Kommende Woche, am Donnerstag 16. Mai 2013 finden an der Universität Wien Senatswahlen statt; ich kandidiere gemeinsam mit anderen KollegInnen von der IG LektorInnen und WissensarbeiterInnen auf der "Kritischen Liste PLUM + GAKU + IG LektorInnen".
Der Wahlaufruf mitsamt der Liste der KandidatInnen ist hier zu finden:
http://igelf.wordpress.com/2013/05/08/wahlaufruf-der-kritischen-liste-plum-gaku-ig-lektorinnen-fur-die-senatswahlen-2013-an-der-uni-wien/
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Politik - Mi, 8. Mai. 2013, 09:43
Kann ich nur bestätigen:
Das Anlegen digitaler Markierungen (...) erzeugt (...) eine für Weiterarbeit und späteres Zitieren sehr praktische Textdatei. Und da ich gern auf dem Handy lese, kann ich auch noch die winzigsten Wartezeiten mit Lektüre ausstopfen. Genau genommen gibt es gar keine Wartezeiten mehr – ich hole jetzt eigentlich ganz gern meine Post in der Filiale ab, weil es dort zuverlässig lange Schlangen gibt, die mindestens eine Viertelstunde ungestörte Lesezeit garantieren.
Was bei Kathrin Passig in der
Zeit Online die Postfiliale, sind bei mir Wursttheke und Supermarktkasse: Eine wunderbare Gelegenheit, u.a. die neu eingelaufenen Tweets zu checken.
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Communication - Di, 7. Mai. 2013, 14:39
Online gibt es schon - nämlich auf den Seiten der
Wienbibliothek - eine Ausstellung zu diesem Höhepunkt österreichischen Kulturschaffens, nun werden Drahdiwaberl auch im
Wienmuseum mit einer Ausstellung bedacht, die vom 12.5. bis 15.9.2013 gezeigt wird.
Blutrausch - Stefan Weber und Drahdiwaberl
Exzessive Shows, Tabubrüche und Attacken auf die Spießermoral: Damit wurden die Band Drahdiwaberl und ihr Mastermind Stefan Weber – trotz eines Boykotts durch Ö3 – in den 80er-Jahren populär. Die aus dem Geist des Wiener Aktionismus geborene Chaos-Truppe war das Sprungbrett für Falco und Jazz Gitti, hatte mit dem Kottan-Duett "Lonely" einen Tophit und spielte in Wien vor 30 000 Leuten. Bei großen Festivals trat Drahdiwaberl neben internationalen Acts wie King Diamond, W.A.S.P. oder Manowar auf.
"Es war schon immer mein Ziel, Drahdiwaberl zur extremsten und obszönsten Band zu machen", so Bandleader und "Supersheriff" Stefan Weber. Der Grafiker und langjährige Zeichenlehrer legte Wert darauf, dass bei seiner Mischung aus Sex, Kostümshow und provokanten Politparolen der Spaß nicht zu kurz kommt. Selbst in einem kommunistischen Elternhaus aufgewachsen, bediente sich Weber bei seinen künstlerischen Aktionen häufig anarchistischer Elemente.
Die Ausstellung zeigt von Stefan Weber entworfene Plattencover, Konzertplakate und Flyer, ergänzt um eine Auswahl politischer Grafiken von der Arena-Zeit bis zu seinem Engagement gegen die ÖVP/FPÖ-Koalition. Die Schau wird im Rahmen der Wiener Festwochen-Reihe "Into the City" gezeigt, die 2013 unter dem Motto "music and politics" steht.
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Musik - Di, 7. Mai. 2013, 14:34
Heute, 6.5.2013, 15:05-16:00 auf
Ö1:
Apropos Musik
mit Johannes Leopold Mayer.
"Revolutionäre Lieder und Symphonien Mahlers" - Arbeitermusikkultur in Österreich
Der Mai ist ein Monat, der wie kaum ein anderer durch seinen ersten Tag geprägt ist, den historisch so bedeutsamen "Tag der Arbeit". Die mit ihm verbundene Hochschätzung der Arbeit sollte auch das kulturelle Bewusstsein der Arbeiterschaft fördern. Arbeiterlieder waren dafür ebenso geeignet, wie die von der Sozialdemokratischen Kunststelle in Wien organisierten Arbeiter-Symphoniekonzerte, für welche sich Anton von Webern als Dirigent zur Verfügung stellte.
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Musik - Mo, 6. Mai. 2013, 09:38
Note to self: Bei Gelegenheit mal in Trier Hausnummer Brückenstraße 10 fotografieren; ich schätze mal, die
Brückergasse 664 lässt sich nicht mehr finden; die entsprechende Wohnungsanzeige vom 5. April 1818 scheint seltsamerweise noch niemand online gestellt zu haben.
Sonst zum heutigen Geburtstag Berliner Straßentafeln und die Abwesenheit der Hausnummer in London, Dean Street 28:

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Fotos - So, 5. Mai. 2013, 20:04
Interessante Neuerscheinung bei
Transcript, die auch auf die Swings eingeht:
Kusser, Astrid: Körper in Schieflage. Tanzen im Strudel des Black Atlantic um 1900. Bielefeld: Transcript, 2013.
Verlags-Info:
Die Geschichte schwarzer Modetänze wird bislang meist augenzwinkernd als ansteckendes Tanzfieber verhandelt. Doch nicht mysteriöse Erreger, sondern handfeste politische Konflikte um Bürgerschaft, Arbeitsteilung und Geschlechterverhältnisse waren ihre Grundlage. Die Ästhetik der schwarzen Diaspora machte diese Konflikte auf den Tanzflächen neu verhandelbar. Tanztechnik verbündete sich dabei mit Medientechniken, die ebenfalls mit Bewegung, Wahrnehmung und der Möglichkeit von Verwandlung experimentierten. Astrid Kusser geht dieser Geschichte zwischen New York, Buenos Aires, Kapstadt, Viktoria in Kamerun und Berlin nach.
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Swings - Sa, 4. Mai. 2013, 12:24
In der aktuellen Ausgabe von ZeitRäume. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung beschäftigt sich Bodo Mrozek mit der Hausnummernkunde und kommt zu folgendem Schluss:
Die Hausnummernkunde wird keine eigene Hilfswissenschaft ausbilden. Für zeit- und umweltgeschichtliche Fragestellungen, das zeigt allein der kurze Blick auf »goldene« oder »grüne« Hausnummern, birgt sie aber zumindest weiterführende Anregungen. Die Kunst des Dechiffrierens numerischer Häuserzeichen lässt sich so als urbane Heraldik der neuzeitlichen Stadtgeschichte verwenden und – nach Kittler – als ein Verfahren zum Auslesen historischer Daten. Sie lehrt, wie man die stummen Zeichen an den Wänden zum Sprechen bringt.
Mrozek, Bodo: Vom Bildzeichen zum Zahlencode. Die Hausnummer als Chiffre einer Mediengeschichte der vernetzten Stadt, in: ZeitRäume 2011. Potsdamer Almanach des Zentrums für Zeithistorische Forschung, 2012, S. 132–142, hier S. 141.
In erster Linie zur Subskription für Bibliotheken ist
histoirepremium.fr gedacht, ein Angebot französischer geschichtswissenschaftlicher E-Books, das den Zugriff auf klassiche Publikationen u.a. von Jean-Claude Schmitt, Emmanuel Le Roy Ladurie, André Burguière, Alain Corbin und Henri Pirenne ermöglicht.
Drollig: Im
Freitag versucht Magnus Klaue, besonders originell zu sein und singt ein Loblied auf Bentham und dessen Panoptikum. Der gute Mann sollte, wenn er schon skeptisch gegenüber Foucault ist, dann bei
Marx nachlesen.
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Kontrolle - Mi, 1. Mai. 2013, 08:57
Phoenix strahlt am Samstag, 4.5.2013 ab 23:45 eine Dokumentation über die Edelweißpiraten von Köln-Ehrenfeld aus, die in Opposition zum Faschismus standen:
Auf den Spuren der Edelweißpiraten
Ein Film von Jörg Stolpe
Ehrenfeld ist vielleicht nicht das schönste Fleckchen Kölns, aber es ist ein Stadtteil mit Geschichte und Geschichten. Eine davon handelt von den "Edelweißpiraten", einer Gruppe "unangepasster" Jugendlicher, die sich im Dritten Reich gegen das Regime auflehnten. Sie hatten ihre eigene Kluft, eigene Lieder und wollten nichts mit der Hitlerjugend zu tun haben.
Jörg Stolpe hat in dem alten Arbeiterviertel die Spur der "Edelweißpiraten" aufgenommen und auf historischen Seitenwegen eine Tour durch die Domstadt unternommen.
Sie führt sowohl in das ehemalige Hauptquartier der Kölner Gestapo als auch in die alte Ehrenfelder Badeanstalt "Neptunbad", heute ein vornehmer Wellness-Tempel.
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Widerstaende - Di, 30. Apr. 2013, 10:43
Lange erwartet, nun ist's soweit: Die
Österreichische Nationalbibliothek hat heute die ersten in Kooperation mit Google Books digitalisierten Bücher freigeschaltet, 100.000 sind es in der ersten Tranche; wer also nun zB an Stelle des bereits eingescannten BSB-Exemplars das ÖNB-Pendant der
Abhandlung des Daseyns der Gespenster, nebst einem Anhange vom Vampyrismus von Gerard van Swieten konsultieren möchte, hat nun Gelegenheit dazu; bislang nicht digital zugänglich war z.B.
Johann Pezzls Roman "Gabriel oder die Stiefmutter Natur", Leipzig: Liebeskind, 1810, der als dessen radikalstes Erzählwerk gilt.
Sonst wird es wohl auch eine Aufgabe der interessierten Community sein mitzuhelfen, Portale und Übersichten der eingescannten Bücher zu erstellen.