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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Samstag, 26. April 2008

Vorschlag zur Adressierung der Wohnungen, Berlin 1832

In einem eher obskuren, 1832 publizierten Büchlein, das recht disparate Themen wie die Straßenreinigung, die Post, Farbenlehre und Naturphilosophie behandelt, schlägt ein gewisser Johann Wilhelm Schmitz Verbesserungen bei der Einrichtung der Hausnummerierung in Berlin vor; denn schliesslich sollen die Subjekte auch in den Häusern adressierbar sein:

Neben der Reinigung und Bewässerung der Straßen wird eine Bemerkung über die Benennung der Straßen und Nummerirung der Häuser nicht unpassend seyn. (...) Bei der Bezeichnung der Wohnungen ist eine einfache Benennung viel bequemer, als eine doppelte. Jedoch ist man genöthigt, der Hausnummer zur genaueren Bestimmung hinzuzufügen: eine, zwei, drei Treppen hoch, nach hinten, nach vorne, oder auf den Hofe. Dieses alles ließe sich mit einer einzigen Nummer ausdrücken. – Es müßten nämlich die Häuser statt mit Einheiten, zu Zehnter nummerirt werden; und dies wäre einfach damit fertig, daß jeder der jetzigen Nummern eine 0 zugefügt würde. Man hätte alsdann statt, z.B. der Nr. 31. 32. 33. die Nr. 310. 320. 330. u.s.w. Jedes Haus hätte dadurch 9 Nummern frei, um die verschiedenen Wohnungen, in denen es im Innern zerfällt damit zu nummeriren; jedoch so, daß immer Nr. 1 für die erste, 2 für die zweite, 3 für die dritte und 4 für die vierte und höhern Etagen nach hinten gebraucht werden. 9 würde beständig die Nummern der Wohnungen im Hofe sein. Wenn man nun die Wohnung einer Person z.B. im Hause 320 zwei Treppen hoch nach vorne bezeichnen wollte, würde es ganz einfach nach der Nummer heißen: sie wohnt 322. Es würden überhaupt die sämmtlichen vorerwähnten, jetzt so häufig vorkommenden Benennungen wegfallen, und es würde heißen für jedes in viele Wohnungen getheilte Haus z.B.
No. 320 statt No. 320, Parterre
No. 321 statt No. 320, 1 Treppe nach vorne (…)
No. 324 statt No. 320, 4 Treppen oder drüber nach vorne.
No. 325 statt No. 320, 1 Treppe nach hinten (...)
No. 329 statt No. 320, im Hinter- oder Seitengebäude (...)
Wird man nun an eine Person, wohnend z.B. Nr. 325 adressirt, so weiß man schon zuvor, daß sie in der ersten Etage nach hinten wohnt, und man ist der in großen Häusern beschwerlichen Nachfrage überhoben.


SCHMITZ, J[ohann] W[ilhelm]: Berlin, Fabrik- und Handels-Stadt, Sitz der Künste und Wissenschaften; oder Andeutung gemeinnütziger, diese Hauptstadt betreffender Gegenstände. Berlin: Selbstverlag, 1832, S. 14f.

Freitag, 25. April 2008

Anfrag- und Adressbüro, München 1828

Friedrich Wilhelm Bruckbräu erwähnt 1828 ein Anfrag- und Adressbüro in München:

Das Anfrag- und Addreß-Bureau, in der Residenz-Schwabingerstraße No. 48, zu ebener Erde, giebt gegen Entrichtung einer geringen Gebühr, in allen vorkommenden Fällen Einheimischen und Fremden, in Privatangelegenheiten den erforderlichen Rath und Aufschluß. So auch das Schreib- und Sprach-Bureau, in der Prannersgasse, No. 1508.

-Überhaupt gibt es in den 1820er Jahren eine Reihe vergleichbarer Gründungen, z.B. das allgemeine Anfrage- und Auskunfts-Comptoir in Wien (vgl. hier), oder das 1827 in Breslau gegründete Anfrage- und Adreß-Bureau des H. Saul, auf das ich erst vor kurzem im GStA gestoßen bin; mehr zu letzterem demnächst.

Bruckbräu, Friedrich Wilhelm: Neuestes Taschenbuch der Haupt- und Residenzstadt München und den Umgebungen für Einheimische und Fremde. München: Joseph Lindauer'sche Buchhandlung, 1828, S. 36.

Update siehe unter: http://adresscomptoir.twoday.net/stories/34622722/

Donnerstag, 24. April 2008

ND-Rezension zu Pätzold-Autobiographie/Autorenlesung

Das ND rezensiert Kurt Pätzolds Autobiographie; und morgen gibt's in Berlin laut Stressfaktor eine Lesung daraus:

Ort: Galerie Olga Benario, Richardstr. 104, 12043 Berlin (U-Bahnhof Karl-Marx-Straße)
Zeit: 25.4.2008, 19:30

Pätzold, Kurt: Die Geschichte kennt kein Pardon. Erinnerungen eines deutschen Historikers. geb. Berlin: edition ost, 2008.

Mittwoch, 23. April 2008

Interview mit Pynchon-Übersetzern

Wie die NZZ berichtet, ist in manchen Buchhandlungen schon Pynchons Gegen den Tag zu bekommen; außerdem bringt sie ein Interview mit Nikolaus Stingl und Dirk van Gunsteren, die den Roman ins Deutsche übertragen haben.

Dienstag, 22. April 2008

Hausnummer von Heiner Müller

Berlin_ErichKurzStr9_HeinerMueller

Hier wohnte Heiner Müller 1979-1993: Berlin, Erich-Kurz-Straße 9.

Montag, 21. April 2008

Jutta Ditfurths Ulrike-Meinhof-Archiv

Vor kurzem wurde Jutta Ditfurths letzes Jahr erschienenes Buch Ulrike Meinhof. Die Biografie in H-SOZ-U-KULT besprochen; darin wurde u.a. bedauert, dass die Autorin es [l]eider (...) in den meisten Fällen [unterlässt], auf ihre Quellen zu verweisen – was auch Austs Erzählwerk für die Wissenschaft nutzlos werden ließ.
Etwas Abhilfe könnte dem der Umstand verschaffen, dass Ditfurth im Zuge ihrer Recherchen ein Ulrike-Meinhof-Archiv (UMA) angelegt hat, dass zumindest zukünftig einem öffentlichen Archiv angeschlossen werden soll, aus Gründen des Persönlichkeitsschutzs zunächst aber noch privat geführt werden soll. Um dies zu finanzieren, hat Ditfurth auf ihrer Homepage einen Spendenaufruf (PDF) publiziert, aus dem auch hervorgeht, dass sie die Arbeit an ihrem Buch teils mittels Krediten finanziert hat; auch eine Form der Forschungsförderung.

Sonntag, 20. April 2008

Ö1 zum Narrenturm

Die Ö1-Radiosendung Betrifft Geschichte brachte diese Woche fünf jeweils fünfminütige Interviews mit Beatrix Patzak zur Geschichte des Narrenturms:
Der so genannte Narrenturm befindet sich am Rand des Areals des ehemaligen Allgemeinen Krankenhauses in Wien (heute Universitäts-Campus). 1784 unter der Regierung Josephs II. im Zuge einer großzügigen Neubebauung auf den Gründen des ehemaligen Armenspitals erbaut, diente er als erstes psychiatrisches Krankenhaus.
Der mehrstöckige Rundbau ist aber nicht nur medizingeschichtlich von großem Interesse, sondern auch architekturgeschichtlich. Die strahlenförmige Anordnung der Gänge mit einem zentralen Wärterraum weist voraus auf Elemente des Utilitarismus ab dem frühen 19. Jahrhundert: Überschaubarkeit und Effizienz in der Überwachung der Insassen demonstrieren auch heute noch anschaulich, um welchen Preis "das größte Glück der größten Zahl (von Menschen)" erreicht werden sollte.
Seit 1971 beherbergt das Gebäude das pathologisch-anatomische Museum.


Teil 1, Teil 2, Teil 3, Teil 4, Teil 5 (MP3)

Samstag, 19. April 2008

Interview mit Dietmar Dath zu Maschinenwinter

Dietmar Daths neues Buch Maschinenwinter, ein Essay mit dem Untertitel Wissen, Technik, Sozialismus liegt nun schon in den Buchhandlungen auf, De:Bug bringt ein Interview mit dem Autor.

Dath, Dietmar: Maschinenwinter. Wissen, Technik, Sozialismus. Frankfurt am Main: Suhrkamp/edition unseld 8, 2008. [Verlags-Info]

Freitag, 18. April 2008

Recherchen zum Adresshaus und Intelligenzwerk in Berlin

Schon Anfang April war ich eine Woche in Berlin, nun bin wieder dort angelangt und wohne so zwischen Volksbühne, Babylonkino und Karl-Liebknecht-Haus. Bis Ende Mai werde ich hier vorwiegend im Geheimen Staatsarchiv Preußischer Kulturbesitz nach Akten zu dem 1689 gegründeten Adreßhaus und zum Intelligenzwerk zu recherchieren.

Donnerstag, 17. April 2008

Geschichte-Lehrveranstaltung mit Wiki

Dieses Semester hält Ingrid Matschinegg (Österreichische Akademie der Wissenschaften, Institut für Realienkunde des Mittelalters und der frühen Neuzeit) wieder eine Geschichte-Lehrveranstaltung mit Wiki-Einsatz, es handelt sich dabei um einen Kurs zum Thema "Vielfalt der Tiere", samt Zoo-Wiki.