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Montag, 17. November 2008

Nummerierung im Fordismus 2: Baťa 1927/1935

Sehr lesenswert, die nun auf deutsch veröffentlichten Reportagen des polnischen Journalisten Mariusz Szczygiel über Tschechien. In dem Band finden sich unter anderem seine Rechercheergebnisse zum Bau des Prager Stalindenkmals sowie dem Schicksal dessen Bildhauers Otakar Švec, zur Kampagne gegen Jan Procházka, zu den ideologischen Wandlungen des Schriftstellers Eduard Kirchberger/Karl Fabián und zum Schuhimperium Baťa, dessen Arbeitsorganisation sich schon recht früh die Innovationen Henry Fords zum Vorbild nahm. Wie bei Fiat (vgl. hier) ist die Nummerierung ein wichtiges Hilfsmittel.

Für 1927 heißt es: Alles unterliegt der Rationalisierung. (...) Die Fabrikgebäude sind numeriert, damit man sich nicht verirrt. Auch die Türen in den Gebäuden sind numeriert. Jede Straße auf dem Werksgelände hat ebenfalls eine Nummer. [Absatz] Durch die 21 geht man nach VIII/4a.

Und für 1935: Jan {Baťa} ist fasziniert von Numerierungen. Die Straßen heißen zum Beispiel Zálešná I, Zálešná II, Zálešná III bis Zálešná XII. Podvesny-Straßen sind am häufigsten, siebzehn Stück.

Szczygiel, Mariusz: Kein Schritt ohne Bata, in: Ders.: Gottland. Reportagen. Frankfurt am Main: Suhrkamp, 2008, S. 7–50, hier S. 22, 29.