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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Montag, 6. April 2009

Ilja Ehrenburg/El Lissitzky: My Paris

Ehrenburg-Lissitzky_MyParis_400

Ein wunderbares Paris-Buch, das nicht die Sehenswürdigkeiten, sondern den Alltag der Stadt in den Blick nimmt, hat Anfang der 1930er Jahre Ilja Ehrenburg zusammengestellt, für Montage und Design zeichnete El Lissitzky verantwortlich. Ein Schnäppchen ist der vor ein paar Jahren bei Steidl erstellte Reprint (mit englischem Booklet) der sowjetischen Erstausgabe von 1933 nun nicht gerade, aber faszinierend allemal.

Ehrenburg, Ilja/Lissitzky, El: My Paris. Göttingen: Steidl, 2005. [Verlagsinfo mit Beispielsseiten, Perlentaucher]

Sangerhausen schluckt Wippra

Seit Anfang 2008 gehört die ehemals selbständige Gemeinde Wippra in Sachsen-Anhalt zu Sangerhausen; diese Einverleibung brachte auch eine Reihe von Strassenumbenennungen und Hausnummernänderungen mit sich. Anlass füer den RBB, zwei MitarbeiterInnen des Ordnungsamts Sangerhausen auf ihrem Inspektionsweg durch Wippra zu begleiten, immer auf der Lauer, ob die neuen Hausnummern schon angebracht und die alten ordnungsgemäß durchgestrichen sind.

Rezensur oder: kleiner Zusatz zu Darnton

Ein etwas geschöntes Bild von der Gelehrtenrepublik des 18. Jahrhunderts präsentiert Robert Darnton in seinem Artikel für Le Monde Diplomatique (via Archivalia):

Das 18. Jahrhundert dachte sich die Gelehrtenrepublik als ein Reich ohne Polizei, ohne Grenzen und ohne Ungleichheiten, es sei denn die der unterschiedlichen Begabung. Jeder würde teilnehmen können, der sich der beiden wichtigsten staatsbürgerlichen Tugenden befleißigte: Schreiben und Lesen. Die Autoren brächten ihre Ideen zu Papier, und die Leser würden sie beurteilen. Dank der Macht des gedruckten Wortes würden sich diese Beurteilungen in immer weiteren Kreisen verbreiten und am Ende würde das bessere Argument obsiegen.

Darnton selber schränkt dann seine Behauptungen ohnehin ein, erwähnt aber nicht, dass gerade auch das 18. Jahrhundert ein zuweilen sehr scharfes Rezensionswesen entwickelte, dass durchaus versuchte, festzulegen, was denn nun richtig bzw. wahr sei, und was besser nicht geschrieben worden wäre. Verschärft wurde dass z.B. noch in der Habsburgermonarchie in Reaktion auf die Französische Revolution, wie uns bei der Durchsicht der um 1800, 1810 in Wien erschienenen Zeitschriften nur klar wurde. Dabei wurde uns auch bewusst, dass Zensoren zumeist auch Rezensionen schrieben; wir nannten das einfach schlicht "Rezensur":

Aspalter, Christian/Tantner, Anton: Ironieverlust und verleugnete Rezeption: Kontroversen um Romantik in Wiener Zeitschriften, in: Aspalter, Christian/Müller-Funk, Wolfgang/Saurer, Edith/Schmidt-Dengler, Wendelin/Tantner, Anton (Hg.): Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert. Wien: Wiener Universitätsverlag, 2006, S. 47-120. (PDF)

Slawisches Tiernamengut in Kärnten

Update zum Kuh-Posting: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Urmeter in Ottakring

Das sind allerdings breaking news: Das Urmeter (bzw. Meter-Normal, seit 1983 als jene Länge der Strecke definiert, die Licht im leeren Raum während einer Dauer von 1/299 792 458 Sekunde durchläuft) siedelt sich laut APA-Aussendung in Wien Ottakring, Arltgasse 35 an: Weltweit wird also die Darstellung des modernen "Meter-Normals" von Wien aus gesteuert.
[via Standard]

Donnerstag, 2. April 2009

Konstanze Mittendorfer und Peter Payer zum Hausmeister, Wien 1800-1850

In ihrer Studie Bauen und Wohnung in Wien und Berlin 1800-1850 kommt Konstanze Mittendorfer auch auf die Institution des Hausmeisters zu sprechen:
In Wien fand der Übergang von der traditionellen Herrschaft des Hausbesitzers zur Selbstdisziplinierung der Mietparteien seinen personifizierten Ausdruck – und damit eine besonders langlebige Kompromißform – in der Einrichtung des Hausmeisters. (...) seine ständige Anwesenheit im Haus [erlaubte es] dem Hausbesitzer, sich aus der alltäglichen Kontrolle der Mieter zurückzuziehen. (...) Der Hausmeister schob sich als regulierende Instanz zwischen alle Parteien, zwischen Hausbesitzer und Mieter, zwischen Oben- und Unten-Parteien, fremde und hausinterne Personen. Und seine 'vermittelnde' Stellung erlaubte es, direkten Konfrontationen zwischen dem Hausbesitzer und den Mietern zunächst auszuweichen. Hausmeister sind Kontakt- und Anlaufstelle für die außerhäusliche Öffentlichkeit. Mittendorfer spricht von einer charakteristischen Mischung aus bespitzelnder Information und Aufsicht über die Bewohner, Hausbedienter, Wartungspersonal und Unterhändler; die Institution des Hausmeisters ist nach ihr geprägt von den Anfängen des Wiener Wohnungsmarkts, als das Zusammenwohnen fremder Mietparteien in einem haus noch ungleich mehr von Verantwortlichkeit und den persönlichen Interessen des Hausbesitzers bestimmt war. Der für Wien charakteristische Kompromiß zwischen traditioneller hausväterlicher Herrschaft und neuem Wohnungsmarkt fand im Hausmeister die geeignete Figur, die hausherrliche Kontrolle und Wahrung der Ordnung indirekt weiterführen zu können. (Mittendorfer, 170)
Ähnlich auch Peter Payer: Es gehörte zu den Pflichten des Hausmeisters über alle Vorkommnisse im Haus Bescheid zu wissen und dem Hausherrn im Bedarfsfall Meldung zu erstatten. Ihm waren alle Parteien persönlich bekannt, oft wußte er über eine Familie schon bevor sie einzog sämtliche privaten und beruflichen Verhältnisse. Kein Wunder, dass sich die Polizei ihrer als Auskunftskanzlei bediente, und die Hausmeister sich als geheime Ordnungsmacht im Staat sahen; der Informationsaustausch funktionierte dabei wechselseitig: Die Polizei bekam Auskünfte über verdächtige Mieter, der Hausmeister wiederum Vorabinformationen über künftige Mieter (Payer, 7f [PDF: 5f]).
Spannend auch, dass nach Mittendorfer die Hausmeister eine wichtige Rolle bei der Wohnungsvermittlung eingenommen haben sollen; sie schreibt von der Institution der Hausmeister, die aufgrund ihrer Kontakte untereinander über das Wohnungsangebot ganzer Stadtviertel informiert waren und andrerseits die zentrale Anlaufstelle für hausfremde Quartiersucher darstellten. (Mittendorfer, 146)
Einer ihrer wichtigsten Belege ist übrigens Nestroys Stück Eine Wohnung ist zu vermiethen in der Stadt.

Mittendorfer, Konstanze: Biedermeier oder: Das Glück im Haus. Bauen und Wohnung in Wien und Berlin 1800-1850. Wien: Verlag für Gesellschaftskritik, 1991.

Payer, Peter: Hausmeister in Wien. Aufstieg und Niedergang einer Respektsperson (=Wiener Geschichtsblätter; Beihefte; 4/1996). Wien 1996. [PDF-Version (Paginierung entspricht nicht der Printversion)]

Mittwoch, 1. April 2009

Hunger und Tabellen, 1770/71

Letztes Jahr erschien in Saeculum ein v.a. auf Literatur basierender Artikel von Manfred Vasold zur um 1770 in Europa grassierenden Hungersnot; seine These ist, dass diese mehr zum Hinwegfegen des Ancien régime beigetragen [habe] als die intellektuelle Kritik der Aufklärer (Vasold, 142).
Mein Interesse an dieser Hungersnot wiederum liegt v.a. in ihrer Beziehung zur Statistik. Pointiert läßt sich nämlich feststellen, dass die Hungersnot von 1770/71 auch eine Unmenge von Tabellen produzierte. Vasold deutet dies nur an einer Stelle an, als er erwähnt, dass in Salzburg im November 1770 eine Erfassung der Getreidebestände und der Bevölkerung angeordnet wurde (Vasold, 117). Ein weiteres Beispiele wäre die Verwendung der Konskriptionsergebnisse für Böhmen zur Berechnung des Bedarfs an Getreidevorrat (Tantner, 170), was auch für Oberösterreich belegt ist (Kumpfmüller, 111f). In Bayern wiederum war die Hungersnot von 1770 die direkte Auslöserin der aufwändigen Dachsbergschen Volksbeschreibung (Denzel, 24).

Denzel, Markus A.: Professionen und Professionisten. Die Dachsbergische Volksbeschreibung im Kurfürstentum Baiern. (1771–1781). (=VSWG Beihefte; 139), Stuttgart: Steiner, 1998.

Kumpfmüller, Josef: Die Hungersnot von 1770 bis 1772 in Österreich. Wien: Dissertation an der philosophischen Fakultät der Universität Wien, 1969.

Tantner, Anton: Ordnung der Häuser, Beschreibung der Seelen. Hausnummerierung und Seelenkonskription in der Habsburgermonarchie. (=Wiener Schriften zur Geschichte der Neuzeit; 4). Innsbruck/Wien/Bozen: Studienverlag, 2007.

Vasold, Manfred: Die Hunger- und Sterblichkeitskrise von 1770/73 und der Niedergang des Ancien régime, in: Saeculum, 59/I.2008, S. 107–142.

Dienstag, 31. März 2009

Eine Kulturgeschichte der Kuh

Sehr schön, die NZZ rezensiert heute eine Kulturgeschichte der Kuh (übrigens). Ob da auch Benjamins Muh-Gedicht vorkommt?

Werner, Florian: Die Kuh. Leben, Werk und Wirkung. Zürich: Nagel & Kimche, 2009.

Update: Natascha Vittorelli hat mich auf folgende wesentliche Arbeit zum Thema aufmerksam gemacht:

Reichmayr, Michael: Slavische Elemente im Tiernamengut Kärntens unter besonderer Berücksichtigung von Kuhnamen. Wien: Univ. Diplomarbeit, 1996.

Überarbeitete Veröffentlichung:

Reichmayr, Michael: Von Ajda bis Žuži. Slawisches in österreichischen Rindernamen. Eine sprachliche und kulturhistorische Analyse. (=Wissenschaftliche Schriftenreihe des Pavelhauses; 8). Wien: Artikel-VII-Kulturverein für Steiermark, 2005.

Montag, 30. März 2009

Nachträgliche Paginierung von Handschriften, Wien 1834

Eine weitere Trouvaille aus dem Abenteuer Bibliothek-Bändchen, ein Zitat Hoffmann von Fallerslebens über eine 1834 nach Wien unternommene Reise:
Unterdessen war ich eifrig beschäftigt in der Hofbibliothek mit einem Verzeichnisse aller dortigen deutschen Handschriften bis zum 15. Jahrhundert. Die Arbeit hatte ihr Ergötzliches, mitunter aber auch ihr sehr Langweiliges: in vielen Handschriften waren die Blätter noch unbezeichnet und ich mußte nun manchen Tag viele tausend Zahlen schreiben.

Hoffmann von Fallersleben, August Heinrich: Mein Leben, Teil I, 2. Bd., Berlin 1894, S. 154-157, zit nach: Polt-Heinzl, Evelyne (Hg.): Abenteuer Bibliothek. Ein Ort des Wissens und der Fantasie. Wien: Brandstätter, 2009, S. 71.

Sonntag, 29. März 2009

Über die Zugänglichkeit von Dissertationen

Das von der Library Mistress bereits angezeigte Büchlein Abenteuer Bibliothek ist wirklich ein Kleinod; u.a. enthält es folgendes Zitat von Ingeborg Bachmann:

Die Dissertation, mit der ich in Wien im Jahre 1950 promovierte, hat den monströsen Titel: 'Die kritische Aufnahme der Existenzialphilosophie Martin Heideggers'. Die Doktoranden damals haben Glück gehabt; ihre Dissertationen konnten nicht veröffentlicht werden [...] Es ist gut, daß die Wiener Nationalbibliothek mit dem einzigen deponierten Exemplar beim Verleihen geizt wie ein Gruftwächter mit der Kaiserkrone.

Mit dem Hochladen von Qualifizierungsarbeiten auf Dokumentenserver ist ihr Verbergen nun etwas schwieriger geworden, die jeweiligen AbsolventInnen müssen nun explizit den öffentlichen Zugriff auf ihre Arbeit sperren lassen.
Überhaupt ist bemerkenswert, wie viele Dissertationen an der Uni Wien nur in maschinschriftlicher Fassung vorhanden sind, obwohl sie durchaus von Nutzen für den Rest der Welt wären.
Das ÖNB-Exemplar von Bachmanns Diss wurde übrigens 1983 mikroverfilmt; 1985 erschien eine Edition bei Piper.

Ingeborg Bachmann zit. nach Polt-Heinzl, Evelyne (Hg.): Abenteuer Bibliothek. Ein Ort des Wissens und der Fantasie. Wien: Brandstätter, 2009, S. 88.

Samstag, 28. März 2009

Andreas Hofer als Taliban

Im Presse-Spectrum schreibt heute Richard Schuberth über Andreas Hofer, was über diesen Tiroler Anti-Aufklärer zu schreiben ist. Leider fehlt in der Onlineversion (derzeit) der Schluss des Artikels, der circa ein Viertel des gesamten Texts ausmacht. (Update: nun ist der Text vollständig.)
Was an Schuberths Text auffällt: Wie vorsichtig er die Taliban-These vorstellt, so, als ginge er vor erzürnten Hofer-Aficionados schon präventiv in Deckung. Wäre ja gar nicht notwendig; im übrigen gilt Peter Hacks' Lackmustest: Wer um 1800 für die Pockenimpfung war, zählt zur Partei der Aufklärung, wer dagegen war, zur Partei der Romantik, also der Konterrevolution, mal ganz abgesehen von den Kriterien Antisemitismus und katholischer Verblödung.
Überhaupt ist Schuberths Text durchzogen von Selbstreflexion: Der Kleinbürger, der zum Pogrom aufruft, um als ganzer Kerl seinen Ausschluss aus der ländlichen Gemeinschaft abzuwenden, gleicht auch irgenwie deren intellektuellen Kritiker, der diese - weil von ihr ausgeschlossen - unaufhörlich anbellt, in der Hoffnung, aus Respekt vor solch trotzigem Gebaren doch noch durch irgendeine Hundetür Einlass zu bekommen - in die Gemeinschaft mit ihrer heimeligen Stallwärme.

Hacks, Peter: Zur Romantik. Hamburg: Konkret Literatur Verlag, 2001, S.111.

Freitag, 27. März 2009

Ausstellung zu Süßmilch und Lessing

Letzten Dienstag hielt hierzulande Eckart Elsner einen Vortrag über den Statistiker und Theologen Süßmilch (vgl.); Elsner machte darauf aufmerksam, dass zur Zeit eine kleine Wanderausstellung mit dem Titel Mit Ordnung zur Vernunft. Der Theologe Süßmilch und der Dichter Lessing durch deutsche Gefilde tingelt, im Moment ist sie gerade in Berlin zu Gast und zwar in der Stadtbibliothek Steglitz-Zehlendorf, wo sie noch bis 29.4. zu sehen ist. Auch in Kamenz wird sie (bis Ende März) gezeigt, vormals gastierte sie im Hessischen Statistischen Landesamt. Als Begleiband ist eine von Elsner verfasste Broschüre erschienen:

Elsner, Eckart: Mit Ordnung zur Vernunft. Der Statistiker Süssmilch und der Dichter Lessing - eine Begegnung. [Begleitheft zur Sonderausstellung des Lessing-Museums Kamenz]. Kamenz: Lessing-Museum, 2007. 27S.

Donnerstag, 26. März 2009

Vortrag Daniela Gräf zu Schiffmühlen, Deutsches Technikmuseum, Berlin 26.3.2009

Schiffmühlen sind ja nun wirklich was faszinierendes (vgl. hier). Wie ich der Mailingliste der GTG entnehme, gibt es für Schnellentschlossene heute dazu einen Vortrag:

Vortragende: Daniela Gräf
Titel: Geschichte der Sonderbauwerke: Schiffmühlen in Europa: Vom Mittelalter bis in die Neuzeit
Zeit: 26.3.2009, 18 Uhr
Ort: Deutsches Technikmuseum, Trebbiner Straße 9, 10963
Berlin, Vortragssaal

Ankündigungstext:
In dem auf einer 2003 geschriebenen Dissertation basierenden Vortrag werden archäologische Funde, technische und historische Fakten zu den Schiffmühlen für die gesamte Zeit ihres Bestehens zum Ausgangspunkt technikgeschichtlicher Betrachtung der Phänomens Schiffmühle. Die Bild-, Text- und Sachquellen stammen aus ganz Europa. Im regional unterschiedlichen Bau dieser speziell für die Nutzung auf großen Flüssen konstruierten Mühlen spiegeln sich historische Traditionsgrenzen. Zum Bau von Schiffmühlen wurden Schiff- und Mühlenbautechnik auf einzigartige Weise kombiniert.

Ausstellung zur Geschichte der Stoppuhr in Zürich

Der NZZ entnehme ich, dass das Zürcher Uhrenmuseum Beyer eine Ausstellung zur Geschichte der Stoppuhren mit dem Titel Die Zeit festhalten – Chronographen aus der Sammlung Beyer zeigt.

Ein Platz Renaudot für Montpellier

Seit Anfang März hat Montpellier einen Square Théophraste-Renaudot, wie der Gazette de Montpellier zu entnehmen ist.
Ärgerlich am Artikel ist folgende, durch die Forschung schon lange widerlegte Behauptung: En 1631, il [d.h. Renaudot] a créé le premier journal de France. In Wirklichkeit existierten schon vor Renaudots Gazette die von Jean Martin und Louis Vendosme herausgegebenen Nouvelles ordinaires de divers endroicts, gegen die sich Renaudot dann mit Hilfe Richelieus durchsetzen konnte.

DAHL, Folke/PETIBON, Fanny/BOULET, Marguerite: Les débuts de la presse française. Göteborg/Paris 1951.

Mittwoch, 25. März 2009

Ö1-Radiokolleg "Vom Suchen und Finden"

Jetzt aber wirklich, denn angekündigt war das Ö1-Radiokolleg zum Thema Vom Suchen und Finden bereits für Jänner diesen Jahrs; geplante Ausstrahlungstermine sind Mo-Do, 6.4.-9.4., 9.05-9.30.

Nochmals die Beschreibung:
Der Mensch ist ständig auf der Suche: Nach einem Partner, dem nächsten Traumurlaub, einem Buch oder nach dem billigsten Preis. Die Fragen sind vielfältig, aber die Suchmaschine, die dafür genutzt wird, meist nur die eine.

Täglich werden allein vom Suchmaschinenbetreiber Google Hunderttausende Suchanfragen ausgewertet. Und im Gegensatz zu analogen Bibliothekssystemen lässt sich eine Antwort dort schnell finden. Irgendeine Antwort. Um deren Qualität scheint es bei der digitalen Suche nur selten zu gehen, denn warum sonst geben sich die meisten Menschen bereits mit den ersten zehn Suchergebnissen zufrieden? Mit Antworten, die am meisten akzeptiert und damit verlinkt werden und für die am meisten bezahlt wurde, damit sie höher gereiht werden?

Die Suche ist zu einem Geschäft mutiert und aus manchen Anbietern von digitalem Wissen wurden börsennotierte Unternehmen. Zwar wird auch heute ständig daran gearbeitet die Methoden des Suchens zu verbessern, ein wenig mehr Ordnung in den digitalen Datenhaufen zu bringen, aber dieses Unterfangen ist mühsamer als gemeinhin angenommen wird.

Allen Unkenrufen zum Trotz gehen - wie früher in den Bibliotheken - auch im Netz Informationen verloren. Obwohl die Kunst des Versteckens dort noch wenig ausgeprägt ist.