User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7523 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Montag, 4. Dezember 2006

Wien 3, 2570

wien03_2570_untweissgerberstr13_kunsthaus
Wien 3., Untere Weißgerberstraße 13: Im Inneren des Kunsthauses eine als Orientierungsnummer verkleidete Konskriptionssnummer.

Sonntag, 3. Dezember 2006

Michael Scharang zum Kapitalismus

Für's Pressse-Spectrum verfasste Michael Scharang eine Sachverhaltsdarstellung zum Kapitalismus. Fast wie eine Handlungsanweisung liest sich folgende Passage:
Die Eigentümer in einer Region, einem Land, einem Kontinent aufzulisten trägt zur Erhellung der Situation mehr bei als jene Morgenandacht, derzufolge die Reichen immer reicher und die Armen immer ärmer werden, als wäre dieses Unrecht nicht das Rechtsideal des Kapitalismus. Der ist weder gut noch schlecht, noch reformierbar.
- Aufklärung also als penible Auflistung der Eigentümer; einen Beitrag dazu hat in der aktuellen konkret (in der Scharangs Text wohl demächst auch erscheinen wird) Winfried Wolf geleistet, indem er, der Zeitschrift Fortune sei Dank, [ü]ber die Struktur und die Bedeutung der 500 größten Konzerne der Welt geschrieben hat (konkret 12/2006, S.20-22).

Hausnummerierung in Baden bei Wien

Hausnummernmäßig nicht sehr ergiebig ist eine kleine Veröffentlichung von Rudolf Maurer zu den Adressangaben in Baden bei Wien. Man erfährt daraus gerade einmal, dass 1770/71 in Baden eine stadtviertelweise Nummerierung eingeführt wurde (womöglich handelte es sich damals aber um ueigenständige Gemeinden); grundlegende Umnummerierungen gab es 1805, 1816, 1829 und 1851, wobei die Tafeln von 1851 teilweise heute noch an alten Häusern befestigt sind. 1873 wurde die straßenweise Orientierungsnummerierung eingeführt.

Maurer, Rudolf: „... zu besserer erkantnus“. Hausnamen, Hauszeichen und Adreßangaben im alten Baden. (=Katalogblätter des Rollettmuseums Baden; 5). Baden: o.J. [1997]. (keine Paginierung)

Pynchons Against the Day 2

Eine weitere Rezension des neuen Romans von Thomas Pynchon, diesmal in der NZZ.

Samstag, 2. Dezember 2006

Furchtbare Hausnummern

Der Fontblog hat in die Abgründe des Hausnummer-Designs geblickt und ist entsetzt ob der typographischen Katastrophen, die dort auftauchen.

Vom Fahrstuhl und vom Zeitungsausschnitt

Zwei interessante Neuerscheinungen bei den Fischer Taschenbüchern:

Bernard, Andreas: Die Geschichte des Fahrstuhls. Über einen beweglichen Ort der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 17348, 2006 [Amazon]

Heesen, Anke te: Der Zeitungsausschnitt. Ein Papierobjekt der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer 16584, 2006 [Amazon]

Freitag, 1. Dezember 2006

Internationale Konferenz Austromarxismus

In zwei Wochen beginnt die von Europäischer Linkspartei, KPÖ, transform!european network of alternative thinking und transform.at veranstaltete Konferenz Austromarxismus. Vision * Politik * Bewegung * Kultur. Anlass ist der 70. Jahrestag des Erscheinens von Otto Bauers Arbeit Zwischen zwei Weltkriegen?, zum Auftakt wird am Freitag, 15.12.2006, um 18 Uhr Oliver Resslers Film This is what democracy looks like! gezeigt; anschließend gibt es um 18:30 eine Podiumsdiskussion zum Thema Was bewegt die Linke. An den folgenden zwei Tagen sind diverse Panels, eine Aufführung von Szenen und Chören aus dem Romanfragment „So starb eine Partei“ von Jura Soyfer sowie ein Stadtspaziergang durch das Rote Wien angekündigt.

Ort: Architekturzentrum Wien, Museumsquartier, Museumsplatz 1, 1070 Wien

Donnerstag, 30. November 2006

Militärischer Wohlfahrtsstaat

Demnächst halte ich im Rahmen der Ringvorlesung "Krieg und Militär" (Programm [PDF]) einen Vortrag, bei dem es auch jede Menge Hausnummernfotos zu sehen geben wird.

Vortrag von Anton Tantner: Der „militärische Wohlfahrtsstaat“ der Neuzeit. Das Beispiel der Habsburgermonarchie und ihre Staatsbildung

Zeit: Do, 14.12.2006, 15.30 - 17.00 h, pünktlich
Ort: Altes AKH - Uni Campus Wien, Hof 2, Hörsaal C1

Hörbuch von Lisa Fittko

Lisa Fittko (1909-2005) und ihr Mann Hans halfen 1940/41 vor dem Nationalsozialismus Flüchtenden über die französisch-spanische Grenze. Einer, der ihre Hilfe, wenn auch vergeblich, in Anspruch nahm, war Walter Benjamin. Auf der Flucht hatte er eine schwere schwarze Tasche dabei, mit einem Manuskript, das verloren ging, und bei dem angenommen wird, dass es sich um die dann auf anderen Wegen erhaltenen Thesen über den Begriff der Geschichte handelte (vgl. Benjamin, Gesammelte Schriften, Bd.V.2, 1197-1205). Lisa Fittkos Erinnerungen sind bereits in Form von zwei Büchern erschienen, nun brachten Hanne und Hubert Eckart ein Hörbuch mit Tondokumenten heraus, wie die WOZ berichtet.

Eckart, Hanne und Hubert: «Meine Biographie liegt in der Weltgeschichte. Lisa Fittko (1909-2005) erzählt aus ihrem Leben». Ein dreiteiliges Hörbuch. Quedlinburg: Abacus Medien, 2006. 3 CDs. [Abacusfilm]

Mittwoch, 29. November 2006

Literatur in Prag, 1760-1820

Kommenden Montag hält Michael Wögerbauer im Rahmen des Jour fixe der Kommission für Kulturwissenschaften und Theatergeschichte der Österreichischen Akademie der Wissenschaften einen Vortrag zum Thema Die Ausdifferenzierung des Sozialsystems Literatur in Prag (1760–1820); es dürfte wohl spannend sein, seine Befunde mit unseren Ergebnissen zur Romantik in Wien zu kreuzen.

Zeit: Mo, 4.12.2006, 15 Uhr
Ort: Österreichische Akademie der Wissenschaften, 1010 Wien, Ignaz Seipel Platz 2, 2. Stock, Museumszimmer.

Die Literatur- und Kulturgeschichte Böhmens 1760-1820 wurde bisher mit ganz wenigen Ausnahmen unter nationalen Gesichtspunkten entweder als „deutsche“ oder als „tschechische“ untersucht. Eine Analyse der großen „sudetendeutschen“ und „tschechischen“ Literaturgeschichten in ihrem Entstehungskontext zeigt aber, dass diese Rückprojektion des sprachlich-nationalen Paradigmas mit der Legitimierungsfunktion der historischen Wissenschaften in der „Konfliktgemeinschaft“ (Jan Křen) zusammenhängt. Eine solche Aktualisierung des 18. Jahrhunderts in Böhmen ist spätestens seit dem Zusammenbruch des Kommunismus für die meisten Forscher fragwürdig geworden.
Es soll versucht werden, auf breiter Quellenbasis eine alternative Sichtweise vorzuschlagen.
Ausgangspunkt ist dabei die gemeinsame strukturelle Basis des „literarischen Lebens“ im 18. Jahrhundert: universitärer Poetikunterricht, Zensur, Buchwesen, aber auch die Verbreiterung der Leserbasis, Modernisierung der Privatbibliotheken etc. sind für beide Literaturen vergleichbar. In Anlehnung an S. J. Schmidts Konzept des „Sozialsystems Literatur“ (1989) wird die Ausdifferenzierung der beteiligten Handlungsrollen analysiert: Literaturproduktion, Distribution, Rezeption und Weiterverarbeitung (Literaturkritik), aber auch staatliche Intervention. Die Untersuchung geht hypothetisch davon aus, dass sich in Prag parallel zur Modernisierung der Monarchie ein vielsprachiges Literatursystem herausbildet, das sich erst am Beginn des 19. Jahrhunderts schrittweise in monolinguale („nationale“?) Systeme ausdifferenziert. So stünden die bisher essentialistisch interpretierten Konzepte einer deutschböhmischen bzw. tschechischen "Nationalliteratur" selbst erst am Ende einer Phase der Geschichte der neueren „vaterländischen Literatur(en)“ in Böhmen.
Die ins 18. Jahrhundert rückprojizierten nationalen Kategorien in der Literarhistoriografie werden also als Teilergebnis des Prozesses konzipiert, den sie ursprünglich beschreiben sollten. Am Beispiel der „Ausdifferenzierung des Sozialsystems Literatur in Prag 1760-1820“ soll so ein Vorschlag zur Literaturgeschichtsschreibung der neueren Literaturen in der Habsburger Monarchie gemacht werden.

Sergio Bolognas narrativer Raum

Besonders erhellend fand ich Sergio Bolognas Zerstörung der Mittelschichten nicht (vgl. auch die kurzen Ausführungen dazu in konkret 4/2006, S.61), allenfalls die Darstellung der Bedeutung der Logistik und des Containers (S.85-97) liest sich interessant. Anregend auch der folgende Satz: Aber der wichtigste kollektive Ort, der erst noch erdacht und herausgebildet werden muss, sollte der selbständigen Arbeit dazu dienen, sich jenseits der Dienstleistung einen Raum der Gemeinschaftlichkeit und des Zusammenschlusses zu erfinden und vorzustellen, einen narrativen Raum, wo Erfahrungen gesammelt und ausgetauscht werden können. (S.41) Ähnliches hat die IG externe LektorInnen und freie WissenschafterInnen mit ihrem Projekt eines WissenschafterInnenhauses (vgl. diese Machbarkeitsstudie [PDF]) schon mal konzipiert.

Bologna, Sergio: Die Zerstörung der Mittelschichten. Thesen zur Neuen Selbständigkeit. Graz/Wien: Nausner & Nausner, 2006.

Dienstag, 28. November 2006

Grüne Hausnummern - ökologisch korrektes Bauen, Saarland 1996ff

Die neuere deutsche Geschichte kennt auch die „Grüne Hausnummer“; diese wurde erstmals 1996 im Saarland, später dann auch in Mainz und in Erfurt für ökologisch korrektes Bauen vergeben. Die Kriterien sind in der Landesbauordnung festgelegt: Je ökologischer ein Haus errichtet wird, desto mehr Ökopunkte bekommt es gut geschrieben; für einen Warmwasserkollektor am Dach gibt es zum Beispiel 18 Punkte. Sind 100 Punkte erreicht, entsteht ein Anspruch auf die „Grüne Hausnummer“, deren erstes Exemplar im Juni 1996 an ein Reihenhaus im Neunkirchner Stadtteil Kohlhof angebracht wurde.(1) Nicht überall stoßt der Vorschlag, eine solche Auszeichnung einzuführen, allerdings auf Gegenliebe: Als im Oktober 2005 im Wormser Stadtrat die Grünen ökologisches Bauen dermaßen auszeichnen wollten, gab es Widerspruch: Der CDU-Vertreter Gerhard Schnell sah laut einem Zeitungsbericht „die große Gefahr, dass hiermit in gute und weniger gute Menschen unterschieden werde“, und des weiteren der Verwaltungsaufwand dafür viel zu groß sei; auch Ernst-Günter Brinkmann (SPD) hatte Einwände und sah „die Gefahr der ‚Stigmatisierung und Etikettierung’. Wer sozial engagiert sei, erhalte künftig eine rote Hausnummer, für christliche Orientierung eigne sich die schwarze Farbe, für wirtschaftliche blau-gelb: ‚So kann man das nicht machen’, belehrte Brinkmann die Grünen.“(2) – Die Aussenseite des Hauses behält demnach ihre prekäre Stellung zwischen Öffentlichkeit und Privatheit; allzu deutliche Verweise auf das Innere, sei es auf die Bauweise oder die Gesinnung der BewohnerInnen können als problematisch wahrgenommen werden.


(1) KAUNTZ, Eckhart: Grüne Hausnummer als Auszeichnung, in: Frankfurter Allgemeine Zeitung, 29.6.1996, S. 4; „Grüne Hausnummer“ für 100 Öko-Punkte, in: Süddeutsche Zeitung, 29.6.1996, S. 5; BLUM, Andreas/DEILMANN, Clemens/NEUBAUER, Frank-Stefan: Eco-labelling for buildings, in: MAIELLARO, Nicola (Hg.): Towards Sustainable Building. Dordrecht/Boston/London: Kluwer, 2001, S. 43-58, hier S. 47. [Google Books]

(2) KETH, Roland: Gütesiegel oder Stigmatisierung? Skepsis im Stadtrat zu grüner Hausnummer, in: Wormser Zeitung, 21.10.2005 <http://www.main-rheiner.de/region/objekt.php3?artikel_id=2089736> (14.11.2006).

Montag, 27. November 2006

Welteislehre

Als Auftakt zum an der Uni Wien stattfindenden Workshop Pseudo-Wissenschaft (30.11.-2.12.2006) (Programm [PDF]) bringt ORF ON Science einen von Christina Wessely verfassten Beitrag zur Welteislehre von Hanns Hörbiger.

Nachrufe auf Gerburg Treusch-Dieter

Gerburg Treusch-Dieter ist Sonntag vor einer Woche gestorben und die Medien zeigten sich bislang sehr zurückhaltend, was die Nachrufe anbelangt: Taz, Standard, Netzzeitung
Update: FR, Freitag; Telepolis

Sonntag, 26. November 2006

Chuck Palahniuk: Die Kolonie

Im Standard-Album rezensiert Christian Schachinger Die Kolonie des geschätzten Chuck Palahniuk; schon zuvor brachten Chilli und ORF-Online Berichte dazu.

Palahniuk, Chuck: Die Kolonie. München: Manhattan, 2006.

Samstag, 25. November 2006

Frankenstein in der Urfassung

Mary Shelleys Frankenstein ist nun in seiner Urfassung erstmals ins Deutsche übersetzt worden; der Übersetzer Alexander Pechmann hat weiters eine Biographie von Shelley verfasst. In der NZZ werden die beiden Neuerscheinungen allerdings eher negativ beurteilt.

Shelley, Mary: Frankenstein oder Der moderne Prometheus. Die Urfassung. Roman. Düsseldorf: Artemis & Winkler, 2006.

Pechmann, Alexander: Mary Shelley. Leben und Werk. Düsseldorf Artemis & Winkler, 2006.