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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Freitag, 5. Januar 2007

Bundesministerium für Folter und Deportation

Hart kritisierte Worte hat Michael Genner, der Obmann der Hilfsorganisation Asyl in Not, zum Tod der österreichischen Innenministerin gefunden (die ursprüngliche Variante hier, die entschärfte Version hier); selbst mit Anzeigen wird nun herumgefuchtelt und an all die gefolterten und deportierten Opfer wird in dieser Heuchelei kaum erinnert, geschweige denn, dass sie zu Wort kommen.
Gewiss, an der Freude über den Tod der Bundesministerin für Folter und Deportation und Schreibtischtäterin (so Genner) kann man aussetzen, dass sie in der Falle der Personalisierung tappt, denn schließlich wird durch diesen Tod keine Folterung und keine Abschiebung verhindert; auch der auf Prokop folgende Minister, und sei er aus einer anderen Partei, wird wohl kaum anders handeln, müsste er dann doch gegen den in Österreich und der EU herrschenden rassistischen Grundkonsens auftreten. Dass letzteres nicht geschehen wird, hat übrigens auch der manchmal als links geltende österreichische Sozialdemokrat Erwin Buchinger auf der Austromarxismuskonferenz klargestellt: Änderungen bei den geltenden Fremdenrechtsgesetzen könne er sich allenfalls bei der Frage der Zwangsernährung von Hungerstreikenden vorstellen, ansonsten sei er gegen Zuwanderung (und damit, so ist zu präzisieren, der Aufnahme von Flüchtlingen), da diese nur im Sinne des Kapitals wäre...
Zu hoffen ist jedenfalls, dass die ganze Aufregung zu einem erhöhten Spendenaufkommen für Asyl in Not führen wird, denn Einrichtungen dieser Art, die unabhängig von den jeweiligen Regierungen welcher Couleur auch immer arbeiten, sind wichtiger denn je. Die dafür nötigen Daten lauten wie folgt:
Asyl in Not, PSK 60000, Kontonummer 92.034.400
Nachtrag: Die Daten für Überweisungen aus dem EU-Ausland:
IBAN AT346000000092034400
BIC OPSKATWW

Interview mit Peter Burke

Der Freitag bringt ein Interview mit dem englischen Historiker Peter Burke; Anlass ist das Erscheinen der deutschsprachigen Ausgabe seines Buchs Wörter machen Leute. Gesellschaft und Sprachen im Europa der Frühen Neuzeit. Zu den Tendenzen des 19. Jahrhunderts, die Sprache vom Einfluss fremder Wörter zu befreien, sagt er folgendes: Im 19. Jahrhundert hieß der Bahnsteig zunächst auch im Deutschen Perron, bevor die Sprachreiniger zuschlugen. Das ist aber nur in Einzelfällen geglückt, und das ist sehr gut so. Zwar muss man als Historiker lernen, mit den Befürchtungen dieser Menschen zu sympathisieren, aber ich ziehe die Vermischung vor. Für mich ist das keine Verunreinigung, sondern eine Bereicherung. - Burke erklärt in der Folge allerdings nicht, warum HistorikerInnen mit dieser Furcht vor Fremdwörtern sympathisieren sollen.

Zu Elisabeth Noelle-Neumann

Zu den herausragenden wissenschaftlichen Leistungen der CDU-Meinungsforscherin Elisabeth Noelle-Neumann zählen die nachholende Arisierung (Christian Fleck) der Studie Die Arbeitslosen von Marienthal (vgl. hier) sowie die Diffamierung von Arbeitslosen; nun ist sie 90 und Otto Köhler bringt im Freitag die Laudatio, die sie verdient.

Donnerstag, 4. Januar 2007

Hausnummerierung und Weltbank

Sieh mal einer an, auch die Weltbank interessiert sich für die Geschichte der Hausnummerierung. In dem von ihr herausgegebenen, 264 Seiten starken Kompendium Street Addressing and the Management of Cities (PDF, 5 MB) wird auch ein bisschen auf die Hausnummerierungshistorie eingegangen, vorwiegend auf Grundlage von Jeanne Pronteaus Buch über die Hausnummern in Paris. Ansonsten behandelt das Buch vor allem die Verhältnisse in afrikanischen Städten, wo oft mehr als die Hälfte der Straßen namen- und adressenlos sind.

Farvacque-Vitkovic, Catherine/Godin, Lucien/Leroux, Hugues/Verdet, Florence/Chavez, Roberto: Street Addressing and the Management of Cities. (=Directions in development; 32923). Washington, D.C.: World Bank, 2005.

Mittwoch, 3. Januar 2007

Earn big money!

Feine T-Shirts werden auf der Homepage der Radical History Review angeboten:

tshirt-rhr

Grundsätzlich können diese auch nach Europa bestellt werden, man muss pro T Shirt nur einen Scheck in der Höhe von 15 Dollar an die angegebene Adresse schicken.

Nachtrag: Kostengünstiger, da ohne Spesen, ist es, den Betrag bar per klassischer Post zu verschicken.

Dienstag, 2. Januar 2007

Sandra Eder zur "Hermaphroditen"-Forschung

Nächste Woche hält Sandra Eder einen Vortrag zum Thema "The Birth of Gender. 'Hermaphroditen'-Forschung am Johns Hopkins Spital in den frühen 1950er Jahren und die Entstehung des Genderbegriffs". Ich werde leider deswegen nicht kommen können.

Ort: Universität Wien, Hauptgebäude, Dr. Karl Luegerring 1, 1010 Wien, 2 Stock, Hs. 45
Zeit: Mi, 10.1.2007, 18 h c.t.

Wiener Adressen

Es ist wieder einmal soweit, ich halte meinen Wiener Adressen-Vortrag mitsamt Präsentation von Hausnummern-Dias:

Anton Tantner, Wiener Adressen: Hausschilder, Straßennamen und Hausnummern
Ort: VHS Favoriten, Arthaberplatz 18, 1100 Wien
Zeit: Mi, 10.1.2007, 18 Uhr

Montag, 1. Januar 2007

Hausnummern in der Berliner Wilhelmstraße

Mit Dank an Bernhard Wittstock für den Hinweis: Vor zwei Wochen erschien in der Berliner Morgenpost ein Artikel zur Hausnummerierungsgeschichte in der Wilhelmstraße in Berlin.

Sonntag, 31. Dezember 2006

Gerald Stourzh über Heinrich Benedikt

Vor 25 Jahren ist der österreichische Historiker Heinrich Benedikt gestorben, Gerald Stourzh verfasste für das Presse-Spectrum ein Porträt.

Samstag, 30. Dezember 2006

Masochismus in der Philosophie

Eine interessante Neuerscheinung annotiert heute die NZZ. Der Kulturwissenschafter Torben Lohmüller analysiert den Masochismus in der anzuzeigenden Studie nicht als ein Phänomen, das in der Psychopathia sexualis beheimatet ist, sondern er versucht – ausgehend von Gilles Deleuze und Lacan –, das subversiv-ästhetische Potenzial des Masochismus auszuleuchten. Wie artikuliert sich die Lust an der Unterwerfung im modernen und postmodernen Bekenntnisdiskurs? Material für diese Fragestellung liefern – neben dem Ritter von Sacher-Masoch – etwa Jean-Jacques Rousseau, Friedrich Nietzsche, Sigmund Freud, Rafael Cansinos-Assens und Hermann Nitsch.

Lohmüller, Torben: Die verschlagene Lust. Zur ästhetischen Subversion im Masochismus. Heidelberg: Universitätsverlag Winter, 2006.

Freitag, 29. Dezember 2006

RSS-Feeds von historischen Fachzeitschriften

Hier ein paar RSS-Feeds einer Auswahl interessanter historischer Fachzeitschriften, die die Möglichkeit anbieten, auf diese Weise über die Inhaltsverzeichnisse der jeweils neu erscheinenden Ausgaben am Laufenden zu bleiben. Deutschsprachige Zeitschriften sind bislang nicht darunter, vielleicht fällt denen mit der Zeit ja auch mal ein, dass es diese Technologie nunmehr gibt...

Donnerstag, 28. Dezember 2006

Reich werden mit Google und Amazon

Viel Geld könne man mit Google-Adsense, Amazon-Partnerprogramm und dergleichen verdienen, verspricht manch ein Buch. Nun, ich habe einen Selbstversuch gestartet und vor drei Monaten mein Weblog kommerzialisiert, eine Menge Google-Ads dazugeschaltet und auf Bücher bei Amazon verwiesen. Das Ergebnis bisher: Durch die Google-Ads habe ich 3,77 $ verdient, durch Bestellungen bei Amazon 4,25 €. Ein gigantischer Geldsegen also, der da auf mich einströmt, etwas verringert vielleicht durch den Umstand, dass bei Twoday für das kommerzielle Package Mehrkosten von monatlich 10 € anfallen. Ich werde die Anzeigen jedenfalls für die nächste Zeit mal weiterbehalten, vielleicht wird das Bloggen ja somit noch reichlich belohnt ;-)

Mittwoch, 27. Dezember 2006

Über die Rose

eine rose ist eine rose ist eine rose | von gertrude stein stammt der satz: eine rose ist eine rose ist eine rose. der satz ist berühmt.
| 28 | der satz ist berühmt, und er wird ausnahmslos gelesen als: eine rose ist eine rose, nichts weiter als eine rose und immer bloss eine rose.
| 29 | diese lesart ist falsch.
| 30 | der satz lautet: eine rose ist eine rose, ausserdem noch eine rose, zusätzlich eine rose und vielleicht sogar eine rose. eine rose ist immer etwas anders.
| 31 | wer die welt für unveränderbar hält, ist den rosen verloren.


Schernikau, Ronald M.: Legende. Dresden: ddp goldenbogen, 2. Aufl., 2003, S. 439.