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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 8. Dezember 2006

Baustelle "Soziales Europa": Zur transnationalen Formierung von Interessen

Kommenden Donnerstag findet am IWK eine interessante, von Andrea Ellmeier in Zusammenarbeit mit Beat Weber organisierte Veranstaltung statt:

Vortragsreihe: Baustelle "Soziales Europa": Zur transnationalen Formierung von Interessen

Birge Krondorfer (Wien) / Rubia Salgado (Linz): Transnationale Gouvernementalität. EU-Projekte zwischen ökonomischer Bürokratie und Innovationszwang

Ulrich Brand (Kassel): Das ganz andere Europa. Gegen-Hegemonie als politische Strategie

Zeit: Donnerstag, 14.12.2006, 18.30 h
Ort: Institut für Wissenschaft und Kunst, Berggasse 17/1, 1090 Wien

Donnerstag, 7. Dezember 2006

Hausnummernwirrwarr in Düsseldorf

Es ist das Verdienst von Heike Blumreiter, die verschlungene Hausnummerierungsgeschichte von Düsseldorf erforscht zu haben: Eigentlich hatte ja Kurfürst Karl Theodor im Spätsommer 1794 verfügt, dort die Straßennamen und Hausnummern an den Häusern anzubringen, was dann aber anscheinend doch nicht geschah. Auch die Besatzung durch die französischen Truppen (September 1795 bis Frühjahr 1801) führte nicht zu einer Nummerierung, erst eine zum Zwecke der Besteuerung 1795-1800 durchgeführte Specialaufnahme mit detaillierten Angaben zu jedem Innenstadtgrundstück verpasste den Haupthäusern eine innerhalb von drei Sektionen A-C fortlaufende Nummerierung, wobei aber unklar ist, ob die Nummern auch an den Häusern angebracht waren. Ab 1803 waren diese Nummern mitsamt der Sektionsangabe jedenfalls in den Taufbüchern bei der Adresse der Eltern einzutragen. Nur wenig später wurden diese Nummern allerdings abgelöst, da ab Jänner 1805 in Zusammenhang mit der Einführung eines Brandkatasters verordnet wurde, die Gebäude fortlaufend mit weißer Oelfarbe auf schwarzen Grund, und zwar in den Städten mit durchaus fortlaufenden Zahlen, auf dem Lande hingegen nach Kirchspielen zu nummerieren. Betraut mit dieser Aufgabe war der Glasermeister Wilhelm van Stockum, insgesamt bekamen in der Innenstadt 1182 Häuser eine Nummer; bereits ab 1. Juli 1805 befanden sich diese Nummern in den Taufbüchern eingetragen. Im November 1821 wiederum wurde beschlossen, an den Häusern neue Nummern anzubringen. Diesmal handelte es sich um die Lagebuchnummern eines neu angelegten Katasters, in einer Ausführung auf blechernen Schildern, angefertigt vom Meister Franz Thelen. 3151 Gebäude kamen somit zu neuen Hausnummern, womit es ein verwirrendes Nebeneinander von Hausnummern, Steuernummern, Versicherungs-, Flur- und Parzellarnummern gab. Erst die Polizeiverordnung vom 29. Juli 1858 sollte einen Überblick in dieses Wirrwarr bringen: Nun wurde eine straßenweise Nummerierung eingeführt, mit je nach Straßenseite geraden oder ungeraden Nummern auf den Häusern. Die Nummern waren in schwarzer Farbe auf je nach Stadtteil unterschiedlichem farblichen Hintergrund anzubringen (Neustadt: blau; Friedrichstadt: weiß, sonst gelb), die Schablone dafür war im Rathaus einzusehen.

Blumreiter, Heike: Die Düsseldorfer Polizeiverordnung von 1858: die alten und neuen Hausnummern; mit einer Einführung in die Entstehung der Hausnumerierung im ausgehenden 18. und beginnenden 19. Jahrhundert (=Veröffentlichungen aus dem Stadtarchiv Düsseldorf; 12). Düsseldorf: Stadtarchiv, 2005.

Mittwoch, 6. Dezember 2006

Stadtfüchse in Basel

Sehr nett: In Basel lud das Amt für Umwelt und Energie zu einem Forum zum Thema Wildtiere in der Stadt Basel ein, da von deren Sorte immer wieder einige anzutreffen sind, wie die NZZ berichtet. Nicht nur Füchse, auch Igel, Siebenschläfer, Waldmäuse, Steinmarder und eventuell sogar Waschbären tummeln sich so herum; in Zürich gab's letztes Jahr im Zoologischen Museum übrigens eine ganze, sehr feine Ausstellung zu den Stadtfüchsen.

Dienstag, 5. Dezember 2006

Dubiose Praktiken beim Historicum - 2

Die Auseinandersetzung geht in die nächste Runde: Nachdem Peter Stachel die Praktiken der Zeitschrift Historicum auf Kakanien kritisiert (vgl. hier) und Herausgeber Michael Pammer repliziert (PDF) hat, entgegnet (PDF) nun wiederum Peter Stachel, der sich in seiner Kritik bestätigt fühlt; für ihn steht nun fest, dass Historicum

1. Eigentum einer politischen Partei (wahlwerbenden Gruppe) ist,
2. über keinen wissenschaftlichen Beirat verfügt,
3. von einer einzelnen Person im Alleingang verantwortet wird,
4. sich ausdrücklich als »Erstinstanz« in Habilitationsverfahren definiert,
5. die Mehrzahl der rezensierten Habilitationen in oftmals gehässigem Stil negativ beurteilt und dabei fallweise auch vor Unterstellungen und unwahren Behauptungen nicht zurückschreckt (...),
6. mehrfach Autoren in auffallender zeitlicher Nähe sowohl als Rezensierte, als auch als Rezensenten auftreten hat lassen, und
7. bei den Habilitationsrezensionen wiederholt bis in die jüngste Vergangenheit falsche Autorennamen und fiktive Adressen angegeben hat.

Montag, 4. Dezember 2006

Wien 3, 2570

wien03_2570_untweissgerberstr13_kunsthaus
Wien 3., Untere Weißgerberstraße 13: Im Inneren des Kunsthauses eine als Orientierungsnummer verkleidete Konskriptionssnummer.

Sonntag, 3. Dezember 2006

Michael Scharang zum Kapitalismus

Für's Pressse-Spectrum verfasste Michael Scharang eine Sachverhaltsdarstellung zum Kapitalismus. Fast wie eine Handlungsanweisung liest sich folgende Passage:
Die Eigentümer in einer Region, einem Land, einem Kontinent aufzulisten trägt zur Erhellung der Situation mehr bei als jene Morgenandacht, derzufolge die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, als wäre dieses Unrecht nicht das Rechtsideal des Kapitalismus. Der ist weder gut noch schlecht, noch reformierbar.
- Aufklärung also als penible Auflistung der Eigentümer; einen Beitrag dazu hat in der aktuellen konkret (in der Scharangs Text wohl demächst auch erscheinen wird) Winfried Wolf geleistet, indem er, der Zeitschrift Fortune sei Dank, [ü]ber die Struktur und die Bedeutung der 500 größten Konzerne der Welt geschrieben hat (konkret 12/2006, S.20-22).

Hausnummerierung in Baden bei Wien

Hausnummernmäßig nicht sehr ergiebig ist eine kleine Veröffentlichung von Rudolf Maurer zu den Adressangaben in Baden bei Wien. Man erfährt daraus gerade einmal, dass 1770/71 in Baden eine stadtviertelweise Nummerierung eingeführt wurde (womöglich handelte es sich damals aber um ueigenständige Gemeinden); grundlegende Umnummerierungen gab es 1805, 1816, 1829 und 1851, wobei die Tafeln von 1851 teilweise heute noch an alten Häusern befestigt sind. 1873 wurde die straßenweise Orientierungsnummerierung eingeführt.

Maurer, Rudolf: „... zu besserer erkantnus“. Hausnamen, Hauszeichen und Adreßangaben im alten Baden. (=Katalogblätter des Rollettmuseums Baden; 5). Baden: o.J. [1997]. (keine Paginierung)

Pynchons Against the Day 2

Eine weitere Rezension des neuen Romans von Thomas Pynchon, diesmal in der NZZ.

Samstag, 2. Dezember 2006

Furchtbare Hausnummern

Der Fontblog hat in die Abgründe des Hausnummer-Designs geblickt und ist entsetzt ob der typographischen Katastrophen, die dort auftauchen.

Vom Fahrstuhl und vom Zeitungsausschnitt

Zwei interessante Neuerscheinungen bei den Fischer Taschenbüchern:

Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006 [Amazon]

Heesen, Anke te: Der Zeitungsausschnitt. Ein Papierobjekt der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 16584, 2006 [Amazon]

Freitag, 1. Dezember 2006

Internationale Konferenz Austromarxismus

In zwei Wochen beginnt die von Europäischer Linkspartei, KPÖ, transform!european network of alternative thinking und transform.at veranstaltete Konferenz Austromarxismus. Vision * Politik * Bewegung * Kultur. Anlass ist der 70. Jahrestag des Erscheinens von Otto Bauers Arbeit Zwischen zwei Weltkriegen?, zum Auftakt wird am Freitag, 15.12.2006, um 18 Uhr Oliver Resslers Film This is what democracy looks like! gezeigt; anschließend gibt es um 18:30 eine Podiumsdiskussion zum Thema Was bewegt die Linke. An den folgenden zwei Tagen sind diverse Panels, eine Aufführung von Szenen und Chören aus dem Romanfragment „So starb eine Partei“ von Jura Soyfer sowie ein Stadtspaziergang durch das Rote Wien angekündigt.

Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Donnerstag, 30. November 2006

Militärischer Wohlfahrtsstaat

Demnächst halte ich im Rahmen der Ringvorlesung "Krieg und Militär" (Programm [PDF]) einen Vortrag, bei dem es auch jede Menge Hausnummernfotos zu sehen geben wird.

Vortrag von Anton Tantner: Der „militärische Wohlfahrtsstaat“ der Neuzeit. Das Beispiel der Habsburgermonarchie und ihre Staatsbildung

Zeit: Do, 14.12.2006, 15.30 - 17.00 h, pünktlich
Ort: Altes AKH - Uni Campus Wien, Hof 2, Hörsaal C1

Hörbuch von Lisa Fittko

Lisa Fittko (1909-2005) und ihr Mann Hans halfen 1940/41 vor dem Nationalsozialismus Flüchtenden über die französisch-spanische Grenze. Einer, der ihre Hilfe, wenn auch vergeblich, in Anspruch nahm, war Walter Benjamin. Auf der Flucht hatte er eine schwere schwarze Tasche dabei, mit einem Manuskript, das verloren ging, und bei dem angenommen wird, dass es sich um die dann auf anderen Wegen erhaltenen Thesen über den Begriff der Geschichte handelte (vgl. Benjamin, Gesammelte Schriften, Bd.V.2, 1197-1205). Lisa Fittkos Erinnerungen sind bereits in Form von zwei Büchern erschienen, nun brachten Hanne und Hubert Eckart ein Hörbuch mit Tondokumenten heraus, wie die WOZ berichtet.

Eckart, Hanne und Hubert: «Meine Biographie liegt in der Weltgeschichte. Lisa Fittko (1909-2005) erzählt aus ihrem Leben». Ein dreiteiliges Hörbuch. Quedlinburg: Abacus Medien, 2006. 3 CDs. [Abacusfilm]

Mittwoch, 29. November 2006

Literatur in Prag, 1760-1820

Kommenden Montag hält Michael Wögerbauer im Rahmen des Jour fixe der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einen Vortrag zum Thema Die Ausdifferenzierung des Sozialsystems Literatur in Prag (1760–1820); es dürfte wohl spannend sein, seine Befunde mit unseren Ergebnissen zur Romantik in Wien zu kreuzen.

Zeit: Mo, 4.12.2006, 15 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Ignaz Seipel Platz 2, 2. Stock, Museumszimmer.

Die Literatur- und Kulturgeschichte Böhmens 1760-1820 wurde bisher mit ganz wenigen Ausnahmen unter nationalen Gesichtspunkten entweder als „deutsche“ oder als „tschechische“ untersucht. Eine Analyse der großen „sudetendeutschen“ und „tschechischen“ Literaturgeschichten in ihrem Entstehungskontext zeigt aber, dass diese Rückprojektion des sprachlich-nationalen Paradigmas mit der Legitimierungsfunktion der historischen Wissenschaften in der „Konfliktgemeinschaft“ (Jan Křen) zusammenhängt. Eine solche Aktualisierung des 18. Jahrhunderts in Böhmen ist spätestens seit dem Zusammenbruch des Kommunismus für die meisten Forscher fragwürdig geworden.
Es soll versucht werden, auf breiter Quellenbasis eine alternative Sichtweise vorzuschlagen.
Ausgangspunkt ist dabei die gemeinsame strukturelle Basis des „literarischen Lebens“ im 18. Jahrhundert: universitärer Poetikunterricht, Zensur, Buchwesen, aber auch die Verbreiterung der Leserbasis, Modernisierung der Privatbibliotheken etc. sind für beide Literaturen vergleichbar. In Anlehnung an S. J. Schmidts Konzept des „Sozialsystems Literatur“ (1989) wird die Ausdifferenzierung der beteiligten Handlungsrollen analysiert: Literaturproduktion, Distribution, Rezeption und Weiterverarbeitung (Literaturkritik), aber auch staatliche Intervention. Die Untersuchung geht hypothetisch davon aus, dass sich in Prag parallel zur Modernisierung der Monarchie ein vielsprachiges Literatursystem herausbildet, das sich erst am Beginn des 19. Jahrhunderts schrittweise in monolinguale („nationale“?) Systeme ausdifferenziert. So stünden die bisher essentialistisch interpretierten Konzepte einer deutschböhmischen bzw. tschechischen "Nationalliteratur" selbst erst am Ende einer Phase der Geschichte der neueren „vaterländischen Literatur(en)“ in Böhmen.
Die ins 18. Jahrhundert rückprojizierten nationalen Kategorien in der Literarhistoriografie werden also als Teilergebnis des Prozesses konzipiert, den sie ursprünglich beschreiben sollten. Am Beispiel der „Ausdifferenzierung des Sozialsystems Literatur in Prag 1760-1820“ soll so ein Vorschlag zur Literaturgeschichtsschreibung der neueren Literaturen in der Habsburger Monarchie gemacht werden.

Sergio Bolognas narrativer Raum

Besonders erhellend fand ich Sergio Bolognas Zerstörung der Mittelschichten nicht (vgl. auch die kurzen Ausführungen dazu in konkret 4/2006, S.61), allenfalls die Darstellung der Bedeutung der Logistik und des Containers (S.85-97) liest sich interessant. Anregend auch der folgende Satz: Aber der wichtigste kollektive Ort, der erst noch erdacht und herausgebildet werden muss, sollte der selbständigen Arbeit dazu dienen, sich jenseits der Dienstleistung einen Raum der Gemeinschaftlichkeit und des Zusammenschlusses zu erfinden und vorzustellen, einen narrativen Raum, wo Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht werden können. (S.41) Ähnliches hat die IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen mit ihrem Projekt eines WissenschafterInnenhauses (vgl. diese Machbarkeitsstudie [PDF]) schon mal konzipiert.

Bologna, Sergio: Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur Neuen Selbständigkeit. Graz/Wien: Nausner & Nausner, 2006.