User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Mai 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 
 1 
 2 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7615 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Sonntag, 29. Juni 2008

Museum und Gewalt

Allerdings ein hörenswerter Radiobeitrag, den Tanja Malle da für Ö1 (Sendung Salzburger Nachtstudio, 25.6.2008, 21.01-22.00, MP3 steht im Rahmen des Ö1-Downloadabos zur Verfügung) zum Thema Dokument der Kultur - Ort der Barbarei. Über das Verhältnis von Museum und Gewalt gestaltet hat. Anlass dafür war die gleichnamige, im Mai in Drosendorf stattgefundene Schreibwerkstatt des Forum für Museologie und visuelle Kultur am IFF, die auch einen umfangreichen Reader zum Thema (PDF, 30 MB) zur Verfügung stellt.

Aus der Ankündigung der Sendung:

Entgegen seinem Selbst- und Fremdbild ist das Museum "niemals ein Dokument der Kultur, ohne zugleich ein solches der Barbarei zu sein", diagnostizierte der Philosoph und Gesellschaftstheoretiker Walter Benjamin. Denn Gewalt ist für die Entstehung von Museen ebenso konstitutiv wie für ihre Sammel- und Ausstellungspolitik.

So war eines der frühesten bürgerlichen Museen, der Pariser Louvre, nicht nur Nutznießer von Bilderstürmen, Revolutions- und Eroberungskriegen, sondern zugleich auch Auftraggeber für Beutekunst.

Völkerkundemuseen entstanden beispielsweise in der Folge von kolonialer Ausplünderung und Völkermord, naturhistorische und technische Museen in der Folge von sozialen Umwälzungen und der Zerstörung der Natur. Geschichts- und Heimatmuseen sind wiederum des Öfteren ein Hort aggressiver und nationalistischer Propaganda.

Bis heute noch weniger offensichtlich ist die strukturelle Gewalt der Museumspraxis: Ausstellungen dokumentieren und vermitteln Strategien der Ausgrenzung durch Auswahl und Klassifikation von Objekten und verschleiern zugleich oft deren gewalttätige Geschichten der Aneignung.

Revolte in französischem Abschiebegefängnis

Für Telepolis berichtet Bernhard Schmid über eine Revolte illegalisierter MigrantInnen in einem französischen Abschiebegefängnis und über Proteste gegen die EU-Abschieberichtlinie.

Samstag, 28. Juni 2008

Kommentare von Marlene Streeruwitz und Konrad Paul Liessmann zur SPÖ-Krone-Koalition

Marlene Streeruwitz' Kommentar im heutigen Standard zur Koalition SPÖ-Kronenzeitung hebt sich wohltuend von den anderen ab, von denen sonst nur der von Konrad Paul Liessmann bemerkenswert ist. Was ich bei Liessmann allerdings nicht nachvollziehen kann, ist, dass er sich seine Position ex negativo von Dichand & Konsorten vorgeben lässt: Drittens aber, und dies ist das wichtigste, garantiert diese Vorgangsweise, dass kein vernünftiger Mensch nun noch das fordern kann, was durchaus vernünftig wäre: dass über europäische Verfassungsfragen das Volk entscheiden soll. Denn niemand, der auf sich hält, will mit der Kronenzeitung, dem devoten "Brief an den Herausgeber" und der Straches Freiheitlichen in einem Atemzug genannt werden. In Europa mehr Demokratie wagen – dieses Schreckgespenst der EU-Eliten ist unter dem Vorwand, dem Volk Gehör zu verschaffen, nun endgültig diskreditiert.
Denn selbstverständlich gibt es auch andere Stimmen für eine Volksabstimmung über den EU-Reformvertrag, die eben nicht nationalistisch/patridiotisch argumentieren; Aufgabe einer Qualitätspresse wäre es wohl, diese zu Wort kommen zu lassen.

Porträt von Fritz Ostermayer

Sehr schön, für die SZ porträtiert Helmut Schödel Sumpf-Macher und Schlagersänger Fritz Ostermayer. Absolut lesenswert. [via Perlentaucher]

Kleiner, indignierter Nachtrag: Find ich echt mies, dass wegen der *#§%"$-EM der Sumpf morgen erst um 23:30 beginnt.

Freitag, 27. Juni 2008

Nachrufe auf Charles Tilly

Mir war er in erster Linie durch seinen schönen Aufsatz War Making and State Making as Organized Crime bekannt, nun erfahre ich, dass Charles Tilly Ende April dieses Jahrs gestorben ist. Die Nachrufseite verweist auf eine Vielzahl von Ressourcen und kündigt für Oktober ein Gedenksymposion an der Columbia University an; siehe auch das Posting bei Crooked Timber. Hans-Ulrich Wehler rezensierte jedenfalls Tillys Die europäischen Revolutionen eher ablehnend, was wohl für die Qualität von Tillys Arbeiten spricht.

Tilly, Charles: War Making and State Making as Organized Crime, in: Evans, Peter B./Rueschemeyer, Dietrich/Skocpol, Theda (Hrsg.): Bringing the State Back In. Cambridge ua: CUP, 1985, S. 169-191. [PDF-Versionen: 1, 2]

Donnerstag, 26. Juni 2008

Stellungnahme der IG Externe LektorInnen und Freie WissenschafterInnen zur Verbesserung der Situation der österreichischen Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften

Die IG Externe LektorInnen und Freie WissenschafterInnen hat als Reaktion auf die unlängst vorgelegten Studien zur Situation der GSK in Österreich (vgl. auch die Reaktion des FWF darauf) eine Stellungnahme zur Verbesserung der Situation der österreichischen Geistes-, Kultur- und Sozialwissenschaften veröffentlicht.

Update: Vgl. nun auch Science ORF.

Homer and the working class

Und gleich noch ein Hinweis von Monochroms Bagasch-Liste, diesmal auf eine marxistische Analyse der Simpsons.

Verschwindet der Strichpunkt?

Has modern life killed the semicolon? fragt Paul Collins in Slate. Fürwahr, das wäre äußerst unerfreulich; an mir liegt's jedenfalls nicht. [via Bagasch]

Mittwoch, 25. Juni 2008

Großes scharfes ß nun in ISO-Norm

Na sowas, laut ORF Online (sowie das Auge) gibt's nun eine ISO-Norm mit großem scharfen ß.

Nicht alles tun - Ausstellung zu zivilen und sozialen Ungehorsam in Wien und Berlin

Klingt spannend: Der Standard zur Ausstellung nicht alles tun. Ziviler und Sozialer Ungehorsam an den Schnittstellen von Kunst, radikaler Politik und Technologie, die noch bis 18. Juli in der Galerie IG BILDENDE KUNST (Gumpendorfer Straße 10-12, 1060 Wien, Di-Fr 13-18h) sowie bis 26. Juli in :emyt (Rosa-Luxemburg-Strasse 26, 10178 Berlin, Mi-Fr 11-18h, Sa 11-14h) zu sehen ist.

Dienstag, 24. Juni 2008

Nummerierung von Losen und Gewinnen in der Frühen Neuzeit

In der Festschrift zu Karl Vocelkas 60. Geburtstag findet sich u.a. ein Artikel von Josef Pauser zu den Glückshäfen in der Frühen Neuzeit; im Hinblick auf eine Geschichte der Nummerierung ist für mich daran interessant, dass in den von Pauser genannten Fällen die ausgespielten Lose nicht nummeriert waren. Vielmehr funktionierte das Ausspielen in der Regel so, dass die verkauften Lose von den KäuferInnen mit ihrem Namen und charakteristischen Sprüchen und Wünschen beschrieben wurden und dann in einen Topf eingeworfen wurden, während in einem anderem Topf die Gewinnlose bzw. Nieten lagen. Bei der Ziehung wurde gleichzeitig aus den zwei Töpfen jeweils ein Los gezogen, was u.a. den Vorteil hatte, dass jede/r KäuferIn eines Loses einmal aufgerufen werden musste. Eine weitere Variante der Ausspielung bestand darin, dass man nach Bezahlen eines Loses selbst in den Topf (bzw. "Hafen") griff und sich einen Gewinn oder eine Niete zog. (S. 68f)
Die Identifizierung der Lose erfolgte also durch den Namen und den aufgeschriebenen Spruch; manchmal konnte es Probleme geben, wie bei einer 1564 in Wien erfolgten Ausspielung, bei der es in einem Fall eine Namensgleichheit der Loskäufer gab: Zwei Personen namens Christoph Portner, der eine ein Diener des Hofzahlmeisters Fuchs, der andere ein Einkäufer von Erzherzog Karl, hatten Lose erworben. Es war üblich, die Lose durch einen persönlichen Reim oder Spruch noch weiter zu kennzeichnen und dann in einen der Töpfe einzulegen. Eindeutiger Gewinner eines eingefassten Kleinods im Wert von 57 Gulden war der Hofzahlmeistersdiener, was durch den Spruch auch bewiesen werden konnte. Den Gewinn brachte allerdings der andere Christoph Portner an sich, und erst nach langen Verhandlungen und gegen eine Ersatzzahlung wurde der Gewinn an den richtigen Portner übergeben. (S.72f, nach WSTLA, OKAR 1565 1/98/2, fol 196v-198r).
Übrigens mussten die Veranstalter der Glückshäfen vor Ausspielung ein Verzeichnis der Gewinne erstellen; so verordnet die Glückshafenordnung von 1627, dass ain verläßliche und specificirte verzeichnus aller und jeder ihrer waaren und gewineter libell-weiß zu dem obrist spill-grafenambt in Wien zu schicken sei. (S.94). Zumindest manchmal scheint es sich dabei um ein nummeriertes Verzeichnis gehandelt zu haben, denn bei dem besagten Glückshafen von 1564 ist einmal die Rede von einem Gewinn Nr. 88, der erst 1568 an den Gewinner zugestellt werden konnte. (S.72)
-Es gibt also noch einiges zu erforschen, insbesondere wäre die Literatur zum Lottospiel nach Hinweisen zur Nummerierung von Losen durchzusehen.

Pauser, Josef: „Weil nun der Reichthum so Zuckersüß ...“ Glückshäfen in der frühneuzeitlichen Jahrmarkts- und Festkultur Österreichs, in: Scheutz, Martin/Valeš, Vlasta (Hg.): Wien und seine WienerInnen. Ein historischer Streifzug durch Wien über die Jahrhunderte. Festschrift für Karl Vocelka zum 60. Geburtstag. Wien/Köln/Weimar: Böhlau, 2008, S. 65–98.

Montag, 23. Juni 2008

Weimar II 67 - Die Hausnummer Goethes

Weimar_II67_AmFrauenplan2
Am Portal des Goethe-Hauses in Weimar, Am Frauenplan 2, prangt noch eine historische Hausnummer.

Sonntag, 22. Juni 2008

Vor Google - Programm des Workshops online

Das Programm des von Thomas Brandstetter, Thomas Hübel und mir konzipierten Workshops Vor Google - Suchmaschinen im analogen Zeitalter ist nun online. Er wird vom 9.-11. Oktober 2008 in der Wienbibliothek im Rathaus stattfinden.

Programm der Kartoffelkonferenz in Tours online

Sehr schön, das Programm der Konferenz La Pomme de Terre: de la Renaissance au XXIe siècle, Histoire, Société, Économie, Culture / The Potato - From the Renaissance to the 21st Century, History, Society, Economy, Culture (Tours, 18.-20.11.2008) ist online. Es geht gleich mal fulminant los, mit dem Panel Die Kartoffel in der Literatur, in dem u.a. die Vorträge « Gastronomastique » ; étude linguistique de la place de la pomme de terre dans les noms de préparations culinaires en France, XVIIIe à nos jours und Écrire la pomme de terre au siècle des lumières : de la réalité à l’utopie angekündigt sind. Auch das Panel Die Kartoffel als Faktor der kulturellen Identität ist nicht zu verachten, denn wer möchte nicht Näheres über Who wants Potato Dumplinggs ? Nationalism, Nutrition and Globalization in Lithuanian Cuisine und Les relations intimes entre la pomme de terre et les Français erfahren?

PS: Auch die Zeit würdigt nun das Jahr der Kartoffel.

Samstag, 21. Juni 2008

Interview mit Pierre Bourdieu auf France Culture

Les Lundis de l'histoire strahlten diese Woche ein 1998 geführtes Interview von Roger Chartier mit Pierre Bourdieu zu dessen Forme de domination et rapports entre les sexes aus. [Download bei itunes]

100 Jahre Filtertüte

Und das, wo ich gerade eine neue Espressokanne gekauft habe: Die Filtertüte der Melitta Bentz feiert ihren 100. Geburtstag. Näheres dazu heute in ORF Online und vor ein paar Tagen in der Zeit.

Freitag, 20. Juni 2008

Ausstellung zu Chris Marker in Zürich

Da heißt es sich beeilen: Noch bis 29. Juni läuft im Zürcher Museum für Gestaltung die Ausstellung Chris Marker – Abschied vom Kino; der Freitag ist heute davon angetan.