von 18.50 S an die Hausbesitzer abgegeben. Sechs von ihnen weigerten sich beharrlich, die Tafeln abzunehmen. Sie wurden jedoch auf Veranlassung der Bezirkshauptmannschaft Mistelbach zur Abnahme der Nummerntafeln verhalten.


Der zitierte Gesetzestext ist übrigens bei Alex leicht zugänglich.

Sonntag, 12. April 2009

DUNKEL GENOSSEN IST DER WELTRAUM SEHR DUNKEL

Sein 75. Geburtstag jährte sich im März, und heute vor 48 Jahren fand Jurij Gagarins berühmter Weltraumflug statt; für das Standard-Album hat Gagarin-Aficionado Walter Famler ein schönes Porträt verfasst, und Monochrom laden hierzulande zur Yuri Night im Schikaneder ein.
Und was die im Titel nach Heiner Müller zitierte Gagarin-Aussage betrifft, würde ich mir ein bisschen Recherchearbeit wünschen: An welcher Stelle ist das Zitat erstmals zu finden?

Müller, Heiner: Germania 3. Gespenster am toten Mann. Köln: Kiepenheuer & Witsch, 1996, S. 81.

Türnummer in Annonce, Brünn 1800

Mal wieder ein Hinweis auf die Verwendung von Türnummen: Unter dem Titel Mineralien zu verkaufen: verkündet Johann Eichinger, k.k. privil. Naturalienhändler und Mineralog aus Wien, dass er nunmehr allhier in Brünn eingetroffen sei; in Wien befindet sich [s]eine k.k. privil. Naturalienhandlung (...) in der Wollzeile, Nro. 825; für seine Brünner Adresse verwendet er Hausnamen, Stockwerk und Türnummer: Er wohnt allhier bei 3 Hahnen, im 1.Stocke, Nro.7.

Brünner Zeitung, Beilage zu Nr.104, 27.12.1800, S.1548.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1800

Samstag, 11. April 2009

Magnus Klaue: Klassenverhältnisse

Neben vielen anderen Texten, bei denen es eine Freude ist, sie zu lesen, veröffentlicht die aktuelle Ausgabe von konkret (4/2009, S.34f, PDF-Fassung bei Kritiknet) auch eine sehr zu empfehlende Kritik Magnus Klaues an Bildungsideen, die sich als links bezeichnen; Klaues Sorge gilt dem Eigenbrötler, für dessen Entwicklung Anonymität wichtig ist. Hier nur ein Abschnitt aus dem im Ganzen lesenswerten Text:

Besonders perfide ist dabei die Euphorie über die vermeintliche Heilkraft kleiner Klassen und individueller Lerngruppen, weil sie die Intensivierung paternalistischer Überwachung, die jeden Einzelnen nicht mehr nur auf seine Lernerfolge hin überprüft, sondern als „ganzen Menschen“ in Dienst nehmen will, als liebevolles Eingehen auf „individuelle Bedürfnisse“ verkauft. In Wahrheit war die sich progressiv gebende Kritik an der „Anonymität“ und „Kälte“ großer Klassenverbände – ähnlich wie die Denunziation der „Massenuniversität“ – stets rückschrittlich und autoritär. Große Klassen und anonyme Erziehungsinstitutionen mögen den Einzelnen brutal an seine reale Überflüssigkeit erinnern, sie erlauben ihm aber auch, sofern sie personell und infrastrukturell angemessen ausgestattet sind, sich in der Auseinandersetzung mit der Institution auf seine eigenen Interessen und Bedürfnisse zu besinnen und gegebenenfalls dafür zu kämpfen – wofür „Anonymität“, mithin der Schutz des Einzelnen vor gemeinschaftlichen Zumutungen, eine Voraussetzung ist.

-Klaue bezieht sich v.a. auf die Schulbildung; eine mögliche Konsequenz könnten aber auch Uni-Lehrende ziehen: Wenn schon kein Weg vorbei an E-Portfolios führt, so müsste dafür gesorgt werden, dass hier die Studierenden selber die Rechte über die diversen Formen der Veröffentlichung haben, d.h. bestimmen können, was nun für den bzw. die Lehrenden, was für die Mit-Studierenden, und was für die gesamte Öffentlichkeit freigeschaltet ist.

Freitag, 10. April 2009

Gefängnis mit Selbstverwaltung - 2

Vor drei Jahren berichtete die NZZ über das in Selbstverwaltung der Häftlinge befindliche Gefängnis San Pedro in La Paz. Diese Woche bringt der Freitag dazu einen ausführlich bebilderten Beitrag.

Ernst Engelberg 100

Zum 100jährigen Geburtstag des Bismarckhistoriographen Ernst Engelberg gab es einiges an Berichten, hier etwa, dann im ND (1/2) und in der UZ. Vgl. auch seinen Eintrag in der Wikipedia.
Besonders hinweisen möchte ich darauf, dass Engelberg quasi auch eine medienhistorische Veröffentlichung aufzuweisen hat:

Engelberg, Ernst: Revolutionäre Politik und rote Feldpost 1878–1890. Berlin: Akademieverlag, 1959.

Donnerstag, 9. April 2009

Gegengipfel zum Treffen der EU-Bildungsminister

Dies wurde zuletzt über die IG-Liste verbreitet, ein Aufruf zur Teilnahme an einem Gegengipfel zum Treffen der europäischen Bildungsminister in Löwen, 25.-29.4.2009:

Dear all,

Next 25 to 29th of april takes place in louvain a european counter-summit to that of the european ministers of education and the bologna process.

We believe that it is important to participate to such an event, that should be the occasion to consolidate a network of activists at an European scale.

You will find the proper schedule of the counter-summit here :
http://collectif-printemps-2010.googlegroups.com/web/countersummit.doc

Bezüglich der Urheberschaft ist der Aufruf ja etwas zurückhaltend, verantwortlich zeichnet nämlich eine collective group Spring 2010

Die Homepage scheint jedenfalls diese zu sein: http://www.louvain2009.com

Brno, Mendlovo náměstí 1a: Die Nummer des Monstrum

Brno_MendlovoNam1A

Mendel sagte die Wahrheit, aber er war nicht ‘im Wahren’ des biologischen Diskurses seiner Epoche: biologische Gegenstände und Begriffe wurden nach ganz anderen Regeln gebildet. Es mußte der Maßstab gewechselt werden, es mußte eine ganz neue Gegenstandsebene in der Biologie entfaltet werden, damit Mendel in das Wahre eintreten und seine Sätze (zu einem großen Teil) sich bestätigen konnten. Mendel war ein wahres Monstrum, weshalb die Wissenschaft nicht von ihm sprechen konnte.

Foucault, Michel: Die Ordnung des Diskurses. Frankfurt am Main: Fischer 10083 (9.-10.Tsd), 1994, S.25.

Mendel-Museum der Masaryk Universität

Mittwoch, 8. April 2009

Der Fürst nummeriert seinen Palast, Esterhaz 1785

Diese Woche bin ich wieder mal in Brno und sehe mir u.a. stichprobenweise die Brünner Zeitung - verlegt vom dortigen Fragamt - durch. Ein Zufallsfund lautet wie folgt:

Die Numerirung der Häuser in Ungarn, hat noch immer den besten Fortgang. Zu Esterhaz bezeichnete der dortige regierende Herr Fürst seinen Pallast eigenhändig mit Num. 1 und gab hiedurch seinen zahlreichen Unterthanen, gewiß ein nachamungswürdiges Beyspiel des Gehorsams gegen den Monarchen, und dessen Gesetze.

Kurzer Kommentar: Der Versuch, die Konskription und die Hausnummerierung in den 1780er Jahren auch in Ungarn einzuführen, sollte v.a. am Widerstand des dortigen Adels scheitern. Kein Wunder also, dass Belege für dessen Willfährigkeit gerne in den Zeitungen veröffentlicht wurden.

Brünner Zeitung, Nr.7, 22.1.1785, S.55
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1785

Dienstag, 7. April 2009

Ein Unfall mit dem Aufzug der Kriegskanzlei, Wien 1778

Über einen Unfall mit einem Aufzug im Gebäude des Hofkriegsrats (das im übrigen bis wenige Jahre zuvor dem dann aufgehobenen Jesuitenorden gehörte) berichtet die Brünner Zeitung unter der Angabe Wien, 3.2.1778 folgendes:
In dem Gebäude zur K.K. Kriegskanzley ist bekanntermaßen eine Maschine angebracht, vermittelst welcher man diejenigen, denen das Gehen über die Treppe zu beschwerlich fällt, in alle Stockwerke hinaufziehen kann. Dieser Maschine wegen ist in jedem Stock eine Oeffnung, wodurch man zu derselben eintreten kann. Letzthin versahs einer von den Kaminfegern, die zu Nacht die Wache daselbst haben. Er kam im Dunkeln unversehens an diese Oeffnung, und fiel vom dritten Stock auf diese Maschine hinab, wo er sich wegen des schweren Falles den Kopf an einem sehr dicken an der Maschine befindlichen Balcken, der zur Sperrung derselben dient, stark zerschmetterte. Er wurde wegen der schweren Verletzungen zwar für todt aufgehoben; allein er erholte sich nach der Zeit wieder. Am 31 vorigen ward er trepanirt, und man hofft, ihn beym Leben zu erhalten.

Apropos Trepanation: Vor einiger Zeit brachte der Sumpf ja was zur Selbst-Trepanation, also zu Menschen, die sich freiwillig ein Loch in den Schädel bohren; ich hab' auf Anhieb mal einen Bericht der Zeit dazu gefunden.

Brünner Zeitung Der kaiserl. königl. privileg. Mährischen Lehenbank, Nr.11, 8.2.1778.
Moravská Zemská Knihovna, Signatur: Nov. 9.058/1778

Seltsamerweise scheint das Wienerische Diarium nichts darüber berichtet zu haben (siehe zumindest die Ausgaben von 4.2.1778, 7.2.1778 und 11.2.1778); sonst ist ja in Sachen Aufzug auf das schöne Buch von Andres Bernard hinzuweisen:

Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006.

Samstag, 4. April 2009

Österreich-Festwochen bei konkret

Die Anlässe sind selbstredend wie üblich unerfreulich, wenn es darum geht, österreichische Begebenheiten zu dokumentieren, doch immerhin, wer denn nun will, kann es zumindest nachlesen: In der aktuellen Ausgabe von konkret sind sozusagen Online-Österreich-Festwochen, denn sowohl Erwin Riess' Beitrag über den Ausgang der Kärntner Wahlen als auch Richard Schuberths Artikel zum Klassik-Einsatz zwecks Vertreibung Obdachloser sind über die konkret-Homepage verfügbar. Schon etwas länger her (Dezember-Ausgabe 2008) ist es, dass Clemens Peck und Stephan Kurz einen der in Österreich halt so üblichen Vorfälle - ein Straßenbahnfahrer lässt den Führer hoch leben - mit der Vorliebe zu Wiedergänger-Stories kurz schlossen, und einen sehr lesenswerter Text produzierten, der ebenfalls online ist: Dawn of the Dead. Jörg Haider lebt - im Führerstand einer Wiener Straßenbahn.