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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Montag, 26. Juni 2006

Hausnummernfotografie Anno 1900

Eines der frühesten mir bekannten Beispiele von Hausnummernfotografie - d.h. das bewusste Fotografieren von Hausnummern - initiierte 1900 die Pariser Commission municipale du Vieux Paris. Anlässlich einer Sitzung dieser Kommission war ein schriftlicher Beitrag von einem Herrn Vial, seines Zeichen Vizepräsident der Société historique et archéologique "Le Faubourg Saint-Antoine" vorgelesen worden, der bemerkt hatte, dass in besagter Faubourg noch einige der 1726 in den Pariser Vorstädten eingeführten Hausnummern vorhanden waren. Die Kommission beschloss daraufhin, seine Angaben zu überprüfen und sandte eine Abordnung an die von Vial genannten Adressen; und tatsächlich, an den angegebenen Orten konnten die alten, in Stein eingravierten Nummern gefunden werden: Bei 30bis rue de Charenton war dies die Nummer 6 und bei 161 rue de Charonne die Nummer 32, wobei in letzteren Fall allerdings angenommen wurde, dass die vorhandene Ausführung nicht vom ersten Versuch stammte, sondern später, nach einer Restaurierung des Portals wieder angebracht worden war. In 64 rue des Boulets fand man eine Nummer 3, in 61 rue de picpus eine in schlechten Zustand befindliche Nummer 14 und in 30 rue Basfroi eine Nummer 4. Zusätzlich zu diesen von Vial angegebenen Nummern konnten noch weitere gefunden werden, nämlich in 98 rue de Charonne eine Nummer 6, in 139 rue de Charonne eine Nummer 25 sowie in 53 rue de Picpus eine Nummer 11. Es wurde daraufhin in Auftrag gegeben, die Nummern zu fotografieren; im Anschluss an das Protokoll der Sitzung findet sich eine Aufnahme des Portals von 98 rue de Charonne mit der Nummer 6. Es wäre selbstredend interessant, nachzurecherchieren, wo die damals gemachten Aufnahmen geblieben sind; die Commission du Vieux Paris gibt es jedenfalls immer noch.
Heute sind übrigens kaum mehr welche der 1900 gefundenen Nummern vorhanden. Auffinden konnte ich nur noch die Numero 6 in 30bis rue de Charenton, die Numero 25 in 139 rue de Charonne sowie die Nummer 32, die ursprünglich in 161 derselben Straße stand; das Portal wurde beim Abriss des Gebäudes samt Nummer neben 24 passage Courtois transferiert.

paris_1726-6_ruedecharrone98_1

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Rapport présenté par M. Lucien Lambeau, au nom de la 1re Sous-commission, sur une communication relative au numérotage des maisons, in: Commission municipale du Vieux Paris. Année 1900. Procès-Verbaux. Paris: Imprimerie municipale, 1901, S. 72–78. (Aufnahme des Portals 98 rue de Charonne mit der n° 6 nach S. 89)

Sonntag, 25. Juni 2006

Grab von Claude Chappe

Grab-Claude-Chappe

Traurig hängen die Flügel herunter: Grab von Claude Chappe (1763-1805), Erfinder des optischen Telegraphens, am Friedhof Pére Lachaise.

Samstag, 24. Juni 2006

Nochmals zum Fall C.H.Beck - 2

Zu welchen Wahrheitsverdrehungen deutsche Verlagslektoren und Feuilletonisten nicht fähig sind, wenn es darum geht, ihren Antikommunismus unter Beweis zu stellen. Jürgen Harrer, der Verleger von Canforas Eine kurze Geschichte der Demokratie hat die Mühe auf sich genommen, in dieser auf der Verlagshomepage von Papyrossa veröffentlichten Stellungnahme (PDF) verschiedene gegen Luciano Canfora gerichtete Vorwürfe zu widerlegen. Vergleiche dazu auch diese in der aktuellen Ausgabe von konkret erschienene redaktionelle Bemerkung sowie Georg Fülberths Beitrag im ND von Anfang Juni.

Freitag, 23. Juni 2006

Gehäuse und Schoner

Walter Benjamin: Für was nicht alles das neunzehnte Jahrhundert Gehäuse erfunden hat: für Taschenuhren, Pantoffeln, Eierbecher, Thermometer, Spielkarten – und in Ermanglung von Gehäusen Schoner, Läufer, Decken und Überzüge. Das zwanzigste Jahrhundert macht mit seiner Porosität, Transparenz, seinem Freilicht- und Freiluftwesen dem Wohnen im alten Sinne ein Ende. - Ich glaube, Walter Benjamin bringt hier zum Ausdruck, warum ich das neunzehnte Jahrhundert nicht ausstehen kann.

Benjamin, Walter: Das Passagen-Werk. (=Gesammelte Schriften Bd.V) Frankfurt am Main: Suhrkamp stw 935, 1991, Bd. V.1, S. 292.

Donnerstag, 22. Juni 2006

Mike Davis zur Geschichte der Autobombe

Schon faszinierend, was er immer wieder für Themen hat; diesmal schreibt Mike Davis über die Autobombe, an inherently fascist weapon: Teil 1; Teil 2. [via Linkskurve]

Nachtrag: Wie ich dem Newsletter von Lettre International entnehme, ist der Beitrag nun auch auf deutsch verfügbar, in der Ausgabe 73 (2/2006); online gibt es dort aber nur einen Auszug.

Mittwoch, 21. Juni 2006

Jungle World-Beitrag zu Hausnummern als PDF

Ich habe meinen vor zwei Wochen in der Jungle World erschienen Beitrag zu den Hausnummern nun als PDF (ca. 2,5 MB) ins Netz gestellt, das heisst mit all den schönen Hausnummernfotos:

Tantner, Anton: Wer ist die Nummer 1? Die Hausnummer - was für eine ist das eigentlich? Wo kommt sie her? Was sagt sie aus? in: Jungle World, 23/2006, 7.6.2006, S.28-31.

Dienstag, 20. Juni 2006

Ein Adressbüro als Auskunftstätte

Wie das Bureau d'Adresse als Auskunftsstätte dienen kann, lässt gut an Hand von folgendem Beispiel nachvollziehen: 1703 wird wieder einmal ein Bureau d'Adresse in Paris gegründet, unter der Leitung von Jean Amilien. Er publiziert ab sofort ein Annoncenblatt, die Liste des avis Qui ont été envoïez au Bureau d'Adresse & de Rencontre, das mehrere Jahre lang existiert. Gleich in der dritten Ausgabe befindet sich eine Anfrage abgedruckt: Ein an Malerei interessierter Privatmann - er hat diese sogar in Rom ausgeübt - möchte wissen, wie man sich den Mitgliedern Akademie - der Academie de Peinture & de Sculpture - am besten präsentieren solle, um zu dieser zugelassen zu werden. Er erbittet sich eine Antwort an derselben Stelle, im kleinen Adressbuch. Und tatsächlich, schon im nächsten Heft wird ihm geantwortet, über zwei Seiten lang wird genau erklärt, wie die begehrte Aufnahme in die Kunstakademie anzugehen ist. So ist es unter anderem nötig, ein Mitglied der Akademie als Protektor zu gewinnen, der einem ein gedrucktes und unterschriebenes Billet überreicht, das an die Bediensteten der Akademie zu adressieren ist.

III. Liste des avis Qui ont été envoïez au Bureau d'Adresse & de Rencontre depuis le 15. May. O.O.: o.V., 1703, Eintrag 51.
BNF, Signatur V 45066

IV. Liste des avis Qui ont été envoïez au Bureau d'Adresse & de Rencontre pendant la premiere quinzaine de Juin. o.O.: o.V., 1703, S. 12-14.
BNF, Signatur V 45066

Montag, 19. Juni 2006

Geschichte Online bei UTB

Für November/Dezember angekündigt: Die UTB-Version der Module 1 und 2 der E-Learningplattform Geschichte Online.

go

Eder, Franz X./Berger, Heinrich/Casutt-Schneeberger, Julia/Tantner, Anton: Geschichte Online. Einführung in das wissenschaftliche Arbeiten - Literatur- und Informationsrecherche. Stuttgart: UTB M 2822, angekündigt für November/Dezember 2006. ISBN 3-8252-2822-3, ca 300 S., ca. EUR 19.90.

Sonntag, 18. Juni 2006

Louis-Ferdinand Céline und das Hot Dog

1990 tobte in konkret eine heftige Debatte um Louis-Ferdinand Céline: Solle man den wilden Antisemiten lesen? Oder lieber doch nicht? (konkret, 8/90, S.62ff; 9/90, S.58ff; 10/90, S.64ff; vgl. auch 8/97, 48ff); Matthias Altenburg und Hermann Peter Piwitt traten vehement für ersteres ein. Ich fand jedenfalls die 1932 erstmals erschienene Reise ans Ende der Nacht zwar für durchaus kurzweilig, aber nicht umwerfend, vor allem der Schluss nervte dann ein wenig. Interessant ist jedenfalls, dass Céline seinen Protagonisten Ferdinand Bardamu in New York das Hot Dog entdecken lässt: Um sich in Amerika preiswert zu ernähren, kann man ein kleines warmes Brötchen mit einem Würstchen drin kaufen, das ist bequem, so was wird an jeder Straßenecke verkauft, überhaupt nicht teuer.

Céline, Louis-Ferdinand: Reise ans Ende der Nacht. Reinbek: rororo 23658, 2004, S.269.

Samstag, 17. Juni 2006

Interview mit Handke in der NZZ

Die NZZ bringt in ihrer Wochenendausgabe ein umfangreiches Interview mit Peter Handke zum Zerfall Jugoslawiens; die redaktionellen Anmerkungen dazu sind, wie nicht anders zu erwarten, tendenziös, das Interview selbst ist aber in Ordnung.