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Donnerstag, 1. Juli 2021

Der Kampf um die "Arbeiterriviera" - Tagebuch-Artikel über Donaukanal erschienen

Seit heute an den Kiosken und digital zu erwerben: Mein Beitrag über die Geschichte der Auseinandersetzungen um den Donaukanal, erschienen in der Sommer-Ausgabe des Tagebuch.

Tantner, Anton: Der Kampf um die "Arbeiterriviera", in: Tagebuch 7/8 2021, S.32-37.

Kostenpflichtiger Zugriff auf Artikel unter: https://tagebuch.at/product/der-kampf-um-die-arbeiterriviera/ - ich empfehle aber ohnehin ein Abo: https://tagebuch.at/abo/

Tagebuch_202107_800-2

Dienstag, 15. Juni 2021

WDR-Hörspiel zu den Edelweißpiraten

Wird dieser Tage in vier Teilen ausgestrahlt und steht bereits zum Download zur Verfügung: Das WDR-Hörspiel "Wo die Freiheit wächst" (Autor: Frank Maria Reifenberg, Regie: Claudia Johanna Leist) über die "Edelweißpiraten", Jugendliche, die sich gegen die NS-Herrschaft widersetzten.

Teil 1: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-hoerspiel/audio-wo-die-freiheit-waechst-jugendlicher-widerstand-gegen-nazis-100.html
Teil 2: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-hoerspiel/audio-wo-die-freiheit-waechst--der--bomberangriff-100.html
Teil 3: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-hoerspiel/audio-wo-die-freiheit-waechst--die-gruendung-der-edelweisspiraten-100.html
Teil 4: https://www1.wdr.de/mediathek/audio/wdr3/wdr3-hoerspiel/audio-wo-die-freiheit-waechst--im-visier-der-gestapo-100.html

Donnerstag, 10. Juni 2021

1312 - all cats are beautiful

Die Geschichte-Redaktion von Radio France ist sehr serviceorientiert, da könnte sich Ö1 ein Beispiel nehmen: Wer über die Geschichte jener Parole informiert werden möchte, die den Familienstand von PolizistInnen-Eltern in schmähender Weise thematisiert, hat mittels dieses Ende Mai gesendeten dreiminütigen Radiobeitrags Gelegenheit dazu, Französisch-Kenntnisse vorausgesetzt.

Mittwoch, 9. Juni 2021

Eric Hobsbawm-Doku

Note to self: Den heutigen Geburtstag von Eric Hobsbawm zum Anlass nehmen, endlich die neue Doku über ihn anzusehen!

Eric Hobsbawm: The Consolations of History

Sonntag, 6. Juni 2021

Radiosendung über die Bruderschaft der Vagabunden

Vor kurzem erstmals ausgestrahlt: Eine äußerst hörenswerte, von Rabanradio gestaltete drei Stunden lange Sendung "Gefallen am Gefallensein" über die Bruderschaft der Vagabunden und Gregor Gog, auch die Bakuninhütte in Thüringen sowie Jo Mihaly und Hans Tombrock werden gewürdigt, als Einstieg wird die Historikerin Britta-Marie Schenk zur Geschichte der Obdachlosigkeit im 19. und 20. Jahrhundert interviewt.

Montag, 31. Mai 2021

Podcast zur Schreibmaschine des Friedrich Knaus

Eines der faszinierendsten Objekte des Technischen Museum Wiens ist die erstmals 1760 präsentierte "Allesschreibende Wundermaschine" von Friedrich Knaus; letztes Monat hat das TMW einen kurzen Podcast dazu produziert.

Samstag, 29. Mai 2021

Cahiers d'histoire: La Commune est vivante !

Open Access verfügbar: Ausgabe 148 der Cahiers d'histoire zum Thema La Commune est vivante !: DOI: 10.4000/chrhc.15521

Mittwoch, 12. Mai 2021

Jour fixe des IEFN, 19.5.: Sibylle Röth über frühneuzeitliche Widerstandstheorien

Ein einer Woche findet der nächste Online-Jour fixe des Instituts für die Erforschung der Frühen Neuzeit statt, bei dem diesmal auch die neue Ausgabe der Frühneuzeit-Info präsentiert wird:

Mi 19.5.2021, 18:30

Online-Tool: Zoom
Meeting-ID: 985 5503 7307
Kenncode: 435467

Heftpräsentation der Frühneuzeit-Info 31 (2020) mit dem Themenschwerpunkt "DisAbility im Europa der Frühen Neuzeit / DisAbility in Early Modern Europe"; Präsentation von den Herausgeberinnen Julia Gebke und Julia Heinemann

Im Anschluss findet der Vortrag statt:

Vortragende: Sibylle Röth (Konstanz)
Titel: Frühneuzeitliche Widerstandstheorien im Kontext der Reformation: Der europäische Diskurszusammenhang und nationale Besonderheiten

Moderation: Anton Tantner

Abstract: Gegenüber den Großthesen der Vergangenheit zeichnet sich die neuere Geschichtsschreibung vornehmlich durch Differenzierung und Pluralisierung aus. Wie aus dem Enlightenment die Vielzahl der Enlightenments wurden, wurde auch hinsichtlich der Reformation diskutiert, ob Reformationen nicht treffender wäre. Methodologisch entspringt dies der Intention, einlinigen Modernitätsnarrativen entgegenzutreten und auf die Komplexität der historischen Wirklichkeit zu verweisen. Am Beispiel der reformatorischen Debatten um das Widerstandsrecht versucht der Vortrag, der notwendigen Differenzierung gerecht zu werden ohne Gemeinsamkeiten aus den Augen zu verlieren. Denn es lassen sich nicht nur konkrete Rezeptionsprozesse aufzeigen, sondern ganz allgemein auf ein Set gemeinsamer Argumente verweisen. Statt grundlegender Unterschiede zwischen nationalen und konfessionellen Kontexten erscheint lediglich die Ausprägung und Gewichtung des einen oder anderen Arguments je nach den konkreten Gegebenheiten zu variieren. So konnte etwa der Hinweis auf die Tradition eines durch die Stände kontrollierten Wahlkönigtums in Frankreich nicht bestehen, sodass sich die Debatte hier abstrakteren Argumenten zuwandte. In England hingegen löste dieses Argument langanhaltende historische Auseinandersetzungen um die ancient constitution aus. Im Reich wiederum entsprach diese Tradition der Verfassungswirklichkeit, weswegen sich der Diskurs – zumindest anfangs – als staatsrechtliche Auseinandersetzung vollzog.

Zur Person: Sibylle Röth forscht zur europäischen Reformation als "Experimentierfeld des Umgangs mit konfessioneller Pluralität" und arbeitet als wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl für Frühe Neuzeit an der Universität Konstanz. 2018 hat sie dort auch ihre Promotion zu Konzepten von Gleichheit und Ungleichheit in der deutschen Spätaufklärung abgeschlossen. Zuvor studierte sie Neuere Geschichte, Philosophie und Politikwissenschaft an der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

Montag, 10. Mai 2021

Hot off the press - Li Gerhalter: Tagebücher als Quellen

Seit heute als Buch erhältlich: Li Gerhalters Dissertation über die Geschichte der Tagebuchforschung, demnächst dann auch in elektronischer Form!

Gerhalter, Li: Tagebücher als Quellen. Forschungsfelder und Sammlungen seit 1800 (=L'Homme Schriften; 27). Göttingen: V&R unipress, 2021. Verlags-Info

Update 15.5.2021: DOI 10.14220/9783737011792

Kurzbeschreibung:
Tagebücher werden seit 1800 wissenschaftlich ausgewertet. Wiederholt ist das in den Anfangsphasen neuer Fächer zu beobachten. Die Absichten der Forscher/innen waren dabei jeweils unterschiedlich: Die Kleinkinderforschung des 19. Jahrhunderts und die Jugendpsychologie ab 1920 haben maßgebende Thesen über ›Normalverläufe‹ der menschlichen Entwicklung auf Selbstzeugnissen aufgebaut. Die Alltags-, die Sozial- und die Frauengeschichte suchten darin ab den 1980er-Jahren Spuren individueller Lebensgeschichten. Seither sind umfangreiche Sammlungen entstanden, die heute eine ausdifferenzierte Auto/Biografieforschung ermöglichen. Li Gerhalter nimmt als Akteur/innen dieser vielseitigen Geschichte neben Wissenschafter/innen und Sammler/innen auch jene Personen in den Blick, die Tagebücher zur Verfügung gestellt haben. Mit diesem Buch über die facettenreiche Tagebuchforschung gibt sie Einblicke in zeitgebundene Forschungspraktiken.

Die österreichische Schule der Nationalökonomie als politische Strömung

Wer wissen will, wie die österreichischen Begründer des Neoliberalismus politisch drauf waren, kann nun diese sehr begrüßenswerte Studie der Arbeiterkammer konsultieren:

MAYER, David/MOLDEN, Berthold: Die österreichische Schule der Nationalökonomie als politische Strömung. Ursprünge, Entwicklungen und Netzwerke in Österreich. (=Materialien zu Wirtschaft und Gesellschaft; 220). Wien: Kammer für Arbeiter und Angestellte für WIen, 2021. URN: urn:nbn:at:at-akw:g-3718211

Donnerstag, 6. Mai 2021

Die Schreibmaschine von Erich Fried

100 Jahre Erich Fried heute, seine Schreibmaschine wird im Bezirksmuseum Alsergrund ausgestellt; dort auch noch jede Menge anderer Reliquien, unter anderem sein Gebiss!

FriedErich-Schreibmaschine_BM1090

Freuds Türnummern

Ein Tag nach Marx' ist also Freud an der Reihe, der passende Tweet dazu wurde schon vor zwei Jahren verfasst; hier an dieser Stelle seien (erstmals?) zwei von Freuds Türnummern in der Berggasse 19 veröffentlicht, zum einen die seiner ersten, 1891 im Halbparterre bezogenen Ordination - Türnummer 4 - und zum anderen die seiner über der Ordination gelegenen Privatwohnung: Türnummer 5. 1908 wechselte die Ordination in die Wohnung gegenüber der Privatwohnung, die Türnummer 6 allerdings - die zB auf diesem 1971 von Barbara Pflaum erstellten Foto noch zu sehen ist - ist heute nicht mehr angebracht.

Freud_Bergg19-T4

Freud_Bergg19-T5