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Freitag, 16. Februar 2007

Rainald Goetz reloaded

War ja nach Abfall für alle höchst an der Zeit: Rainald Goetz bloggt, wenn auch für Vanity Fair. [via Wir nennen es Arbeit]

Auf den Spuren des Brünner Fragamts - 2

Seit gestern bin ich zurück aus Brno, wo ich vier Tage im Archiv gesessen bin und auch Jaromír Zeman, Autor zweier Studien zur Publikation des Brünner Fragamts [1, 2] getroffen habe. Die Ausbeute ist nicht überwältigend, aber auch nicht uninteressant. Ich konnte das "Gründungspatent" des Fragamts vom 25. Oktober 1751 finden, einige Dokumente zur Neuversteigerung der das Fragamt beaufsichtigenden Mährischen Lehensbank in den 1790er Jahren - die Übergabe vom Inhaber Adam Albert von Hönikstein auf die neuen drei Compganons Abraham Greisinger, Johann Her[r]ing und Joseph Vinzenz Müller verlief nicht ganz reibungslos - und schließlich auch den Hinweis darauf, dass der bekannte Wiener Buchdrucker Trattner ca. 1762 vorschlug, in den größeren Städten der Monarchie Intelligenzämter einzurichten, nach englischem Vorbild. Hier ist noch weitere Recherche von Nöten, vielleicht findet sich ja in Wiener Akten dazu etwas.
Für ZeitungshistorikerInnen interessant sein dürfte, dass es im Bestand A8 - Zemská Registratura des MZA auch einige Kartons zum Zeitungsamt der Brünner Zeitung gibt (Signaturen L12/7 sowie L12/8, Karton 662-667, Novinový úřad, ca. 1811 -1871); letztere wurde ja ab 1811 von den mährischen Ständen herausgegeben, und somit wäre es denkmöglich, dass Auskünfte über das innere Geschehen einer Zeitungsredaktion in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts dokumentiert sind. Es empfiehlt sich übrigens, die Kartons schon ein Monat im voraus zu bestellen, da die darin befindlichen Akten vor der Benützung erst mal foliiert werden!

Hausnummern-Drama im Trailhof

Der Ortsteil Trailhof gehört zur Gemeinde Auenwald in Baden-Württemberg; wie ich dem Onlinedienst der Backnanger Kreiszeitung entnehme, spielt sich dort gerade Weltbewegendes ab: Die Hausnummern sind im Trailhof in Unordnung geraten - ein Hinweis auf eine ortschaftsweise Nummerierung -, ja, es ist gar von einer Kraut-und-Rüben-Nummerierung die Rede. Kreuz und quer gingen die Hausnummern im Dorf, sagte Bürgermeister Ostfalk. Oder, wie es Bauamtsleiter HansWerner Schif auf den Punkt brachte: "Koi Sau kommt mehr draus." Gegen die geplante Umnummerierung gibt es jedoch Widerstand: Bei manchem Gemeinderat machte sich die Befürchtung breit, dass die wehrhaften Trailhöfer sich nicht so einfach fügen werden. "Do machsch dr koine Fraind", war sich Andreas Pelz (BWA) sicher. Listenkollegin Ulrike Rückert sieht es auch so und argumentierte mit dem Aufwand: "Das lohnt doch gar nicht." Gerhard Seiter (UWA) rief verklausuliert sogar zum zivilen Ungehorsam auf: "Wenn ich im Trailhof leben würde, ich würde mit der Mistgabel runter ins Rathaus kommen." [Absatz] Die skeptischen Stimmen aus dem Gemeinderat waren deutlich in der Mehrzahl. Ob es nun doch noch zu einer Umnummerierung kommen wird? Die Verwaltung wird die Angelegenheit jedenfalls nochmals prüfen.