User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7521 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Freitag, 1. Juni 2007

Raul Zelik zum G8-Gipfel

Im Freitag fasst Raul Zelik gekonnt ein paar Positionen zum G8-Gipfel zusammen, die eigentlich selbstverständlich sein sollten; dem Schluss seines Artikels bleibt nichts hinzuzufügen:

Der G 8-Gipfel hat letztlich nur eine symbolische Funktion. Staatseliten wollen Bilder produzieren, die vermitteln, dass das globale System politisch reguliert wird und deshalb alles unter Kontrolle ist. Der Protest dagegen wird nicht weniger symbolisch bleiben. Die Demonstranten werden jene Bilder produzieren, die vermitteln, dass sich Regierende nur abgeschirmt von jener Bevölkerung treffen können, die sie zu repräsentieren behaupten.

Im 20. Jahrhundert ist immer dann etwas erreicht worden, wenn sich in Eliten die Furcht vor grundlegenden, radikaleren Prozessen breit machte. In diesem Sinne geht es zwar nicht um den Dialog mit der Macht, aber schon um konkrete Erfolge - zum Beispiel um kostenlose Medikamente für HIV-Infizierte weltweit. Und da steht fest: Um so wütender und kompromissloser am Zaun gewackelt werden wird, desto deutlicher werden die Forderungen verstanden werden.

In diesem Sinne: BLOCK G 8! Oder wie es in Argentinien hieß: ¡Que se vayan todos! Sie sollen alle verschwinden!

Kritik französischer HistorikerInnen an Sarkozy

Die NZZ berichtet heute über die Kritik französischer HistorikerInnen am Gebrauch von Geschichte durch Nicolas Sarkozy; wer danach von Sarkozy noch nicht genug hat, kann im New Statesman ein Gespräch zwischen dem Philosophen Michel Onfray und dem französischen Präsidenten über Religion lesen; am Schluss des Gesprächs schenkt Onfray Sarkozy einige Bücher, darunter Foucaults Überwachen und Strafen ... [via Foucault Blog]

Donnerstag, 31. Mai 2007

Wien 2, 186

Wien02_0186_KlPfarrg24

Wien 2, Kleine Pfarrgasse 24

Mittwoch, 30. Mai 2007

Bericht zu Workshop über habsburgische/österreichische Frauenbewegung 1848-1938

Salon 21 berichtet über den im April stattgefundenen Workshop "Frauenbewegung vernetzt", der sich mit der Geschichte der Frauenbewegung in der Habsburgermonarchie und in Österreich 1848-1938 beschäftigte; veranstaltet wurde er vom FWF-Projekt Frauen in Bewegung. Digitales Archiv und Historiographie. Habsburger Monarchie und Österreich von 1848 bis 1938, das von Helga Hofmann-Weinberger geleitet wird und an dem Lydia Jammernegg und Natascha Vittorelli mitarbeiten.

Dienstag, 29. Mai 2007

Nachruf auf Zoran Konstantinović

Zoran Konstantinović war ein jugoslawischer Literaturwissenschafter, der ab 1970 eine Professur für vergleichende Literaturwissenschaft an der Universität Innsbruck innehatte. Im jugoslawischen Bürgerkrieg plädierte er für die Beibehaltung der Förderation und kritisierte die deutschen und österreichischen Bestrebungen, Jugoslawien zu zerschlagen; am 22.5.2007 ist er in Belgrad gestorben, hier ein Nachruf.

Montag, 28. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 4

Der Hofkriegsrat hat demgegenüber keine Probleme, sich Einblick in die Tabellen zu verschaffen: Als 1769 die Ergebnisse einer tirolerischen Häuserbeschreibung im Staatsrat diskutiert werden, fällt der Beschluss, Meinem Hof-Kriegsrat eine Abschrift mitzutheilen.1 Auch die böhmischen Ergebnisse von 1768 sind ungesäumt dem Hofkriegsrat mitzutheilen;2 dieser wird in der Folge das Zahlenmaterial unter anderem dazu verwenden, die Eventualitäten einer Befreiung der herrschaftlichen Beamten und Dienstboten vom Militärdienst zu diskutieren.3


(1) Österreichisches Staatsarchiv/Haus-, Hof und Staatsarchiv, Wien (HHStA), Bestand Staatsratsprotokolle (StRP), Bd. 32 (1769/III), Nr. 2810: Ah. Resolution zum Vortrag der Hofkanzlei vom 22.7.1769, 27.7.1769.
(2) HHStA, StRP, Bd. 35 (1770/II), Nr. 1048: Ah. Resolution zum Protokoll der Staatswirtschaftsdeputation vom 22.3.1770, 20.4.1770.
(3) Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv (KA), Wien, Bestand Hofkriegsrat (HKR), 1770/98/415: Vortrag des Hofkriegsrats, 12.7.1770.

Sonntag, 27. Mai 2007

Vom Einblick in die Tabellen - 3

Stormont ist Vertreter eines Staates, gegen den sich die Habsburgermonarchie wenige Jahre zuvor mit der französischen Regierung verbündete; dies mag mit ein Faktor sein, warum ihm die Zahlenangaben nicht exakt übermittelt werden. Doch in der Praxis ist es nicht einmal für staatliche Stellen der Habsburgermonarchie selbstverständlich, in Zählungsergebnisse Einsicht zu bekommen. Dies gilt insbesondere dann, wenn die Ergebnisse zur Berechnung von Steuern verwendet werden sollen: Als das böhmische Gubernium durch die Hofkanzlei im April 1770 angewiesen wird, der böhmischen Bancogefällenadministration die im September des letzten Jahres fertiggestellten Populationstabellen von 1768 nach Herrschaften und Städten gegliedert auszuhändigen, wird dies zunächst einmal von Seiten des Guberniums verweigert: Zu ungenau seien diese Tabellen verfasst, und Ziel der Bancogefällenadministration sei nur die Erhöhung des Fleischkreuzers. Die Hofkanzlei beharrt auf ihrem Beschluss, woraufhin Ende Juni 1770 die Bancogefällenadministration die summarischen Kreisergebnisse zur Verfügung gestellt bekommt.1


(1) Národní Archiv (NA), Prag, Bestand České Gubernium-Publicum 1764–1773, R 166, Kt. 466: Hofdekret an böhmisches Gubernium, 20.4.1770; NA, ČG-Pub 1764–1773, G 6, Kt. 383: Bericht des böhmischen Guberniums an Hofkanzlei, 1.6.1770; Böhmisches Gubernium an Bancohofdeputation, 25.6.1770.

Samstag, 26. Mai 2007

Hausnummern-Nöte in Salzburg

Bereits am 4. Mai 2005 berrichtete das Salzburger Fenster über folgenden Hausnummernvorfall: Ein Salzburger Hausbesitzer, wohnhaft in der Föhrenstraße 5, hatte vor 27 Jahren an seinem Haus eine Hausnummerntafel aus Keramik angebracht; es sollte ebendiese 27 Jahre dauern, bis er einen Brief von den Behörden bekam, die ihm mitteilten, dass Hausnummerntafeln aus emailliertem Blech, mit weißer, senkrechter Mittelschrift auf blauem, weiß umrandeten Grund zu verwenden wären; Sie werden höflichst ersucht, binnen drei Wochen mit dem Stadtvermessungsamt Kontakt aufzunehmen, um die Hausnummerntafel bestellen und montieren zu können. Der Hausbesitzer reagierte empört: Ich hab’ sie [die Hausnummerntafel] in Italien gekauft; wenn ich meine schöne Tafel jetzt durch eine Blechnummerntafel ersetzen muss, werde ich prozessieren. Der zuständige Beamte des Vermessungsamts, Wolfgang Lechner konterte: Wir werden auf das Übelste beschimpft. (...) Umgekehrt beschweren sich die Leute ja auch, wenn ein Rettungswagen oder ein Taxi nicht rechtzeitig kommt, weil sie die Hausnummer nicht ausmachen können. Einheitliche Hausnummernschilder seien nun mal für die leichtere Orientierung von Nöten.

Freitag, 25. Mai 2007

Sequel zu Moi, Pierre Rivière...

Bei den Filmfestspielen in Cannes wird u.a. Retour en Normandie von Nicolas Philibert gezeigt, ein Sequel zu Moi, Pierre Rivière, ayant égorgé ma mère, ma soeur et mon frère..., einem Film, der auf einem Vorfall beruht, den Michel Foucault zum gleichnamigen Buch verarbeitet hat. Foucault hat damals übrigens auch geschauspielert, die Szene wurde dann aber aus der endgültigen Fassung rausgeschnitten. Über den jetzigen Nachfolge-Dokumentarfilm von Philibert, der damals mitspielte, berichten u.a. Le Monde und Time Out; vgl. auch den Eintrag in der IMDB. [via Foucault Blog]

Projektpräsentation zu Adressbüros in Unizeitung

In der Universitätszeitung ist gestern ein Beitrag von mir erschienen, in dem ich mein FWF-Projekt zu den Adressbüros in der Frühen Neuzeit vorstelle; im Juni soll dann eine weitere Präsentation auf Kakanien erfolgen, die mehr auf die Verhältnisse in der Habsburgermonarchie zugeschnitten ist.

Donnerstag, 24. Mai 2007

KultuRRevolution zu Prekarität

Die aktuelle Ausgabe von KultuRRevolution – Zeitschrift für angewandte Diskurstheorie beschäftigt sich mit Prekarität. Aus dem Inhalt:

Robert Castel: Jenseits der Lohnarbeit und unterhalb der Beschäftigung (emploi)? Die Institutionalisierung des Prekariats

Patrick Ciongolani: Wird die Prekarität ein neues Leitmodell der Arbeit?

Jürgen Link: Flexibilisierung minus Normalität gleich Prekarität

Malte Krückels: Macht das Internet das computeralphabetisierte Prekariat zur Bohème?

Mittwoch, 23. Mai 2007

eTexte

Ich habe nun auf meiner Homepage ein eigenes Verzeichnis meiner im Web verfügbaren eTexte erstellt, damit diese in einer einigermaßen übersichtlichen Form angezeigt werden.

Alf Lüdtke und die Wikipedia

Schon witzig: In der französischen Wikipedia hat Alf Lüdtke einen Eintrag, in der deutschsprachigen Wikipedia (noch) nicht.

Buchpräsentation Stephan Steiner: Reisen ohne Wiederkehr

Schade, dass ich zu dieser Präsentation nicht gehen kann, wird dort doch ein wichtiges Buch vorgestellt, das die terroristische Seite der Habsburgermonarchie näher beleuchtet:

Stephan Steiner: Reisen ohne Wiederkehr. Die Deportation von Protestanten aus Kärnten 1734-1736 (Oldenbourg Verlag)

Podiumsdiskussion mit:
Martin Scheutz (Historiker für Geschichte der Frühen Neuzeit, Universität Wien)
Doron Rabinovici (Historiker, Schriftsteller)
Hans Safrian (Zeithistoriker, Universität Wien)
Stephan Steiner (Historiker, Autor)
Moderation: Martina Nussbaumer (ORF, Ö1)

In den Jahren 1734 bis 1736 wurden aus verschiedenen Kärntner Grundherrschaften Protestanten deportiert und zwangsweise in Siebenbürgen angesiedelt. Eheleute wurden gewaltsam getrennt, Kinder zu katholischen Zieheltern gesteckt, in manchen Kärntner Regionen wechselten über 50 Prozent der Behausungen ihre Besitzer. Trotz des enormen bürokratischen und logistischen Aufwandes war das Siedlungsprojekt in Siebenbürgen schließlich zum Scheitern verurteilt. Stephan Steiner interpretiert diese „Transmigrationen“ als eine Geburtsstunde aller neuzeitlichen Zwangsverschickungen in Mitteleuropa: zerrissene Familien, vorenthaltene Vermögenswerte, Denunziation und zu all dem eine rücksichtslose Machtentfaltung des Staates. Das Expertenpodium diskutiert die historischen Deportationen als Vorläufer jener mörderischen Vorgänge, die zwei Jahrhunderte später das Bild Europas prägen sollten.

Ort: Hauptbücherei am Gürtel, 1070 Wien, Urban-Loritz-Platz 2a
Zeit: 11.06.2007, 19:00 Uhr