User Status

Du bist nicht angemeldet.

Suche

 

Kommentare

Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

Archiv

Januar 2026
Mo
Di
Mi
Do
Fr
Sa
So
 
 
 
 1 
 3 
 4 
 5 
 6 
 7 
 8 
 9 
10
11
12
13
14
15
16
17
18
19
20
21
22
23
24
25
26
27
28
29
30
31
 
 
 

Status

Online seit 7525 Tagen
Zuletzt aktualisiert: 2026/01/02 14:03

Credits

powered by Antville powered by Helma

sorua enabled
xml version of this page
xml version of this page (summary)
xml version of this page (with comments)

twoday.net AGB

Montag, 13. März 2006

Milošević

Auch eine Form der Todesstrafe, elegant, ohne sich die Finger schmutzig zu machen: Slobodan Milošević, der 2000 aus dem Amt geputschte und dann vor ein selbsternanntes Tribunal nach Den Haag verschleppte ehemalige Präsident Jugoslawiens starb, nachdem ihm die verlangte Behandlung seiner Krankheit verweigert wurde. Den Verantwortlichen des Nato-Kriegs gegen Jugoslawien von 1999, unter ihnen Gerhard Schröder, Joseph Fischer und Kriegsgräuel-Erfinder Rudolf Scharping, wird dieses Schicksal wohl erspart bleiben. Wer übrigens mehr über die dubiose Karriere seiner Anklägerin Carla del Ponte wissen will, sei auf die Ausgaben von Konkret 9 und 10/2001 (nur print) verwiesen.
Ein aktueller Bericht, der sich von den Artikeln der serbenfresserischen Journaille unterscheidet und sich gleichzeitig nicht in allzu abenteuerliche Spekulationen stürzt, ist im ND zu finden.

Althusser und wir

Die aktuelle Ausgabe des e-Journals Borderlands widmet sich dem Thema Althusser & us.
Unter den Beiträgen befinden sich:

Jason Read: The Althusser Effect: Philosophy, History and Temporality

Warren Montag: Foucault and the Problematic of Origins': Althusser's Reading of Folie et déraison

Adam Holden & Stuart Elden: "It Cannot be a Real Person, a Concrete Individual": Althusser & Foucault on Machiavelli's Political Technique

[via Foucault-L]

Sonntag, 12. März 2006

Neues Weblog von Mario Wimmer

Zahlreich sind sie nicht, die Weblogs von HistorikerInnen in der deutschsprachigen Blogosphäre. Nun ist ein neues dazugekommen, nämlich Histex, von Mario Wimmer, der in Wien 2004 eine Diplomarbeit mit dem Titel Im Namen der "Quelle". Die "Historik" J.G. Droysens und historiographische Technik im 19. Jahrhundert abgeschlossen hat und nunmehr Stipendiat in Bielefeld beim Graduiertenkolleg Archiv, Macht, Wissen ist; sein Dissertationsprojekt trägt den Titel Histories from below: Fallstudien zur Archiven und Historiographien des 20. Jahrhunderts.

Samstag, 11. März 2006

Gothic Nightmares

Heute in der NZZ: Eine umfassende Besprechung der Ausstellung Gothic Nightmares - Fuseli, Blake and the Romantic Imagination, die noch bis 1. Mai in der Tate Britain gezeigt wird. Gar schauderhaft.

Freitag, 10. März 2006

Die Google-Story

Die Zeit bringt einen Vorabdruck aus der deutschen Übersetzung eines hier bereits angezeigten Buchs über die Geschichte von Google; der Verlag hat auch eine eigene Homepage - http://www.diegooglestory.de - zum Buch eingerichtet.

Vise, David/Malseed, Mark: Die Google Story. Hamburg: Murmann Verlag, erscheint Mitte März 2006.

Donnerstag, 9. März 2006

Weblog, Version 17. Jahrhundert

Der Kardinal-Erzbischof von Prag, Ernst Adalbert von Harrach (1598-1667) verfasste 48 Jahre lang so genannte Tagzettel. In ihnen beschrieb er seinen Alltag sowie politische Ereignisse, verschickt wurden sie an ausgewählte Mitglieder seiner Familie sowie seines Freundeskreises. Ein Forschungsprojekt am Wiener Institut für Geschichte (BearbeiterInnen: Alessandro Catalano und Katrin Keller) ediert nun dieses Weblog des 17. Jahrhunderts und hat eine Projektbeschreibung ins Netz gestellt.

Wikipedia - Her mit den GeisteswissenschafterInnen!

In einem Interview mit der Jungle World moniert Wikipedia-Gründer Jimmy Wales, dass sich verhältnismäßig wenige GeisteswissenschafterInnen an der Online-Enzyklopädie beteiligen. Kommt schon noch, denke ich mir. Wie wär's denn überhaupt mit der Idee, dass die Vergabe von Projektgeldern in Zukunft an die Bedingung geknüpft wird, zumindest Teile der Ergebnisse auch in der Wikipedia zu veröffentlichen?

Mittwoch, 8. März 2006

Volltextrecherche in den Veröffentlichungen der Historikerkommission

Die Veröffentlichungen der österreichischen Historikerkommission zum Vermögensentzug zwischen 1938 und 1945 sowie Rückstellungen und Entschädigungen nach 1945 können nun unter http://www.oldenbourg.at/histkom/ online durchsucht werden. Bei der Eingabe der Suchbegriffe ist die Groß- und Kleinschreibung zu berücksichtigen, die Ergebnisse liefern nur einen kurzen Ausschnitt des Textes, in dem der Treffer auftaucht. Es muss also weiter die Printversion (49 Bände) konsultiert werden.

One and a Half

London_Spitalfields_oneandahalf

Via London Leben: Eine Hausnummer ohne Ziffern, aufgenommen in Spitalfields.

Dienstag, 7. März 2006

Kaffeehäuser in der Aufklärung

Letzten Freitag hielten Hans Erich Bödeker und Bernhard Struck im Rahmen eines von CRIA veranstalteten Seminars Vorträge zum Reisen in der frühen Neuzeit und im frühen 19. Jahrhundert. Bödeker verwies dabei auf einen Aufsatz, den er auf deutsch und französisch zum Kaffeehaus veröffentlicht hat. Die Koordinaten lauten:

Bödeker, Hans Erich: Das Kaffeehaus als Institution aufklärerischer kommunikativer Geselligkeit, in: François, Etienne (Hg.): Sociabilité et société bourgeoise en France, en Allemagne, et en Suisse/Geselligkeit, Vereinswesen und bürgerliche Gesellschaft in Frankreich, Deutschland und der Schweiz, 1750-1850, Paris: A.D.P.F., 1986, S. 65-80.

Bödeker, Hans Erich: Le café allemand au XVIIIe siècle: Une forme de sociabilité éclairée, in: Revue d’Histoire Moderne et Contemporaine, 37.1990, S. 571-588.

Montag, 6. März 2006

Lumières ohne Dialektik

In der Pariser Bibliothèque Nationale hat am 1. März die Ausstellung Lumières! Un héritage pour demain eröffnet; die dunklen Seiten der Aufklärung, geschweige denn die Philosophie des eminenten Aufklärers Marquis de Sade kennt diese Jubelschau nicht. Es ist, als ob die Forschung der letzten Jahrzehnte komplett ignoriert wird, was die Anschaulichkeit der durchaus bedacht ausgewählten Objekte nicht schmälern soll. Ich bin ja gespannt, ob die am 16. März in der Wiener Albertina beginnende Ausstellung des Daponte-Instituts Mozart. Experiment Aufklärung - an dieser habe ich am Rande mitgearbeitet - besser wird.

Sonntag, 5. März 2006

Wien, Leopoldstadt 390

Wien02_0390_ObereAugartenstr2
Wien 2, Obere Augartenstraße 2

Samstag, 4. März 2006

Die Emigration der Spätaufklärer aus Österreich, um 1808 - Teil 3

Zwei weitere der genannten Emigranten, Johann Georg Wiedemann und Franz Xaver Huber waren an gegen die österreichische Regierungspolitik gerichteten Zeitungsprojekten beteiligt: Ersterer war Redakteur der während der Besatzung von 1809 unter französischer Aufsicht erscheinenden Wiener Zeitung1, Franz Xaver Huber, der bereits seit der Regierungszeit Joseph II. gegen die feudale Opposition publizistisch gekämpft hatte, gab 1809 gemeinsam mit dem bayrischen Hofbibliothekar und Schriftsteller Johann Christoph Freiherr von Aretin die von Bayern aus lancierte Zeitschrift Der Morgenbote heraus2, in der der von österreichischen Politikern begonnene Krieg gegen Napoleon als Krieg der Barbarei des Mittelalters gegen die hellen Begriffe des neuen Jahrhunderts, als Krieg der Dummheit und des Übelwollens gegen den Verstand und die Philantropie bezeichnet wurde.3 Friedrich Ludwig Lindner wiederum arbeitete während seiner zeitweisen Wienaufenthalte unter anderem an dem von Joseph von Schreyvogel herausgegebenen Sonntagsblatt mit und wurde gemeinsam mit anderen Mitarbeitern des Sonntagsblatts der Kollaboration mit den französischen Truppen während der Besatzung von 1809 verdächtigt.4 Der ungarische Literat Johann Batsányi, der bereits wegen Teilnahme an der "Jakobinerverschwörung" von Ignaz Joseph von Martinovics zwei Jahre im Spielberger Gefängnis verbringen hatte müssen, hatte 1805 die Schriftstellerin Gabriele von Baumberg geheiratet und war 1809 nach Paris geflüchtet, weil er - vermutlich zu Unrecht - beschuldigt wurde, eine napoleonische Proklamation ins Ungarische übersetzt zu haben; 1815 in Paris verhaftet und nach Österreich ausgeliefert, wurde er nach Linz verbannt.5 Im Gegensatz zu Batsányi kehrte der Statistiker Johann Andreas von Demian in den folgenden Jahrzehnten nicht mehr nach Österreich zurück; in den Rezensionszeitschriften schon vor seiner Auswanderung wegen seiner oft fehlerhaften Kompilationen kritisiert, blieb auch in Wien nicht unbeachtet, dass er in einem 1810 erschienenen Artikel die Auffassung vertrat, die österreichische Monarchie sei in den Vorurteilen des Mittelalters befangen.6

1 Wagner, Karl: Die Wiener Zeitungen und Zeitschriften der Jahre 1808 und 1809, in: Archiv für Österreichische Geschichte 104 (1915) S. 197-401, hier 285 f.; Wurm, Alfred: Die amtliche Pressepolitik während der napoleonischen Besetzung Wiens 1805/09 (An Hand der k. k. privilegierten Wiener Zeitung). Dissertation Universität Wien 1947, S. 89 f.
2 Wagner, Wiener Zeitungen, S. 316-382; Bodi, Leslie: Tauwetter in Wien. Zur Prosa der österreichischen Aufklärung 1781 - 1795. Wien/Köln/Weimar 21995, u. a. S. 296-311, 403-405.
3 Zit. nach Wagner, Zeitungen, S. 359.
4 Ebd., S. 318-320; Allgemeine Deutsche Bibliographie. Leipzig 1875-1912. Bd. 18. Leipzig 1883, S. 703 f.
5 Zu Batsányi (alternativ auch János Bacsány) vgl. Farkas, Margarethe: Gabriele Batsányi geb. Baumberg. Ihr Leben und dichterisches Schaffen. Dissertation Universität Wien 1949, S. 7-15, die neben Briefen u. a. einen Artikel Wertheimers in der Neuen Freien Presse von 1884 (Nr.7194) heranzieht.
6 Zu Demian: Czikann, Johann Jacob Heinrich / Gräffer, Franz (Hrsg.): Oesterreichische National-Encyklopädie. Wien 1835-1837, Bd.1, S. 694 f.; Wurzbach Ritter von Tannenberg, Constantin: Biographisches Lexikon des Kaiserthums Oesterreich (=Wurzbach) Wien [u. a.] 1856-1891, Bd.3, S. 235-237; Rezension der Zeitschrift Europäische Annales in: Annalen der Literatur und Kunst des In- und Auslandes, Dezember 1810, S. 490.

Mehr zum Thema: Aspalter, Christian/Tantner, Anton: Ironieverlust und verleugnete Rezeption: Kontroversen um Romantik in Wiener Zeitschriften, in: Aspalter, Christian/Müller-Funk, Wolfgang/Saurer, Edith/Schmidt-Dengler, Wendelin/Tantner, Anton (Hg.): Paradoxien der Romantik. Gesellschaft, Kultur und Wissenschaft in Wien im frühen 19. Jahrhundert. Wien, Wiener Universitätsverlag, 2006 im Erscheinen, S. 47-120.