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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 14. Januar 2006

Česky Krumlov 162

CeskyKrumlov_162

Česky Krumlov, Parkan, 162

Freitag, 13. Januar 2006

Herkules-Projekt

Fein, drei Jahre nach Polyplay gibt es nun ein neues Buch von Marcus Hammerschmitt mit dem Titel Das Herkules-Projekt; der Umschlagtext lautet: Menno, Flex und Paula leben im Berlin des Jahres 2030. Sie sind Datenpiraten und tauschen alles: Musik, Filme, Spiele. Diese Daten können sie in ihren Körpern speichern wie in einem Computer. Als Polizeiagent Baumann Paula bei einer Klau-Aktion erwischt, überrascht er die Freunde mit einem Deal. Können sie ihm vertrauen? Zu spät merken sie, dass sie bereits Teil eines skrupellosen Menschenversuchs sind.

Hammerschmitt, Marcus: Das Herkules-Projekt. Düsseldorf: Sauerländer/aare, 2006. [Leseprobe]

[via Instant Nirvana]

Donnerstag, 12. Januar 2006

Kulturgeschichte des Kaffehauses

Kaffeehäuser erfüllten manchmal als Informationsbörsen die Aufgaben eines Adressbüros; in der aktuellen Ausgabe der English Historical Review ist eine Rezension [Volltext bei Subskription bzw. gegen sündteure Bezahlung hier oder hier] zu einem Buch über sie erschienen:

Ellis, Markman: The coffee-house: a cultural history. London: Weidenfeld & Nicolson, 2004.

[via H-SOZ-U-KULT]

Mittwoch, 11. Januar 2006

Marvin Chlada über Foucault

Die Jungle World bringt (neben einer Einführung in Foucaults Heterotopie-Konzept) einen Abdruck aus einer Neuerscheinung von Marvin Chlada, in der sich dieser kritisch mit Foucaults Überlegungen zu Widerstand und Spiritualität auseinandersetzt.

Chlada, Marvin: Heterotopie und Erfahrung. Abriss der Heterotopologie nach Michel Foucault. Aschaffenburg: Alibri, 2005.

Mariazeller Netzwerk

Harald Katzmair, Netzwerkforscher von Fas.Research, im Interview mit dem Standard über die Netzwerke von ÖVP, SPÖ und Grünen. Und über das hippste Event in Österreich: [Raiffeisen-Chef Christian] Konrads jährliche Wallfahrt mit Managern und Eliten zur Basilika von Mariazell ist das zentralste Ereignis Österreichs geworden, besser als der Opernball. Wir werten das jedes Jahr aus, die Basilika hat sich an die Spitze gekämpft.

Dienstag, 10. Januar 2006

Querelles-Net

Der aktuelle Linkwink von Historicum.net gilt Querelles-Net, der Rezensionszeitschrift für Frauen- und Geschlechterforschung.

Austrian Studies Online Portal

Von der Habsburg List: Der Hinweis auf austrianresearch.org, a portal for British and Irish based academic research in Austrian Studies within the Humanities. Extrem üppig kommt es mir nicht vor, auch die verwendete Technik ist nicht gerade die neueste, wären doch RSS-Feeds wünschenswert. Naja, vielleicht entwickelt sich das ganze noch.

Montag, 9. Januar 2006

Kommunikation und Medien in der Frühen Neuzeit

Lange hat es gedauert, nun ist es soweit: Der Sammelband zur im September 2001 in Augsburg abgehaltenen Tagung Kommunikation und Medien in der Frühen Neuzeit ist vor kurzem erschienen.

Aus dem Inhalt:
Ute Schneider: Das Buch als Wissensvermittler in der Frühen Neuzeit.
Holger Böning: Weltaneignung durch ein neues Publikum. Zeitungen und Zeitschriften als Medientypen der Moderne.
Dagmar Freist: Wirtshäuser als Zentren frühneuzeitlicher Öffentlichkeit: London im 17. Jahrhundert.

Burkhardt, Johannes/Werkstetter, Christine (Hg.): Kommunikation und Medien in der frühen Neuzeit. (=Historische Zeitschrift: Beihefte; N.F., Bd. 41). München, Oldenbourg: 2005.

Sonntag, 8. Januar 2006

Joseph Roth und die fehlenden Hausnummern

Noch zu Beginn des 20. Jahrhunderts fehlen in manchen Gegenden an den Rändern der Habsburgermonarchie die Hausnummern. Dies berichtet Joseph Roth in seinem Roman Radetzkymarsch, dessen Protagonist Carl Joseph von Trotta, als er wenige Jahre vor dem 1. Weltkrieg in einer Garnisonsstadt nahe der russischen Grenze einquartiert wird, folgendes erkennen muss: Die Gassen hatten keine Namen und die Häuschen keine Nummern, und wer hierorts nach einem bestimmten Ziel fragte, richtete sich nach dem Ungefähr, das man ihm bezeichnet hatte. Der wohnte hinter der Kirche, jener gegenüber dem städtischen Gefängnis, der dritte rechter Hand vom Bezirksgericht. Man lebte wie im Dorf.

Roth, Joseph: Radetzkymarsch. Hamburg: rororo 222, 1957, S. 97.

Kleines Update: Vorbild für Roths namenlose Stadt ist Brody, was u.a. aus der Dissertation von Börries Kuzmany (u.a. S.320) hervorgeht:
Kuzmany, Börries: Die Stadt Brody im langen 19. Jahrhundert. Eine Misserfolgsgeschichte? Dissertation an der Universität Wien, 2008. <Volltext>
Nochmaliges Update: Kuzmany ist übrigens der Ansicht, dass es in Brody sehr wohl Hausnummern gab und Roth wie auch an anderen Stellen die Peripherität überbetont.

Samstag, 7. Januar 2006

Ein Zivilisierungsprojekt, 1771

In der Steiermark sind den Militärs die Rau[c]h-Hütten ein Dorn im Auge, viele wohnen darin, Mensch, und Vieh, Kranke, und Gesunde beysammen. Dazu kommt noch, dass die Häuser (...) zerstreuet, und auf dem höchsten Gebürge einzeln angebauet sind, womit die Bewohnerinnen und Bewohner von jeglicher Zivilisation abgeschnitten leben. Dergleichen Menschen kann also weder Unterricht, noch religion beygebracht werden. Die Folge der damit gegebenen üblen Kinderzucht ist Dumheit: Unter dem Volk gibt es sehr viele Blödsinnige. Dieser Umstand führt dazu, dass von Seiten des Militärs eine Politische Überlegung angestellt wird; die Gedanken kreisen um die Frage, wie diese zerstreute Gebürgs-Leute in Dörfer zu samlen, und von dem Gebürge herunter zu bringen wären. Das Ansinnen ist demnach eine weitreichende Umsiedlung der Bevölkerung: Nicht länger sollen die Menschen auf den Höhen der Berge, fern der Schulen und Kirchen wohnen; gemäß der Vorstellung des Hofkriegsrats sollen sie von dort ab- und in den Tälern angesiedelt werden, ein Zivilisierungsprojekt, das gegen die Dumheit des Volks gerichtet ist und die Qualität der Kinderzucht heben soll. Etwaigen Einwänden versucht der Hofkriegsrat, sogleich entgegenzutreten; die Sache sei an sich nicht nur nicht unmöglich, sondern ganz wohl thunlich. Wer argumentiere, dass die Bauern auf den Bergen doch näher an ihren Feldern lebten, dem sei zu entgegnen, dass diese Felder sich doch bis ins Tal erstreckten; würde die Wohnung sich ebenfalls im Tal befinden, müsste der Berg nur bei der Bearbeitung des Felds bestiegen werden. Weiters sei das im Tal fließende Wasser weit bequemer an der Hand und müsse nicht ständig den Berg hinauf getragen werden. Eine ganze Reihe von weiteren Vorteilen wird genannt, darunter das bereits angeführte Zivilisierungsargument: Wenn die Bauern ihre Wohnungen am Fuß der Berge aufschlüge[n], so würden bald Dörfer entstehen, wo Seelsorger, und Schulmeister angestellet, und durch diese dem Volke von der Religion, dem Lesen und Schreiben, und den Pflichten gesitteter Menschen Begrieffe beygebracht werden könnten. Immerhin würden manche Bauern den ganzen Winter und zuweilen auch ganze Jahre hindurch nicht in die Kirche kommen, weil diese zu weit entlegen ist; Beweis für die mangelnde Kirchenzucht sei, dass an manchen Orten Ehepaare eheliche und uneheliche Kinder ohne Scheu gemeinschaftlich erziehen würden. Die Kontrolle durch die Obrigkeiten und Beamten würde viel besser funktionieren, wenn die Menschen im Tal lebten; die genannten Instanzen wären in der Lage, über die Aufführung ihrer Unterthanen ein obachtsames Aug zu halten, wovon sie dermal die wenigsten kennen, und viele Zeit ihres Lebens nicht zu Gesicht bekommen. Die Umsiedlung würde sich auch positiv auf den Zustand der Straßen auswirken: Während ein einzelner Bauer nicht in der Lage wäre, sich einen Weg zu bauen, könnten zusammengesetzte Dörfer die Wege fahrbar machen und unterhalten. Und nicht zuletzt könnten dem Volk die Rauh-Hütten abgewöhnt werden, in denen viel mehr Holz als in Bauernhäusern verbrannt wird, womit die Hütte der Gefahr ausgesetzt sei, stündlich in Rauch aufzugehen, da das durch den Rauch ausgedörrte Holz leicht Feuer fange. Der finanzielle Aufwand für die Errichtung der Häuser in den Tälern wäre bewältigbar, da es an Steinen und Holz zum Häuserbau nicht mangle; sollten die Bauern die Umsiedlung nicht aus eigenen Mittel bestreiten können, so könnten die Kosten eventuell den Grundobrigkeiten auferlegt werden, da es dabei um Angelegenheiten der Religion und der Policey ginge.

Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv, Wien, Bestand Hofkriegsrat, 1772/74/797: Vortrag des Hofkriegsrats, 19.1.1771, f. 4r-6r.

Freitag, 6. Januar 2006

Ivo Andric: Widerstand gegen die Hausnummerierung in Bosnien

Noch im 19. Jahrhundert ist es keineswegs selbstverständlich, dass in Europa die Häuser nummeriert sind. Vor allem in Gegenden an der Peripherie kann die Einführung der Hausnummerierung für die Behörden sehr mühsam sein. So schildert Ivo Andric in seinem Roman Die Brücke über die Drina, wie im bosnischen Trawnik um circa 1850 bereits unter türkischer Herrschaft versucht wird, die Hausnummern einzuführen: Es mag einige dreißig Jahre her sein, wenn nicht mehr, da war in Trawnik der Wesir Tahirpascha aus Stambul. Das war ein Neutürke, aber unaufrichtig und ein Heuchler, in seiner Seele war er Ungläubiger geblieben, wie er es vorher gewesen. (...). Also, dieser Tahirpascha begann als erster, die Häuser in Trawnik zu zählen und an jedem eine Tafel mit einer Hausnummer anzubringen. (Daher nannten sie ihn auch Tachtar, den »Täfler«.) Aber das Volk erhob sich, sammelte all diese Tafeln von den Häusern ein, trug sie auf einen Platz und verbrannte sie. Beinahe hätte es darum sogar Blutvergießen gegeben. Aber zum Glück hörte man in Stambul davon und berief ihn aus Bosnien ab. Möge sich seine Spur verwischen!
Nicht viel erfolgreicher ist die habsburgische Kolonialmacht: Sie beginnt schon im ersten Jahr der Okkupation Bosniens - also 1878 - mit der Durchführung der Volkszählung und Hausnummerierung; laut Darstellung Andrics weiss die Bevölkerung nur zu genau, dass damit die Aushebung der Menschen zu Zwangsarbeit oder Militärdienst vorbereitet werden soll, weswegen der geistliche Würdenträger Alihodscha Mutewelitsch zu folgenden Vorschlag kommt: Wenn ihr mich aber fragt, was wir tun sollen: Ich denke, einen offenen Aufstand zu machen, sind wir nicht fähig. Das sieht auch Gott, und die Menschen wissen es. Aber wir brauchen auch nicht in allem zu gehorchen, was man uns befiehlt. Niemand braucht sich ihre Hausnummern zu merken oder zu sagen, wie alt er ist, mögen sie selbst erraten, wann wer geboren ist. Wenn sie aber zu weit gehen und an die Familie und an das, was unsere Eh{r}e betrifft, rühren, verweigern wir es, und dann mag geschehen, was uns von Gott bestimmt ist. Andric fährt fort: Noch lange sprachen sie über diese unbequemen Maßnahmen der Obrigkeit, aber im wesentlichen blieb es bei dem, was Alihodscha gesagt: beim passiven Widerstand. Die Leute verbargen ihre Jahre oder machten falsche Angaben und entschuldigten sich damit, daß sie nicht lesen und schreiben könnten. Nach den Frauen durfte niemand auch nur fragen, denn das hätten sie als schwerste Beleidigung angesehen. Die Tafeln mit den Hausnummern befestigten sie allen Anweisungen und Drohungen der Behörden zum Trotz an unsichtbarer Stelle oder auf dem Kopfe stehend. Oder sie kalkten sofort ihr Haus und überstrichen dabei, wie zufällig, auch die Hausnummer. [Absatz] Da sie sahen, daß der Widerstand tief und aufrichtig, wenn auch versteckt war, schauten die Behörden durch die Finger und vermieden eine strenge Anwendung der Gesetze mit allen Folgen und Zusammenstößen, die sich daraus unweigerlich ergeben hätten.

Andric, Ivo: Die Brücke über die Drina. Eine Wischegrader Chronik. Frankfurt am Main: Fischer 438, 1966, S.152.
Zur Betrachtung der Habsburgermonarchie aus Perspektive der Postcolonial Studies: Prutsch, Ursula: Habsburg postcolonial, in: Feichtinger, Johannes/Prutsch, Ursula/Csáky, Moritz (Hg.): Habsburg postcolonial. Machtstrukturen und kollektives Gedächtnis. Innsbruck u.a.: Studienverlag, 2003, S. 33-43 (S.36 sowie 43, Anm.17 zu Andric und zur Hausnummerierung). [Volltext (PDF)]

Donnerstag, 5. Januar 2006

Wehlers Hauskätzchen

Im aktuellen Freitag zitiert Otto Köhler aus dem Gutachten Hans Ulrich Wehlers, das dieser im Auftrag C.H. Becks gegen den italienischen Historiker Luciano Canfora verfasst hat (vgl. hier). Schon gigantisch, was für einen Schwachsinn Wehler darin verzapft; u.a. schreibt er: Um einen Vergleich von Sybel aufzugreifen: Er {der Nationalsozialismus} war ein Königstiger, während der italienische Faschismus ein Hauskätzchen war. Und so einer durfte jahrzehntelang die bundesdeutsche Geschichtswissenschaft beeinflussen, um nicht zu sagen terrorisieren. Ebenfalls zu dieser Angelegenheit: Georg Fülberth in der aktuellen Konkret (1/2006, S.53); Fülberths Wunsch, Canforas Buch möge in einem linken Verlag erscheinen, geht ja, wie berichtet, in Erfüllung.