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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Donnerstag, 17. Mai 2007

Ausschneidesysteme

Nachgetragen sei hier noch Markus Krajewskis begeisterte Rezension von Anke te Heesens Buch über den Zeitungsausschnitt in der FAZ. Eine luzid[e] Mediengeschichte der zerschnittenen Zeitung nennt er das Werk, geschrieben voller Materialzärtlichkeit.

te Heesen, Anke: "Der Zeitungsausschnitt". Ein Papierobjekt der Moderne. Frankfurt am Main: Fischer, 2006.

Mittwoch, 16. Mai 2007

Präsentation eines Inka-Schauspiels

Die Wiener Gesellschaft für interkulturelle Philosophie (WiGiP) lädt zur Buchpräsentation eines Inka-Schauspiels ein:

Viktoria Frysak/Luisa Dietrich-Ortega (Hg.): Ollanta. Ein Inka-Schauspiel. Wien: Edition Viktoria, 2007. [Weitere Infos zum Buch]

Dieser Text geht auf eine mündliche Überlieferung der Inkas zurück. Es handelt sich um einen der wenigen wahrscheinlich authentischen Hinterlassenschaften der Inka-Dichtung. Ollanta ist der Name des Helden, der fallweise auch mit "(Apu) Ollantay" oder "Ollantaï" angegeben wird. Die erste schriftliche Aufzeichnung davon stammt aus dem Jahr 1837. Die letzte deutsche Bearbeitung wurden 1890 publiziert.

Das Schauspiel erzählt von der verbotenen Liebe Ollantas zur Inkatochter Cusi Koyllur. Weil Inka Pachacutek diese Verbindung nicht erlauben will, wiegelt Ollanta, ein Statthalter des Inkas, die Provinz Antisuyu auf und ruft sich zu deren Inka aus. Er erfährt indessen nichts von seiner Tochter Ima Sumak und vom Schicksal Cusi Koyllurs, die auf Befehl ihres Vaters in einen Kerker im Haus der Sonnenjungfrauen gesperrt wird ...

Termin: Donnerstag, 24.Mai 2007, 19Uhr
Ort: Hörsaal des AAI (Afro-Asiatisches Institut Wien), 1090 Wien, Türkenstrasse 3

Dienstag, 15. Mai 2007

Policey-Tagung, Stuttgart 21.6.2007

Das Programm der 10. Diskussionsrunde des Arbeitskreises Policey/Polizei im vormodernen Europa ist nun ausgeschickt worden, das übergeordnete Thema ist Mobilität, Migration und Policey. Policeyliche Ordnungs- und Politikvorstellungen, Verordnungen und Maßnahmen im Umgang mit „Fremden“ und die Beiträge versprechen interessant zu werden:

Ort: Stuttgart, Tagungszentrum Hohenheim
Zeit: 21.6.2007

14.00 Uhr: Begrüßung und Vorstellungsrunde

14.15 Uhr:
Eva Wiebel (Konstanz): Neubürger und Jauner. Einleitende Überlegungen zum Thema

14.30 Uhr:
Jan-Willem Huntebrinker (Dresden): "Passport" und "Garteteufel". Zum Problem von Mobilität, Zugehörigkeit und Kontrolle (15.-17. Jahrhundert)

15.10 Uhr:
Anton Tantner (Wien): Policeyliche Hausbeschreibungen als Maßnahmen gegen fremde BettlerInnen in der Habsburgermonarchie

16.10 Uhr:
Justus Nipperdey (München): Migration in der frühneuzeitlichen Bevölkerungstheorie

16.50 Uhr:
Vincent Denis (Paris): Police and identification in 18th-century France

17.30 Uhr: Planung der nächsten Diskussionsrunde

ca. 18.00 Uhr: Ende

Montag, 14. Mai 2007

Interview mit Geld oder Leben-Aktivisten

Ende April erregte in Berlin die Gruppe Geld oder Leben Aufsehen, indem sich einige Aktivisten in den Plenarsaal des Bundestags abseilten, andere wiederum an der Fassade den Spruch "Der deutschen Wirtschaft" anbrachten. Marcus Hammerschmitt veröffentlicht nun in Telepolis ein Interview mit Angehörigen der Gruppe. Was mir nicht ganz einleuchtet: Warum die Aktivisten gegen Ladenketten sind; bevorzugen sie etwa kleinteilige Familienbetriebe, in denen soziale Standards nur ja schwer kontrollierbar sind?

Sonntag, 13. Mai 2007

Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung

Nun wird's auch schon bei Amazon angekündigt, mit Erscheinungsdatum August diesen Jahres, wobei ich wohl erst noch die Fahnen zum Korrigieren bekomme: Mein Büchlein über die Geschichte der Hausnummer:

Klein und unscheinbar hat sie sich an die Häuser festgemacht: Die Hausnummer. Sie scheint keine Geschichte zu haben, so selbstverständlich, so alltäglich ist sie für uns geworden; doch wie so oft ist ihre Herkunft in jenem Grenzgebiet von Militär, Fiskus und vormoderner "Policeywissenschaft" zu verorten, in jenem "Staub der Ereignisse", der bis vor kurzem nur selten Eingang in die Geschichtsbücher fand. Das vorliegende Buch zeichnet die Geschichte der Hausnummer von ihrer Einführung in vielen europäische Städte im 18. Jahrhundert über die Verbreitung der straßenweisen Orientierungsnummern im 19. Jahrhundert bis hin zur globalen Durchdringung im 21. Jahrhundert nach. Dabei werden auch die Widerstände gegen diese Adressierungs- und Kontrolltechnik beleuchtet, denn die betroffenen Bewohnerinnen und Bewohner waren keineswegs immer glücklich mit dem Umstand, dass ihren Häusern eine Nummer verpasst wurde. Illustriert wird der Band durch eine Vielzahl von Aufnahmen historischer Hausnummern.

Tantner, Anton: Die Hausnummer. Eine Geschichte von Ordnung und Unordnung. Marburg: Jonas Verlag, angekündigt für August 2007.

Samstag, 12. Mai 2007

Die Sorge der Militärs um die Kinder - 2

Im Falle des niederösterreichischen Viertels unter dem Manhartsberg monieren die Militärs, dass die Kinder zu klein wären; verantwortlich dafür machen sie Armut, und schlechte Nahrung sowie den Umstand, dass die Kinder zu früh zur Arbeit herangezogen werden.1 Dieser Diagnose wird von der politischen Seite widersprochen: Das schlechte Wachsthum der Kinder rühre nicht von der harten Arbeit, sondern von der Disposition der Eltern her, behauptet das dort ansässige Kreisamt; auch die niederösterreichische Regierung will nichts Negatives an der Kinderarbeit sehen: Im Gegenteil, die Arbeit stärcke, wenn sie nicht übermässig, nicht zu fruh, und mit guter Nahrung begleitet wäre. Sehr wohl aber ist die Regierung bereit, zuzugestehen, dass Elend und Noth sowie ausbleibender Schulunterricht Faktoren seien, die verhindern, ein schönes wohlgewachsenes Volk anzutreffen.2 – Bemerkenswert ist, dass die Militärs in ihrer Ursachenforschung bereit sind, weiter zu gehen als die Angehörigen der lokalen staatlichen Verwaltung, die ja oft eng mit den Vertretern des feudalen Grundbesitz kooperieren. Es gibt mehrere solcher Beispiele, wo Militärs und politische Zivilverwaltung in Konflikt geraten. Der Hintergrund für diese Sorge um das Wachstum der Kinder ist naheliegenderweise militärischer Natur: Die Armee braucht körperlich geeignete Soldaten und deswegen entwickeln zumindest manche Militärs ein Interesse an den Ursachen mangelnden Körperwachstums; es gilt, was Otto Büsch für den Fall des preußischen Militärs festgestellt hat: „Der ‚Bauernschutz‘ erklärt sich so nicht zuletzt als ein Soldatenschutz“.3


(1) Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Wien, Bestand Hofkanzlei, IV A 8 Niederösterreich, Kt. 501, 54 ex November 1771: Vortrag des Hofkriegsrats, 10.10.1771; ediert bei HOCHEDLINGER, MICHAEL/TANTNER, ANTON (Hg.): „der größte Teil der Untertanen lebt elend und mühselig“. Die Berichte des Hofkriegsrates zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Habsburgermonarchie 1770–1771. (=Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs; Sonderband 8). Wien: Studienverlag, 2005, S. 105.
(2) AVA, Hofkanzlei, IV M 1 Niederösterreich, Kt. 1326, 344 ex Jänner 1773: Vortrag der Hofkanzlei, 9.1.1773.
(3) BÜSCH, OTTO: Militärsystem und Sozialleben im alten Preußen 1713–1807. Die Anfänge der sozialen Militarisierung der preußisch-deutschen Gesellschaft. (=Veröffentlichungen der Berliner historischen Kommission beim Friedrich-Meinecke-Institut der Freien Universität Berlin; 7). Berlin: Walter de Gruyter, 1962, S. 61.

Freitag, 11. Mai 2007

25. Todestag von Peter Weiss

Gleich fünf Artikel bringt der Freitag anlässlich des vorgestrigen 25. Todestags von Peter Weiss, dessen Ästhetik des Widerstands fürwahr ein großartiges Buch ist.

Symposium zu Karl Vocelkas 60. Geburtstag - zum Kampf gegen den Wichtelzopf

Dieser Tage wird Karl Vocelka 60 (vgl. Wikipedia, Universitätszeitung) und aus diesem Anlass findet in der Wiener Urania heute und morgen ein Symposium statt (Programm).
Mein Vortrag zum Thema Wahrheitsproduktion durch „Auskampelung“. Zum Kampf gegen den Wichtelzopf findet gleich heute nachmittag statt; das Abstract lautet wie folgt:

Als direkte Folge der 1770 in Schlesien durchgeführten Seelenkonskription wird in diesem Land eine seltsam anmutende Kommission engerichtet, die die schöne Bezeichnung trägt „In Betreff der gepflogenen Untersuchung jener Personen, so mit dem sogenannten Plica Polonica, oder der Krankheit des Wichtelzopfes behaftet zu seyn angegeben worden“. Bei diesem „Wichtelzopf“ handelt es sich um eine vermeintliche Krankheit, auf die die an der „Seelenbeschreibung“ beteiligten Militär gestoßen waren, als sie im Zuge ihrer Arbeit Schlesien bereisten.
Aufgabe dieser aus Militärs, Zivilbeamten und kundigen Ärzten zusammengesetzten Kommission ist es, die „Grund-Ursachen“, die „Ursprünge“ des Übels zu erforschen sowie Heilmittel dagegen vorzuschlagen. In der Folge werden im ganzen Land die Kranken – Menschen mit „verworrenen Haaren“ – aufgesucht, manche von ihnen mit militärischer Eskorte nach Troppau überstellt. Bei der nun vorgenommenen Untersuchung wird zwischen „wahren und unächten Wichtel-Zöpfen“ unterschieden, bei ersteren seien auch die Haarwurzeln feucht, während letztere künstlich hergestellt seien, durch Einschmieren von geweihtem Öl und Wein in das Haar, mit dem Ziel, sich dadurch vor Krankheiten zu schützen. Gefunden wird der wahre Wichtelzopf nie, bei den der Kommission vorgeführten Personen läßt sich nur der „falsche“ Wichtel attestieren. Die Kommissionsmitglieder kaufen daraufhin das ihnen adäquat erscheinende Heilungsmittel an – „einige Kampel“ – und bringen es um so „begieriger“ zum Einsatz, je eher dadurch die Wahrheit über das Falsche an das Tageslicht gebracht werden kann. Sie haben Erfolg, die Krankheit wird geheilt, so manch ein Patient kann „freudenvoll nacher Haus“ zurückkehren. Das angelegte Protokoll wird nach Wien eingeschickt und im Staatsrat der Kaiserin vorgelegt, „womit also diese WichtelZopfs-Angelegenheit seine Endschaft erreichte, und die fällige Kommission geendiget wurde“.

Donnerstag, 10. Mai 2007

Kritik an Heureka

Camp Catatonia kritisiert vollkommen zu Recht die aktuelle Ausgabe von Heureka, der Wissenschaftsbeilage des Bobo-Blatts Falter: Unglaublich, wie sich die Heureka-Redakteure dem Jugendwahn hingegeben; ein Glück, dass manche im Wissenschaftsbetrieb Verantwortliche klüger sind als die Redakteure: Als der Interviewer vom Präsidenten des österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF) erfährt, dass das Durchschnittsalter bei FWF-Projektleitern bei knapp unter 40 liegt, staunt er. “Ist das nicht etwas alt?”. Der Präsident antwortet: “Ich denke, das ist ein vernünftiges Durchschnittsalter. Wir wollen ja nicht, dass die Leute über 45 nicht mehr forschen.”

Picasso - Guernica

Das ND verweist auf eine Neuerscheinung zu Picassos Guernica:

Hensbergen, Gijs van: Guernica. Biographie eines Bildes. München: Siedler, 2007.

Mittwoch, 9. Mai 2007

Die Sorge der Militärs um die Kinder - 1

Eine besondere Sorge zeitigen die an der Seelenkonskription von 1770/72 beteiligten Militärs um das Wohlergehen der Kinder: In Kärnten, so die zu diesem Land verfassten Politischen Anmerkungen, ist die geringe Zahl der Bevölkerung schuld daran, dass die Kinder von ihren zur Feldarbeit schreitenden Eltern schon in den frühesten Jahren in der Hube allein zurückgelassen werden; die dermassen unbeaufsichtigten Kleinkinder [ziehen] sich dann durch Schreyen, Fallen, und dergleichen allerley Leibesgebrechen [zu]. Bei vielen von ihnen herrschen Einfalt und Tumheit; diese treten zumeist deswegen zu Tage, weil die von ihnen betroffenen Kinder außerehelich zur Welt gekommen sind; aber auch bei ehelichen Kinder sind diese Übel anzutreffen, weil es an erster Erziehung und an dem Unterricht fehle.1
Seitens der Hofkanzlei wird das Problem der mangelnden Betreuung der Kinder durchaus zur Kenntnis genommen: Ein fast allgemeines Gebrechen sei es, dass die Kinder öfters schon in ihrer zartesten Jugend kripelhaft werden; die Abhilfe falle um so beschwerlicher, da die wenigsten Unterthanen (...) zu Versorgung ihrer Kinder einen eigenen Dienstbothen zu halten [vermögen]; auch könne bei nöthigen Feld- und anderer Arbeit das Weib nicht bey Hauß [ge]laßen werden. Was aber zumindest geschehen könne, sei, dass die Eltern durch die Pfarrer und Seelsorger zu besserer Besorgung ihrer Kinder allerdings zu ermahnen, und anzueifern seyn würden.2


(1) Österreichisches Staatsarchiv/Kriegsarchiv (KA), Wien, Bestand Hofkriegsrat (HKR) 1771/74/616: Vortrag des Hofkriegsrats, 16.1.1771, f. 6v–7r; ediert bei HOCHEDLINGER, MICHAEL/TANTNER, ANTON (Hg.): „der größte Teil der Untertanen lebt elend und mühselig“. Die Berichte des Hofkriegsrates zur sozialen und wirtschaftlichen Lage der Habsburgermonarchie 1770–1771. (=Mitteilungen des Österreichischen Staatsarchivs; Sonderband 8). Wien: Studienverlag, 2005, S. 21.
(2) Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Wien, Bestand Hofkanzlei, IV A 8 Innerösterreich, Kt. 499, 82 ex Oktober 1772: Vortrag der Hofkanzlei, 14.8.1772, f. 62r–v.

Dienstag, 8. Mai 2007

Thomas Pynchon 70

Pynchon-Fans kommen anlässlich des 70. Geburtstags des Autors heute auf ihre Kosten; reihenweise erscheinen Artikel, so u.a. von Dietmar Dath in der FAZ, weiters in der NZZ, der Welt und der Süddeutschen; selbstredend gratuliert auch Friedrich Kittler in einem lesenswerten Beitrag.