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Freitag, 21. Juli 2006

Cockshott/Cottrell: Alternativen aus dem Rechner

cockshottcottrell Ich will Planwirtschaft sang letztes Jahr die sehr geschätzte Künstlergruppe Monochrom bei einem Protestsong-Contest (hier als MP3). Genau dasselbe wollen William Paul Cockshott und Allin Cottrell - gänzlich unironisch - in ihrem vor ein paar Monaten auf deutsch erschienenen Buch, dessen Untertitel Für sozialistische Planung und direkte Demokratie lautet; auf englisch hiess der Titel Towards a New Socialism und wurde bereits 1993 veröffentlicht. Und ich muss sagen, ich bin sehr beeindruckt von diesem Buch, das aufweist, wie Sozialismus funktionieren könnte; kein Wunder, das es derzeit in Venezuela diskutiert wird. In unseren Breitengraden wird es wohl noch etwas länger dauern, bis an eine Umsetzung der darin enthaltenen Vorschläge zu denken ist; das wird wohl keine Angelegenheit von morgen, sondern von übermorgen sein. Die Autoren behandeln dabei wohlweislich das Funktionieren sozialistischer Ökonomie, nicht aber, wie die politischen Voraussetzungen dafür geschaffen werden können. Skeptisch wäre ich einzig bei ihrem Vorschlag, direkte Demokratie in Form von Abstimmungen nach Fernsehdiskussionen einzuführen, halte ich doch das Fernsehen für das antidemokratische Medium par excellence. Alles in allem aber ein hervorragendes Buch, das wohl leider nur wenige PolitikerInnen und ManagerInnen lesen werden.

Cockshott, William Paul/Cottrell, Allin: Alternativen aus dem Rechner. Für sozialistische Planung und direkte Demokratie. Köln: PapyRossa, 2006. ISBN 3-89438-345-3 (Verlags-Info, Amazon, Homepage des Übersetzers und Herausgebers Helmut Dunkhase)