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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 3. Februar 2007

Virtuelle Ausstellung zu Postbücheln

Das technische Museum Wien beherbergt u.a. eine umfangreiche Sammlung zur Geschichte der Post, darunter eine bereits im 18. Jahrhundert einsetzende Serie an Postbücheln, d.h. jenen Jahresgaben, die zur Jahreswende von den Postboten ihren Kunden zum Geschenk gemacht wurden. Einige davon werden nun in einer virtuellen Ausstellung gezeigt.

Freitag, 2. Februar 2007

Eine Ankündigungs-Anstalt in der Dorotheergasse, Wien 1846

Das 1846 erschienene Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien kennt einen Eintrag Ankündigungs-Anstalt:
In dieser priv. Anstalt (Dorotheergasse 1108) wird die Veröffentlichung jeder Art von Ankündigungen besorgt, entweder mittels eigenen Tafeln an den vorzüglichen Plätzen der Stadt, oder durch Anschlagen in den Vorstädten und Austragen. Für Ankündigungen, welche in der Stadt in den Tafeln längere Zeit erscheinen, wird für einen halben Bogen täglich 10 kr. C.M., für einen Bogen 20 kr. bezahlt. Für einen Monat sind nur 50 Stück erforderlich. - Für Ankündigungen, welche an einzelnen, bestimmten Tagen in den Tafeln erscheinen, wird pr. Tag und Bogen 24 kr. entrichtet. - Für Ankündigungen von Unterhaltungen u.s.w. wird sammt Druck und Anschlagen für einen Bogen nach Verhältniß der Größe des Papiers täglich 45 kr. bis 2 fl.30 kr. berechnet, je nachdem die Ankündigung nur in einer oder in allen Vorstädten geschieht. Endlich wird für Zettel, welche der Anstalt zum Anschlagen in den Vorstädten überbracht werden, für jedes Stück ein halber Kreuzer bezahlt.
- Es handelt sich also um ein Unternehmen zur Vermietung von Plakatflächen; sein Medium ist nicht, wie im Falle des ursprünglichen bureau d’adresse von Renaudot das in den Büro-Räumlichkeiten aufliegende Journal und auch nicht wie in späteren Fällen das regelmäßig erscheinende Intelligenzblatt, sondern das im städtischen Raum aufgehängte Plakat. Im Historischen Lexikon Wien läßt sich noch eine weitere Information dazu finden: Demnach habe es nach dieser in den 1840er Jahren gegründeten Ankündigungs-Anstalt noch mehrere dieser Unternehmungen gegeben, nämlich u.a. Mauczka, Endlicher & Weiner, Stein, sowie Soini & Co.

Realis (=Cöckelberghe-Dützele, Gerhard Robert Walther von): Curiositäten- und Memorabilien-Lexicon von Wien. 2 Bände. Wien: Anton Köhler, 1846. ND Wien: Promedia, 2003, Bd.1, S. 67f.

Czeike, Felix: Historisches Lexikon Wien in fünf Bänden. Wien: Kremayr & Scheriau 1992-1997, Bd.1 (1992), S.112, Lemma Ankündigungsstellen.

Donnerstag, 1. Februar 2007

Matrix zur Langzeitarchivierung digitaler Daten

Erst vor wenigen Tagen hat Marcus Hammerschmitt auf Telepolis einen Artikel zu einem deutschen Langzeitarchivierungsprojekt veröffentlicht und wurde für manche seiner Aussagen auf netbib kritisiert. Nun ist die Radiosendung Matrix (Ö1) an der Reihe: Sonntag 4.2., 22:30-23:00 bringt sie einen Bericht über die Bewahrung digitaler Archive. Unter den InterviewpartnerInnen: Bettina Kann, zuständig für Langzeitarchivierung an der Österreichischen Nationalbibliothek.

Mittwoch, 31. Januar 2007

Neuerscheinung von Rick Kuhn zu Henryk M. Großmann

Auf Henryk M. Großmann (1881-1950) bin ich deswegen gestoßen, weil er 1916 in der Statistischen Monatsschrift (42 NF 21.1916, S. 331-423) einen sehr lesenswerten Aufsatz über Die Anfänge und die geschichtliche Entwicklung der amtlichen Statistik in Österreich geschrieben hat; er verwendet darin u.a. Aktenmaterial, das heute verloren ist. Leider ist der zweite Teil der Untersuchung, der das neue Konskriptionssystem von 1770/71 behandelt hätte, nie erschienen, und nach Rick Kuhn, dessen Biographie von Großmann hier angezeigt wird, hat sich auch kein Manuskript erhalten.
Großmanns faszinierende Biographie beschränkte sich allerdings nicht darauf, ein Statistikhistoriker zu sein; er war auch Organisator der ersten polnischen Volkszählung und 1925 bis 1944 Assistent am (Frankfurter) Institut für Sozialforschung. MarxistInnen ist er vor allem durch sein Hauptwerk bekannt, Das Akkumulations- und Zusammenbruchsgesetz des kapitalistischen Systems (1929).
Nun hat der australische Politikwissenschafter Rick Kuhn seine Biographie von Henryk Großmann veröffentlicht, ein Ergebnis langjähriger Recherchen:

Kuhn, Rick: Henryk Grossman and the Recovery of Marxism. Champaign: University of Illinois Press, 2007.

Dienstag, 30. Januar 2007

The number of the beast is one

Wenn schon nicht A-, dann wenigstens Poly-theismus: Monochrom haben das Internationale Jahr des Polytheismus ausgerufen, und als Auftaktveranstaltung gleich mal 10.000 Wunderkerzen angezündet (Free Bariumnitrate).
Das "internationale Jahr des Polytheismus" (powered by monochrom) will die weltgeschichtliche Epoche des mit sich selbst konkurrierenden Monotheismus (und seiner Derivate wie "der freie Westen" oder "die arabische Welt") überwinden durch die Wiedergewinnung einer polytheistischen Vielfalt, in dem sich die zahllosen Götter und Göttinnen selbst neutralisieren können bzw. den Überblick verlieren. Polytheismus ist Demokratie, Monotheismus bleibt Diktatur, selbst in seiner pseudo-säkularen Form. - Was der christliche Religionsphilosoph René Girard, ein Ideologe des Monotheismus, wohl dazu sagen würde?

Montag, 29. Januar 2007

Johann Friedrich Schütz - Vorschlag für ein Intelligenz- und AdreßKomtoir in Lemberg, 1782

Der Betreff der Signatur V.G.3. des Bestands Hofkanzlei im Österreichischen Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv klingt vielversprechend: Handelsbörsen, Zeitungen, Intelligenzwesen. Bestellt man dann den Karton Nr. 1857, in dem sich die Akten zu dieser Signatur befinden, wird man schnell desillusioniert: Abgelegt ist darunter nur ein schmaler Akt, und der ist noch dazu seit dem Justizpalastbrand von 1927 ziemlich angekohlt, wenn auch der Großteil des Inhalts rekonstruierbar und durchaus aufschlussreich ist.
Es handelt sich dabei um ein mit Wien, 12. Juli 1782 datiertes Ansuchen eines Johann Friedrich Schütz, in der galizischen Landeshauptstadt Lemberg ein im Aktenbetreff auch als Frag- und Anzeigamt bezeichnetes Intelligenz- und AdreßKomtoir einzurichten. Schütz berichtet darin, dass er dem Gubernium in Lemberg bereits unterm 16. April 1782 diese Bitte eingereicht habe und verweist auf das Vorbild des Brünner Zeitungsblatts - in Brünn gab es bereits seit 1751 ein unter Aufsicht der mährischen Lehensbank errichtetes Frag- und Kundschaftsamt, das die Brünner Zeitung der kaiserl.-königl. privileg. Mährischen Lehenbank herausgab -, dem er nacheifern möchte. In erster Linie soll Schützens Intelligenz- und AdreßKomtoir als Herausgeber eines Intelligenzblattes fungieren, für das der Bittsteller um Postfreyheit ansucht. Nützlich und notwendig sei ein solches, denn da in allen Fällen ein Mensch den andern braucht, so muß auch ein Mittel seyn, wie einer den anderen seine Bedürfniße bekannt macht, ohne welche sie in Kummer und Noth bleiben würden. Wenn einer bisher ein Gut kaufen oder pachten habe wollen, habe ihn bisher oft die Entfernung des Orts oder Mangel an Gelegenheit die nötige Kundschaft einziehen zu können, daran verhindert. Habe einer Kapital zu verleihen gesucht, sei dies nur jenen leicht gefallen, die eine ausgebreitete Bekanntschaft haben, oder es sich leisten könnten, eine kostbare Korrespondenz zu führen oder Kommissäre zu halten. Auch Versteigerungen - so genannte Licitationen - ließen sich mittels Intelligenzblatt besser ankündigen, denn die bisherige Praxis, auf diese mittels Drommelschlag und verstekte Affichen aufmerksam zu machen, habe in der Stadt nur sehr wenig, in den übrigen Orten des Landes aber gar nichts [be]wirket.
Der Nutzen eines solchen Blatts sei somit einleuchtend, und daher solle es wöchentlich auf deutsch und polnisch herausgegeben werden; an Inhalten sollen die für Intelligenzblätter üblichen Punkte veröffentlicht werden: So soll es obrigkeitliche Verordnungen enthalten, weswegen das Gubernium die einzelnen Ämter zu beauftragen habe, diese an das Adresscomptoir mitzuteilen; Kauf- und Verkaufsanzeigen von beweglichen und unbeweglichen Gütern sollen genauso gedruckt werden wie Verlust- und Fundmeldungen sowie Tauf-, Trau- und Sterbeanzeigen. Weiters sollen in einem Anhang verschiedene Versuche, Erfahrungen und Entdekungen in der Landwirtschaft hierländiger und auswärtiger gründlicher Männer enthalten sein; überhaupt solle alles, was auf die Beförderung des Nahrungsstandes und der Gewerbe Einfluß hab[e], eingerückt werden. - [K]urz es wird gewiß dafür gesorgt werden, daß das vorhergehende Blatt, durch seinen interessanten Inhalt immer das folgende empfehle. Der Preis sei mit jährlich sechs Kaisergulden festgelegt, als Abnehmer des Blatts werden vor allem der hohe Adel sowie Güterbesitzer in Erwägung gezogen.
Das Intelligenz- und AdreßKomtoir soll sich aber nach Schütz nicht alleine auf die Funktion eines Zeitungsverlags beschränken; es soll eine darüber hinaus gehende Aufgabe bekommen, nämlich die eines Meldeamtes: Der Wohnort und die Namen der in Lemberg ankommenden Fremden, die sich bislang bei der Polizeidirektion gemeldet hätten, solle täglich dem Frag und AnzeigAmt mitgeteilt werden. Dies sei zum Nutzen der Sicherheit des Publikums, da es ansonsten sehr mühsam sei, die Wohnung seines Schuldners (...) auf[zu]suchen, noch dazu, da verschiedene Fremde aus allerley Absichten, besonders um ihren Gläubigern auszuweichen, ihre Wohnung sehr oft verändern. Zur Sicherstellung dieser Maßnahme müssten alle Hauseigentümer unter Androhung einer Strafe jeden bei ihnen aus- und einziehenden Fremden angeben. - Die hier vorgeschlagene Meldeamtsfunktion erinnert an eine der Aufgaben des ersten aller Intelligenz- und Adresscomptoirs, des von Théophraste Renaudot 1630 in Paris eingerichtetem bureau d’adresse: Gemäß einer 1639 erlassenen Verordnung mußten sich bei diesem alle in Paris neu eintreffenden Fremden melden, was in erster Linie dazu dienen sollte, diesen Arbeit zu vermitteln. Letztere Funktion - eine Maßnahme zur Armutsbekämpfung - ist im Lemberger Fall verschwunden; es bleibt die Aufgabe der polizeilichen Überwachung.

Österreichisches Staatsarchiv/Allgemeines Verwaltungsarchiv, Bestand Hofkanzlei, Akten Kt. 1857 (V.G.3.): Ansuchen Johann Friedrich Schütz an seine Majestät, Wien 12.7.1782.

Sonntag, 28. Januar 2007

Homepage und Weblog von Doris Bachmann-Medick

Die Kultur- und Literaturwissenschafterin Doris Bachmann-Medick betreibt auf ihrer Homepage auch ein Weblog, wenn auch mit eher zurückhaltender Beitragsdichte.

Samstag, 27. Januar 2007

Interview mit Peter Gente vom Merve-Verlag

Merve war einer der ersten Verlage im deutschprachigen Raum, der Foucault, Deleuze und Guattari in Übersetzungen bekannt machte. Mitbegründer Peter Gente, der sich nun aus dem Verlagsgeschäft zurückzieht, blickt in einem Interview in der taz zurück.

Freitag, 26. Januar 2007

Marie Jahoda vor 100 Jahren geboren

Die Sozialwissenschafterin Marie Jahoda (1907-2001) wurde vor 100 Jahren geboren, was nur hier für einen Anlass zur Berichterstattung wurde.

Donnerstag, 25. Januar 2007

Geschichtswissenschaftliche Weblogs

Langsam werden sie mehr, die geschichtswissenschaftlichen Weblogs in der deutschsprachigen Blogosphäre: Soeben hat Wladimir Fischer auf Kakanien WieHN-RAUM eröffnet, ein Weblog, das die Diskussionsreihe »Handlungsmöglichkeiten in der Großstadt – Wien um 1900« begleitet, seinen Fokus aber auch darüber hinaus richtet. Ebenfalls ganz frisch ist das bezüglich seiner AutorInnenschaft sich etwas verschlossen gebende arcana.twoday.net - geschichte.quelle.lektüre und dann gibt es nun auch noch history.twoday.net - Blog einer Geschichtestudentin, das seinen "Sitz" anscheinend in Dresden hat.