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Ebenfalls durchaus hörenswert,...
Ebenfalls durchaus hörenswert, die in der Diagonal-Ausgabe...
adresscomptoir - 2022/10/25 22:33
Guardian: listed status...
Guardian: listed status für 6 Denmark Street - https://www.theguardian.co m/music/2016/mar/22/sex-pi stols-house-denmark-st-lon don-listed-status
adresscomptoir - 2022/09/09 09:53

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Sonntag, 23. April 2006

Remapping Mozart

Neben der großen, quasi offiziösen Mozart-Ausstellung in der Albertina (vgl. hier) gibt es auch ein kleineres, äusserst feines Projekt zu Mozart unter dem Titel Remapping Mozart; die erste unter diesem Label gezeigte Ausstellung, die sich u.a. mit Orientalismus und Stereotypen in Mozarts Opern beschaeftigt, ist schon wieder vorbei, Anfang Mai startet im Wiener Stuwerviertel eine weitere Ausstellung zum Thema Regulierungen, Rebellionen und Ausschlüsse (mehr; sehr beeindruckend finde ich auch die nach ein bisschen Runterscrollen auftauchende Timeline 1756-1791). Thematisiert werden dabei netterweise auch die Hausnummern, und ein paar meiner Fotos werden dort zu sehen sein.

Samstag, 22. April 2006

Marienthal versus Gugging - Wissenschaft in Österreich

Nächste Woche findet am Wiener IFK die Tagung "No Guarantees" - Innovative kulturwissenschaftliche Forschung unter unsicheren Bedingungen statt; das Extra der Wiener Zeitung bringt quasi als Begleitprogramm zwei Artikel zur durchaus prekären Lage der Forschung in Österreich: Zum einen ein Beitrag von Karl Acham zur Situation junger Wissenschafter angesichts eines Dienstrechts, das fast nur mehr befristete Verträge kennt, zum anderen ein Text von Anton Holzer, der zwei niederösterreichische Orte - Marienthal und Gugging - als Chiffren für zwei unterschiedliche Modelle von Wissenschaft nimmt.

Freitag, 21. April 2006

Ein Verderber der Jugend

Süß, dass es so was noch gibt: Ein Giles Auty gibt in The Australian dem australischen Premierminister Howard recht, der die Lehrpläne von einem angeblichen postmodernen, schädlichen Einfluß geradezu verseucht sieht. Schlimmer noch: An all diesem postmodern-marxistischen Kram ist ein Franzose schuld:

The originator of these ideas was a French Marxist historian/philosopher who died 22 years ago and whose entire life was consumed by a corrosive hatred of the kind of conventional, middle-class, "bourgeois" values that tend to obtain in modern Western democracies such as Australia.

The man in question was Michel Foucault. Was this paragon truly the possessor of an exceptional, visionary and supremely balanced mind whose theories of life and society should be accepted by the rest of us - including parents of hundreds of thousands of children now attending Australian schools - without question?

When not exercising his supposedly superior vision of the true nature of bourgeois Western societies, Foucault was a promiscuous masochist whose areas of interest were in torture, drug-use and totally anonymous sex. His spiritual hero was the Marquis de Sade.


Wow, das ganze ist so schwachsinnig, dass es fast von Hans Ulrich "postmoderner Rattenfänger" Wehler stammen könnte; schön jedenfalls, dass Foucault immer noch so sehr die Gemüter erregen kann. [via Foucault-L]

Pariser Graffitiforschung

Das nenne ich lebensnahe Forschung: Im Zuge der Anti-CPE-Proteste wurde in Paris auch ein Gebäude der EHESS besetzt, von einer Gruppe Jugendlicher, mit denen auch die wohlgesinnten EHESS-ForscherInnen den Dialog nicht aufrecht erhalten konnten. Bevor das Gebäude geräumt wurde, wurde etliches zerstört (Fotos davon auf Flickr) und die Wände zuhauf mit mehr oder weniger politischen Graffitis bemalt. Béatrice Fraenkel, Directrice d'études an der EHESS und Leiterin des Seminars Anthropologie der Schrift untersucht nun mit einem Team diese Graffitis, bevor sie übermalt werden; der Freitag berichtet heute darüber, vor ihm brachte schon die Financial Times die Geschichte.

Donnerstag, 20. April 2006

Hausnummern zur Zeit Mozarts

Mein Beitrag zum Mozart-Essayband ist nun auch als PDF verfügbar:

Tantner, Anton: Die Hausnummern zur Zeit Mozarts, in: Lachmayer, Herbert (Hg.): Mozart. Experiment Aufklärung im Wien des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Essayband zur Mozart-Ausstellung. Ostfildern: Hatje Cantz, 2006, S. 141-145. (PDF)

Das Inhaltsverzeichnis des gesamten Bands ist in PDF- und HTML- Format greifbar; auch Verlagsinfo ist vorhanden.

Mittwoch, 19. April 2006

Politique 2.0: Weblogs in Deutschland und Frankreich

Politique 2.0 heisst ein Dossier des Portals politik-digital.de, das sich mit der Internetnutzung anlässlich der kommenden französischen Präsidentschaftswahlen beschäftigt; mit dabei: Ein Interview mit Klaus Schönberger, der die unterschiedliche Rolle von Weblogs in Deutschland und Frankreich analysiert. Ein vorläufiges, von der Interviewerin gezogenes Fazit: Mehr Wikipedianer hier, mehr Weblogger dort. [via Kulturwissenschaftliche Technikforschung]

Dienstag, 18. April 2006

ÖZG 3/2005: Fremdkörper

Sehr erfreulich: Die aktuelle, von Philipp Sarasin herausgegebene Ausgabe der Österreichischen Zeitschrift für Geschichtswissenschaften mit dem Thema "Fremdkörper". Behandelt werden u.a. Konzeptionen von Geschwülsten im 19. Jahrhundert sowie von "jüdischem Blut" 1918-1933, die Geschichte der Debatte um Schwangerschaftsabbruch in Israel, und das Auftauchen von Infektion in Foucaults Texten. Interessant auch ein Beitrag von Daniel Weiss über Ungeziefer, Aas und Müll. Feindbilder der Sowjetpropaganda (109-122). Schade nur, dass er in schlechter totalitarismustheoretischer Tradition einen Vergleich nur zu nationalsozialistischen Blutsaugermetaphern zieht und es S.119f nur andeutet, dass auch andere Vergleiche möglich wären, z.B. zu Metaphern, die in repräsentativ-demokratischen Staaten verwendet werden. Als Beispiel sei ein im August 1945 in der von ÖVP, SPÖ und KPÖ gemeinsam herausgegebenen Tageszeitung Neues Österreich veröffentlichter Artikel genannt, in dem gegen die Schlurfs gehetzt wurde: Den österreichischen Lebensbaum beginnt dichtes Unkraut zu umwuchern und saugt ihm wertvolle Säfte ab. (...) Die verantwortlichen Stellen unseres Staates sind daher nicht gewillt, diese Sumpfgewächse der Nachkriegszeit weiterhin ungehemmt wuchern zu lassen. Es gibt Mittel und Wege, das gesamte Unkraut radikal auszurotten. Davon werden sich die Schlurfs in Kürze überzeugen können. (Heinz, Karl Hans: Der Schlurf, in: Neues Österreich, 1.8.1945, S.1; zitiert in meiner Diplomarbeit [PDF], S.68). Ebenfalls ein Analysekandidat: Der französische Innenminister mit seinen Kärcher-Phantasien.

Österreichische Zeitschrift für Geschichtswissenschaften, 16.2005, Heft 3: Fremdkörper. Hg. von Philipp Sarasin. [Verlags-Info]

Montag, 17. April 2006

Horkheimers Hausnummer

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Die Hausnummer von Max Horkheimer: Frankfurt, Westendstraße 79

Sonntag, 16. April 2006

Interview mit Wolfgang Kos

Die Presse bringt ein Interview mit Wolfgang Kos, Direktor des Wien Museums.

Samstag, 15. April 2006

Normativität und soziale Praxis

normativitaet Frisch gedruckt: Ein Sammelband, der die Ergebnisse eines äußerst feinen Workshops enthält, der im Mai 2003 am IFF in Wien stattfand. Mit dabei: Ein Artikel von mir, der sich mit der Definition von "Haus" im Rahmen der Hausnummerierung von 1770/71 beschäftigt. Denn merke: Was ein Haus ist, ist beileibe nicht selbstverständlich; Almhütten, Schiffsmühlen und Holzhackerunterkünfte werden zu regelrechten Alpträumen der Behörden.

Der Ankündigungstext des Bandes lautet wie folgt:

Die Grenzen dessen, was »normal« und was »nicht normal« sei, unterliegen ständigen Verschiebungen. Normen, Vorschriften, Gesetze, gesellschaftliche Konventionen können Sicherheit geben, ermöglichen und erleichtern das Zusammenleben. Sie erzeugen aber auch Konflikte und Probleme im Falle des Übertretens oder Nicht-Entsprechens. Soziale Praxis steht in einem Spannungsverhältnis und zugleich in vielfältiger Wechselbeziehung zur Normativität. Es geht nicht um eine starre Gegenüberstellung. Den realen Prozessen der Umsetzung von Normen wird in diesem Buch auf aktuellen wie historisch-kulturwissenschaftlichen Themenfeldern nachgegangen.

Inhaltsverzeichnis:

Das nackte Leben und die fremde Hand. Zur Transformation von Normen durch die Technologisierung des Lebens (14-24)
Wilhelm Berger

Rechtsnorm und Realität. Variationen zu Fragen der Rechtsgeltung, Rechtsbefolgung und Rechtsdurchsetzung in geschlechtersensiblen Kontexten (25-38)
Elisabeth Holzleithner

»Interdisziplinierung«: Normen und Praxis im interdisziplinären Lehren und Lernen am Beispiel des Wiener Studium Integrale (39-50)
Marie Antoinette Glaser und Martin A. Schmid

»Arbeit« als Norm - Normierung durch »Arbeit«: Historische Perspektiven (51-68)
Christof Jeggle

Was ist ein Haus? Theresianisch/josephinische Gebäude-Ordnungen (69-80)
Anton Tantner

Heiratskontrakte - intermediär: als Form der Vermittlung zwischen gesetztem Recht, sozialen Normen und individuellen Interessen (81-96)
Margareth Lanzinger

Im Namen der »Ordnung, Regelmäßigkeit und Sicherheit«. Über Vorschriften für Eisenbahnbedienstete in der Mitte des 19. Jahrhunderts (97-107)
Günter Dinhobl

Die Hygienisierung der Hausfrau. Zur Popularisierung moderner Sauberkeitsnormen in der Haushaltsratgeberliteratur des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts (108-120)
Susanne Breuss

Soziale Konstruktion von Krankheit und Gesundheit am Beispiel weiblichen Wahnsinns (121-136)
Sylvelyn Hähner-Rombach

Auf dem Weg zur Normalität? Zur Konzeptualisierung von Kriminalität im 19. Jahrhundert (137-156)
Peter Becker

Politische Normierung in der geschlossenen Gesellschaft. Jugend im Schatten der Mauer (DDR 1961-1974) (157-166)
Marc-Dietrich Ohse

Normen im Jugendalltag des ausgehenden 20. und beginnenden 21. Jahrhunderts in Wien und Niederösterreich (167-185)
Angelika Klampfl

Das Projekt »Lido«: Jugendliche »fit machen« für Jobs (186-193)
Alexander Halpern

Unbegleitete minderjährige Flüchtlinge - ein Erfahrungsbericht aus der Praxis (194-199)
Claudia Altendorfer

Klampfl, Angelika/Lanzinger, Margareth (Hg.): Normativität und soziale Praxis. Gesellschaftspolitische und historische Beiträge. Wien: Turia + Kant, 2006. [Verlagsinfo, Amazon]

Freitag, 14. April 2006

DVD mit frühen Filmen von Christoph Schlingensief

Christoph Schlingensief und seine Filme heisst eine bei Filmgalerie 451 erschienene DVD mit frühen Filmen von Christoph Schlingensief, die zwischen 1968 {mit 7 Jahren, sic!} und 1986 gedreht wurden, mit so vielversprechenden Titeln wie Mensch Mami, wir drehn 'nen Film oder Schlacht der Idioten; ebenfalls auf der DVD enthalten: Ein Interview mit Schlingensief. Screenshot Online bringt eine Besprechung.